Unterwegs sein, ein Leben lang, reisen, wandern, mit dem Fahrrad, zusammen mit meiner Frau oder auch alleine. - Noch haben wir Wind in den Haaren!
  • Day11

    Heimreise von Trampe nach Niederwangen

    October 17, 2022 in Switzerland ⋅ ⛅ 20 °C

    Früh klingelt das Handy - wir müssen uns richtig zwingen, aufzustehen. Duschen und Frühstück. Die Rechnung für unser Essen im Hotel bezahlen. Packen und schon ist Zeit, Abschied von Trampe zu nehmen. Das Taxi kommt sehr pünktlich, aber die Fahrt dauert wegen des Verkehrs und Staus doch eineinhalb Stunden, bis wir endlich in Berlin HBF sind. Wie schön, als wir ganz in der Nähe von Niks Wohnung vorbeifahren - Erinnerungen. Wir kaufen noch Verpflegung ein; wie die alten Hasen, wissen wir wo. - Wen wundert's, der Zug hat schon jetzt eine Anfangsverspätung, weil die Zugskomposition nicht pünktlich bereit gestellt wurde. So können wir an der Sonne vor dem Bahnhof noch einen Espresso und ein Muffin geniessen. Der Zug hat viel Platz und ist nicht so überfüllt, wie auf der Hinreise. Schlafen, Lesen, mal etwas essen, zum Fenster hinausschauen in die farbige Landschaft.

    Unterwegs in Fulda gibt es noch einen Polizeieinsatz im Zug (ein Betrunkener belästigt die Passagiere mit Masken) und wir kassieren nochmals 15 Minuten Verpätung. Ab Frankfurt wird es klar, dass unser Zug in Basel Bad Bhf endet und wir umsteigen müssen. In Basel heisst es nochmals umsteigen und wir erreichen unsere heimatlichen Gefilde eine Stunde später als geplant. Schnell noch einen Salat im Bhf Bern kaufen und dann auf die S1. - Die Katzen empfangen uns offensichtlich erfreut und toben rum, wie wenn sie uns zeigen möchten, was sie in der Zwischenzeit alles gelernt haben und wie gross sie geworden sind.
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  • Day10

    Ruhetag in Trampe

    October 16, 2022 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    Wir schlafen etwas länger und haben dann ein schönes musikalisches Frühstück vom Chor. Zuerst Simmübungen und dann studieren die Bässe ein neues Lied ein. Geleitet wird alles von 2 Frauen und einem Mann, der mit den restlichen Stimmen neben unserem Zimmer übt. Es ist das Weihnachtsprogramm, was etwas seltsam ist für den goldigen Oktober.... (wandern zu zweit im verschneiten Winterwald, nur wir zwei.....). Wir lesen und lassen die Seele baumeln. Als die Sonne durchbricht, sitzen wir raus und geniessen einen Espresso und einen Apfestrudel. Wir unterhalten uns mit den Hühnern - eh ja, wenn wir unsere Katzen nicht haben - und diese antworten und kommen ganz nahe. Wir spazieren noch im weiten Garten des Hotels und bleiben noch eine Weile auf einer Bank in der Sonne. Wir tauschen uns auch über Reisepläne fürs nächste Jahr aus und dass Astrid die Zehenbehandlung nach den Ferien anpackt. Zurück im Zimmer, als es kühler wird, lesen wir weiter bzw. Astrid schaut sich Youtube-Konzerte an.

    Heute haben wir ein ruhiges Nachtessen im inzwischen wieder gemütlichen Gastraum, was auch der Wirtin wichtig ist, denn es sei ja auch ihre Stube. Das Essen ist gut, vielleicht auch, weil wir ruhig und entspannt essen können. - Wir schauen uns noch den Tatort an - eine wirre Geschichte.... Die Katzen zusammen mit Daniel bei ihm drüben.
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  • Day9

    Von Lanke nach Trampe

    October 15, 2022 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Von Lanke aus geht's durch schönen Buchenwald dem romantischen Hellsee entlang und danach auf schmalem Pfad durch ein schönes Naturschutz-/Sumpfgebiet nach Biesenthal. Es hat in der Nacht leicht geregnet, aber die Wege sind gut und nicht matschig. In Biesenthal sind wir etwas zu früh - das neue Café wird erst in einigen Tagen eröffnet. Ein freundlicher Mann gibt uns einen Tipp für eine offene Gaststätte und tatsächlich finden wir einen Gasthof mit hübschem Garten, wo wir einen Teller Milchreis mit Zimt schlabbern (dsa Gericht des heutigen Seniorentisches).
    Ab Biesenthal geht's kurz der Hauptstrasse entlang und dann (Variante) wieder durch ein Einfamilienhaus-Quartier, aber nicht so protzig wie am Wandlitzer See. Bald kommen wir wieder in einen Kiefernwald und folgen dem Wanderweg mehr oder weniger den Geleisen entlang nach Melchow, welches wir aber nur am Rand streifen. Danach geht es für den Rest der Strecke bis nach Trampe durch schönen Mischwald (hauptsächlich Buchen, dazwischen Fichten, Birken und Eichen). In Schönholz ist ein Restaurant angegeben, aber es ist wohl seit langem schon geschlossen. Wir sitzen auf dem verlassenen "Dorfplatz" und wundern uns, dass trotz Samstag keine Menschenseele zu sehen ist. Dunkle Wolken tauchen auf und verziehen sich wieder. Das Waldstück zieht sich in die Länge. Wir erreichen den nördlichsten Punkt des 66-Seen-Wegs einige km vor Trampe. Befreiend, nach der langen Waldwanderung wieder ins Freie und an die Sonne zu kommen. Es erwartet uns eine liebliche Landschaft mit satten grünen Feldern und Birken- und Fichtengruppen. Das Landhotel Trampe liegt ausserhalb des Ortskerns und wir müssen zuletzt eine gute 1/4-Std. der stark befahrenen Strasse entlanglaufen. Wir werden freundliche empfangen und gebeten, um 19.00 essen zu kommen, da vorher eine grössere Gruppe bedient wird. Leider müssen wir eine Stunde lang auf unser Essen warten, und uns die nicht ganz jugendfreien Lieder des Männervereins anhören, da wir im selben Raum platziert wurden - unsere Mägen knurren und die Nerven beginnen zu kitzeln. Schliesslich fragt Claude in der Küche nach und erfährt, dass unser Essen "vergessen" wurde. Man entschuldigt sich und spendiert uns nach dem (guten) Zanderfilet ein Dessert. - Mein Stralsund-Krimi ist leider trotzdem gelaufen, grrrr...
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  • Day8

    Von Wensickendorf nach Lanke

    October 14, 2022 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Wir verlassen das Landhotel Classic und seinen riesigen Frühstücksraum mit Leuchtern und Stuckaturen, und wundern uns einmal mehr darüber, wie ein so grosses Gasthaus quasi auf "Sparflamme" läuft, d.h. ohne Restaurant-Angebot. Wir haben das Gefühl, man könnte viel mehr daraus machen. Aber irgendwie scheint das den Menschen hier nicht so wichtig zu sein. Hauptsache man lebt im eigenen Haus und fährt ein dickes Auto...
    Die letzten Morgennebel machen sich vom Acker und die Sonne lässt uns bald die Jacke ausziehen. Bald glitzert uns der Stolzenhagener See freundlich entgegen - nur leider sind seine schönen Ufer (wie auch diejenigen des folgenden Wandlitzer Sees) total verbaut von privaten Villen mit Umschwung und eigenem Seeplatz. Kaum einmal erhascht man einen Blick aufs Wasser. Bis Wandlitz haben wir die Villen-Besichtigung ziemlich satt!
    In Wandlitz gibt's dafür endlich einen doppelten Espresso und ein gutes Stück Torte. In der 1. Konditorei laufen wir zwar noch an (Terrasse voll besetzt), aber beim zweiten Restaurant mit Aussenbestuhlung und freundlicher Bedienung klappt's dann.
    Danach folgt der wirklich schöne Teil dieser Wanderung. Durch einsamen Buchenwald geht's immer mit Blick aufs Wasser an den 3 heiligen Pfühlen (3 kleine Seen) und dem Regenbogensee vorbei zum Leipnitzsee. Dieser ist zum Glück unverbaut. Es gibt sogar einen Weg rund um den See und eine Fährverbindung auf die Insel und das gegenüberliegende Ufer. Wir haben Glück, der Fährmann sieht, dass wir am Steg warten und kommt mit seinem Schiff rüber und setzt mit uns über auf die andere Seite. Nun können wir dem lauschigen und einsamen Uferweg durch herrlichen Buchenwald folgen und so direkt nach Lanke gelangen. Diesmal wirklich glitzernder See und Herbstlaub in der Sonne zum Geniessen - wir sind entschädigt! kurz vor Lanke gehts noch am Ufer des kleinen Obersees entlang, auch er ein kleines Bijou.
    Das Gasthaus Bellevue ist ganz nach unserem Geschmack. Was für ein Unterschied zum Classic in Wensickendorf! Eine liebenswerte "Gastmutter" und eine schöne Menukarte, ungarisches Schnitzel mit Kürbis-Unterlage für Claude und Forelle Müllerin für mich. Auch das Dessert und der Sauerkirschler sind lecker. Die steile Treppe nach oben ist - wie die Herbergsfrau mein - gewöhnungsbedürftig...
    Zwischendurch einige Stressminuten, da Herr Dacomo schreibt, dass Natascha nicht zum Znacht erschienen sei. Claude kontaktiert Daniel und dieser gibt kurz darauf Entwarnung - beide Kätzchen sind in unserer Wohnung und warten darauf, dass wir zurückkommen.
    Freitags-Krimis zum Ausklang.
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  • Day7

    Von Hennigsdorf nach Wensickendorf

    October 13, 2022 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Nach reichhaltigen Frühstück machen wir uns zum Bahnhof auf. Wir haben gut daran getan, die Bahn von Hennigsdorf nach Birgenwerder zu nehmen; wir sehen von unterwegs die asphaltierte Strecke. In Birkenwerder nehmen wir uns die Zeit durchs Dorf bis zur Briese zu gehen. Ganz eine andere Atmosphäre hier als in Hennigsdorf, obwohl dort heute Markt war. Wir finden den Weg aus dem Dorf raus der Briese entlang. Dann geht es wieder durch Villenviertel bis zur Autobahn, die wir trotz Arbeiten an der Brücke überqueren dürfen. Bald kommen wir an den Boddensee. Leider öffnet das Restaurant erst um 12:00. Wir tauchen nun ein in das eigentliche Briesental mit seinen z.T. durch Bieberdämme entstandenen Sümpfen. Es ist eine wilde und noch sehr natürliche Landschaft, die sich uns da zeigt. Es hat wenige Spaziergänger unterwegs. Beim Forsthaus machen wir Rast, nachdem wir schon vorher bei der Waldschule auf einer Sonnenbank Pause gemacht haben, Das Wetter ist viel besser als angekündigt, gerade recht zum Wandern. Am Schluss geht es ein langes Stück durch einen Föhren-Stangen-Wald. Astrid überlegt es sich, ob Bäume Zählen hier ein Hobby sein könnte....

    Unsere Unterkunft ist vor allem ein Hochzeitshotel, was heisst, dass wir das Essen bei einem Takeaway bestellen müssen. Trotzdem geniessen wir schon mal ein dunkles Köstritzer.

    Wir bestellen beim Inder und bekommen wirklich leckere Gerichte, aber viel zuviel, vor allem Reis.
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  • Day6

    Hennigsdorf / Ruhetag

    October 12, 2022 in Germany ⋅ ☀️ 14 °C

    Ja, Hennigsdorf? Wir sind da in einer provinziellsten Stadt für einen Ruhetag gelandet! Vieles ist zwar renoviert und das Städtebild wirkt überlegt mit der Hauptgasse mit ihren Geschäften und dahinter die Wohnsiedlungen. Aber die Ex-DDR schlägt deutlich durch. Es hat nichts Beschauliches oder Originelles. Zwar wird auf den alten Stadtkern hingewiesen, aber das ist ein altes Rathaus und eine Kirche und ein paar Häuser darum herum. Renoviert und doch ärmlich. Die Stadt wurde im Krieg weitgehend zerstört, da hier eine Eisenbahnproduktion von AEG war. Die Eisenwerke sind zwar danach geblieben, aber heute stehen sie still. - Nach dem Frühstück bummeln wir durch die Stadt, kaufen noch Zwipfel und Verbandsmaterial für Astrids Zehe ein. Wir schauen beim Bahnhof vorbei, um uns noch kundig zu machen, wo der Zug nach Birkenwerder fährt (wir wollen 10 km Asphalt-Veloweg Berlin-Kopenhagen vermeiden, der als wenig interessanter Übergangsweg für unseren Fernwanderweg bewertet wird). Im Havelpark finden wir eine Bank (ohne Lehne) und wärmen uns an der Sonne. Später dann am Ufer mit Lehne und ohne Sonne und schliesslich mit Lehne und Sonne im Rücken. Wir lassen den Tag etwas hängen. Anschliessend essen wir in einem Kaffee ein Stück Kuchen (Frankfurter Kranz) und gehen dann wieder in unser Hotel. Lesen, Tagebuch schreiben - einfach Zeit haben.
    Der empfohlene Grieche (unterwegs kreuzen wir noch einen Fuchs, der ganz gemächlich seinen Weg geht), wo wir Znacht essen, ist das Highlight des Tages. Alles schmeckt ausgezeichnet und raffiniert. Das Restaurant liegt mitten in einem modernen Gebäudekomplex mit Büros der prosperierenden Branche (IT, Innovationsdorf...), sicher läuft hier viel mit Mittagsmenus. Es ist jedenfalls auch abends das mit Abstand am stärksten frequentierte Restaurant von Hennigsdorf. Die Strassen beim nachhausegehen dann wiederum einsam und verlassen...
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  • Day5

    Vom Brieselang nach Hennigsdorf

    October 11, 2022 in Germany ⋅ ⛅ 12 °C

    Nach einem abwechslungsreichen Frühstück (mit frischen Früchten) geht's wieder raus aus Brieselang durchs Quartier mit EFH-ern durch ein Waldstück zum Havelkanal. Dem folgen wir wieder ein Stück weit. Der Himmel ist blau und die kühle Morgenfrische weicht bald der wärmenden Sonne, so dass wir im Hemd / T-Shirt wandern können. Wir folgen einem grossen frisch gepflügten Acker, worauf wohl Winterweizen angepflanzt worden ist. Unterwegs treffen wir wieder eine Hundesitterin, die mit 5 Hunden unterwegs ist. Wir kommen ins Gespräch und sie erkennt uns sofort als Schweizer. Sie sei eben von einem Urlaub in Grafenried zurückgekehrt, wo sie vor vielen Jahren mal gewohnt hatte. Manche wundern sich hier, weshalb wir in dieser Gegend wandern, wo doch die Landschaft in der Schweiz viel schöner sei - tja, das sehen wir eben anderns...
    Daraufhin folgt ein langes Waldstück, über weite Strecken links des Weges hoher Fichtenwald und rechts bunter Mischwald mit vielen Pilzen. Wir geniessen das sehr, vor allem das Wandern auf dem weichen Waldboden, der hier relativ sandig ist. Es ist ein freundlicher, lichter Wald und die Herbstfarben an Laub und Stämmen kommen im durchscheinenden Sonnenlicht schön zur Geltung. Ein Picknick-Bänkli suchen wir wieder mal vergebens, schliesslich machen wir kurz nach Schönwalde auf einem umgefallenen Baumstamm Pause, kurz nachdem wir den Ort (mit lautem Rasenmäher und einem grossen Pferde-Zentrum) passiert haben.
    Es sind Wolken aufgezogen und wir machen uns nach rel. kurzer Pause wieder auf den Weg. Wieder geht's durch ausgedehnte Waldstücke bis an den Ortsrand von Hennigsdorf. Je näher wir dem Ort kommen, desto mehr Hunde-SpaziergängerInnen begegnen uns. Durch eine Parkanlage gelangen wir direkt zu unserem Hotel und geniessen eine warme Dusche. Im Hotel kann man nicht essen, aber der Portier hat Restaurant-Empfehlungen für uns, eine davon nehmen wir: den Italiener in der Nähe des Bahnhofs. Wir laufen durch die verkehrsfreie Hauptgasse, merken aber bald, dass hier nicht allzuviel los ist - wieder so ein Brandenburger Dorf halt, würde der Taxifahrer von der ersten Etappe sagen. Die Pizza aber ist super - leider geht Claudes Grappa-Bestellung irgendwie vergessen und es bleibt bei einem (sehr guten) Espresso. Danach zügig nach Hause an die Wärme!
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  • Day4

    Von Falkenrehde nach Brieselang

    October 10, 2022 in Germany ⋅ ☀️ 14 °C

    Wir schlafen lange und tief. Um die etwas sperrigen Glieder und Muskeln etwas zu mobilisieren, absolvieren wir unser Turnprogramm, Tagesdecke und Duvet ersetzen das Mätteli. Das Frühstück war okay, die Bedienung eher kühl - sie wollte endlich Schluss machen.... - Packen und kurz nach 10 Uhr starten wir. Zuerst der Strasse entlang über Felder. Zwei Schafe auf einem Feld werden zu zwei Straussen und entpuppen sich schliesslich als zwei Kraniche, die - wegen uns unruhig geworden - davon fliegen. Ab Buchow-Karzow geht es dann dem Havelkanal entlang. Die Farben der Bäume und die Stimmung sind sehr schön. Unterwegs fallen uns die vielen Hopfenpflanzen auf - hier könnte man wild Bier brauchen. Wir sind meist alleine unerwegs. Mal eine junge Frau mit einer Meute Hunde. Dogsitterin? Sie lässt sich nicht auf ein Gespräch ein. In Wustermark finden wir einen Imbiss, wo sich gerade alle Werktätigen aus der Umgebung verpflegen. Das Essen sieht sehr lecker aus. Wir begnügen uns mit einem Espresso. Leider fehlt uns schon seit Tagen Schokolade oder ein Güetzi, weil wir keine Läden finden. Es geht weiter der Havel entlang. Inzwischen ist es deutlich wärmer. Auf einem Feld sehen wir ganz viele Gänse am äsen. Im Reiseführer ist ein Rastplatz angegeben, den wir für unser Picknick ansteuern. Wir passieren einen Campingplatz - aber nirgends einen Rastplatz oder Bänkli. Wir finden nichts, aber eine kleine Lücke am Ufer der Havel mit einem Baumstamm. Bis Brieselang ist es nicht mehr weit. Unter der Autobahn durch, deren Lärm uns schon die ganze Zeit verfolgt, und auf einer Brücke über die Havel kommen wir ins Dorf rein. Einfamilienhaus an Einfamlienhaus reiht sich hier und wir gehen und gehen, bis wir endlich unsere Unterkunft "Den ersten Siedler" finden. Unser Gepäck ist noch nicht da. Es ist ja auch erst kurz nach drei Uhr. Wir leben uns ein, finden schliesslich auch die Badetücher in der Schublade. Schliesslich kommt das Gepäck. Haarewaschen (Astrid) und Duschen. Ich will dann auf die Suche nach einem Laden gehen - und oh Schreck: Wo ist meine Bananentasche? - Ich ahne, ich habe sie beim Picknick liegen gelassen. Die Wirtin leiht mir ihr Fahrrad und ich fahre den Weg so schnell wie möglich zurück und finde die Bananentasche wohlauf auf dem Baumstamm - und wir haben beim Wiedereinpacken noch Sprüche gemacht, nichts zu vergessen.

    Zurück im Hotel wieder ausspannen und Tagebuch schreiben. Plötzlich geht der Feueralarm in unserem Zimmer los. Schwitze ich so sehr, dass der Feuermelder dies als Rauch erkennt????

    Wir essen im hoteleigenen Restaurant - es gibt ja keine anderes... Es schmeckt, nur Astrid hat etwas zuviel gegessen und ist jetzt neben mir am Verdauen, Wir unterhalten uns mit dem Kellner, der noch nicht lange in Deutschland lebt, weitgehend in London aufgewachsen, aber ursprünglich von Heraklion/Kreta kommt.

    Ausserdem bin ich laut Astrid "mein Mann, das sonderbare Wesen", nur weil ich Ordnung geschaffen habe.
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  • Day3

    Von Potsdam nach Falkenrehde

    October 9, 2022 in Germany ⋅ 🌙 8 °C

    Früh stehen wir auf und schon um acht sind wir am Frühstücken. Koffer packen und um neun ziehen wir los. Zuerst noch durch Potsdam und den Sanssouci-Park. Wir kürzen etwas ab, da wir einzelne Sehenswürdigkeiten schon kennen. Wieder sind wir beeindruckt von der Wohnsiedlung, die in der roten Fabrik, der alten Kaserne errichtet wurde. Privilegiert, wer dort wohnen darf. Weiter geht es durch die russische Siedlung Alexandrowka, wo wir noch ein paar Äpfelchen (alte Sorten) kaufen, die dort ausgelegt sind. Noch durch ein Villenviertel und dann zum Neuen Garten und zum ersten See, dem Heiligen See. Wir sind eher alleine unterwegs. Ein paar Jogger teilen sich den Morgen mit uns. Beim Jungfernsee entschliessen wir uns, entgegen der Routenführung dem Ufer weiter zu folgen und wandern so zum Teil auf dem Mauerradweg, was sehr beschaulich ist. Auch auf der weiteren Wegstrecke versuchen wir am Wasser zu bleiben und folgen so dem Sacrow-Paretzerkanal bis fast nach Marquardt. Das farbige Laub der Bäume spiegelt sich schön im blauen Wasser. Einzelne Motorboote sind auf dem Kanal, aber auch Kanalschiffe und ein Passagierschiff. Immer wieder hören wir die Rufe der Gänse und sehen sie über uns durchfliegen. Ein wunderschönes Bild, wenn sie so in Formation daherfliegen, rufen und man die weissen Bäuche sieht. Auch einen Eisvogel sehen wir kurz blau aufblitzen in der Sonne. Unterwegs finden wir zwar keine Bank, aber ein umgestürzter Baum ergibt eine trockene Sitzgelegenheit. Wir essen unser mitgebrachtes Sandwich, die Äpfelchen und Studentenfutter aus England. Das letzte Stück bis zur Autobrücke ist eher abenteuerlich, da völlig inoffiziell. Aber es ging! Über die Eisenbahnbrücke mit Fussgängerteil wechseln wir das Ufer. Auf einer Bank geniessen wir die Sonne und wandern dann in Richtung Marquardt durch einen Park, wo wir nochmals rasten und die Bäume bewundern. Im Dorf finden wir dann auch den Gasthof zum Alten Krug (das kleine Gartenkaffee hat leider zu) und geniessen endlich einen Espresso und einen Apfelstrudel. Etwas irritierend ist, dass im Gastraum an prominenter Stelle ein Portrait von Lenin steht. Wir sitzen aber draussen im Garten.

    Das Stück nach Falkenrehde über Paaren zieht sich in die Länge. Zuerst entlang der Eisenbahnlinie, dann über Felder auf Sandwegen. Unterwegs ein Gemüsepoduzent, der mit ausländischen Arbeitskräften am Sonntag glattblätterigen Petersilien erntet. Ein komisches Gefühl - Billigarbeitskräfte? Es will und will nicht aufhören und wir sind müde. Über den Havel-Kanal und weiter der Strasse entlang, bis wir dann endlich den Gutshof Havelland erreichen. Das mit dem Einchecken mittels Code klappt gut und erschöpft sinken wir zuerst mal auf die Betten. Die Dusche hilft wieder etwas auf die Beine, aber Muskelkater haben wir trotzdem. Wir rufen ein Taxi und lassen uns zum Ristorante Fontana in Ketzin fahren. Die Pasta schmeckt gut und die Atmosphäre ist angenehm und eher ruhig, was wir geniessen. Von Amira erhalten wir Sprachnachrichten. Nach Espresso und Grappa rufen wir wieder unser Taxi, das uns pünktlich für den Tatort zum Gutshof zurückbringt. Auch unsere Katzen geniessen den Tatort (sehr spannend bis zum Schluss) wohl zusammen mit Daniel bei uns im oberen Stock.

    Astrid verpflastert noch ihre Zehe und ich raffe mich auf, das Tagebuch noch zu schreiben - heroisch! (Anm. A.).
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  • Day2

    Potsdam: Bummeln, Lädelen und Park

    October 8, 2022 in Germany ⋅ 🌙 10 °C

    Heute war ein sehr gemütlicher Tag, Einpendeln auf den Ferienmodus. Wir haben lange geschlafen. Entsprechend war dann der Frühstücksraum recht überfüllt. Aber die Brötchen waren frisch und lecker! Wir bummeln durch die Strassen, bewundern die schönen Häuser und, wie schon gestern, die aparten Läden. Wir decken uns bei Karstadt wieder mit unserem Parfum ein, erstehen in einem absolut sensationellen Lederwarengeschäft ein cleveres schwarzes Täschchen für Astrid und für Claude den schon gestern entdeckten Schal in gelb-grau-schwarz-blauen Mustern. Kaffee mit Cantuccis in einem sympathischen Café. Plötzlich wurde es diesig und kühl, so dass wir ins Hotelzimmer geflüchtet sind. Wir geniessen den Willkommens-Sekt und die Resten von der Haselnussschnecke noch aus Bern. Als die Sonne wieder scheint, gehen wir in Richtung Sanssouci-Park und dann zum Neuen Palais. Der weitläufige natürliche Park mit den grossen sich schon langsam verfärbenden Bäumen beeindruckt uns. Dazwischen der chinesische Pavillon mit seinen vergoldeten Figuren. Der Neue Palais beeindruckt durch seine Weitläufigkeit. Heute gehört er zur Uni Potsdam. Ich war dort ja auch schon mal an einem Workshop vor ein paar Jahren. Wir sitzen noch an der Sonne auf eine Bank und schauen den Leute zu. Langsam tauchen dunkle Wolken auf und wir machen uns auf den Heimweg. Beim Botanischen Garten müssen wir aber eine Weile unter einem Vordach unterstehen, da die Wolke sich zu entleeren beginnt. Nach dem Regen kommt langsam wieder die Sonne hervor und wir spazieren weiter bis zu unserem Hotel. Nach 18:00 wollen wir essen gehen, aber die Gutenberg-Stube ist schon ausgebucht. Wir merken auch die andern Restaurants, die uns ansprechen, sind schon voll. Schliesslich finden wir Platz in einer Crêperie, wo wir uns an Crêpes gütlich tun. Der Calvados passt auch.

    Zurück im Hotel bekommen wir noch eine Nachricht vom Catsitter, dass es den Katzen gut geht und sie immer noch vergnügt schnurren.
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