• Die Kurische Nehrung

    October 5, 2025 in Lithuania ⋅ 🌬 11 °C

    Kurische Nehrung (UNESCO-Welterbe)
    Die Kurische Nehrung ist eine 98 km lange, schmale Landzunge zwischen Ostsee und Kurischem Haff. Sie verbindet wilde Dünenlandschaften mit uralten Kiefernwäldern und kleinen Fischerdörfern wie Nida oder Juodkrantė.

    Die heute geschützte Natur war über Jahrhunderte vom Kampf gegen wandernde Sanddünen geprägt – ganze Dörfer wurden verschluckt. Heute gilt die Nehrung als einer der schönsten Orte Litauens: ein Paradies für Radfahrer, Wanderer und Ruhesuchende mit endlosen Stränden und beeindruckenden Dünen wie der „Großen Düne von Nida“.

    Nida
    Das kleine Künstlerdorf Nida liegt ganz im Süden der Kurischen Nehrung, kurz vor der russischen Grenze. Berühmt ist es für die gewaltigen Wanderdünen, das Thomas-Mann-Haus, in dem der Nobelpreisträger seine Sommer verbrachte, und für die leuchtenden Kurenwimpel auf den traditionellen Fischerhäusern. Heute gilt Nida als Ferienort mit besonderem Licht und weiter Dünenlandschaft – Inspiration für Maler, Schriftsteller und Besucher gleichermaßen.

    Sowjetische/Russische Teilung der Nehrung
    Seit dem Zweiten Weltkrieg ist die Kurische Nehrung geteilt: der nördliche Teil gehört zu Litauen, der südliche zu Russland (Kaliningrader Gebiet). Der „Eiserne Vorhang“ machte die Grenze jahrzehntelang nahezu unüberwindbar. Heute trennt eine EU-Außengrenze die Landzunge – für Reisende bedeutet das: freier Zugang auf litauischer Seite, für die russische Seite ist ein Visum nötig. Die Natur aber ist eine Einheit geblieben: Dünen, Wälder und Fischerdörfer erstrecken sich über die ganze Länge der Nehrung.
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