• Couvent de Vaylats

    August 30, 2025 in France ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute hatten wir mit 15 km eine kürzere Etappe vor uns, dafür werden es morgen mit 26 km wieder mehr 🙈. Wir haben es heute Morgen ruhiger angehen lassen, nachdem es immer noch regnete. Das war wohl die richtige Entscheidung. Unsere Mitpilger sind ein wenig nass geworden. Gegen 10 Uhr hat es aufgehört zu regnen. Es sah zwar lange noch nach Tropfen von oben aus, aber heute hatten wir wohl Glück und hier in Vaylats scheint sogar die Sonne.
    Unser heutiger Weg verlief viel durch Wälder. Auch mal spannend, da hier die Rückeroberung der Natur voll sichtbar ist. Die Menschen haben sich tief in die Wälder vorgearbeitet, Wege erschlossen und mit Steinmauern km-lang begrenzt und Parzellen mit Viehweiden angelegt. Heute, wo die Landwirtschaft rückläufig ist, holt sich der Wald Parzelle für Parzelle zurück. Dort wo Landwirtschaft noch aktiv ist, verdrängt der Mensch die Natur, so wie er es braucht. Und dazwischen….. verlassene Häuser, steinzeitliche Dolmen und mittelalterliche Burons oder Bories. Letztere sieht man häufiger. Das sind einfache, runde aus Stein gebaute Unterstände für die Hirten. Im Notfall wären die sicher heute noch nutzbar. Dolmen wiederum haben eine noch viel längere Geschichte. Ein Dolmen (aus kornisch tolmen „Steintisch“ oder aus bretonisch dolmen „Steintisch“) ist in der Regel ein aus großen, unbehauenen oder behauenen Steinblöcken (Megalithen) errichteter Grabbau der Vorgeschichte. Es besteht aus drei oder mehr aufrecht stehenden Tragsteinen (Orthostaten), auf denen eine oder mehrere Deckplatten ruhen. Dolmen werden traditionell als die einfachste Form eines Megalithgrabes betrachtet. Eines der wichtigsten Dolmen Frankreichs liegt am Jakobsweg. So war der Weg zum Kloster Vaylats vollends unkompliziert und einfach eine schöne Wanderung.
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