• Simon Rossier
  • Fabienne Minder
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Panamerica Nord

Von Kanada nach Panama und weiter... Læs mere
  • Tombstone Territorial Park #1

    3. juli 2022, Canada ⋅ ⛅ 18 °C

    Neuer Tag, neue Wanderhose, neues Glück:
    Im Tombstone Territorial Park geben wir uns der Wanderung zum Grizzly Lake hin. Klingt tödlich, ist aber so.
    Rückblickend haben wir die Wanderung aber überlebt. Was gut ist, denn wir haben noch ein Haufen Kleider zu waschen.
    Die dreitägige Backcountry Wanderung war geprägt von Wegen die steiniger und schwerer als die von Xavier Naidoo, einem Himmel der aufgrund von Waldbränden teilweise nebliger als Snoop Doggs Wohnzimmer und Bergseen deren Wasser kälter als Putins Herz waren.

    Letztendes haben wir auf der Wanderung fast 1000 Mal mehr Höhenmeter erbracht als wir auf unserem Taschenabakus zählen können. Der Abakus geht bis 5.

    Da unsere Beine müde sind lassen wir die Wanderung nun noch ein paar Mal sitzend Revue passieren.
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  • Strassenbekanntschaften

    13. juli 2022, Canada ⋅ ☁️ 9 °C

    An irgend einem Strassenrand komme ich mit einem Wolf ins Gespräch. Wir reden über Gott und die Welt. Dabei stellt sich unter anderem heraus, dass es sich beim Wolf um einen Fuchs handelt. Auf die Frage ob er an Tollwut leide erhalte ich keine Antwort. Wir beissen uns zum Spass gegenseitig in den Arm.Læs mere

  • Salmon Glacier

    14. juli 2022, Canada ⋅ 🌧 5 °C

    Der Salmon Glacier ist der grösste Gletscher den wir in den letzten viereinhalb Tagen gesehen haben. Tatsächlich haben wir noch nie einen so grossen Gletscher gesehen. Zumindest glaube ich das - es ist unglaublich schwierig die Distanzen ins metrische System zu übersetzen; auch wenn das in Kanada nicht nötig ist. Um uns den Gletscher möglichst gut einzuprägen übernachten wir in seiner Nähe. Er scheint sich durch unsere Nähe nicht gestört zu fühlen und schmilzt zufrieden weiter vor sich hin.Læs mere

  • Fish Creek - Hyder

    14. juli 2022, Forenede Stater ⋅ 🌧 12 °C

    Der Lachs lebt meist irgendwo im Meer. Dieses Jahr wagt er sich für die Sommerferien in andere Gewässer. Er reist quasi als Tourist den Fluss hoch und trifft sich mit Freunden in der Ortschaft Hyder. Vom ganzen Spass, den die Lachse und Lachsinnen in Hyder haben hat auch der Bär Wind bekommen. Er möchte auch ein Stück vom Kuchen resp. Lachs. Und das kriegt er auch.
    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Spoiler Alert: der Lachs lebt nicht mehr.
    Ende.
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  • Wells Gray Provincial Park

    20. juli 2022, Canada ⋅ ☀️ 27 °C

    Uns erreicht hoher Besuch aus Übersee. Christoph und Sandra begleiten uns für die nächsten zwei Wochen in Kanada. Im Handgepäck haben sie uns Bärentatzen (yes!) und einen Objektivdeckel (dazu später mehr), den ich auf einer der letzten Wanderungen verloren habe mitgebracht. Wir machen es uns neben einem Fluss in einem Mückenschwarm gemütlich (neu mit Mückenzelt). Am Morgen werden wir von einem Elch geweckt, der sich laut stöhnend in den eiskalten Fluss begibt und dann "unauffällig" an uns vorbeischwimmt.
    Im Wells Gray Provincial Park kucken wir uns dann noch ein paar Wasserfälle an :)
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  • Murtle Lake

    22. juli 2022, Canada ⋅ ☀️ 26 °C

    Bewaffnet mit zwei Kanus, sechs Paddelns und einer halben Tonne Gepäck stellen wir uns der erbarmungslosen Wildnis. Letztere erweist sich unserer mitgebrachten Zivilisation gegenüber als chancenlos. Mithilfe des Mückenzelts, der Hängematte und der Regenkleidung können wir den Körperkontakt zur Natur auf ein Minimum beschränken.
    Die vier Tage auf, im und am Wasser überstehen wir entsprechend unversehrt.
    Affenmenschen 1, Wildnis 0.
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  • Mount Fitzwilliam

    25. juli 2022, Canada ⋅ ☁️ 16 °C

    Die Wildnis schlägt zurück.
    Nach unserem letzten erfolgreichen Aufeinandertreffen mit der Natur fühlen wir uns unantastbar. Doch unsere noble Hochmut steht vor dem Fall. Kurz nach Aufschlag unseres Camps am Mount Fitzwilliam werden wir von jähzornigen Mücken maltraitiert. Widerstand ist zwecklos. Wir geben uns geschlagen und flüchten ins Zelt.
    Am nächsten Morgen wachen wir auf. Soweit so gut. Doch auch die Nacht hat ihren Tribut gefordert. Unter uns befinden sich zwei Socken weniger. Die Fusstextilien wurden von Erd-, Eich- oder Streifenhörnchen aus den Schuhen aus dem Zelt (!) gestohlen. So zumindest die Hypothese. Für den Verdacht sprechen auch die angeknabberten Wanderstöcke. Auf dem Weg zurück kehrt schliesslich noch mein Objektivdeckel in die ewigen Jagdgründe ein.
    Wildnis 1, Affenmenschen 1.
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  • Tonquin Valley Jasper NP

    31. juli 2022, Canada ⋅ ⛅ 22 °C

    Wir wollen es noch einmal wissen. Dieses Mal sind wir auf alle Eventualitäten vorbereitet: stabile Wanderschuhe, wasserdichte Tarps, scharfe Sackmesser und weitere Gadgets begleiten uns in die Abgründe der Wildnis. Wir infiltrieren die Natur dieses Mal über das Tonquin Valley im Jasper Nationalpark. Ohne Vorwarnung werden wir bereits am ersten Tag von Mutter Erde attackiert: ein auf den ersten (und wohl auch zweiten) Blick harmlos wirkender Baum stellt sich uns auf Kopfhöhe quer in den Weg und erwischt Tobias* brutal mit Gehgeschwindigkeit am Kopf. Wir geben uns nicht geschlagen. Auch die abendliche Mückenarmee kommt weder gegen unsere Regenkleidung noch gegen unsere Kopfbedeckung an. Unüberprüfbaren Berichten von Mitwanderern zufolge haben wir auf unserem Weg in die Wildnis zudem offenbar nur knapp ein weiteres natürliches Angriffsmanöver in Form einer Bärenfamilie verpasst. Zufrieden aber erschöpft legen wir uns nach 21km in unserem ersten Camp im undurchdringbaren Schutz des Zelts schlafen.
    Am nächsten Morgen stecken wir voller Tatendrang. Selbst höhere Gewalt kann uns nichts mehr anhaben. Doch es sollte anders kommen. Kurz nach Mittag müssen wir erste Rückzüge wegen Hagelattacken einleiten. Die Tannen bieten uns Schutz. Doch hinter der gegnerischen Front werden die Rückzugsorte zur Falle: heftige Gewitter und Blitzeinschläge in unmittelbarer Nähe zwingen uns zur Flucht ins offene Gelände. Dem mitlerweile anhaltenden Regen sind wir nun ausgeliefert. Kaum ein Körperteil bleibt verschont. Innert kürzester Zeit sind wir komplett durchnässt und eilen auf schlammigen Pfaden (die sich mitlerweile in Bäche verwandelt haben) unserem nächsten Camp entgegen. Im Camp angekommen werden zuerst unsere wasserdichten Tarps fixiert. Doch der Regenschutz kommt zu spät. Wir sind nässer als ein inkontinenter Delfin. Im Regen werden dann noch trotzig die Zelte errichtet. Dreckig und nass drücken wir uns zur Stärkung noch ein Risotto ins Gesicht und legen uns erneut schlafen. Doch nicht einmal im Schlaf finden wir Zuflucht. Die gesamte Nacht hindurch werden wir von wiederkehrenden Gewittern heimgesucht. Nach ein paar Stunden wird mit der Zeltwand auch unsere nahezu letzte Schutzmauer vom Regen durchbrochen. Jämmerlich verkriechen wir uns in unseren nassen Schlafsäcken und warten auf die Rückkehr der Sonne. Am nächsten Morgen geben wir uns geschlagen und verziehen uns in unserer letzten trockenen Kleidung (den Pyjamas) zurück in die Zivilisation.

    *Name von der Redaktion geändert
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  • Vancouver - die Insel

    17. august 2022, Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir wollen nach Vancouver Island. Weil man um dort hin zu kommen eine Fähre nehmen muss, nehmen wir eine Fähre um dort hin zu kommen. Die Strassen auf der Insel ermöglichen es uns auf letzterer mit den Autos voran zu kommen. Wir fahren fürs erste in Richtung Norden.

    Uns kommt zu Ohren, dass vor drei Tagen wurde eine starke Sonneneruption gemessen wurde. Wir hoffen daher Nordlichter zu sehen und setzen uns in der Nacht an das Südende eines Sees. Leider bleibt die Aurora hauptsächlich für die Kamera sichtbar, während unsere Augen nur ein schwaches grünes Schimmern erkennen.

    Trotzdem gehen wir am nächsten Tag wandern. Und zwar auf einen Berg.
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