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  • Day12

    Epilog - Spielanalyse

    June 21 in Germany ⋅ ☀️ 18 °C

    Beim Fußball ist es doch so: Man hat gefiebert, man hat geschrien, man ist aus dem Sitz gesprungen - und am Ende des Spiels ist der Drops faktisch gelutscht; die eigene Mannschaft hat haushoch verloren oder knapp gewonnen, oder es hat sich schlicht gar nichts entschieden.
    Ab jetzt ist alles egal. Das Publikum wendet sich ab, stürzt das letzt Bier herunter, macht die Glotze aus oder leiser und sucht die Toilette auf.

    Warum jetzt die Spielanalyse? Hat Jörg Wontorra keine Frau und Kinder?
    „Schatz, wie war Dein Tag?“
    „Ach, Spiel wie immer, Geschrei um nichts. Aber ich werde nach Stunde bezahlt, also haben wir noch ein paar Spieler interviewt. Hatten nix zu sagen, was soll man auch sagen nach der Quälerei ohne Resultat. Die Jungs wurden ja auch nicht wegen ihrer Rhetorik eingekauft.“

    Warum also ein Epilog? Weil der Schreiber von seinen mühsam ausgearbeiteten Charakteren nicht lassen kann und noch so viele Geschichten unerzählt bleiben mussten.

    Es ist also letztlich Trennungsbewältigungstherspie des Autors unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
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