Der nicht so Feuerberg #1
May 6, 2023 in Guatemala ⋅ ☁️ 19 °C
Wir waren aufs Schlimmste vorbereitet. Der Aufstieg auf den knapp 4000m hohen Acatenango, von dem aus man den i.d.R. aktiven (dazu später mehr) Volcan El Fuego beobachten kann, sei zerstörend, wurden wir vorgewarnt. Mit dieser Einstellung gingen wir an den Start und waren dann doch überrascht wie vergleichsweise leicht uns der Aufstieg erfreulicherweise gelang. Es war natürlich kein Spaziergang und der unaufhörliche Anstieg ging ziemlich in die Oberschenkel, aber dennoch haben wir auf dieser Reise schon schlimmere Wanderungen durchlebt. Bewunderns- und auch bemitleidenswert waren derweil aber eher die zahlreichen Träger / Sherpas, die uns während unseres Aufstiegs begegnet sind und mit kaum „Ausrüstung“ kiloweise Material für Touristen schwer keuchend den Berg hoch schufen. Nach knapp 4h und 1200 Höhenmetern waren auch wir und unsere insgesamt 30kg Handgepäck im Basecamp. Dort haben wir uns ein Cottage gemietet, um unser Zelt nicht hoch schleppen zu müssen. Das war eine gute Entscheidung. Vom Cottage aus hatten wir eine umwerfende Sicht auf den Vulkan und das umliegende Wolkenmeer. Nur die Eruptionen fehlten. Weil El Fuego drei Tage zuvor aussergewöhnlich stark ausgebrochen war, befand er sich während unseres Besuchs noch in einer Schlafphase, sodass es zu keiner einzigen Eruption kam 🥲
Gegen Abend schlossen wir mit unseren südkoreanischen Nachbaren Bekanntschaft. Andrew und Lim die ebenfalls ein Cabaña gemietet haben und in den USA Raumfahrttechnik studieren, hatten im Gegensatz zu uns einen privaten Guide dabei, der für sie kochte, Wein auftischte und vielleicht sogar Füsse massierte. Als wir unser Abendessen (feuchte Sandwiches) "genossen", bot er uns aus Mitleid etwas Pasta an und nahm uns später am Lagerfeuer mit heisser Schokolade auch unter seine Fittiche. Als es dann zu kalt wurde verzogen wir uns in unsere Häuschen, um ein paar Stunden später um kurz vor 4:00 wieder aufzustehen und für den Sonnenaufgang auf den Gipfel des Acatenango zu steigen. Etwas später sind wir dann den Berg mehr oder weniger wieder runtergerannt und durften uns am nächsten Tag über sehr schwere Beine und jeweilige Erkältungen freuen.
Weil wir El Fuego nun doch sehr gerne auch in Aktion erleben würden, haben wir uns entschieden demnächst zurückzukehren, wenn die Chancen wieder besser stehen. Das Kapitel El Fuego bleibt also offen.Read more











TravelerRichtig so, nur nicht aufgeben👍
Traveler
Wooooooow!!!!!