Castillo de San Marcos National Monument
February 27 in the United States ⋅ ☁️ 22 °C
Der Seeweg von Panama, Havanna und Veracruz führte die vollgeladenen Schiffe der Spanier immer um die Küste Floridas herum. Um den Piraten (private oder von England bezahlte) keine Unterschlupfmöglichkeit zu geben planten die Spanier ein großes Fort an die Küste Floridas zu bauen. Die Wahl fiel auf Saint Augustine. Die Spanier hatten schon 1513 Florida erkundet. 1564 bauten die Franzosen ihr Fort Caroline (der aufmerksame Leser erinnert sich) und die Spanier bauten ihr erstes hölzernes Fort 1565 um Saint Augustin zu schützen. Es folgten 8 weitere hölzerne Forts bis man 1672 mit dem steinernen Fort begann und 1695 damit fertig wurde. 1763 wurde das spanische Florida an England abgetreten. Durch die amerikanische Revolution ging Florida wieder an Spanien zurück (1783), dort hatte man aber kein Interesse mehr und 1821 ging Florida endgültig an die USA. Auch das Fort wechselte jeweils den Besitzer und Namen. Unter den Briten wurde es Fort St. Mark und unter den Amerikanern Fort Marion genannt. Im Civil War war es kurze Zeit von den Konföderierten besetzt, aber nach nur einem Jahr von den Unionstruppen ohne Kampfhandlung übernommen. Unrühmlich war die Beteiligung bei den Indianerkriegen, im Fort wurden unter anderem auch Apachen gefangen gehalten und umerzogen. Bis 1945 war das Fort im aktiven Einsatz, zuletzt als Trainings Base für die Coast Guard. Danach vom NPS übernommen und in den Urzustand zurückgebaut.
In Sankt Augustin werde ich erleben was mich im restlichen Florida erwartet. Es ist Hauptsaison, die Hölle los und zu 80 % alte Leute (schreibt der 61 Jährige). Im Ernst, das die nicht mit Gehfrei und Krücken aufeinander einschlagen ist alles. Der sonst übliche kostenlose Parkplatz ist nicht kostenlos an diesem NPS Fort. Allerdings kann ich nicht sagen was er kostet, nach einer halben Stunden rumfahren ohne einen Parkplatz zu bekommen verliere ich die Nerven und fahre ins Parkhaus. Das wird mit 20 Dollar Parkgebühr bestraft. Der Weg zum Fort ist kurz und bei strahlendem Sonnenschein geht es los. Alles wird besichtigt, kleine Ausstellung, viele Schautafeln und der Film. Zum Schluß noch der Magnet und da ich schon 20 Dollar fürs Parken bezahlt habe nehme ich auch noch die Stadt mit. Das die Amis immer aus allem Disneyland machen müßen. In der Stadt lerne ich auch wie schnell das Wetter in Florida umspringen kann. Ich bin kaum fertig mit dem Fort und wende mich der Stadt zu ziehen dunkle schwarze Wolken auf und es schüttet wie Sau. Die neue Columbia Regenjacke liegt natürlich im Auto. Da wird Sie wenigstens nicht naß ... ich dafür um so mehr. Nach ein paar frischen Minidonuts geht es zurück zum Parkhaus und ins Hotel. Noch heiß duschen und Abendessen aus dem Bordkühlschrank und das war es für heute.Read more




























