OJ66

Joined October 2018Living in: Völklingen, Deutschland
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  • Day16

    Nach Jinju ging es weiter nach Busan.
    Dort setzten wir mit dem cable car zu einer Aussichtsplattform über, von der aus aus man einen herrlichen Blick über Busan genießt.
    Anschließend ging es dann zu einem traditionellen koreanischen Abendessen in ein Restaurant und von dort aus schon zur ersten Übernachtung ins Hotel. Alle drei Übernachtungen der Reise finden übrigens in großen, luxuriösen 5 Sterne Hotels statt.
    In Busan checken wir also in das Hotel "The Westin Chosun" ein. Ein wunderschönes Hotel, die 5 Sternebewertung entspricht durchaus westlichem Standard.

    Busan ist nach der Hauptstadt Seoul die zweitgrößte Stadt Südkoreas und liegt am südöstlichen Ende der Koreanischen Halbinsel an der Küste des Japanischen Meeres.

    Der Name Busan bedeutet etwa „Kesselberg“ und spielt auf die Geländegestalt an, die eine amphitheater-artige, von einer Bergkette umgebene Ebene an der Küste ist. Die Stadt liegt an der Mündung des Nakdonggang und hat in der über die politischen Grenzen hinausgehenden Agglomeration 4.562.012 Einwohner (2005). Die vielen Buchten machen Busan zu einem guten Naturhafen. Während die Ostküste wenig Inseln oder Buchten zu bieten hat, findet man diese umso mehr, folgt man dem großzügigen Bogen der Küste nach Südwesten zur Südküste. In der Stadt gibt es mehrere Hügel und Berge zwischen 100 und 400 Metern Höhe, den Gudeoksan, den Baegyangsan, den Sanghaksan, den Hwangnyeeongsan, den Gaejwasan und Jangsan, die meist zu Parks oder Naherholungswäldern ausgebaut sind. Der Hafen wird durch die direkt vor der Küste liegende Insel Yeongdo unterteilt und geschützt.

    Der bis zu 700 Meter hohe Höhenzug Geumjeongsan nördlich Busans ist ein beliebtes Ausflugsziel und Erholungsgebiet für die Einwohner der Stadt. Busan zieht auch nationale Touristen an, speziell mit dem Strand von Haeundae.

    Die Millionenstadt ist eine der führenden Industriestädte des Landes: Textil- und Bekleidungsindustrie, Schuhproduktion, Nahrungsmittelverarbeitung u. a. Fisch und Meeresfrüchte (großer Fischereihafen), Maschinenbau, Schiffsmaschinenbau, Fahrzeug- und Schiffbau, Holzindustrie, chemische und pharmazeutische Industrie, Gummiprodukte, Elektroindustrie (u. a. Rundfunk- und Fernsehgeräte).

    Der Containerhafen Busans stand 2016 an fünfter Stelle weltweit. Busan gilt als der wichtigste Umschlagort für den internationalen Handel Südkoreas.
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  • Day16

    Heute Morgen sind wir mit Hanatours auf eine viertägigen Rundreise durch einen Teil Koreas gestartet, um viele geschichtsträchtige Orte zu besuchen. Sae-Hee und ich dürften die jüngsten an Bord des Reisebusses sein. Eine junge Halbkoreanerin aus Kanada ist noch mit ihrer koreanischen Mutter mit dabei. Ansonsten alles nur ältere Leute, teilweise ausgewandert nach Kanada, wie auch USA (Seattle, Los Angeles). Ich bin natürlich der einzige, der kein Koreanisch spricht, der Guide spricht nur koreanisch. Ich bin gespannt.
    Wir starten Richtung Jinju, unterwegs gibt es das erste leckere Mittagessen.

    In Jinju besuchen wir die Jinjuswong Festung.
    Ursprünglich während der Dreikönigszeit als Geoyeolseong (Geoyeol-Burg) erbaut, wurde es später in der Goryeo-Dynastie in Chokseokseong und schließlich während der Joseon-Dynastie in Jinjuseong umbenannt. Obwohl es eine "Burg" genannt wird, diente es hauptsächlich als Festung und verteidigte die Honam Region vor japanischen Eindringlingen während der Imjin Waeran. Jinjuseong, eine der am besten renovierten Festungen des Landes, liegt auf der Nordseite des Nam-gahng mit Blick auf die Stadt. Im Inneren des Osttors befindet sich der berühmte Chokseong-nu-Pavillon. Andere Aussichten und Pavillons sind entlang der Festungsmauer, mit der höchsten an der Südwestecke. In den Mauern befinden sich auch ein Denkmal für Kim Shi-min, der Uigisa-Schrein, Seojangdae, Bukjangdae, der Changyeolsa-Schrein, der Tempel Hoguksa und eine Freilichtbühne. Der Komplex ist spektakulär in der Nacht, wenn seine Lichter im Fluss unten reflektiert werden.
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  • Day14

    Der dritte Tunnel...

    October 20 in South Korea

    Die letzte Station auf unserer Reise zur JSA war der "3. Tunnel".
    Dieser Infiltrationstunnel ist der dritte von derzeit vier bekannten Tunneln die durch Nordkorea gegraben wurden, um tief unter der Erde unbemerkt die Grenze zu Südkorea zu überschreiten und den Süden unbemerkt mit Soldaten zu infiltrieren.
    Während die ersten beiden Tunnel noch Zufallsfunde waren, wurde der dritte Tunnel mit Hilfe eines nordkoreanischen Überläufers gefunden, der im Norden am Bau der Tunnel beteiligt war und die entsprechenden Tips gab. Der Süden fing an, an den entsprechenden Stellen zu bohren, als ob man nach Öl bohren wollte. Und tatsächlich traf man eines Tages auf diesen Tunnel. Ein weiterer Tunnel wurde später noch entdeckt. Man geht davon aus, dass es noch viele andere gibt und sucht seither systematisch mit viel Technik, um diese Tunnel zu finden, zu schließen und die Gefahr einer unbemerkten Infiltration zu bannen.
    Bevor wir uns zu Fuß unter die Erde bis zu ersten hin drei im Tunnel errichteten Barrieren machten, mit denen der Durchgang vom Norden in Richtung Süden erschlossen wurde, sahen wir uns noch einen Film zu dem Thema, sowie eine kleine Ausstellung dazu an. Bilder im Tunnel und vor Ort durften leider keine gemacht werden.

    Anschließend ging es zurück nach Seoul und ein tief, tief beeindruckender Tag ging zu Ende...

    Der Dritte Angriffstunnel(koreanisch 제3땅굴, englischThird Tunnel of Aggression oder Third Infiltration Tunnel) bei Panmunjom ist einer von vier ehemals geheimen Tunneln unter der etwa vier Kilometer breiten demilitarisierten Zonezwischen Nordkorea und Südkorea, deren Existenz gegenwärtig bekannt sind. Er wurde von Nordkorea aus in Richtung Südkorea gebaut.

    44 km von Seoul entfernt wurde im Oktober 1978 der noch nicht fertiggestellte Tunnel gefunden. Zuvor war im Juni 1978 eine unterirdische Sprengung der nordkoreanischen Tunnelbauer bemerkt worden, die bereits bis 435 m südlich der Südgrenze der demilitarisierten Zone vorgedrungen waren. Es dauerte vier Monate, um die exakte Lage des Tunnels zu erkunden und einen Abfangtunnel abzuteufen.

    Der nicht fertiggestellte Tunnel ist 1635 m lang. Er hat eine maximale Höhe von 1,95 m und eine maximale Breite von 2,1 m. Er verläuft durch den anstehenden Fels in einer Tiefe von etwa 73 m unter der Erdoberfläche. Vermutlich war er für einen Überraschungsangriff auf Seoul von Nordkorea aus geplant, und hätte 30.000 Soldaten pro Stunde mit leichten Waffen die Invasion ermöglicht. Als der Dritte Tunnel entdeckt worden war, beschuldigte das UN-Kommando Nordkorea, den am Ende des Koreakriegesbeidseitig unterzeichneten Waffenstillstandsvertrag von 1953 gebrochen zu haben.Der Name Angriffstunnel wurde ihm von Südkorea gegeben, wo er als Angriffsakt Nordkoreas gesehen wurde.

    Anfangs leugnete Nordkorea, den Tunnel gebaut zu haben.Nordkorea erklärte, er sei Teil einer Kohlezeche, da die Tunnelwände vom Ruß und Schmauch der unterirdischen Sprengungen schwarz gefärbt waren. Schilder im Tunnel weisen darauf hin, dass es keine geologischen Anzeichen von Kohlevorkommen in der Gegend gibt. Die Wände in dem für Touristen zugänglichen Bereich sind offensichtlich aus Granit, einem magmatischen Gestein, während Kohle nur in Sedimentgestein vorgefunden wird.

    Insgesamt wurden bisher vier Tunnel entdeckt, aber es gibt möglicherweise bis zu 20 andere. Das südkoreanische Militär sucht mit Spezialkräften nach weiteren Angriffstunneln, obwohl sie seit der Entwicklung von nordkoreanischen Langstreckenraketen an strategischer Bedeutung verloren haben.

    Der Tunnel ist heutzutage eine Touristenattraktion und wird nach wie vor streng bewacht.

    Besucher aus Seoul erreichen ihn unter anderem mit dem DMZ-Zug. Sie können dann entweder von der in Südkorea gelegenen Lobby eine lange Rampe hinabsteigen oder mit einem gummibereiften Zug in den Tunnel fahren. Fotografieren ist im Tunnel verboten. Die Südkoreaner haben auf der Grenzlinie der demilitarisierten Zone drei Betonbarrikaden errichtet. Touristen können bis zur dritten Barrikade gehen und von dort durch ein Fenster auf die zweite Barrikade schauen.
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  • Day14

    Dorasan station

    October 20 in South Korea

    Nach dem Mittagessen ging es dann weiter zu Dorasan Station. Das ist ein großer Bahnhof, dessen Gleise von der Hauptstadt Seoul aus über Dorasan bis nach Nordkorea verlaufen. Im Rahmen der Eröffnung der Sonderwirtschaftszone Gaesong wurde in der Nähe der innerkireanischen Grenze dieser große Bahnhof als Umschlagplatz gebaut. Seit Schließung von Gaesong steht auch dieser quasi leer. Er wird touristisch genutzt und ein Mal am Tag verkehrt der DMZ Train zwischen Seoul und Dorasan Station. Ganze Containerdörfer im Umfeld des Bahnhofs stehen seither ebenfalls leer.Read more

  • Day14

    Inter korean Transit Office

    October 20 in South Korea

    Nach dem Besuch der Aussichtsplattform auf dem Berg Dorasan ging es zum Mittagessen. Dieses wurde serviert im Gebäude des Inter korean Transit Office, das zur Registrierung beim Übergang auf die Straße nach Gaesong genutzt wurde, die Sonderwirtschaftszone in Nordkorea, die bis 2016 geöffnet war. Seit Schließung steht das Gebäude leer und es wird nur noch die Küche genutzt, um die Scharen an Touristen zu beköstigen, die sich die Grenzanlagen ansehen.
    Zur Wahl gab es zwei typische koreanische Gerichte. Bipimbap, das ist Reis mit verschiedenen Gemüsearten und einer scharfen Chilisauce. Das alles wird mit dem Löffel in einer Schale verrührt und anschließend gegessen. Das zweite Gericht, das zur Auswahl stand war Bulgogi, koreanisches Feuerfleisch. Das sind dünne Rindfleischscheiben, die mariniert und anschließend auf einer speziellen Pfanne gegart werden. Beide Gerichte waren wirklich schmackhaft, auch wenn es natürlich Massenabfertigung war...
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  • Day14

    Dorasan

    October 20 in South Korea

    Nach dem Besuch von Panmunjeom haben wir die Aussichtsplattform auf dem Dorasan-Berg besucht. Von hier hat man bei klarem, guten Wetter einen weiten Ausblick nach Nordkorea. Man sieht Gaesong, die Sonderwirtschaftszone, eine eigene Industriestadt in Nordkorea, in der sich südkoreanische Firmen ansiedelten und tausende nordkoreanische Arbeiter beschäftigen. Nach einem vermutlich Test einer Nuklearrakete durch Nordkorea im Jahr 2016 kam es zum Zerwürfnis zwischen den beiden Ländern, was zur Einstellung der Zusammenarbeit führte. Nordkorea beschlagnahmte die Industrieanlagen, Südkorea zog alle Firmen ab. Seither steht eine gesamte Industriestadt inklusive aller Unterkünfte leer.
    Vom Dorasan aus sieht man auch die beiden Fahnenmasten , die durch die beiden Länder errichtet wurden. Zuerst baute Südkorea einen Fahnenmast mit einer Höhe von 100 Metern, Nordkorea zog daraufhin nach und baute einen Mast, der mit einer Höhe von 160 Metern als der höchste Mast der Welt gilt.
    Vieles auf der nordkoreanische Seite ließ sich nur erahnen, da ein wenig Dunst den Blick verschleierte.man sah kahle Bergrücken, die durch keinen einzigen Baum mehr bedeckt waren. Die Nordkorea er habe alle diese Bäume gefällt und verfeuert, um damit zu kochen oder sich im Winter zu wärmen. Man sah Teile de Grenzanlagen der USA auf der südkoreanischen Seite und sofort kam die Erinnerung an die innerdeutsche Grenze auf, die Deutschland so viele Jahre spaltete. Dass auf beiden Seiten hunderttausende, schwerst bewaffnete Soldaten aufeinander Zielen, vergisst man bei dem Anblick fast. Aber es ist ein Pulverfaß, auch wenn die vielen Touristenbusse fast anderes vermuten lassen und sowas wie gelockerte Ausflugsstimmung aufkommen lassen...
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  • Day14

    Panmunjeom

    October 20 in North Korea

    Soderle.
    Eines der, wenn nicht sogar DAS Highlight unserer Reise nach Südkorea.
    Heute haben wir die Grenze zwischen Nord- und Südkorea besucht. Es ist nicht lange her, da hatten wir in Deutschland eine ähnliche Situation. Eine Grenze zwischen Ost und West, zwischen freier, demokratischer Welt und kommunistische Diktatur, die die Menschen zwingt zu bleiben und sich den starren Konventionen zu unterwerfen.
    Es war für mich erschreckend, so nah vor Augen geführt zu bekommen, welche Errungenschaften wir in der freien, westlichen Welt in den vergangenen Jahrzehnten seit Ende des 2. Weltkrieges erreichen konnten, wie nah doch tatsächlich die Bedrohung eines völlig gegensätzlichen, politischen Systems ist und wie dumm und naiv doch letztendlich die Bevölkerung unserer freien, westlichen Welt letztlich auch mangels politischer Bildung zunehmend wird und damit diese teuer erkämpfte Freiheit aufs Spiel setzt...

    Wir starteten also morgens um 07:15 Uhr ab Seoul, legten einen Stopp ein, um den Bus zu füllen. Touristen aus aller Welt nahmen an der Tour teil, insgesamt waren etwa 40 Personen im Bus. Für Koreaner ist es übrigens gar nicht so einfach, an einer solchen Tour teilzunehmen, für sie gelten nochmal verschärfte Bestimmungen und sie müssen daher sehr lange warten, um an einer solchen Tour teilnehmen zu dürfen.
    Wir fuhren durch bis zur DMZ und legten kurz nach Überschreitung der Grenzlinie einen ersten, kleinen Zwischenstopp ein, um uns zu erfrischen und erste Souvenirs zu kaufen. Das Überschreiten der Grenze zur DMZ war übrigens der erste Kontrollpunkt, an dem ein bewaffneter Soldat der US Streitkräfte den Bus betrat, um unsere Reisepässe zu kontrollieren und uns drei Fragen zu stellen:
    -ob irgendjemand in den letzten 12 Stunden Alkohol getrunken oder Drogen genommen hätte,
    -ob jemand Waffen wie Pistolen oder Messer mit sich führen würde, und
    -ob jemand vorhabe, die Besichtigung zu nutzen, um in Richtung Nordkorea zu fliehen. (*bescheidenes Lachen*)
    Dann ging es weiter zum Visitor Center, in dem es zur Einstimmung einen kleinen Vortrag durch einen US- Soldaten gab, der kurz die Geschichte des Koreakrieges, sowie die weitere Entwicklung der DMZ (Demilitarised Zone) umriss. Hier mussten wir dann auch eine Erklärung überschreiben, die zum einen Verhaltensregeln innerhalb der DMZ wiedergab, zum anderen Reiseveranstalter wie auch Militär von irgendwelchen haftungsrechtlichen Ansprüchen freistellte, für den Fall dass es während des Besuches z. B. zu bewaffneten Konflikten und damit Personenschaden kommen würde. Dann wechselten wir in einen Bus der US Streitkräfte und wurden unter Bewachung eines Soldaten zum Visitorcenter in Panmunjeom geleitet, wo wir nochmal darüber aufgeklärt wurden, keinesfalls in Richtung Norden mit dem Finger zu zeigen oder irgendwelche provokanten Gesten zu machen. Außerdem wurden wir ganz klar instruiert, keinerlei Bilder von amerikanischen oder südkoreanischen Militareinrichtungen zu machen, sowie bestimmte, benannte Gebäude nicht abzulichten. Generell waren jegliche Bilder in Richtung Süden verboten, lediglich in Richtung Norden durfte fotografiert werden. Zuwiderhandlung hätte das Konfiszieren von Kamera, bzw. Handy bedeutet. Nebenbei bemerkte der Soldat, daß sowohl auf nord-, wie auf südkoreanischer Seite massenhaft Maschinengewehre aufeinander gerichtet seien.
    Dann hatten wir die Möglichkeit, für etwa 5 Minuten die Baracke zu betreten, innerhalb der Baracke zwischen Nordkorea und Südkorea zu wechseln und Bilder zu machen; natürlich immer nur in Richtung Norden. Währenddessen wurde die Tür in Richtung Nordkorea, sowie die Grenzlinie von zwei böse dreinblickenden südkoreanischen Soldaten bewacht.

    In Panmunjeom, am 38. Breitengrad stehen sich Osten und Westen mit jeweils mehreren hunderttausend, bis an die Zähne bewaffneten Soldaten gegenüber.
    Die Bedrohung ist allgegenwärtig, spürbar und nicht umsonst wird diese Grenze als die gefährlichste der Welt bezeichnet.

    Panmunjeom, auch Panmunjom, offiziell Joint Security Area (JSA, englisch für „gemeinsame Sicherheitszone“) genannt, ist eine militärische Siedlung in der demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea, in der von 1951 bis 1953 das Ende des Koreakrieges verhandelt wurde. Es ist seit dem Waffenstillstandsabkommen das Hauptquartier der Military Armistice Commission (MAC), die die Einhaltung des Waffenstillstands überwacht.

    Seit dem 10. Juli 1951 trafen sich dort Delegationen der verfeindeten Parteien, um über eine Beendigung des Krieges zu verhandeln. Nach 765 Konferenzen unterzeichneten China, Nordkorea und die UNO(vertreten durch die USA) schließlich am 27. Juli 1953 das Waffenstillstandsabkommen. Nach den Festlegungen des Abkommens wurden alle Siedlungen innerhalb der entmilitarisierten Zone – also auch der ursprünglich Panmunjeom genannte Ort – geräumt. Das Hauptquartier der aus Vertretern beider Seiten bestehenden Waffenstillstandskommission MAC wurde auf die neugezogene Grenze zwischen beiden koreanischen Staaten verlegt, behielt aber den Namen Panmunjeom bei. Auch in den folgenden Jahrzehnten diente Panmunjeom als Ort weiterer Verhandlungen.

    Die wichtigsten Gebäude in Panmunjeom sind drei blaue Baracken mit je einer Tür auf nordkoreanischer und südkoreanischer Seite. Durch ihre Mitte verläuft die militärische Demarkationslinie (Betonblock in der Mitte zwischen den Baracken), de facto die Grenze zwischen Nord- und Südkorea. In diesen Hütten fanden Verhandlungen zwischen beiden Parteien statt.

    Die mittlere Baracke ist Besucherdelegationen von beiden Seiten abwechselnd zugänglich. Zwei Soldaten des einen Teils von Korea, von dem aus der Raum betreten wird, bewachen dann die Tür zum jeweilig anderen Landesteil. Ansonsten kann man sich in dem kleinen Verhandlungsraum frei bewegen und somit auch die Grenze übertreten. Zwischen den Baracken markieren lediglich ein schmaler Betonstreifen und unterschiedlicher Bodengrund die Grenzlinie.

    Auf beiden Seiten wird die Grenze durch militärische Wachposten observiert, die dauerhaft präsent sind. Für diese Aufgabe werden besondere Anforderungen an die Wachen gestellt. So müssen beispielsweise die südkoreanischen Soldaten mindestens 1,73 Meter groß sein und einen schwarzen Gürtel im Judo- oder Taekwondo-Kampfsport besitzen, um in der DMZ Dienst leisten zu dürfen. Sie verharren im Wachdienst in einer abgewandelten Taekwondo-Grundstellung mit ausdruckslosem Gesichtsausdruck und tragen Sonnenbrillen, um den nordkoreanischen Soldaten gegenüber keinerlei Emotionen zu zeigen.

    Panmunjeom ist der einzige Ort innerhalb der entmilitarisierten Zone, der im Rahmen des Bildungs- und Orientierungsprogramms von ausländischen Touristen betreten werden darf. Durchgeführt wird dieses Programm von den Soldaten des United Nations Command Security Battalion – Joint Security Area. Die Soldaten begleiten und beaufsichtigen alle Teilnehmer während der ganzen Führung durch das Areal, und dabei ist es notwendig, dass sich die Teilnehmer an die Anweisungen der Soldaten halten.
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  • Day12

    Namdaemun - "großes Südtor"

    October 18 in South Korea

    Nach dem Essen am Samstag Abend hatte es mich quasi zerrissen und ich bin abends mit fürcherterlichem Schüttelfrost ins Bett gewandert. Die folgenden Tage habe ich dann mit Magenkrãmpfen und Diarrhoe im Bett verbracht. Schade, denn dadurch ist unser für Montag geplanter Flug nach Jeju, die im Süden vorgelagerte Insel leider geplatzt. Aber ich hätte es beim besten Willen nicht hinbekommen, ich war so kraftlos, dass ich kaum krabbeln konnte. Eine Tante meiner Frau wollte mich schon ins Krankenhaus schaffen, was ich aber Gott sei Dank vermeiden konnte. Mittwochs ging es wieder einigermaßen und mit einem Mittel gegen Diarrhoe, das wir hier in der Apotheke besorgten, konnte ich dann auch halbwegs Ruhe im Darm einkehren lassen.
    Donnerstag haben wir dann auf dem Weg zum Shoppen eines der großen Wahrzeichen in Seoul besucht, eines der alten Stadttore. Dort konnten wir dann auch, der Zufall wollte es so, der wöchentlich ein Mal stattfindenden Prozession beim Wachwechsel, bzw. Wechsel der Patrouille zusehen, die dort für Touristen veranstaltet wird.
    Ich hatte schon Respekt, als ich mich daneben stellte. Die Schwerter sind zwar alt, aber echt.

    Das Namdaemun (kor.: „großes Südtor“; offizieller Name: Sungnyemun: „Tor der ehrwürdigen Sitte“) ist eines der drei verbliebenen historischen Stadttore der südkoreanischenHauptstadt Seoul.
    Das Namdaemun war das größte Holzgebäude in Seoul und wurde ursprünglich im Jahr 1395 unter König Taejoerbaut. Im Jahr 1447 wurde es während der Herrschaft des Königs Sejong grundlegend umgebaut.

    Die damals gebaute Stadtmauer wurde ursprünglich gebaut, um die Stadt vor Tigern zu schützen.

    Die Tore wurden täglich geöffnet und geschlossen. Um dies zu signalisieren, wurde eine laute Glocke geläutet. Die Mauer, welche ab 1907 abgerissen wurde, steht heute nur noch teilweise auf Hügeln im Norden und im Süden der Stadt.

    Während des Koreakriegswurde es schwer beschädigt, aber von 1961 bis 1962 restauriert. Am 20. Dezember 1962 wurde es zum Nationalschatz Nr. 1 erklärt.

    In der Nacht vom 10. auf den 11. Februar 2008 wurde das Dach durch einen Brand infolge von Brandstiftung fast vollständig zerstört. Noch am 11. Februar nahm die Polizei einen Südkoreaner fest, der gestand, Feuer in dem Dach des Tores gelegt zu haben. Die oberste Kulturbehörde Südkoreas schätzte die Kosten des Wiederaufbaus auf ca. 21 Millionen US-Dollar. Das Projekt würde drei Jahre in Anspruch nehmen. Die Rekonstruktion wird durch die detaillierte Dokumentation erleichtert, die anlässlich der letzten Renovierung 1961–1963 erstellt wurde. Am 4. Mai 2013 wurde Namdaemun unter Anwesenheit der Präsidentin Südkoreas wiedereröffnet.
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  • Day7

    OK. Heute war es soweit. Wir trafen uns mit der Familie meiner Frau zum Essen. Es gab Haechintang, eine Suppe, deren Inhalt die Elemente Luft, Erde und Wasser symbolisiert. In einer schmackhaften Brühe befand sich so neben verschiedenen Gemüsen eine Ente, die darin weich gekocht wurde, Muscheln und Ginsengwurzel. Später wurde noch ein lebendiger Oktopus dazugesetzt und mitgekocht .
    Das Video ist nicht unbedingt etwas für schwache Nerven.
    Nach etwa 20 Minuten wurde der Oktopus kleingeschnitten, der Kopf noch etwa 10 Minuten länger gekocht. Dann wurde er zerschnitten und die Stücke, gefüllt mit den Innereien und vor allem haufenweise schwarzer Tinte an die Anwesenden verteilt. Wie so vieles in Korea soll gerade das besonders gesund sein.

    Das zweite Gericht, das ich heute Abend kosten durfte war Gaegogi. Das ist ganz einfach gesagt nichts anderes als Hundefleisch, das es in verschiedensten Varianten gibt. Hier wurde das fette Bauchfleisch gekocht serviert. Eingewickelt in ein Sesamblatt mit gemahlenem, wildem Sesam, Chilipaste und besonderen Pilzen war das sogar recht schmackhaft. Allerdings stehe ich auch wegen des Fettgehaltes nicht so sehr auf gekochtes Bauchfleisch. Sollte ich es nochmal essen, würde ich eine gegrillte, fettärmere Variante testen. Die Hunde dafür sind übrigens Mischlinge, die auf dem Land speziell zu diesem Zweck gezüchtet werden, dort relativ frei leben und erst kurz vor der Schlachtung eingefangen werden. Alles nur eine Frage der Einstellung, schließlich ist es noch garnicht so lange her, dass auch in Deutschland Hundefleisch gegessen wurde.

    Nun geht es heim, ab ins Bett und morgen ist Shopping angesagt, bevor wir uns mit den Cousins uns Cousinen meiner Frau treffen. Mir schwant böses... 😂
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