• Stahlbeton/Bunkerbau

    6 ottobre 2025, Polonia ⋅ ☁️ 11 °C

    Totaler Wahnsinn, ja. 3 m Stahlbeton sind Brücken- & Bunker-Liga – nicht „Hausbau“. Ein paar griffige Zahlen für’s Kopfkino:
    • Pro 1 m² Wandfläche (3 m stark)
    Beton: 3 m³ × ~2.400 kg/m³ ≈ 7,2 t
    Bewehrungsstahl (sehr hoch armiert, z. B. 150–200 kg/m³): 0,45–0,6 t
    → Pro Quadratmeter Wand stecken also grob 7,7–8,0 t Material drin.
    • Beispiel Dachplatte 10 × 10 m, 3 m stark
    Beton: 300 m³ ≈ ~720 t
    Stahl (150–200 kg/m³): 45–60 t
    → Nur das Dach kommt schon auf knapp ¾ Kilotonne Beton + LKW-Ladungen an Stahl.

    Warum so brutal?
    • Druckwellen & Splitter sollen abgeleitet werden → schräge Außenwände, „Bunker im Bunker“-Prinzip, massive Decken.
    • Hohe Bewehrungsdichten (dicke Stäbe, enge Abstände) begrenzen Risse und halten Schub-/Biegekräfte.
    • Oft mehrlagig gegossen (Abschnitte, Kaltfugen), damit die Schalung das Gewicht überhaupt tragen konnte.

    Aushärtung & Baupraxis:
    • Beton erreicht seine Normfestigkeit typischerweise nach 28 Tagen – bei solchen Dicken entsteht enorm Hydratationswärme.
    • Man arbeitet mit Etappen, kontrollierter Temperatur, ggf. spezieller Zementrezeptur; sonst drohen Risse.
    • Heutige Großbaustellen brauchen dafür Sonderlogistik (Mischanlagen, Dauerbetonage, Pumpen, Kühlung) – im Krieg hat man das mit Heereslogistik, eigener Zementversorgung und sehr viel Handarbeit/Schalholz gelöst.

    Und trotzdem steht’s noch:
    Dass nach Sprengungen (mehrere Tonnen Sprengstoff pro Baukörper) so viel übrig blieb, zeigt, wie absurd energie-absorbierend diese Klötze sind: Der Beton bricht, der Stahl reißt in Millisekunden jenseits der Streckgrenze – aber die Massen verhindern totalen Kollaps. Genau das spürt man heute, wenn man vor diesen Resten steht.
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