• Ausstellung von Yayoi Kusama in Köln

    May 20 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute bin ich im Museum Ludwig in Köln, um mir die Ausstellung von Yayoi Kusama anzuschauen.

    Yayoi Kusama gilt als eine der bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen der Welt.
    Sie wurde 1929 in Matsumoto in Japan geboren und ist besonders bekannt für ihre markanten Punkte („Polka Dots“), Spiegelräume und farbintensiven Installationen.
    Schon als Kind litt Kusama unter Halluzinationen und psychischen Belastungen. Viele ihrer Kunstwerke entstanden aus diesen Erfahrungen heraus. Die sich wiederholenden Muster, endlosen Spiegelungen und Punkte beschreiben oft ihr Gefühl von Unendlichkeit oder dem „Auflösen des Selbst“.

    Schon beim Betreten der Ausstellung habe ich das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen. Überall Punkte, Spiegelungen, kräftige Farben und diese Mischung aus Ruhe und völliger Reizüberflutung.
    Es ist gleichzeitig verspielt und tiefgründig.

    Zu sehen sind über 300 Werke aus mehr als sieben Jahrzehnten, darunter Gemälde, Installationen, Skulpturen, Performances und mehrere berühmte „Infinity Mirror Rooms“.

    Besonders begeistert bin ich von den „Infinity Rooms“. In diesen Räumen habe ich das Gefühl, für einen Moment in eine andere Welt einzutauchen.
    Die Spiegel, die Lichter und die Wiederholungen wirken zeitweise fast meditativ.
    Ich stehe einfach da und versuche, alles auf mich wirken zu lassen und bin von den meisten Werken wirklich begeistert.

    Zu wissen, dass viele Motive von Yayoi Kusama aus ihren eigenen inneren Erfahrungen und Ängsten entstanden sind, gibt den Arbeiten noch mehr Tiefe.

    Trotz der bunten Farben und der spielerischen Optik steckt unglaublich viel Gefühl und Verletzlichkeit darin.

    Das Museum ist sehr gut besucht, aber trotzdem wirkt alles erstaunlich ruhig.
    Genauso wie ich, sind wohl die meisten Besucher fasziniert und werden immer wieder mit neuen Kunstwerken überrascht.
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