• Von Steingräbern und Kalksteinfeldern ..

    28. juni 2025, Irland ⋅ ☁️ 16 °C

    Auf dem Weg zu unserem nächsten B&B Stopp machten wir einen Abstecher in den Burren-Nationalpark (Páirc Náisiúnta Bhoirne). Der riesige, mondähnliche Landschaft in der Grafschaft Clare ist eine der faszinierendsten der Insel. In dem zerklüfteten Terrain stürzt das rissige graue Gestein in den Atlantik hinab. Das Resultat ist eines der außergewöhnlichsten Phänomene der Natur: eine gigantische Felsplatte mit Gesteinformationen, Höhlen und Fossilien sowie eine unglaubliche Vielfalt an Blumen, von einheimischen Arten bis hin zu arktischen, alpinen und mediterranen Pflanzen.

    J. R. R. Tolkien besuchte den Burren mehrmals und könnte hier seine Inspiration für die Landschaft von Mittelerde gefunden haben.😉
    Die Kalksteinlandschaft wurde vor Millionen von Jahren unter der Oberfläche längst vergessener tropischer Meere geformt und hat zu einer beschwerlichen Landwirtschaft geführt, deren Geschichte über 6.000 Jahre zurückreicht. Die alte Tradition des „Winterage“, das es Rindern ermöglicht, im Winter auf den Hügeln zu grasen, setzt sich bis heute fort. Sie befreien den Boden von zähen Gräsern und schaffen somit Platz für das gedeihende Pflanzenleben im Frühling. Diese Rinder müssen ganz schön clever sein, um hier Grün zu knabbern.

    Atem beraubend ist der riesige Dolmen Poulnabrone, der vor über 5.800 Jahren errichtet wurde und in diesem felsigen Gelände der Schwerkraft zu trotzen scheint. Hier ruhen Gebeine keltischer Vorfahren. Untersuchungen haben ergeben, das manche von ihnen "umgebettet" wurden in diese Kultstätte der Bronzezeit.
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