• Mordor und Nachmittagspaziergang

    2017年11月20日, ニュージーランド ⋅ 🌙 13 °C

    Es kommt auch mal vor, dass man sich nach einem langen Arbeitstag an seinem freien Tag motivieren kann, um 5 Uhr morgens aufzustehen, um sich den Sonnenaufgang von einem Hügel anzugucken. Es war echt beeindruckend, da man sehen konnte, an welchen Hügeln bzw. Bergen schon die Sonne aufgegangen ist, und da es auch so schon ein schöner Anblick war. Auch der Himmel und das Spiel von Licht und Schatten auf den Hügeln war schön, sich anzusehen (habe es versucht, mit Bild 4 wiederzuspiegeln, was auf Bildern aber immer schwierig ist). Auf dem ersten Bild ist der mittige Berg der Ngauruhoe (frag mich nicht, wie man das auspricht, ist Maori), besser bekannt als Mordor aus Herr der Ringe. Bis jetzt haben wir ihn nur von Weitem gesehen, wenn wir das Tongariro Crossing machen, können wir ihn jedoch von Nahem sehen.
    Später am Nachmittag bin ich noch mal spazieren gegangen, um den freien Tag auch wirklich auszunutzen. Ist verdammt schön die Gegend und hatten auch die Woche mit dem Wetter Glück, da die Sonne fast die ganze Woche über geschienen hat.
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  • Neue Nachbarn

    2017年11月22日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 24 °C

    Ab und an kommt es auch mal vor, dass wir neue Nachbarn bekommen. So ist aus dem einen Gehege ein Bulle ausgebrochen und hat in unserem Vorgarten graskauend gemütlich vor sich hingedöst, den wir in Anlehnung an den dreiköpfigen Hund von Harry Potter Fluffy getauft haben haben. Später wurde sogar im Funk der Farm der Name übernommen.
    Dann haben wir noch an einem Tag zwei neue Lämmer bekommen. Auf dem ersten Bild ist "Malibu", das zuerst sehr scheu war, nun aber für Lamm-Milch immer ankommt. Auf dem zweiten Bild ist "Lou", nun haben wir die Lämmer "Jägermeister" aka "Jäger", "Whiskey", "Theodor"(hat keine Spiritouse als Namen, weil er von dem kleinen Sohn des Farm-Besitzers so genannt wurde) und die anderen beiden. Die neuen Lämmer sind bei uns direkt im Garten und müssen gefüttert werden, da die Mütter sie nicht als ihre Kinder anerkennen und dadurch nicht mehr Milch trinken lassen. Daher sind die Lämmer bei uns direkt im Garten und werden drei Mal am Tag gefüttert, wobei die Lämmer wie jedes Kind auch Mähen, wenn sie durstig sind, sodass es jeden Morgen um 6 rum ein Mäh-Orchester als Wecker gibt.
    Später ist noch die zurückgelassene Ziege "Jaws" hinzugekommen, die keiner durchfüttern wollte, aber auch keiner verdursten lassen wollte (eigentlich ist es finanziell sinnlos die Ziege durchzufüttern, da Lamm-Milch teuer ist und es hier mehr als genug Ziegen gibt). Nun füttern wir sie doch durch und auf dem letzten Bild posiert sie mit "Malibu".
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  • Kajakfahrt und verlorene Schuhe

    2017年11月24日, ニュージーランド ⋅ 🌙 18 °C

    Der Besitzer der Farm ist mit uns nach dem einen Saubermach-Tag Kajakfahren gegangen, um einige Blue Ducks ausfindig zu machen - man muss ja schließlich auf der Blue Duck Station welche gesehen haben.
    Also ging es mit dem Auto zu der Stelle, wo wir losfahren würden, sodass wir 8 km mit dem Kajak zurückfahren würden. Alicia und ich waren zusammen in einem Kajak und nach mehr oder weniger kurzem Eingewöhnen kam man dann auch in die Richtung, in die man fahren wollte. Einige Freunde vom Besitzer sind auch mitgekommen und hatten einen Zimt-Whiskey dabei, der die Stimmung noch weiter aufgebessert hat. Man hatte dasselbe Bild vor den Augen wie bei der Jetboat-Fahrt, sodass man immer wieder vor sich hingestaunt hat. Manchmal ging es einfacher voran, manchmal fuhren wir aber auch durch Stromschnellen, wo Alicia und ich gerade bei der schlimmsten Stelle auf einen Felsen aufgefahren sind und meine Schuhe mit Socken ins Wasser gefallen sind. Da das Wasser verdammt schnell war und die Stromschnellen vor einem noch weitergingen, gab es leider keiner Hoffnung mehr, die Schuhe mit Socken wiederzufinden. Ich hatte ein zweites Paar Schuhe dabei, weshalb der Verlust der Schuhe nicht so ganz tragisch war. Viel tragischer war der Verlust der Socken, da ich sowieso nicht ganz so viele hatte und manchen von denen, die ich hatte, schon Löcher hatten. Immerhin haben wir einige Blue Ducks zu Gesicht bekommen, die fröhlich vor sich hinschwammen. Da sieht man wenigsten mal, wofür man die Traplines abläuft. Nach fünf Stunden, als es langsam kälter wurde, weil auch immer wieder bei den Stromschnellen Wasser in das Kajak kam, haben wir es letzten Endes geschafft, ohne zu kentern anzukommen.
    Insgesamt trotz des tragischen Verlusts der Socken auf jeden Fall ein schöne Fahrt gewesen.

    Hier der Link zum Tag von einem Mitbewohner, um ein besseres Bild vor Augen zu haben
    https://www.youtube.com/watch?v=mX4t3HniF8o
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  • Steile Hügel

    2017年11月29日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 11 °C

    Wie man sicherlich schon aus einigen Einträgen herausfinden kann, kommt man ab und zu dazu, spazieren zu gehen. Dieses Mal wollte ich auf einen größeren Hügel gehen, der ziemlich steil war (es ging bei Bild 2 oben rechts auf den Hügel). Irgendwie habe ich mich dann hochgekämpft (zwischendurch in eine Stachelpflanze gefallen und man muss auch einen Weg ausmachen, wo man nicht die ganze Zeit abrutscht). Auf dem Weg bin ich dann sogar auf 5 Ziegen getroffen, die nur ca. 15 Meter wegwaren. Besonders war, wie die Regenwolken in den Bergen hingen und wie malerisch das aussah. Jedes Mal lohnt sich der Aufstieg auf einen Hügel für die Aussicht wieder!もっと詳しく

  • H-Trapline

    2017年12月2日, ニュージーランド ⋅ ⛅ 27 °C

    Die zweite Trapline, auf die ich gegangen bin, war die H-Line, welche die längste Trapline ist. Sie ging in eine Gegend, wo ich noch nicht auf der Farm war, sodass es für mich eine nette Wanderung zugleich war. Wir dachten, dass wir bei dem einen Fang eine Katze (Bild 3) hatten, was dann aber wahrscheinlich doch ein Hase war. Schade auch, denn wäre es eine Katze gewesen, hätte ich vom Besitzer der Farm eine Flasche Blue Duck Vodka oder 50$ bekommen (es wäre natürlich der Vodka geworden). Zur Pause haben wir uns auf einem Hügel Sandwiches gegönnt, während wir eine beeindruckende 360 Grad rundum-Aussicht hatten (vorletztes Bild). Zuletzt ging es sogar noch bei den Hirschen vorbei und zum Abschluss gab es zur Belohnung bei der Hitze (es ist Sommer!) beim Cottage ein Eis, wir waren schließlich von 9 Uhr morgends bis halb 5 unterwegs und sind 90 Traps abgelaufen. Wir haben sie nicht zuende gemacht, da die Trapline zum Schluss an der Reh-Farm entlangging. Wir dachten, dass wir da nicht langdürfen, da die Rehe gerade Junge bekommen.もっと詳しく

  • Top of the World

    2017年12月5日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 28 °C

    Alicia und ich sind um 4 Uhr morgens aufgestanden, da uns der große Tag erwarten würde und es sich schließlich ohne Sandwiches und Kaffee nur halb so gut macht. Wir wurden um 5 Uhr morgens von dem Besitzer der Farm (Dan) abgeholt, denn es würde zum "Top of the World" gehen. Top of the World ist einer der größten Hügel auf dem riesigen Farmgebiet, von dem man eine gute Aussicht hat. Wir sind dabei in einem Bike gefahren(es ging auf dem Weg durch sehr hügeliges Gelände) und es hat uns immerhin 30 Minuten gebraucht, um dort hinzukommen, weshalb man so nicht einfach dort morgens hingehen kann. Grund für den Ausflug ist ein Kamerateam von Honda, die dort ein Werbevideo für ein Motorrad-Modell gedreht haben und Dan meinte, dass er für 2 noch Platz hatte.
    Bereits die Hinfahrt war sehr beeindruckend, da der Himmel komplett wolkenleer und alles in einem leichten Blau getönt war. Bereits von der Fahrt ziemlich baff, auch wenn man noch leicht im Schlaf war, hat der Ausblick von dem Top of the World einem noch mehr den Atem geraubt. Ich denke, die Bilder von den Landschaften sprechen da ganz für sich. Es war quasi die Natur höchstpersönlich vor seinen Füßen, weil nichts durch den Menschen verändert schien (schon durch das Weideland, ansonsten wäre da nur Wald gewesen). Es war einfach ansonsten nirgends eine Menschenseele oder Haus in Sicht, nur Hügel um Hügel um Hügel. Man konnte ewig weit sehen, da man die Vulkane im Horizont noch sehen konnte. Vor einem war eine riesige Weite und durch den Nebel entstand eine Aussicht, die einem magisch und irreal erschien, weshalb man sich in einer anderen Welt fühlte. Dann änderten sich im Verlauf der 2 Stunden, die wir dort verbrachten, oft die Lichtverhältnisse, was es einfach nicht langweilig werden ließ, immer wieder Bilder von den selben Hügeln zu machen, und es schnell wieder Zeit wurde, in die normale Welt zurückzukehren.
    Der letzte Abstecher war das alte Top of the World, wo wir eine Aussicht ohne Nebel hatten (letztes Bild), was auch noch gut war. Es war verdammt schwierig von all den Bildern sich für eins zu entscheiden, weil die Auswahl so riesig war.
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  • Hunt

    2017年12月9日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 23 °C

    Eine weitere Aktivität, die ich besucht habe, war die Hunt, wo ich jedoch schon vorher gesagt habe, dass ich nicht auf Tiere schießen möchte. Erstaunlich ist, dass es hier möglich ist, ohne irgendwelches Vorwissen/Ausbildung mit Schusswaffen jagen zu gehen, was in Deutschland nicht so einfach gewesen wäre.
    Zuerst gab es einen Testschuss auf Holz aus ca. 100 m Entfernung, um sich mit dem Gewehr vertraut zu machen. Das Gewehr hatte zwar einen Schalldämpfer, der Schuss war trotzdem noch verdammt laut und von Weitem hörbar. Ich habe immerhin das Holz getroffen und eine Spur hinterlassen (Bild 2).
    Dann ging es auch schon mit dem Bike auf das weite Gebiet der Farm, wo wir (wir waren zu viert) auf einem hügeligen Gebiet (etwa auf der H-Line) nach Ziegen, Truthähnen und Hasen Ausschau gehalten haben. Bald haben wir darauf auch schon Ziegen gesehen, mussten jedoch etwas näher rangehen, und der Schuss hat dann gesessen. Zuerst werden die Innereien rausgenommen, da diese nicht gegessen werden und die Ziege unnötig schwer machen. In Neuseeland ist es Tradition, bei seiner ersten geschossenen Ziege die Eier zu essen, wo ich dann mitessen musste (das abgeschnittene Stück auf Bild 3), da ich nicht selbst schießen wollte. Als Randnotiz: Es hatte die Konsistenz von einem hartgekochten Ei und einen bärstigen Nachgeschmack. Dann haben wir die Ziege zum Bike geschleppt und weiter ging es. Nach kurzer Fahrt haben wir eine kleine Ziegentruppe auf der Straße gesehen und der Schuss ging dieses Mal auf eine Ziegenfrau, sodass ich nun von der Milch getrunken habe, was bei Weitem besser als die Eier war. Der Schütze musste als Ausgleich zusätzlich noch von dem Herz essen, was zu dem Zeitpunkt noch leicht geschlagen hat.
    Im weiteren Verlauf haben die anderen noch auf zwei weitere Ziegen geschossen, die jedoch zu weit weg waren, sodass es bei der einen Ziege nur eine Streifschuss war (sie hat es überlebt und konnte noch weglaufen) und die andere gar nicht getroffen wurde. Zuletzt durfte ich noch mit einem anderen Gewehr auf einen Teich schießen (Bild 5 und Teich auf Bild 6) und das Gewehr hatte dieses Mal keinen Schalldämpfer, wodurch es nochmal lauter war, und es hatte einen so großen Rückstoß, dass es mir fast aus Hand gefallen ist, weil das andere Gewehr einen viel kleineren hatte.
    Nachdem wir zurückgefahren sind, haben wir die Ziegen noch gehäutet (bzw. Ich habe zugeguckt), was auch ganz interessant war, weil man so den ganzen Prozess vom Schießen bis zum Fleisch, was man dann so isst, gesehen hat.
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  • Nachtwanderung & Nachtkajaking

    2017年12月9日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 23 °C

    Am Abend sind wir vom Caffee um 8 Uhr zu den Blue Duck Falls losgegangen, um in der Nacht zu kajaken. Der Hinweg hat uns insgesamt 1 1/2 Stunden gebraucht und wir sind in die Nacht hineingegangen. An dem Wasserfall standen Kajaks, die da den ganzen Tag rumstehen und wir benutzen konnten. Also haben wir uns Kopflampen aufgesetzt und schon ging es auf den Fluss. Es ging in eine kleine Schlucht, wovon ich noch zufällig ein Bild bei Tag habe, ca. 250 Meter bis zu einem umgefallenen Baumstamm, wo man leider nicht mehr weiterkam. Allein so wäre die Fahrt es schon wert gewesen, da wir größtenteils komplett im Dunkeln gefahren sind und der Sternenhimmel über einem war, was vom Gefühl und der Atmosphäre schon einzigartig war und man es so nicht machen würde. Dann waren jedoch in den Bäumen, die über die Ränder der Schlucht ragten, Glühwürmer. Daher hat man die ganze Zeit nach oben zu den Glühwürmern und zu dem Sternenhimmel und nur zur Orientierung, dass man nicht gegen die Wand fährt, nach unten geguckt.
    Auf dem Rückweg war der Sternenhimmel noch deutlicher sehbar, weshalb wir noch länger gebraucht haben, da wir ohne Licht gehen wollten und zwischendurch Pausen gemacht und für mehrere Minuten nur in den Sternenhimmel geguckt haben, weshalb wir auch noch eine Sternenschnuppe gesehen haben.
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  • Horsetrek

    2017年12月16日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 24 °C

    Die letzte Aktivität, die ich sogar an meinem letzten Arbeitstag machen durfte, war der Horsetrek. Es ging auch nicht wirklich schnell und das Pferd war auch gut eintrainiert, sodass es auch für einen machbar war, der das letzte Mal in der 3. Klasse auf einem Pferd saß. Trotzdem war der Trek auf jeden Fall schön, am Besten war für mich der Teil, wo wir abseits des Pfades durch die Büsche geritten sind (Bild 1). Die Aussicht auf dem Berg war auch wieder gut, kannte ich jedoch schon von meinen Wanderungen. Ist auf jeden Fall gemütlicher, sich hochchauffieren zu lassen als zu Fuß hoch zu gehen!もっと詳しく

  • Letzte Tage Blue Duck

    2017年12月17日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 25 °C

    Damit es an den letzten beiden freien Tagen auch nicht langweilig wird, hatte das eine Auto, was unschwer zu erkennen schon kaputt genug ist, einen Platten. Das Reifenwechseln hat zwar lange gedauert und wir haben neue Baustellen am Auto ausgelöst, jedoch war am Ende der neue Reifen am Auto.
    Später hat Dan (Besitzer der Farm) einen von uns nach Hilfe zum Schafetreiben gebeten, da er die Schafe über die Brücke bekommen wollte, wo wir jedoch alle hingegangen sind. Hat auch Spaß gemacht, zum Schluss noch ein bisschen Farmwork zu sehen und danach hatten vier von uns noch die Chance, beim weiteren Kühetreiben auf das Bike mitzukommen. Ich hatte unter anderem die Möglichkeit mitzukommen und wir sind bei den Hirschen vorbei zu dem einen Abschnitt der H-Line gefahren, der für mich nach Top of the World die schönste Gegend der Farm ist (leider keine Bilder). Dan hatte seine Hunde dabei, die die eigentliche Treibarbeit übernommen haben, und wir haben die ganze Zeit vom Bike aus nur zugeschaut. Dan hat die Hunde praktisch nur kommandiert, indem er Befehle gerufen oder verschiedene Töne durch seine Hundepfeife gepfiffen hat. Dadurch sind die Hunde bellend um die kleine Herde aus Kühen gekreist, sodass auch wirklich jede Kuh mitkam.
    Darauf hat er uns alle noch auf eine Jetboat-Tour mit Bier (endlich mit Kamera und Bildern) eingeladen. Bevor wir losgefahren sind, hat einer von uns, der ein Video für YouTube machen wollten, ein Weihnachtsmannkostüm angezogen. Wir sind an eine Sandbank gefahren und haben uns gerade gemütlich gemacht, als Dan in der Ferne auf der anderen Seite der Sandbank eine Person stolpern sah und einen Moment später ein Schlauchboot rausguckte. Als wir hingelaufen sind, fanden wir einen jungen Mann wieder, der komplett verwirrt war und nicht realisiert hat, dass wir gekommen sind. Nach 10 Sekunden hat er sich hochhelfen lassen und hat uns alle nacheinander gemustert, bis er bei dem Weihnachtsmann ankam. Dabei waren seine Pupillen fast nicht mehr sichtbar und er war ziemlich betrunken, weshalb er nicht auf Santa klarkam, und es ziemlich lange gedauert hat, bis er uns seinen Namen sagen konnte (Robert). Dan meinte nur, dass er vielleicht erfroren wäre, wenn wir ihn nicht gefunden hätten, da er die Nacht nicht überstanden hätte. Robert war so schon ziemlich durchnässt und unterkühlt und meinte, dass er gehen würde, wenn es ihm viel Geld kosten würde (wir konnten uns das Lachen nicht verkneifen, da es mitten im Nirgendwo war, er in diesem Zustand zu nichts wirklich in der Lage war, und es praktisch Stunden dauert, sich am Fluss entlang durch das Gebüsch zu kämpfen, da es keinen Wanderweg gab). Robert konnte sich an nichts mehr erinnern und meinte nur, dass seine Freunde ihn hier liegen lassen haben und er Essen für zwei Tage habe (wir konnten uns daran erinnern, dass Robert bei dem Reifenwechsel bei uns vorbeigefahren ist und wir zu ihm meinten, dass bei uns alles gut ist). Dan ist mit 2 weiteren nach Roberts Freunden mit dem Jetboat suchen gegangen, wohingegen wir Robert versorgt haben, der langsam ausgenüchtert ist.
    Am letzten Tag sind wir Kajak gefahren, was dieses Mal anstrengender war, da es fast keine Strömung gab und wir richtig paddeln mussten. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt und bin ohne Socken und Schuhe ins Kajak gestiegen. Dan hat uns abgeholt und auf dem Rückweg uns und den anderen Gästen erzählt, dass die Qualität des Waldes und Flusses durch die nicht-einheimischen Tierarten nicht ganz so gut sei, dass es jedoch besser wird, seitdem er den Opossi und Igeln Einhalt gebietet, und es sein Projekt für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ist, das weiter durchzusetzen.
    Dann war es auch schon Zeit, das Backpack zu packen, denn um viertel vor 6 am nächsten Morgen würde uns der Bus schon abholen. Am nächsten Morgen haben wir uns von unseren MitWWOOFern verabschieden und haben uns an den Rand der Straße gestellt, um auf den Bus zu warten. Es war schon ein verdammt komisches Gefühl, welches sich dem Abschied von zu Hause ähnelte, wenn man so noch das Cottage gesehen hat, wo man 1 1/2 Monate drinnen gelebt hat. Dann kam auch schon der Bus und wir sind noch an manchen Orten auf dem Farmgebiet vorbeigefahren, die man mit Erinnerungen in Verbindung bringt, weshalb der Abschied auch nicht so ganz leicht war.
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  • Abschied Blue Duck

    2017年12月19日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 24 °C

    Ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass ich das sagen würde, aber Blue Duck allein war schon eine sehr gute Erfahrung. Der Anfang war zwar nicht ganz so einfach, aber man hat sich bald eingelebt und sich an alles gewöhnt, auch an die blutigeren Dinge. Zwar war es mehr Saubermachen als Farmarbeit, es hat sich dennoch gelohnt, weil man immer zum Ausgleich was erlebt hat. Mit den anderen WWOOFern hat man viel erlebt wie das Nachtkajaking und die Lagerfeuer. Hinzu kommen die Aktivitäten wie die Hunt oder das Jetboaten, zum anderen Unternehmungen mit Farmbesitzer Dan wie das Kajaking, Top of the World oder auch Mustering(Treiben). Wenn man mal den ganzen Tag geputzt hat oder eine 10 Stunden-Schicht im Cafe hat, fragt man sich, wieso man sich das eigentlich für einen unbezahlten Job antut. Zudem verging leider die Zeit verdammt schnell und man hatte fast keine Zeit für sich, da man die ganze Zeit unter anderen war. sobald man jedoch wieder irgendwas erlebt, war man jedoch unglaublich dankbar an diesem einzigartigen Ort sein zu dürfen. Highlights waren für mich die Wanderungen, das Mustering, Abschnitte der H-Line, das Nachtkajaking und Top of the World, die für mich unvergessliche Erinnerungen darstellen.もっと詳しく

  • Fahrradtour National Park

    2017年12月19日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 20 °C

    Bei National Park von dem Stray-Bus abgesetzt, kann man nicht wirklich etwas machen, wenn man kein Auto hat. Von der Blue Duck Station haben jedoch welche erzählt, dass man sich ein Fahrrad leihen und zu einem Wasserfall fahren kann, wo Gollum in dem 2. Teil von Herr der Ringe einen Fisch gefangen hat.
    Also haben wir uns ein Mountain-Bike geliehen, wobei uns der Verleiher einen weiteren Wasserfall gezeigt hat, zu dem man aber noch ein Stück weiter fahren muss und eine kleine Wanderung unternehmen muss.
    Also ging es los und schon bald kam ein Schild, das uns 15km zu dem Ort, wohin wir fahren wollten, anzeigte. Wir fuhren dabei an der Straße entlang und trafen zwischendurch auf ein Schild, das vor Kiwis(Nationalvogel Neuseelands) in der Nacht warnt. Irgendwann kamen wir an der Abzweigung zu dem ersten Wasserfall, den Tawhai Falls, wo man nur 20 Minuten hin und zurück gehen musste. Dieser war quasi vom Grün umgeben und ab und zu kam glücklicherweise die Sonne raus.
    Eine halbe Stunde mussten wir noch bergauf zu dem nächsten Ort fahren, wo unsere insgesamt 2-stündige Wanderung zu dem nächsten Wasserfall beginnen würde. Die Wanderung und Fahrradfahrt war es auf jeden Fall wert, da man zwischendurch einen guten Blick auf den Vulkan (Schicksalsberg von Herr der Ringe) hatte, wenn nicht gerade Wolken davor waren. Auch der zweite Wasserfall war schön, beeindruckend war auch die weite karge Landschaft. Obwohl es sogut wie den ganzen Tag bedeckt war, hatte ich hinterher einen Sonnenbrand.
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  • Ohakune

    2017年12月21日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 20 °C

    Von National Park aus ging es weiter nach Ohakune, die Karottenhauptstadt. Der Ort ist ungefähr ein bisschen größer als National Park, hatte aber viele Cafes, einen vernünftigen Supermarkt(man kann es nicht glauben, aber es läuft tatsächlich Weihnachtsmusik im Supermarkt) und einen Park. Wenn man gerade nicht in den Park geht und sich mit dem Karottenauto begnügt, haben wir die Zeit im Hostel genossen. Denn Ohakune und das Hostel leben eindeutig von der Winterzeit und damit Skisaison, sodass das Hostel relativ unbesucht war und wir zu zweit alleine in einem 4-Bettzimmer waren, obwohl wir ein 6-Bettzimmer gebucht hatten. Wanderungen haben wir sein lassen, da wir für den vorletzten Tag in Ohakune uns das Tongariro Crossing vorgenommen hatten, wofür man besser fit auf den Füßen ist.もっと詳しく

  • Tongariro Alpine Crossing

    2017年12月23日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 15 °C

    Für das Crossing hatten wir ziemlich Pech, da wir an dem Tag, an dem das Wetter für das Crossing am Besten war, die Busfahrt nach Ohakune vorgebucht hatten, sodass wir das gute Wetter im Bus verbracht haben. Jedoch ist das Crossing sehr beliebt und am Tag davor war es geschlossen, sodass es sehr belebt gewesen wäre, weshalb wir es nicht so tragisch fanden.
    Für den Tag, an dem wir das Shuttle für das Crossing gebucht haben, war die Wettervorhersage für das Wetter nicht so gut, wir wollten es jedoch auch bei schlechtem Wetter anstatt gar nicht machen. Also sind wir um halb 6 aufgestanden und haben uns genug Verpflegung eingesteckt, da es eine lange Wanderung werden würde.
    Am Anfang des Crossings angekommen, beschrieben Schilder, was auf uns zukommen würde. Eine 19,4 km Wanderungen, bei der die Höhenmeter nicht zu kurz kommen. Am Anfang war man noch motiviert, da dort Schilder für die Kilometeranzahl, die man bereits hinter sich gelegt hat, standen und der Weg noch relativ eben war.
    Doch leider blieb es nicht so und der Aufstieg ging langsam in die Wolken hinein. In den Wolken hatte man eher eine kleinere Sichtweite, es war jedoch erstaunlich, wie die Wolken seitlich von einem den Berg hinaufstiegen. Zeitweise konnte man sogar Mt. Doom durch die Wolken hindurchsehen, den größten Teil ging man jedoch durch die Wolken mit 50 Metern Sichtweite. Dennoch passte das düstere Wetter zu Mordor, da es den kargen Bergen und Vulkan-gesteinlandschaften stand.
    Die Höhenmeter überstanden, ging es auf eine weite Ebene, wo in der Ferne gelbliche (Schwefel-?)Berge waren und zur rechten Seite Mt. Doom(Schicksalsberg) im Wolkenmantel ab und zu hinausragte. Einzigartig war, wie man in den Wolken ging und plötzlich die Wolken an der einen Stelle "stehenblieben". Man ging quasi aus einer Wolkenfront heraus und vor einem erstreckte sich die große Berglandschaft.
    Es ging weiter hoch zu dem roten Krater, wo man eine super Aussicht hatte (Bild 2) und bald darauf die Seen zu Gesicht bekam, die mit ihrem teils hellen Blau aus der Kraterlandschaft herausstachen. Dort haben wir uns eine Pause gegönnt, der Aufstieg hatte es immerhin ziemlich in sich.
    Dann ging es die letzten 10km wieder runter, teils wieder durch die Wolken, man hatte eine schöne Sicht auf Lake Taupo (letztes Bild) und zuletzt ging es noch durch Wald, sodass wir auf der insgesamt 7 stündigen Wanderung ein abwechslungsreiches Programm hatten. Die Tage darauf hatte man zwar ziemlichen Muskeltkater, da die vielen Höhenmeter ziemlich auf die Beine gingen, es war es jedoch auf jeden Fall wert.
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  • Weihnachten in Wellington

    2017年12月26日, ニュージーランド ⋅ 🌧 15 °C

    Dieses Jahr wurde Weihnachten nicht in der Familie sondern in Wellington gefeiert. Wir hatten uns Wellington ausgesucht, da wir dachten, dass wir Weihnachten am Strand verbringen wollen. Nur leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt, denn es war zwar die letzten Wochen in Wellington gutes Wetter, zu unserer Ankunft war der Himmel jedoch bedeckt und es hat am 1. Weihnachtstag geregnet. Allgemein ist in Neuseeland nicht Heiligabend der große Feiertag für Weihnachten sondern der 1. Weihnachtstag.
    Da alles geschlossen hatte und auch das Wetter schlecht war, haben wir uns gedacht, dass wir zur Feier des Tages Essen gehen. Dabei sind wir auf dem Weg über einen nett dekorierten Weihnachtsbaum gestoßen und haben ein chinesisches Restaurant gesehen, wo wir uns Nudeln gegönnt haben. Folglich wurde deshalb auch nichts aus dem Weihnachten am Strand und wir sind stattdessen ein bisschen in Wellington rumgegangen. Am nächsten Tag haben wir uns sogar noch klassische neuseeländische Schokoriegel gegönnt, die es auch auf jeden Fall wert waren, jedoch nicht lange durchgehalten haben. Natürlich fehlte in Neuseeland das Weihnachtsgefühl, was man so kennt, vor allem, weil es ein Weihnachten ohne Familie und ohne die altbekannte gemütliche Weihnachtsstimmung war.
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  • Zealandia

    2017年12月27日, ニュージーランド ⋅ ⛅ 15 °C

    Zealandia ist ein Naturschutzgebiet in Wellington, das sich als Ziel gesetzt hat, für deren Gebiet das ursprüngliche Ökosystem wiederherzustellen, bevor Neuseeland von fremden Arten "überrannt" wurde. Denn Neuseeland wurde vor der Bevölkerung derr Europäer von der Entwicklung der anderen Kontinente weitgehend isoliert, sodass die neuen Arten entweder fortgeschrittener waren oder in Neuseeland keine natürlichen Fressfeinde haben. Im schlechten Licht stehen daher besonders das Possum, welches keinen natürlichen Fressfeind hat und die Bäume zerstört, und die Katze, die die Eier der Vögel kaputtmacht und Vogelbabys frisst. Daher sind die einheimischen Arten wie die Blue Duck weitgehend zurückgedrängt wurden und einige sind sogar gefährdet, weshalb Zealandia um das Gebiet einen Zaun gegen unter anderem Katzen, Ratten und Possi aufgestellt hat und die altbekannten Traps von Blue Duck dort auch rumstehen.
    Beim Rundgang durch das Areal (ca. 1.5 Stunden!) hat man schöne Eindrücke von den verschiedenen Vogelarten bekommen, die zwischen den Bäumen hin und her flogen oder auch gefüttert wurden, weshalb man sich gar nicht vorstellen konnte, dass man sich in einer Großstadt befindet. Nach unserem Zealandia Besuch haben wir uns noch das Regierungsgebäude und eine schicke Kirche angeschaut.
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  • Weta Cave

    2017年12月28日, ニュージーランド ⋅ ⛅ 15 °C

    In der Weta Cave werden Requisiten und Kostüme für Filme gefertigt, wobei sie besonders bekannt für die Beteiligung an Lord of the Rings sind, haben aber auch an vielen weiteren Filmen mitgearbeitet. Wir haben dort an einer 45-minütigen Führung teilgenommen und Einsichten in Originalrequisiten aus den Drehs sowie Dinge über den Prozess von der Idee zur 2D-Skizze, die besonders vor den Zeiten der Computertechnik aufwendig war, zum ersten 3D-Ausdruck, der noch weiter verfeinert und an den Schauspieler angepasst werden muss, hin zur Bemalung des Gegenstands. Leider war das Fotografieren in fast allen Bereichen untersagt, man hat aber viele Einsichten bekommen und hätte noch viel länger die ganzen Requisiten und Kostüme bestaunen können, wenn die Führung nur nicht so kurz gewesen wäre.
    Danach sind wir noch in den Shop gegangen, wo es ein Minimuseum – gibt seinem Namen alle Ehre, indem es aus einem kleinen Raum mit Hobbitfüßen besteht – und viele Fanartikel sowie Skulpturen zu LotR gab. Auch da hätte man wieder Stunden mit den Artbooks verbringen können, aber leider muss man irgendwann noch weiter.
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  • Botanic Gardens

    2017年12月29日, ニュージーランド ⋅ ⛅ 17 °C

    Eine weitere Sehenswürdigkeit in Wellington sind die Botanic Gardens, wo man gut mit dem Cable Car(Bild 1) hochkommt und sich so einen mühsamen Aufstieg erspart. Bei der Station von der Cable Car wird man anschließend für die mühsame Warterei mit einer guten Aussicht auf Wellington sowie auf die Berglandschaften im Horizont belohnt.
    In den Botanic Gardens haben wir einen Rundgang gemacht und uns die verschiedenen Gärten angeguckt, so gibt es einen Australian, Rose und Herbal(Gewürz) Garden sowie ein Gewächshaus, in denen man die Vielfalt der Pflanzen bestaunen und manch exotische Pflanze entdecken kann.
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  • Mt. Victoria Lookout & Oriental Beach

    2017年12月29日, ニュージーランド ⋅ ⛅ 17 °C

    Vom Cable Car aus ging es auf den Mt. Victoria hinauf (dieses Mal zu Fuß), wo wir quasi eine Aussicht aus einer anderen Perspektive hatten und sogar fast 360 Grad. Nahe des Mt. Victoria Lookouts wurde der erste Shot von LotR gedreht, nämlich die Szene, in der die Hobbits sich unter einer Wurzel vor den Nazgûl verstecken. Es war nicht leicht zu finden, da es keine offizielle Markierung gab, aber irgendwann haben wir doch noch den Ort gefunden, der im Vergleich zum Film jedoch leicht anders aussah. Auf dem Weg dorthin haben wir zwei Banken mit den fotografierten Gravuren gefunden, die sehr gut zur der Work&Travel Thematik passen, da man beim Abschied von zu Hause genau das Gefühl des ersten Spruchs hatte, da man sich auf eine lange Reise weit entfernt von der Heimat begibt. Gleichzeitig sind wir Backpacker, die ohne ein zu Hause und feste Bleibe für einige Zeit umherreisen, sammeln mit dem Work&Travel in Neuseeland aber eine Erfahrung für das Leben, die uns hoffentlich voranbringt.
    Aber genug von Poesie, denn es ging für uns schon bald weiter zum Oriental Beach, der ein kleiner und der bekannteste Strandabschnitt in Wellington ist, der dank des relativ kalten Wetters nicht zu sehr besucht war. Daher konnte man sich auf eine der freien Bänke setzen, die Ruhe genießen und hatte von unten eine schöne Aussicht auf Wellington.
    Da wir den ganzen Tag in Wellington umhergelaufen waren, wollten wir uns eine Pizza gönnen, die von Dominos für 5$ (ca. 3€) ziemlich billig ist und haben uns mit dieser an die Wasserpromenade gesetzt. Es hat angefangen zu dämmern, sodass man neben der leckeren Pizza eine schöne Sicht auf Wellington hatte, was ein super Abschluss für den Tag war.
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  • WWOOFing bei Diane

    2018年1月2日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 23 °C

    Unsere nächste Station war Diane, die eine kleine Farm mit wenigen Kühen, Schafen, Katzen, Hühnern, Alpacas (Bild 5) und irgendeine Art von Vögeln besitzt. Während der Zeit auf der Farm waren wir weitgehend alleine mit ihr, da sie mit ihrem Mann getrennt ist und nur noch ein Sohn bei ihr wohnt, der jedoch eine Woche mit seinem Vater weggefahren ist. Diane muss sich daher größtenteils alleine um die Farm kümmern, die doch schon einiges an Gebiet einnimmt (50a). Sie hat jedoch nicht so viele Tiere, weshalb einige Paddocks leerstehen, und hätte auch nicht die Zeit, um sich um mehr Tiere zu kümmern (die Schafe, die sie jetzt hat, wurden seit einem Jahr nicht geschärt, weshalb sie schon ein ziemliches Wollpolster mit sich tragen).
    Nachdem wir fast eine Woche in einem 10-Bettzimmer verbracht hatten, kam das 2-Bettzimmer, was man nun für sich ganz allein beanspruchen konnte und größer als das 10-Bettzimmer war, ganz gelegen. Aber leider kommt das einem nicht zugeflogen sondern man muss dafür natürlich auch arbeiten. Die Arbeit war manchmal mehr und manchmal weniger anstrengend, so gehörte zu den einfacheren Aufgaben Pflaumen pflücken, Alpacas füttern, Feuerholz mit einem Quad transportieren und stapeln. Jedoch weniger einfach bzw. angenehm war das Unkrautjähten, was wir oft genug und mehrmals 6 Stunden am Tag gemacht haben, wodurch es mit der Zeit ziemlich stumpf wurde. Außerdem haben wir an den ersten Tagen Löcher für Pfosten gebuddelt und schließlich diese mit Beton befestigt. Gerade, wenn man 6 Stunden an einem Tag Unkraut gehähtet oder für 5 Stunden bei 30 Grad Löcher gebuddelt hat, denkt man sich schon, dass man später keine körperliche Arbeit machen will und freut sich, dass man die Chance zum Studieren hat.
    Dafür hat sie sich stets um uns gekümmert und uns auf ein BBQ zu ihren Nachbarn mitgenommen, bei dem wir eine große Auswahl aus Fleisch und Salat hatten sowie unser erstes Pavlova, ein klassischer neuseeländischer Dessert. Diesen haben wir Tage später selbst gemacht und er ist gar nicht schwierig selbst zu machen, weshalb wir uns vorgenommen haben, diesen in Deutschland auch das eine oder andere Mal zu backen. Außerdem haben wir bei Weitem besseres Essen (Pizza, Fleisch, Käse, der hier eigentlich sehr teuer ist, und viel verschiedenes Gemüse) bekommen als das, was man als normaler Backpacker isst (nicht immer so ganz abwechslungsreich).
    Da wir zuvor noch nie Fish&Chips gegessen hatten, hat sie uns an dem einen Tag dazu eingeladen und wir hatten daher ein leckeres Essen im Auto, da draußen schon die Vögel und Möwen ebenso hungrig wie wir das Essen anschauten, und hatten eine schöne Sicht auf den Strand und Kapiti Island. Zudem war es schön, dass man dazu kommt, in einer Familie zu leben und mal wieder Englisch zu sprechen, da man ansonsten in den Hostels vorwiegend Deutsche trifft und eine Bekanntschaft auch nur wenige Tage hält, bis der eine wieder weiterzieht.
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  • Pflaumenwein und Limonade

    2018年1月6日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 16 °C

    Neben Löcher graben und Unkraut mit der Schaufel wegreißen haben wir an einem Tag Pflaumenwein gemacht und Zitronen gepresst, was eine willkommende Abwechslung zur anstrengenden Arbeit war. Pflaumenwein machen ist dabei gar nicht schwer, da wir die Pflaumen, die ein paar Tage im Wasser zum Einweichen waren, nur durch quetschen entkernt haben. Noch ein bisschen Essig, Zucker und Weinhefe hinzugefügt und man muss ihn nur noch zum Fermentieren einige Zeit stehen lassen und gelagert ist er im nächsten Jahr trinkbar. Ein bisschen vom Pflaumenwein konnten wir bei dem BBQ probieren und er schmeckt sogar gar nicht schlecht – ziemlich praktisch, wenn man ein Pflaumenbaum im Garten rumstehen hat.
    Weil die Aufgaben für den Wein relativ schnell getan waren, haben wir von zwei Zitronenbäumen insgesamt 8 Eimer Zitronen gepflückt. Die Zitronen haben wir gewaschen und gepresst, damit Diane diese in Beuteln einfrieren und bei Bedarf über das Jahr für Limonade auftauen kann.
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  • Paekakariki Escarpment Track

    2018年1月8日, ニュージーランド ⋅ ☀️ 23 °C

    Glücklicherweise hat uns Diane den Tag mit dem besten Wetter freigegeben und wir sind den Paekakariki Escarpment Track gewandert. Der Track war ähnlich wie das Tongariro Crossing: Die ersten beiden Kilometer waren noch sehr einfach und man konnte gemütlich auf dem relativ flachen Weg vor sich hinwandern, wohingegen die nächsten Kilometer es wieder entweder bergauf oder bergab ging. Dafür wurde man mit einer wunderschönen Sicht entlang der Küste mit der Kapiti Island, ein Naturreservat, belohnt. Weil der Himmel so klar war, konnte man sogar im Horizont Berge der Südinsel sehen.
    Zum Abschluss sind wir an den Strand vor Ort gegangen, hatten jedoch keine Badesachen dabei. Daher haben wir es so genossen, am Strand zu sein und beim Rauschen des Wassers entspannt. Zuletzt haben wir an dem Bahnhof, wo uns Diane abgeholen würde, ein Schild mit Reikorangi gesehen, was der Name der Gegend ist, in der Diane wohnt - manchmal spielt der Zufall uns nette Streiche.
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  • WWOOFing bei Greg&Sue

    2018年1月16日, ニュージーランド ⋅ ⛅ 17 °C

    Direkt von dem einen WWOOFing Platz ging es weiter zu dem Nächsten, den wir uns bei Greg&Sue in der Nähe von Mt. Taranki, einem Vulkan, ausgesucht hatten, wo wir die nächsten zwei Wochen verbringen wollten. Greg&Sue unterhalten eine ca. 50 Hektar große Farm und versuchen so selbsterhaltend/nachhaltig wie möglich zu leben. Das spiegelt sich in dem Lebensstil wieder, so lebten sie für 4 Jahre in einer Hütte (Bild 5) ohne Strom mit einem Plumsklo (Bild 6), in die wir für die 2 Wochen eingezogen sind. Als wenn das nicht schon genug war, mussten wir immer, wenn wir warmes Wasser zum Duschen haben wollten, den Karmin anmachen und so das Wasser aufheißen, was im Sommer bei einem so schon aufgeheizten Haus nicht immer so angenehm ist. Das Wasser kam dabei aus Wassertanks, die mit Regenwasser gefüllt werden. In ihrem richtigen Haus gibt es dafür Strom, welcher in der Winterzeit von einem Generator durch Ölverbrennung und außerhalb des Winters von Solarzellen sowie einem kleinen Windrad erzeugt wird. Statt eines Plumsklos gibt es eine Komposttoilette, sodass nach deren Prinzip weiter die Kreisläufe geschlossen werden, indem damit der Garten gedüngt wird. All das liegt der Idee der Permakultur zu Grunde, wir waren also mal unter richtigen Ökis.
    Die 4 Kinder der beiden sind bereits erwachsen und über Neuseeland verteilt und Greg&Sue haben eine große Vielfalt an Tieren, so haben sie größtenteils Schafe, Beef-Kühe, ein paar Meerschweinchen, Gänse und sogar Esel(waren im Paddock neben unserer Hütte). Des Weiteren haben sie Truthähne, Hühner, einen Farmhund zum Treiben und Enten, die wir jeden Morgen gefüttert haben. Ansonsten war aber jeder Arbeitstag verschieden, da wir Sue bei der Arbeit, die gerade anfiel, geholfen haben. So halfen wir in dem Garten, indem wir etwas gepflanzt oder Unkraut gejähtet haben. Wir haben gelernt bzw. geholfen, Dinge wie Seife(Bild 3), Brot, Toasted Müsli oder ein Chutney selbst zu machen und Bäume zugeschnitten, sodass alles insgesamt eine angenehme Abwechslung zu der Arbeit der letzten WWOOFing-Stelle war. Hinzu kam noch, dass neben uns noch ein weiterer WWOOFer, ein Schwede names Henrik, zu unserer Zeit da war, was es alles natürlich noch interessanter und abwechslungsreicher gemacht hat.
    Greg meinte, dass er es gut findet, wenn das Essen eine Geschichte hat und das haben wir miterlebt, zum einen vom frischen Gartengemüse und zum anderen beim Fleisch. Wir haben den kompletten Prozess vom Tier zum Fleisch auf dem Teller miterlebt, so hat Sue 3 Truthähne und 4 Hühner geschlachtet, deren Federn wir gerupft haben. Greg&Sue essen allgemein vorwiegend ihr eigenes Fleisch, sodass eine Woche später einer der geschlachteten Truthähne auf dem Tisch stand. Das alles zu sehen und zu erleben war auf jeden Fall eine einzigartige Erfahrung, da man zu Hause nur das Produkt in dem Regal sieht und alles als gegeben hinnimmt.
    Dennoch waren so manche Aufgaben gewöhnungsbedürftig, so haben wir geholfen, Fleisch von Wangen von Schweineköpf zu schneiden und gleich am ersten Tag gab es einen Pie mit schwarzem Pudding aus Schweineblut, was aber eigentlich schon eine gute Sache ist, da diese Dinge ansonsten weggeschmissen werden würden. Auf die Knochenbrühe, von der Sue etwa jeden zweiten Tag eine Tasse getrunken hat, haben wir aber jedoch dankbar verzichtet und haben stattdessen doch lieber den Tee genommen. Durch die Selbstversorgung von Elektrizität ist ein sparsamer Gebrauchh quasi erzwungen, da man nicht nach gut Willen einfach die Waschmaschine oder Spülmaschine anmachen kann (sie speichern überschüssige Energie in einer Batterie und abends lief trotzdem noch bei denen der Fernseher).
    An dem einen Tag hat sie uns mit nach Stratford genommen, eine ca. 10 Minuten Fahrt von der Farm und die nächste Stadt (8000 Einwohner). Es hat ein Rathaus, was an die Fachwerkhausarchitektur erinnert und in dem vier Mal am Tag ein Glockenspiel (Glockenspiel stand als deutsches Wort auch auf dem Schild vor Ort) stattfindet. Viele Museen und Kunstgalerien in Neuseeland sind kostenlos zugänglich und wir haben daher einen Abstecher zu der örtlichen Kunstgalerie zu dem Thema Wahrheit und Lüge im Bezug zum aktuellem Weltgeschehen gemacht, in denen es so manch verstörende Gemälde und Abbildungen gab, was jedoch sehr interessant war. Wir sind später noch zu dem örtlichen Park gegangen, wo ein Event stattfand, an dem vorwiegend Countrymusik gespielt wurde. Das Highlight waren die Top Twins, zwei etwa 60 Jahre alte Zwillinge, die in Neuseeland relativ bekannt sind und eine Mischung aus Comedy und Musik machen. Dabei wurde natürlich auch das Publikum einbezogen, indem wir alle zu einem Tanz aufgefordert wurden, was wahrscheinlich in Deutschland nicht geklappt hätte, da es für die Deutschen zu Ernst gewesen wäre.
    Das Haus von Greg&Sue stand auf einem Hügel und man hatte eine wunderschöne Sicht auf Mt. Taranaki, wenn die Wolken nicht die Sicht versperrten. Direkt vor dem Vulkan erstreckt sich eine riesige Hügellandschaft, die einen an das Auenland erinnerte, und das Beste war, dass man nur durch die Tür rausgehen musste bzw. Aus dem Fenster gucken konnte, um diese Aussicht zu haben. Besonders schön waren die Sonnenuntergänge, von denen man einfach nicht genug bekommen konnte.
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