Conny und Mini

... im Sabbatical!
Living in: Hamburg, Deutschland
  • Day44

    Vuelo Austral

    November 22, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 11 °C

    Heute ist es endlich soweit, wir brechen auf zu dem ursprünglichen "Zielort" dieser Reise: Patagonien!
    Verschiedenste Gründe (Abpassung einer optimaleren Reisezeit, Flugpreise ...) verschlugen uns zunächst nach Peru und nach Zentralchile. Längst schon sind dieses Stationen der Reise keine "Stop-overs" mehr auf dem Weg nach Patagonien. Wie so häufig ist auch auf dieser Reise der Weg zum Ziel geworden. Peru hat ein Stück unserer Herzen gestohlen und auch Santiago und Vaparsíso haben wir genossen. Dennoch ist Patagonien "das Land" unserer Träume geblieben und umso größer ist heute unsere Vorfreude.
    Dennoch ist der Start nicht nur im positiven Sinne spannend: Zwar ist Reini kleidungstechnisch nun tiptop ausgestattet, dafür haben wir heute morgen in der letzten Minute eine Absage für den Mietwagen bekommen, mit dem wir die Carretera Austral entlang düsen wollten. Intensivere Recherchen in den letzten Wochen haben uns den Eindruck vermittelt, dass die Reise durch Patagonien von Nord nach Süd mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht so einfach und planbar ist. Neben der reinen Fahrzeit würde man zusätzlich Zeit verlieren, um jedes Mal vor Ort die Weiterreise zu planen und zu organisieren - weder Internet noch Reiseführer sind uns dabei eine Hilfe. Da wir zwar im Frühling und somit zum Beginn der Hauptsaison, aber eben doch noch nicht in den gut besuchten Sommermonaten in Patagonien unterwegs sind, befindet sich die touristische Infrastruktur offensichtlich z. T. noch im Winterschlaf. Wir wollen die Zeit aber intensiv nutzen und uns den Luxus eines Mietwagens gönnen - Luxus ist es hier wirklich, in jeder Hinsicht. Vom Plan, mit ihm von Balmaceda (unser Ausgangsort in Patagonien) bis nach Puerto Natales zu fahren, mussten wir aufgrund der immensen Kosten bereits abrücken. Nun aber mit der Aussicht, gar keinen zu bekommen, losfliegen zu müssen und am Ende in Balmaceda "zu stranden", macht uns schon etwas Bauchschmerzen.

    Im weiteren Verlauf des Tages haben wir dann aber wohl mehr Glück als Verstand... 😉:
    Auf dem winzigen Flughafen in Balmaceda angekommen, machen sich unsere Plätze in Reihe 5 bezahlt. Wir verlassen das Flugzeug mit als erste. Reini stürmt über das Rollfeld davon und blockiert die zwei Schalter, die sich die Autovermietungen teilen, so lange, bis ein lokaler Anbieter gefunden ist, der tatsächlich noch Autos hat. Wir müssen jedoch eine größere und somit teurere Fahrzeugklasse nehmen und auf das Rund-um-sorglos-Paket von Check24 verzichten, aber hey, wir haben ein Auto. Dass wir nun einen Jeep anstelle eines 🚫 fahren, macht sich bereits am gleichen Tag noch bezahlt und in den folgenden Tagen werden wir uns noch des Häufigeren fragen, was uns geritten hatte zu glauben, ohne Vierradantrieb die Schotterpiste "Carretera Austral" bewältigen zu können.
    Wir machen noch einen kurzen Stopp in Coyhaique und stolpern in diesem kleinen Örtchen als erstes über einen Northface-Laden. Na super, einmal mehr erscheint der Besuch des Shoppingcenters am Vortag als absolute Zeitverschwendung.
    Coyhaique selbst hat etwas sehr Gemütliches. Die vielen kleinen Holzhäuser rufen bei uns Bilder hervor, die wir eher nach Alaska oder Kanada verortet hätten (ohne je da gewesen zu sein 😉). Wir fühlen uns gleich wohl.
    Nach einem Kaffee und einem kurzen Bummel geht es weiter Richtung Norden die Carretera Austral entlang - Puerto Cisnes ist unser Ziel. Kurz hinter Coyhaique biegen wir jedoch "falsch" ab und nehmen so den Großteil es Weges die Schotterpiste, obwohl es einen direkteren Weg gegeben hätte. Die Stunden vergehen, den Zustand der Straße finden wir amüsant bis beängstigend, die Landschaft aber hat uns in ihren Bann gezogen, seit wir den Flughafen verlassen haben. Wir können nur gucken und staunen... und sind uns einig, dass dies einmalig ist.
    Mit fortschreitender Zeit werden wir aber doch nervös, wie weit wir noch im Hellen kommen werden. Gleich am ersten Tag im Stockdunkeln über die Schotterpiste fahren zu müssen, während die kleinsten Örtchen an die 50 km auseinander liegen, erscheint uns dann doch weniger optimal zu sein.
    Wir hoffen darauf, dass die Sonne hier aufgrund der deutlich südlicheren Lage im Vergleich zu Santiago viel später untergeht und haben Glück, wir erreichen gegen kurz nach neun mit dem letzten Tageslicht den Fjord in Puerto Cisnes. 🏞🌄
    Der starke und kühle patagonische Wind, der uns auf unsere Reise in den nächsten Wochen stets begleiten wird, ist hier maritimer, aber auch eisiger.❄🌬 Wir stromern trotzdem noch kurz durch das Örtchen und kundschaften zur Sicherheit noch Tsunami-Evakuierungsrouten aus - man weiß ja nie... 🌊😉
    Die skandinavisch anmutenden Holzhäuser mit ihren rauchenden Schornsteinen verströmen aber eine Gemütlichkeit, die auch uns bald in das Restaurant unserer Unterkunft vor den Kaminofen zieht... 🔥
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  • Day39

    Erster Schnee, Magellan und der Indio

    November 17, 2017 in Chile ⋅ 🌬 4 °C

    Heute wollen wir die südlichste Kontinentalstadt der Welt (ja es gibt hier für alles einen passenden Superlativ 😉) genauer erkunden.

    Nachdem wir morgens beim Blick aus dem Fenster davon überrascht werden, dass es das erste Mal seit wir in Patagonien sind schneit, packen wir uns extra dick ein und die Thermoeinlagen in die Schuhe.
    Dennoch ist der Wind so eisig und der Schneeregen so unangenehm, dass wir uns während unserer Erkundungstour immer wieder drinnen aufwärmen müssen. Gelegenheit dafür bieten u. a. ein Handwerksmarkt, ein Café und am Ende sogar noch mal die Zona Franca.
    Das Gute an Patagonien ist aber, dass das Wetter meist sehr wechselhaft ist und so haben wir zwischendurch auch sonnige Phasen.
    Wir genießen die Aussicht auf den historischen Kern von Punta Arenas und das blaue Band der Magellanstraße vom Mirador "Cerro de la Cruz", schlendern über den sehr gepflegten Plaza de Armas und statten dem bronzenen Magellan in der Mitte des Platzes einen Besuch ab. Angeblich kehrt man nach Patagonien zurück, wenn man den großen Zeh eines der zwei mit Magellan dargestellten Indios küsst. Aberglaube hin oder her, die Chance lassen wir lieber nicht verstreichen.
    Anschließend besuchen wir noch den Friedhof, der als ebenso beeindruckend gilt, wie jener in Buenos Aires. Insbesondere die Grabstätte des unbekannten Indiojungens ist eine wahre Pilgerstätte und glauben, dass dieser wahre Wunder vollbringen kann.
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  • Day39

    Einmal (nicht zu) heiß waschen, bitte!

    November 17, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 9 °C

    Heute ist Waschtag! Bewaffnet mit zwei großen Säcken voll Wäsche machen wir uns per Uber Taxi auf den Weg in die Stadt.
    Wir wohnen ca. 2-3 km außerhalb vom Zentrum, ein guter Kompromis, wie wir feststellen, denn die Cabaña (Hütte), die wir gemietet haben, ist günstig und so zum Wohlfühlen, wie erhofft. Volltreffer! Lediglich die Entfernung zum Stadtkern hat uns ein wenig Sorge bereitet.
    An der Wäscherei angekommen, stehen wir leider vor verschlossenen Türen. 🤔 Es steht zwar eine Telefonnummer an der Tür, aber leider streiken unsere Handys immer noch in Chile. Nun ist guter Rat teuer. Auf einen Spaziergang mit Beutel in der Hand haben wir keine Lust.
    Conny hat die rettende Idee. Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wir gehen zur Touriinfo! Wir wollten eh einen Stadtplan haben und mit Glück, kann uns jemand weiter helfen.
    So ist es dann auch. Der Herr telefoniert mit dem Herren von der Wäscherei und dieser kommt bereits nach 10 Minuten vorbei. Diese nutzen wir dann für die Fragen, mit denen wir den armen Mann bombardieren. Das wäre erledigt.

    Wir spazieren anschließend durch den Innenstadtbereich von Punta Arenas und ziehen uns dann zum Aufwärmen in ein schönes Kaffee zurück. Dies wird dann kurzer Hand wieder in ein Reiseplanungsbüro umgewandelt und ein Kaffee und eine Suppe später sind Flüge und Unterkünfte sowie ein Mietwagen für die kommenden Aufenthalte gebucht. High five 🙋‍♂️🙋‍♀️!

    Am späten Nachmittag werden dann auch unsere letzten Bedenken in Richtung Entfernen von "zu Hause" zur Stadt vom Tisch gewischt. Wir erkunden die ortsansässige Collectivoszene - ein Tipp unseres heutigen Helden in der Touristeninformation - und lassen uns quer durch die Stadt in Richtung Zona Franca karren. Eine Freihandelszone, in der wir zollfrei einkaufen können. Wir ergattern eine Powerbank und unser - in Peru - heißgeliebtes Inkacorn und treten wenig später den Heimweg an, wo es selbst gekochte Pasta und einen Rotwein zum Abschluss des Tages gibt. Salud! 🍷🍷
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  • Day38

    Topf voll Gold am Ende des Regenbogens

    November 16, 2017 in Chile ⋅ 🌬 11 °C

    Von einem wunderschönen Regenbogen werden wir auf dem Weg zum Flughafen verabschiedet 🌈. Wir haben ihn tatsächlich gefunden, den Sagen umwobenen Topf voll Gold am Ende des Regenbogens. Dieser muss eine Metapher sein für das Fleckchen Erde, was wir hier gefunden haben.
    Reich an Bildern in unseren Herzen und Köpfen, steigen wir in den Flieger. Dieser bringt uns, leider mal wieder via Santiago, in Richtung Punta Arenas, wörtlich "der sandige Punkt". Wir sind gespannt.Read more

  • Day37

    Tschüß Einsamkeit

    November 15, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 1 °C

    Abreisetag. Wehmütig gucken wir noch einmal von der Veranda unserer kleinen Hütte und wärmen uns anschließend noch kurz vor dem Ofen. Auch den werden wir vermissen 😣.
    Bevor wir aus Puerto Guadal raus fahren, biegen wir noch links ab auf einen kleinen Feldweg. Nach wenigen Metern hat dieser nicht mal mehr diesen Namen verdient. Ziel ist eine oberhalb der Stadt liegende, der Einsamkeit überlassene Miene, die Mina Escondida. Mitte der 80er verließen die letzten Kumpel das Gelände und seitdem wurde das Areal der Natur überlassen.
    Wir sind die einzigen Besucher und können so ungestört zwischen den ausgeschlachteten Maschinen und verfallenden Hütten umher spazieren. Alte Holzschilder, in ähnlichem Zustand wie die Hütten, erklären, was wir sehen, oder was mal zu sehen war. Spannend, interessant und wirklich herrlich verlassen.

    Nach diesem Spaziergang am Morgen/Mittag haben wir genug Energie, um die 4-5 Stunden Fahrt in Richtung Coyhaique anzutreten, wo wir heute Abend den Mietwagen wieder abgeben müssen.
    Heute ist es ein wenig verregneter, trotzdem genießen wir noch einmal die tolle Aussicht während unserer Fahrt vorbei an weiten Tälern, wilden Wiesen, Flussbetten und und und. Bilder, die nicht in Worte zu fassen, aber auch nur ansatzweise digital auf Fotos zu bannen sind.
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  • Day35

    Der Fossilienpfad ohne Fossilien

    November 13, 2017 in Chile ⋅ 🌬 14 °C

    Kalt, sehr kalt ist es heute morgen in der Hütte. Der kühle Wind, der unsere Hütte nachts umgarnt hat, hat mit Hilfe der fallenden nächtlichen Termperaturen unsere Hütte in einen kleinen Kühlschrank verwandelt und ausgerechnet heute morgen bekommen wir den Ofen nicht in Gang. 🌬❄😧. Da kann uns auch der Atem raubende Blick von unserer Terasse aus nicht genügend erwärmen.
    Wir flüchten also schnell in Richtung des Frühstücks und wärmen uns vor dem dortigen Ofen. Anschließend schaffen wir es, mit Hilfe einer Angestellten, dann doch unseren Ofen wieder in Gang zu bekommen. Und so sitzen wir nochmal eine Stunde davor, bevor wir uns nach einem kurzen Spaziergang über das Gelände der Lodge auf machen.
    Uns ist ein wenig nach Wandern, also geht es in Richtung Fossilien Pfad. Wir parken vor einem großen Holzschild mit der Angabe 15 Minuten. Das ist ja fast ein wenig kurz 🤔. Naja, Gatter auf, den rechten Spuren folgen und schon geht es bergauf. Von unterwegs haben wir immer wieder tolle Ausblicke auf den See. Soooo schön immer noch. Wir wandern und wandern, denn die Zeitangabe, die wir auf einer Internetseite gefunden haben, betrug 2 Stunden, nicht 15 Minuten, und so denken wir uns nichts dabei. Als wir aber nach einer tollen 1,5 stündigen Wanderung - vorbei an Schafen, Raubvögeln und unzähligen Bäumen und Sträuchern - weder einen Rundkurs ausmachen können geschweige denn einen Fossilienpfad, drehen wir dann doch um und laufen den gleichen Weg einfach noch einmal zurück. Schön ist er ja.
    Unten am Auto wieder angekommen fragen wir uns dann doch, ob die Autospuren darauf hindeuten, dass man einfach hinter dem abgesperrten Gatter noch ein Stück mit dem Auto fahren muss und zwar in Richtung der anderen Spuren, die wir vorhin nicht gewählt haben. Uns aber wurscht. Wir hatten traumhafte Seesicht und reichlich Auslauf. Und Fossilien sind ja eh ein bisschen altbacken...
    Auf dem Hinweg mit dem Auto haben wir einen großen Wasserfall direkt an der Piste gesehen. Diesen gucken wir uns jetzt nochmal genauer an. Dafür steigen wir über einen Zaun und schlagen uns querbeet durch einen kleinen Wald. Wasserfälle sind hier in Patagonien keine Rarität, aber für uns Flachlandindianer allerdings immer wieder eine schön anzusehende Attraktion.
    Am späten Nachmittag beschließen wir dann noch die 70 km in die "Zivilisation" nach Cochrane zu fahren. Programmpunkte sind hier: Widerspenstigen Geldautomat erleichtern, Wein und Lebensmittel im Supermarkt kaufen und schließlich ein Abendessen.
    Bei einem chilenischen Malbec (Rotwein) und Käse lassen wir den Tag wieder vor dem Kamin ausklingen.
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  • Day34

    Ein Geschenk des Himmels

    November 12, 2017 in Chile ⋅ 🌬 14 °C

    Nach einer mäßigen Nacht in der sehr, sagen wir mal, durchschnittlichen Unterkunft, fröhnen wir mal wieder unserem liebsten Hobby: Frühstücken!
    Frisch gestärkt und mal wieder ein wenig zu entspannt- der Tag ist schon weit fortgeschritten 🤦‍♂️🤦🏼‍♀️- machen wir uns auf den Weg in Richtung unseres heutigen Zieles. Dieses lautet Puerto Guadal, einem Örtchen, einsam gelegen am Südufer des Lago General Carrera. Interessant ist, dass es wohl erst in den 80ern dort "gewachsen" ist. Entsprechend provinziell wird es wohl sein, was wir wissen ist, dass es dort keine Tankstelle, keinen größeren Supermarkt und auch keinen Geldautomaten gibt.
    Erstes Ziel auf der Route ist Villa Cerro Castillo, ein Örtchen zu Fuße des gleichnamigen Bergmassivs. Dort hatten wir überlegt, vielleicht eine kleine Wanderung zu machen, aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und der nicht vorhandenen Informationen verzichten wir allerdings darauf. Lieber planen wir noch ein paar kleine Stopps mit ein, denn die Landschaft ist immer noch wie eine Droge für uns. An dieser Stelle lassen wir einfach die Fotos sprechen, die wir unterwegs aufgenommen haben. (Wobei eigentlich kein Foto die Schönheit wirklich einfangen kann!)
    Unser Pickup entwickelt sich auch immer mehr zum Geschenk des Himmels, denn die Piste, und nichts anderes ist es, wäre ohne diesen nur sehr, sehr langsam zu befahren gewesen. Unterwegs begegnet uns sogar ein verwaistes Auto, welches sich auf dem Dach liegend ein wenig ausruht und ordentlich Luft durch seine Airbags gepustet hat 🤤. Also fahren wir noch umsichtiger weiter.
    Nach so einigen Ausblicken und vielen aufgenommenen Fotos kommen wir schließlich an dem See an und machen einen Stopp in Puerto Tranquilo für ein Abendessen. Natürlich haben wir Bärenhunger, aber ein weiterer Grund ist die Zahlmöglichkeit mit Kreditkarte. In Puerto Guadal auch nicht wirklich garantiert und unsere Bargeldreserven wollen wir noch ein wenig schonen, wer weiß, ob und wann uns noch einmal ein Automat begegnet.
    Um 21.45 Uhr erreichen wir schließlich die Terra Luna Lodge, direkt am Ufer gelegen. Wird aber auch Zeit, denn die letzten Kilometer waren wegen der einsetzenden Dunkelheit auf der sich am See entlang schlängelnden Piste eine spannende Angelegenheit.
    Überglücklich erblicken wir den kleinen Kamin im Wohnzimmer und so sitzen wir wenig später bei knisterndem Feuer davor, so lange, bis uns fast die Augen zufallen.
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  • Day31

    Rücken Sie vor bis auf "Los"

    November 9, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 7 °C

    Heute verschlägt es uns wieder nach Santiago. Das ist dem Umstand geschuldet, dass unser Flug in Richtung Balmaceda, Patagonien, morgen Mittag hier startet.

    Der Auszug aus unseren schönen Apartment und die Bussfahrt verlaufen ziemlich unspektakulär. Aber wir freuen uns schon auf unsere Rückkehr zu unserem Ausgangspunkt in Chile, da wir heute Abend Larissa wieder treffen, die brasilianische Schweizerin. Verabredet sind wir mit ihr zum Sonnenuntergang auf dem höchsten Gebäude Südamerikas, dem Sky Costanera.

    Vorher müssen wir aber mal wieder für Reini shoppen 😣. Durch die Diebstähle fehlen leider sowohl eine dicke Jacke für Patagonien als auch eine entsprechende Regenhose und eine Mütze.
    Leider schickt uns Google in ein anderes Einkaufszentrum, anstatt in das Costanera Center, wo wir eh hin musste. Ein Umstand, der sich später auswirken sollte. Eine neue Jacke findet Reini schnell bei Northface während die Regenhosensuche dann doch zeitlich ins Gewicht schlägt.
    Der Feierabendverkehr sorgt dann endgültig dafür, dass wir zwar noch pünktlich zum Sonnenuntergang ankommen, aber leider Larissa vorerst alleine auf den Turm in Richtung Aussichtsterasse schicken müssen.
    By the way: Die Aussicht vom Sky Costanera ist schon beeindruckend und der Sonnenuntergang schön zu sehen, allerdings wäre es bei 15€ p.P. nett gewesen, wenn die Fensterscheiben, die die Aussichtsplattformen leider umgeben, geputzt gewesen wären.

    Mit der Metro geht es anschließend für uns drei in das Viertel Bella Viertel, in dem wir in einem einheimischen Restaurant bei Wein und lokalen Spezialitäten die ein oder andere Anekdote der letzten Wochen mit Larissa austauschen.
    Übrigens ein Heimspiel für uns, denn während Larissa in einem Uber-Taxi abdüst, können wir bequem die 300 m nach Hause laufen.
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  • Day30

    Spaziergang durch ein großes Kunstwerk

    November 8, 2017 in Chile ⋅ ⛅ 16 °C

    Was macht genau den Charme von Valparaíso aus? Im Vergleich zum direkt nebenan gelegenen Viña del Mar, welches aufgrund seines Kilometer langen Strandes vor allem bei Brasilianern beliebter ist als "Valpo" - so wurde es uns von einem einheimischen berichtet -, hat die Stadt einen urigen Charakter, dem nicht so offensichtlich der Stempel des Tourismus aufgedrückt worden ist.
    Die vielen kleinen verwinkelten Gassen der einzelnen "Cerros" (Hügeln) lassen sich mit dem Blankeneser Treppenviertel vergleichen, während es im Hamburger Westen jedoch eher gediegen zu geht, hat man in der chilenischen Hafenstadt in jeder Straße bunte Häuser, die sehr häufig mit Graffiti- und gemalten Kunstwerken verziert sind. Zudem sind sie überwiegend mit einer farbigen Blechfassade verkleidet. Zugegeben, Unwissende würden jetzt sagen: "Das klingt doch nach Favela!" Aber eben diese Leute haben noch nicht das "paradiesische Tal" (wörtliche Übersetzung von Valparaíso) kennengelernt.

    Wir machen uns heute auf, um genau dies noch einmal mehr zu tun. Heute können wir uns einer alten Weisheit bemühen: "Der Weg ist das Ziel!" Wir lassen uns durch die schönen Gassen von Cerro 🚫 und Cerro 🚫 bis in Richtung Hafen treiben. Zwischendurch gibt es an einem Aussichtspunkt einen frisch gepressten Saft, kurze Zeit später Kaffee und Kuchen und wiederum nur wenige Meter weiter ein chilenischen Bier (wobei es "Kunstmann" heißt) in der Sonne. Wir genießen heute in allen Zügen und lassen uns nicht stressen.

    Zum Abschluss, bevor wir in unserer Unterkunft kochen, fahren wir noch mit einem der Auszüge, die Überall in Valparaído existieren. Diese sind eine Mischung aus den "Ascensores" Lissabons und den "Funiculares" in Barcelona und sie bringen die Einheimischen sowie heute auch uns in ihre höher gelegenen Viertel, ohne dass diese den anstrengenden Aufstieg in Kauf nehmen müssen.
    Jeden dieser Aufzüge sollte man allerdings wohl nicht bedenkenlos ansteuern. Das Auswärtige Amt warnt vor der teilweise veralteten Technik und der Gefahr von Unfällen.
    Die Zeichen der Zeit hat wohl auch die chilenische Regierung erkannt und so sehen wir dass einige der Aufzüge gerade auf Staatskosten in Stand gesetzt werden. 👍
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  • Day27

    Eine Stadt, die duftet!

    November 5, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 20 °C

    Da wir von Santiago, außer die Mall, bisher noch nichts gesehen haben, bleiben wir einen Tag länger.

    Update zum Gepäck: Nein, es ist leider immer noch nicht da und wird es auch am Ende des Tages nicht sein.

    Heute müssen wir uns ranhalten, da wir so einiges vor haben.
    Bereits als wir aus der Tür fallen, fällt uns etwas auf: Es duftet nach Blumen. Und das in einer Stadt, die für ihre Smogprobleme bekannt ist.
    Wir starten unseren Stadtrundgang, bei strahlend blauem Himmel 🌞 im Parque Santa Lucía, ein wunderschöner Park auf einem Hügel mitten in der Stadt gelegen.
    Anschließend schlendern wir in Richtung des Plaza de Armas und durch das Regierungsviertel. Eine Kolonialperle ist Santiago nun nicht gerade, aber einige prunksvolle Bauten gibt es dennoch zu bewundern.
    Randnotiz: Es gibt sie tatsächlich, Bankautomaten ohne Gebühr 🎉.

    Mit der Metro geht es weiter in das boheme Viertel Bellas Artes, von wo aus wir, nach dem "größten Eis der Welt"🍦, mit dem Funicular auf den Ausläufer der Anden fahren, der bis in die Stadt hinein ragt. Hier oben erstreckt sich über Kilometer der Parque Metropolitano de Santiago, der an verschiedensten Stellen einen atemraubenden Blick über die Stadt bietet. Hier wimmelt es nur so von Fußgängern, Mountainbikern und Skatern.
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