• Christina T.
  • Christina T.

Kanadas Osten 2026

Unser 7. Womo Abenteuer führt uns zum zweiten Mal in den Osten Kanadas. Wir waren bereits vor 10 Jahren mit unseren Kindern hier, während der 4 wöchigen Tour von Toronto nach Halifax. Dieses Mal erkunden wir Nova Scotia, PEI und New Brunswick Weiterlesen
  • Alma - Hafen & Ort

    21. Juli in Kanada ⛅ 23 °C

    Danach spazieren wir noch bis zum Hafen und bewundern die Schiffe, die alle auf dem "Trockenen stehen". Sie haben Körbe am Rumpf, damit sie im Schlamm nicht umkippen? Jedenfalls faszinierend zu sehen, wie diese riesigen Hummerfischer-Schiffe hier alle ohne Wasser im Hafen liegen.
    Bei Kellys Bake Shop gönnen wir uns einen Sticky Bun - schmeckt wie eine riesige Hefeschnecke, ähnlich einer Zimtschnecke.
    Im Lobster Shop nebenan kann man Lobster kaufen - tot und lebendig. Wirklich gruselig, wie die Lobster da alle im Wasser rumlaufen und nach und nach rausgeholt werden gewogen werden und dann ....naja...wissen wir ja alle.
    Makaber ist irgendwie das Lobster Motorrad aus Lobsterteilen 🙈
    Zurück auf dem Parkplatz steht neben unserem RV der Cruise America 🤣
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  • Fundy NP - Planschen im Bennet Lake

    21. Juli in Kanada ⛅ 20 °C

    Da die Sonne nach wie vor am Himmel steht (von wegen 0 Sonnenstunden), wollen wir schwimmen gehen uns fahren um Salzwasser Schwimmbad über die Brücke zum Nationalpark zurück. 

    Dort angekommen sehen wir aber, dass das Schwimmbad sehr voll ist und überwiegend Familien mit Kindern dort sind. Aus dem "Alter" sind wir nun raus und entscheiden, es etwas ruhiger zu wollen, also nochmal zum Bennett Lake. Hier ist nicht mehr viel los. Es sind noch einige Familien am Strand und die Kids planschen im See. Wir nehmen unsere Stühle mit und machen es uns an der Außenseite des Strandes bequem. Chillen in der Sonne mit Blick auf den See - das ist "Sommer in Kanada" Feeling 😜

    Das Wasser kommt uns heute kühler als gestern vor, außerdem whet heute ein frischer Wind - egal - Zähne zusammenbeißen und rein ins kühle Nass 🤭

    Ist man erst drin, ist es fast angenehm warm 😁

    Äußerst erfrischt verlassen wir den See gegen 18 Uhr und sind mit die Letzen auf dem Parkplatz.
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  • Fundy NP - Campground Untermieter

    21. Juli in Kanada ⛅ 19 °C

    Zurück Richtung am Campground stoppen wir im "Golf Shop" (ja, ein Golfplatz direkt neben dem Campground im oder am Nationalpark??? Das ist schon strange 😜

    Wir kaufen Feuerholz - das Wetter scheint ja zu halten - für 12 $ (Einheitspreis in den Nationalparks) und fahren zu unserer Site. Als wir den RV am die Full Hookup Anschlüsse anschließen, bemerke ich aus dem Augenwinkel, wie ein Tier neben unserer Grillstelle hervorkommt: ein Biber??? Ein Murmeltier??

    Die Kanadier auf der Campsite nebenan haben es ebenfalls gesehen und kommen zu uns. Der Kanadier glaubt, es sei ein Biber, seien Frau ist sicher, es ist ein Groundhog....ein was??? Google sagt: "Waldmurmeltier" auf Deutsch. Ha, da lag ich ja gar nicht so falsch. Wir kommen mit den Beiden kurz ins Gespräch, eine Familie aus Ontario, die jedes Jahr die 2-3 tägige Reise nach New Brunswick oder Nova Scotia antreten. Sie kommt gebürtig aus Saskatchewan und er aus Alberta. Beide bevorzugen zum Leben und Urlaub machen den Osten (witzig). 

    Als wir unser Abendessen auf dem Tisch platzieren, ist der Groundhog weg. Kurz darauf, als wir das Feuer anmachen, kommt er, keinen Meter vor uns, aus dem Gebüsch geraschelt. Er scheint hier auf der Site zu wohnen, denn wir erkennen im hohen Gras ganz viele kleine Ein- und Ausgänge auf unsere Site. Völlig unerschrocken läuft er um uns herum, knabbert an Himbeeren, Gräsern, Blumen, inspiziert unseren RV und huscht erst ins Gras, als sich Fußgänger vorne auf der Straße nähern. Wir sind total verzückt 🤩

    Aber es wir noch besser: kaum haben wir unsere Marshmallows über dem Feuer, raschelt und quiekt es wieder im Gras. Diese Mal allerdings kommt Mama Groundhog mit Jungtier auf unsere Campsite . Auch diese Beiden sind völlig unerschrocken, laufen und knabbern um uns herum und bieten eine hervorragende Abendshow!! Sowas von niedlich!!

    Übrigens sind auch heute alle Campsites im Nationalpark "FULL" und auf dem Cannontown CG sind wir das einzige Rentalfahrzeug 

    Für die Statistik: 
    Gefahren: 53 km 
    Gelaufen: 17.443
    Wetter: sonnig 19-23 Grad (gefühlt wieder wärmer)
    Unterkunft: Cannontown Campground, Site 25
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  • Tag 13: Unwetter - ja oder nein!?

    22. Juli in Kanada 🌧 18 °C

    Seit Tagen verfolgen wir mindestens 5 Wetterseiten. Bisher war es so: 5 Apps = 5 verschiedene Wetterangaben.

    Für heute sind sich allerdings ALLE Wetterseiten und Apps schon sehr Tagen einig: Unwetter!

    Bereits gestern Abend flatterten die ersten Unwetterwarnungen auf meinem Bildschirm. Warnung vor Starkregen, Gewitter und Sturm. Ich wusste nicht, dass mein Google Wetter eine Regenwolke mit mehr als 3 Regentropfen hat - morgen soll die Wolke mit den 5 Regentropfen kommen 😱

    Jedenfalls haben wir schon das Worst Case Szenario ausgemalt: alle geplanten Stopps morgen streichen und irgendwie die Regenfront bezwingen.

    Um 5:00 werde ich wach, da der Regen wie Steine auf das Womo prasselt. Der Regen hält bis 9 Uhr an, danach wird es ruhiger.

    Wir verlassen den Campground, nachdem die Groundhog Familie unter dem RV ins Gebüsch gerannt ist, als wir die Schläuche lösen wollten. Die Kerlchen hatten wohl keine Lust, nass zu werden.

    Aktuell hat der Regen aufgehört, es ist trüb mit etwas Nieselregen, aber weit von der Weltuntergangsvorhersage entfernt.
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  • Hopewell Rocks PP

    22. Juli in Kanada 🌧 20 °C

    Die geplanten Stopps an Beach und Lighthouse lassen wir ausfallen und fahren direkt weiter zu den Hopewell Rocks. Hier waren wir vor 10 Jahren mit den Kindern schon - da war das Wetter ähnlich. Zwar regnete es nicht, aber es war "grau und kühl". Tja ,die Chance auf schönes Wetter an den Rocks bekommen wir wohl mit mehr. Wie es der Zufall will, sind wir zur Ebbe hier, der Meeresboden ist seit 9 Uhr für Besucher geöffnet und ab 11 Uhr komplett - es ist 10:45 💪🏼

    Alles sieht hier viel größer aus als damals. Der Parkplatz, das Visitor Center (gab's das 2016 schon??), auch an den knapp 1 km langen Waleg durch den Wald zum Abstieg zu den Flowerpots erinnere ich mich nicht mehr (verdrängt 🤣). 

    Auch den Bereich auf dem Meeresboden hatten wir nicht so groß in Erinnerung 😯 

    Wir erinnern uns an bestimmte Felsformationen und erkennen, dass es hier in den letzten 10 Jahren den ein oder anderen Felssturz gegeben hat. Viele Bereiche sich abgesperrt und nicht mehr zugänglich, was dem ganzen Abenteuer , zwischen oder um die Flowerpots zu laufen, keinen Abbruch tut. Heutige Tidenhöhe bei Flut sind 11 Meter, was sogar unterdurchschnittlich hoch ist. Der Durchschnitt liegt bei 12,5 m. 

    Bei Flut sehen wir die Rocks jetzt nicht mehr (das Ticket gilt immer für zwei Tage, damit man Ebbe und Flut anschaue kann), aber das haben wir ja schon 2010 gesehen. 

    Ebbe ist spannender 😁

    Es nieselt etwas, aber sonst haben wir echt Glück mit dem Wetter. Vor allem ist es schwül!!! Wir fühlen uns wie in einer Waschküche und kommen, als der Regen einsetzt, nassgeschwitzt zurück zum Womo. Luftfeuchtigkeit 100% 😜🥵

    Also umziehen, frisch machen und weiter geht's. 

    Wir sind jedenfalls echt froh, die Hopewell Rocks ein zweites Mal besucht zu haben. Da steckten heute eine Menge Erinnerungen in den Felsen ❣️

    Als wir nach 2 Stunden  vom Parkplatz rollen,ist dieser rammelvoll. Schlechtes Wetter hält hier also niemanden von einem Besuch ab.
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  • Mittagessen am Chocolate River

    22. Juli in Kanada 🌧 21 °C

    Wir fahren Richtung Moncton, wo wir sowieso unsere Vorräte aufstocken wollen. Kurz vor Moncton, auf der anderen Seite des "Chocolate Rivers", sehen wir am Straßenrand einen kleinen Park mit überdachtem Picknicktisch. Es regnet zwar, ist aber warm. Hier kochen wir Mittagessen und genießen unsere Pasta mit Blick auf den "Chocolate River" (weil die Farbe des Flusses die Farbe von Kakao hat).Weiterlesen

  • Shoppingstopp in Moncton

    22. Juli in Kanada 🌧 23 °C

    In Moncton machen wir einen Abstecher zum Canadian Dollar Store (Dollarama ist aber besser), Tanken (1,84 / L / 120l getankt) und fahren dann weiter zu Walmart. 

    Nach dem Einkaufen geht es weiter Richtung Confederation Bridge. Es regnet immer Mal wieder, aber nicht sehr stark und wir erwischen immer wieder größer Regenlücken.Weiterlesen

  • Cap Jourimain / Confederation Bridge

    22. Juli in Kanada ⛅ 20 °C

    Vor der Confederation Bridge stoppen wir am Cap Jourimain, wo man an mehreren Aussichtspunkten einen schönen Blick auf die Brücke hat. 

    Leider gibt's hier Mücken - und die Plagegeister toben sich in den 15 Minuten, die wir hier sind, voll aus (zumindest an mir 😡). Mit Foto der Brücke und etwa einer Handvoll Mückenstiche im Gepäck, gehts zurück zum Camper und los über die Bridge.Weiterlesen

  • Willkommen auf PEI

    22. Juli in Kanada ⛅ 20 °C

    Auf die Tage auf PEI freue ich mich schon besonders. Auch hier waren wir vor 10 Jahren und hatten wundervolle Tage mit den Kids...

    Allerdings wird der große Unterschied dieses Mal das Wetter sein. Damals Sonne satt und Badewetter. Naja, solange der Regen aufhört, bin ich happy.

    PEI flasht uns aufs Neue mit seinen unfassbaren Farben! Noch nie haben wir so viele verschiedene Grüntöne gesehen, die rote Erde, die Kartoffelfelder ....toll!
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  • Prince Edward Island NP & Cavendish CG

    22. Juli in Kanada ⛅ 21 °C

    Heutiger Übernachtungsort ist (wieder) der Cavendish Campground im Prince Edward Island NP. Ich hatte vorab schon in anderen Reiseberichten gelesen, dass der Campground zwei Tropenstürmen/Hurrikans zum Opfer fiel, dass es aber sooo schlimm ist, hätte ich nicht gedacht: damals waren hier riesige Wälder, fast alle Sites lagen im Wald, jetzt gibt es hier überwucherte Freifläche - Gras, Blumen, Büsche und wenige junge Bäumchen - kaum noch Sichtschutz zum Nachbarn und man fühlt sich wie beim Apokalypse Camping, da das Meiste des Totholzes einfach liegen gelassen wurde. 

    Meine Internetrecherche ergibt, dass im September 2019 Kurrikan Dorian hier wütete, verheerender war aber danach im Jahre 2022 Hurrikan Fiona, der als einer der stärksten und zerstörerischsten Stürme in der Geschichte Atlantik-Kanadas gilt. Der Sturm führte zu beispiellosen Küstenerosionen, zerstörten Dünenlandschaften und tagelangen flächendeckenden Stromausfällen auf der gesamten Insel. Wahnsinn! Kein Wunder, dass hier kaum noch ein Baum steht ...

    Wir haben im C Loop die Site 48 ergattert. Vor 10 Jahren standen wir wir im B Loop ganz ganz nah zum Strandabgang, aber hier sind nun nahezu alle Bäume weg und man hat auch kaum Büsche, war uns außerdem zu nah an der CG Straße. Der Campground ist übrigens FULL. 

    Der Weg zum Strand ist von hieraus sehr kurz, das war ausschlaggebend für die Siteauswahl. Meine Wunschplätze waren beim sekundengenauen Klick im Februar schon alle weg. Krass...

    Wir laufen zum Strand runter und machen einen ausgiebigen Spaziergang entlang der Dünen und versuchen unser Glück abends mit einem Lagerfeuer. Da der Wind von allen Seiten kommt, ist das ein erhöhter Schierigkeitsgrad 😅

    Für die Statistik:
    Gefahren: 250 km
    Gelaufen: 17.267 Schritte
    Wetter: Regen und Wolken im Wechsel, aber das angesagte Unwetter blieb aus
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  • Tag 14: Entlang der Küste auf PEI

    23. Juli in Kanada ☁️ 20 °C

    Der Blick aus dem Fenster zeigt: die Wettervorhersage behält leider Recht, Wolken. An unserem aktuellen Standort soll das Wetter gegen Mittag auflockern und die ysonne rauskommen, dummerweise fahren wir aber heute die Küste entlang Richtung Souris, dort soll es ab Mittags regnen 🙈

    Die Nacht auf dem Campground war ausgesprochen ruhig. Im Gegensatz zum letzten Campground im Fundy NP sitzen hier alle ab 20 Uhr im Camper und man sieht kaum noch jemanden draußen.

    Wir frühstücken und fahren dann mehrere Viewpoints an der Küste ab. Die Folgen der beiden Tropenstürme/Hurrikans 2019 und 2022 sind nicht nur auf dem Campground sichtbar. Die Erosion an der Küste ist unübersehbar, wir sehen überall abgesperrte Bereiche, die wegen Erosion und Klippenabbruch gesperrt sind. Auch am Straßenrand sehen wir umgestürzte, angeknickte Bäume. Schon heftig, was die Stürme hier angerichtet haben.
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  • Brackley Beach / PEI Nationlapark

    23. Juli in Kanada ☁️ 21 °C

    Erster Hauptspot heute ist der Brackley Beach. Für mich geht die Reise in die Vergangenheit weiter. Vor 10 Jahren waren wir mit unseren Kindern hier schwimmen. Es war damals herrliches Wetter – heute reicht es mir, nun mit den Füßen durch das 19 Grad „frische“ Wasser zu laufen.

    ​Der Strand ist aber trotzdem toll! Ganz flach abfallend, durch die Ebbe sind noch Sandbänke vorhanden, die ich natürlich erkunden muss. Das Wasser geht mir selten bis an die Knie.

    ​Der Brackley Beach ist auch von der Infrastruktur her der größte Strand: Er besitzt den größten Parkplatz, Duschen, WCs, Restaurant, Liegestuhlverleih, gratis Sandspielzeug für die Kids in einer Kiste am Treppenabgang und Lifeguards.
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  • Stanhope Beach / PEI Nationalpark

    23. Juli in Kanada ☁️ 21 °C

    ​Wir fahren weiter, am Covehead Lighthouse vorbei (keine Parkmöglichkeiten für RVs), am Cape Stanhope Beach und Ross Lane Beach vorbei (ebenfalls keine Parkplätze) und wie vor 10 Jahren rollen wir auf den großen Parkplatz des Stanhope Beaches. Der Nationalpark-Campground dazu befindet sich auf der anderen Straßenseite.

    ​Er ist übrigens wie der Cavendish CG „Full“.

    ​Der Stanhope Beach hat eine ähnliche Infrastruktur wie der Brackley Beach, alles ist etwas kleiner, aber auch mit Lifeguards am Strand, Duschen etc.

    ​Allerdings gibt es hier sehr viele Steine... Um barfuß am Strand oder im Wasser laufen zu können, muss man einige Meter gehen.

    ​Insgesamt auch nett, aber wir sind Fans vom Brackley Beach!

    ​Das Wetter scheint zu halten, ab und zu sieht man sogar mal kurz die Sonne zwischen den Wolken. Wir entscheiden, unsere 10-Jahre-Revival-Tour weiterzumachen und wie damals nach Greenwich zu fahren. Hier gibt es den Greenwich Dunes Trail, das war damals mit unser Highlight auf PEI.

    ​Zurück auf dem Parkplatz schiele ich auf die Wettervorhersage... da soll gaaaanz viel Regen kommen 🙈

    ​Es scheint unausweichlich. Was machen wir bei Regen???
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  • Charlottetown: Food Hall & Market

    23. Juli in Kanada 🌧 21 °C

    Was also tun bei schlechtem Wetter?
    Charlottetown! 
    Das scheint die beste Option zu sein. Es ist 12 Uhr, wir könnten zum Mittagessen zur Founders Food Hall & Market direkt am Hafen fahren. Parkplätze hatte ich mir schon vorab bei Maps herausgesucht, da wir sonst kaum eine Möglichkeit haben, mit dem Camper irgendwo zu parken. Am Hafen gibt es mehrere sehr große Parkplätze rund um die Food Hall und das Kreuzfahrtterminal. Da heute kein Schiff im Hafen liegt, sollten wir dort etwas finden – oder auch nicht?

    ​In der Water Street angekommen, finden wir die Parkplätze sofort... rammelvoll!! Mist! 

    Anscheinend hatten nicht nur wir die Idee, bei Regen hierher zu fahren. Am Kreuzfahrtterminal finden wir ein „nicht markiertes“ Plätzchen seitlich zur Straße, wo wir hoffentlich niemanden stören. Wir legen einen Zettel mit unserer Nummer an die Scheibe und während der Himmel seine Schleusen öffnet, rennen wir in die Food Hall direkt nebenan.

    ​Diese gefällt mir sehr gut!! Erinnert an die in Lissabon. 

    Shops, Essen, Trinken und Live-Musik! Tolle Atmosphäre. Da wir hier auf der „Kartoffelinsel“ auf jeden Fall mal etwas mit einer Kartoffel essen wollten (außer Poutine), holen wir uns eine riesige Baked Potato (Veggie & Salmon) und finden auf der Empore noch einen netten Platz nahe der Live-Musik.
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  • Charlottetown & die Men in Black

    23. Juli in Kanada 🌧 20 °C

    Wir wollen gerne noch Charlottetown erkunden und gehen nochmal zum Camper, es stehen nun Autos vor und hinter uns, da beginnt es erneut heftig zu regnen. Also erst Mal eine Runde Chillen im Womo. Gegen 15:30 scheint der Regen endlich durch zu sein und wir wagen es nach draußen, laufen bis zur Fußgängerzone und Kneipenviertel "Victoria Row", schauen ein paar Geschäfte an und der Gatte testet im Oyster House eine Auster für 2$ an der Bar.
    Wir laufen Richtung Hafen, am Delta Hotel und Convention Center vorbei und wundern uns über die vielen schwarzen Limousinen/ Vans mit Fahrern in Anzügen. Wir witzeln schon rum, dass hier gerade "Men in Black" gedreht wird. Außerdem stehen überall Sicherheitsleute...was ist denn hier los???
    Meine KI verrät es uns:
    Im Prince Edward Island Convention Centre (das sich direkt im Komplex des Delta Hotels Prince Edward in Charlottetown befindet) findet heute das Sommertreffen der kanadischen Premierminister statt. Es kommen die Regierungschefs aller kanadischen Provinzen und Territorien zusammen.
    Ok, das erklärt das erhöhte Sicherheitsaufkommen. Wahnsinn! Und wir mittendrin 😅
    Am Hafen lockern die Wolken etwas auf uns es wird heller.
    Nachdem wir die Standard Tourifotos erfolgreich geschossen haben, geht's zurück zum Camper. Es haben sich sogar noch Autos vor und hinter uns gestellt - passt!
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  • Red Point Provincial Park

    23. Juli in Kanada ☁️ 19 °C

    Unser Ziel heute ist - wie vor 10 Jahren - der Red Point Provincial Park. Das Seniorenpärchen an der Registration weist mich darauf hin, dass ich eine ganz tolle Site mit Site 10 hätte. Es wurde nur zwei Sites an der Klippe mit direktem Meerblick geben und ich hätte eine davon. Lachend erzähle ich ihnen, dass wir viel 10 Jahren die Site 9 hatten und das natürlich extra so gebucht hätten. Sie sind total erfreut und erzählen mir, was sich in den letzten 10 Jahren alles so auf dem CG getan hätte (z.B. Duschhaus und WCs alles neu renoviert, eine neue Laundry, ein zweiter Spielplatz ..). Witzig. Meine Wunsch Site 9 war übrigens beim sekundengenauen Buchen sofort weg. Site 10 haben wir noch ergattern können. Der Campground ist "Full" (zumindest die RV Plätze).
    Site 10 liegt logischerweise neben unserer damaligen Site 9, direkt auf der Klippe am Meer. Immer noch eine echt tolle Site!
    Leider kommen gegen Abend noch Fahrradcamper mit Zelt auf der Site direkt neben uns an, was das Ganze etwas enger macht (und wir räuchern sie mit unserem Lagerfeuer ziemlich ein). Site 10 ist auch toll, aber Site 9 ist nach wie vor toller. Wir haben allerdings den Eindruck, dass die Sites in den letzten 10 Jahren etwas "gewandert" und näher zusammengerückt sind, wenn ich meine Bilder von 2016 vergleiche.
    Ich widme mich heute der Laubdry - gehört ja auch um Camperdasein dazu - und ergattere 2 der 3 Waschmaschinen. Pro Wasch- und Trockengang werden 2$ fällig. Toploader sind nicht mein Favorit, aber Feinwäsche ist ja heute nicht dabei. Nach 2 x 40 Minuten ist die Wäsche gewaschen und getrocknet.
    Der Abend klingt mit einem Lagerfeuer aus. Es kam sogar noch kurz die Sonne raus! Ab morgen soll das Wetter wieder besser werden. Dann erwartet uns nämlich ein ganz besonderes neues Abenteuer 🤭

    Für die Statistik:
    Gefahren: 165 km
    Gelaufen: 17.578 Schritte
    Wetter: bewölkt und regnerisch, 20 Grad
    Unterkunft: Red Point Provincial Park, Site 10
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  • Tag 15: Red Point PP - Beachtime

    24. Juli in Kanada ☀️ 18 °C

    Heute können wir ausschlafen, sind aber trotzdem wieder früh wach. Draußen stehen 10 Sonnen am Himmel, zum Frühstücken draußen reicht ein T Shirt 🌞
    Die Fahrradcamper neben uns sind schon weg, die Großfamilie in Trailer und Zelt auf der anderen Seite schläft wohl noch.
    Wir frühstücken Pancakes. Als ich diese auf den Tisch draußen Stelle und mich umdrehe, passiert es: in Windeseile fliegen zwei Krähen auf den Tisch und klauen mir zwei Pancakes!!!! Ja ist das denn zu fassen???
    Allerdings haben beiden den Schnabel zu voll genommen, die eine verliert ihn direkt hinter dem Tisch, die andere ein Stück weiter auf der Wiese. Grrrrr.... Wir sammeln die Pancakes ein und entsorgen sie, die Krähen sitzen das um den Camper herum und schielen auf den Tisch - gibt aber nix mehr!!!
    Nach dem Frühstück laufen wir an den Strand. Ich war mir sicher, dass der Abgang zum Strand direkt hinter der Site 9 bzw dem Zeltplatz danach war, jetzt müssen wir ein paar Meter weiter gehen, um die Treppe zu finden. Es ist gerade Ebbe, aber trotzdem wirkt der Strand nicht sehr groß. Der Lifeguard baut gerade alles auf und misst die Wassertemperatur - 16 Grad 🥶
    Wir spazieren in beide Richtungen und erkennen, dass hier entweder Erosion oder Sturmschäden einiges von der Klippe abgetragen haben. Der Baum an der Klippe war vor 10 Jahren noch mindestens einen Meter weg von der Klippe, jetzt schaut seine Wurzel schon raus.
    Nach 30 Minuten ist uns so warm, dass wir zurück zum Camper gehen. Ich brauche eine kurze Hose und KEIN dunkles T Shirt 🥵🥵🥵
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  • Heute steht ein neues Abenteuer an: Fährfahrt! Ich finde Fährfahrten immer mega spannend, gleichzeitig aber auch angsteinflößend. Hinzu kommt meine Seekrankheit. Ohne Vomex geht's eigentlich selten und nachdem mir auf der 2 stündigen Überfahrt Digby - St John schon schlecht wurde, bin ich heute etwas skeptisch. Immerhin haben wir den schönsten und wärmsten Tag der Woche für die Fährfahrt erwischt. Im Gegensatz zu gestern ist das Meer komplett ruhig.
    Um 10:30 sehen wir am Horizont einen Fähre vorbei fahren. Oh, das ist aber früh. Ist das unsere??? Kann eigentlich nicht sein, die soll doch erst um 12 Uhr ankommen??
    Der Blick durch die Zoomkamera zeigt: jepp, das ist unsere Fähre!
    Eigentlich wollten wir um 11 Uhr erst los, da man 75 Minuten vorher am Fähranleger sein soll, aber wenn sie schon so früh da ist, dann fahren wir auch früher zum Hafen.
    Unser Ziel heute: die Ile de la Madeleines - auch "Maddies" genannt.
    Tja, viele fragen sich nun: wo sind die denn????
    Wenn ihr bei Google Maps über PEI reinzoomt, dann entdeckt ihr eine winzige Inselgruppe zwischen PEI, Cape Breton und Neufundland 😅
    Wie ich auf die verrückte Idee kam, dorthin zu wollen? Weiß ich tatsächlich gar nicht mehr. Ich glaube, ich bin durch die gestrichelte Fährlinie in Google Maps ab Souris darauf aufmerksam geworden und wollte lediglich wissen, wohin denn die Fähre ab Souris fährt. Mit dem Namen "Cap aux Meules" konnte ich nicht viel anfangen und dachte ganz am Anfang, dass er ein Ziel in der Gapsesie oder St Lorenz Strom wäre, entpuppte sich aber dann als Miniinselgruppe. Ab da hatte mich dann die Neugier gepackt. Es waren eigentlich keine Reiseberichten zu den Magdaleneninseln zu finden, wenn, dann nur Kurztrips per Flugzeug, die wenig Infos brachten. Nach einiger Recherche überredete ich dann letztes Jahr den Gatten, die "Maddies" mit in die Planung aufzunehmen. So ganz happy war er damit nicht, denn schließlich verlieren wir fast 2 Tage durch die Fährfahrt (5 Stunden).
    Schließlich war letzen Sommer aber klar, dass wir auf die Maddies wollen und ich war neugierig, was es an Campgrounds dort gibt. Viele habe ich nicht gefunden, aber zwei Campgrounds kamen auf die Wunschliste, 4 Nächte auf den Maddies sollten es werden.
    Durch Zufall entdecke ich im August, dass mein Wunschcampground sein Reservierungssystem schon online hat und aus Spaß gebe ich die Daten für nächsten Sommer ein (wollte eigentlich nur das Site Foto anschauen): "réservé". Ok, die Maddies sind französischsprachig - kann ich die Site womöglich schon buchen??? Die kann ja unmöglich schon reserviert sein???
    Meine Planung steht , aber ich hab ja noch gar keine Fähre!?
    Ich finde den Schalter für die englische Version und erkenne "booked". What??? Schon gebucht???
    Ich klicke alle möglichen Sites durch - alle "booked". Muss ein Fehler sein, das ist ja noch ein ganzes Jahr hin???
    Ich schreibe den Campground an und erhalte promt eine Antwort:
    "Due to high demand, our booking window opened as early as January 2025 for the summer season 2026."
    OMG!!! 🫪😱
    Die Campground Dame schreibt mir, dass sie noch ganz wenige Restplätze hätte, aber nur pro Tag eine für unseren 24 ft RV in Frage käme, es wären dann 3 verschiedene Sites - jeden Abend eine andere. Ok, das wäre uns egal.
    Ich schaue auf dem anderen Campground nach, die Internetseite ist aber nicht aufrufbar. Der Gatte muss für mich dort anrufen (er kann französisch) und erfährt, dass es im Sommer einen Mindestaufenthalt von 3 Nächten gibt, wir uns schnell entscheiden sollen, da der Campground bald voll wäre.
    Wir sind nun beide geschockt. Damit haben wir nicht gerechnet.
    Da der Campground mit den 3 Nächten Minimum auf der Südinsel liegt und nur die letzten 3 Nächte unseres geplanten Aufenthaltes frei hat, fällt er raus. Ich finde auf einem Campingground auf der Nordinsel eine Site für die erste Nacht (5 Sites waren noch frei!!!) und dann buche ich die 3 verschiedenen Sites auf dem andern Campground in der Mitte der Inselgruppe. Super, nun habe ich Campgrounds (nicht stornierbar bzw es gibt kein Geld zurück 💸💸💸 ) und noch keine Fähre 🙈
    Das Reservierungsfenster für die Fähre öffnete erst Mitte Oktober. Am Stichtag durfte der Gatte sekundengau (wie bei den NP & PP Campgrounds 😱) die Fährbuchung vornehmen. Hier läuft alles online, auch das Buchen von Autos über 21 fr, was auf den anderen Fährseiten nur telefonisch geht.
    Geschafft! 15 Minuten später sind alle Fahrzeugplätze weg!!! "No vehicle space available".
    So, das war die Vorbereitung, jetzt kann ich es kaum fassen, dass wir tatsächlich auf die Maddies fahren 🤩
    Die Fähre liegt schon im Hafen, als wir im 11 Uhr ankommen. Die Dame am Check-in Häuschen begrüßt uns - nur auf französisch! Ab hier ist Franco-Kanadisches Hoheitsgebiet 😅
    Wir dürfen in der 4. Reihe vorne parken und schauen uns die Fähre vom Anleger aus an. Hier sind nur Francokanadier! Kein Wort Englisch, kein andere Nummernschild außer "Quebec".
    Es dauert über eine Stunde, bis die Fähre entladen ist, dann dürfen wir rauf - zwischen Reisebussen und Trailern.
    Die Fähre verfügt über einen 2 stöckige "Lounge" vorne im Schiff, mit riesigen Panoramafenstern, Schlafsesseln und Tischgarnituren. Wir ergattern einen Tisch an der Seite in oberer Etage mit Blick nach draußen.
    Es gibt außerdem ein Café mit Sesseln und Lounge, ein Restaurant, im Heck eine Bar und Sitzplätze an Tischen auf dem Sonnendeck. Gibt mir Kreuzfahrtvibes 😅
    Ein komplettes Deck ist das "Hundedeck". Hier sitzen alle Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern.
    An der Bar läuft Musik, der Alkohol fließt schon vor Abfahrt in Strömen. Bier, bunte Cocktails und eine Gruppe aller Altersklassen tanzt Riverdance an Deck 😯
    Die Stimmung ist ausgelassen und es soll auch noch Live Musik nachher geben. Wir sind total geflasht!
    Wir legen tatsächlich pünktlich um 13 Uhr ab. Am Anleger sehen wir viele Fahrzeuge in der Wartereihe, die wohl ohne Reservierung ankamen. Eine Handvoll Fahrzeuge kamen mit, der Rest wartet - auf die Nachtfähre??
    Wir sind an Deck bis wir an PEI
    vorbei sind, dann erkunden wir das Restaurant und essen Poutine "Canadienne" (die Normale) und Poutine mit Lobster (für den Gatten) zu Mittag. Über Lautsprecher erfahren wir, dass die Live-Musik nun beginnt und wollen noch einen Kaffee trinken (zuvor gibt's aber einen Schluck Vomex 🙈).
    An Deck steppt der Bär!!! Die Dame (Brigitte Leblanc) auf der Bühne singt Lieder von Chanson über Rock und Pop, es wird getanzt (sogar die Angestellten tanzen mit), geklatscht, gesungen und sogar gejodelt - von einer Schiffspolonaise unrerstützt 😅
    Leute, das ist keine Fähre, das ist ein Partyboot!!!
    Statt Kaffee gibt's nun auch für uns Bier und Cocktail (l'Eau de Mer, leuchtend Blau dank Blue Curacao) und ein Plätzchen im Schatten. Wir sind mittendrin in der Schiffsparty, bis wir 3 Stunden später für die letzte halbe Stunde unseren Platz in der Lounge zum Anlegen beziehen. (Haha... und ich dachte, wir werden uns 5 h langweilen, Spiele spielen und ich hätte gaaaaanz viel Zeit zum Bloggen....Nix wars 😅).
    Das war die geilste Fährfahr ever!!!
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  • Willkommen auf den "Maddies" - Camping des Sillons

    24. Juli in Kanada ☀️ 18 °C

    Superpünktlich um 17:15 legen wir an, um 17:40 rollen wir schon von der Fähre (geplant war 18 Uhr). Die Sonne lacht nach wie vor, es ist angenehm warm und wir fahren 10 km auf die Nordinsel, genauer gesagt den unteren Zipfel der Nordinsel "Île du Havre aux Maisons" zu unserem Campgroud. Die Landschaft erinnert an PEI, viel Grün mit roten Klippen.
    Unser Campground heute ist nicht schön, das wusste ich vorher, aber die Lage ist super: direkt an der Düne & Strand!
    Wir beziehem unsere Site in der "Campgroundstadt" mit Parkplatzflair und gehen direkt an den Strand. Rechts von uns soll es Höhlen und Klippen geben, die wollen wir anschauen.
    Der Sand am Strand ist wie im Basin Head PP ein "Singing Sand", er quietscht, wenn man darauf läuft 😅
    Die Klippen sind mega, wir schauen uns von oben die Höhlen an. Ob man dort hinunter kommt, wollen wir morgen mal schauen. Alternativ scheint man durchs Meer gehen zu können, aber wir sehen nicht, wie tief das Wasser vor den Felsen ist.
    Der erste Eindruck der "Maddies" ist mega!!! Wir laufen am Strand der Dune de Sued zurück zum Campground. Gegen Abend frischt der Wind auf, wir werden drin essen. Auf das Lagerfeuer verzichten wir heute. Ist uns zu eng hier und unsere Feuerfelge steht direkt an der Campground Straße. Egal, für den Strand ist es perfekt, hier stehen.
    Die Kanadier stehen auf diese Campgroundstädte. Sie sitzen eng an eng, sind kontaktfreudig und scheinbar macht es ihnen absolut nichts aus, auf Privatsphäre zu verzichten. Da wir hier scheinbar die einzigen "Nicht-Kanadier" sind, soll es uns Recht sein 😅
    Für die Statistik:
    Gefahren: 22 km RV, 5 h Fähre
    Gelaufen: 11.270 Schritte
    Wetter: Sonne satt, 21 Grad auf den Maddies (PEI 26 Grad)
    Unterkunft: Camping des Sillons, Site 72
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  • Tag 16: Iles de la Madeleines - die Red Caves

    25. Juli in Kanada ☀️ 20 °C

    Gegen 7:45 werde ich wach. Es klingt, als ob ein Schnellboot auf mein Bett zugeschossen kommt? Dann wird das Geräusch lauter und ich identifiziere es als Flugzeug. Richtig, hier war ja bei der Ankunft ein Flughafen ausgeschildert.
    Der Blick auf Flightradar bestätigt: eine kleine zweimotorige Turboprop (Saab 340) hat gerade Richtung Quebec abgehoben.
    Mir war komplett entgangen, dass es auf der Insel einen Flughafen gibt???
    Nach dem Frühstück dumpen wir noch und stellen entsetzt fest, dass direkt neben der Dumpstation die Sites losgehen. Es ist uns super peinlich, 1 m neben dem Frühstück einer Familie den "Kackeschlauch" anzuschließen 🙈
    Finde ich frech, so einen Site dann für teures Geld zu vermieten...
    Wir fahren auf den Parkplatz oberhalb der Klippen, wo wir gestern die Höhlen gesehen haben. Es ist Ebbe, das Wasser steht niedriger als gestern. Zwischen den Felsen gibt es einen Abgang an den Strand. Man kommt so an die ersten Höhlen heran, für die weiteren Buchten muss man durchs flache Wasser um die Felsen herum laufen. Der Gatte mag seine Turnschuhe und Socken nicht ausziehen, den ersten Felsen kann er nicht erklettern, um in die nächste Bucht zu kommen, ich hab Flip Flops an - also einfach durchs Wasser 😜 Ihm entgeht was.
    Zurück auf dem Parkplatz entdecken wir einen VW Bulli mit DEUTSCHEM Kennzeichen!! Und noch viel besser: "unserem" Heimatkennzeichen: MTK (Main Taunus Kreis). Das gibt's ja nicht! Der Gatte ruft mal "Hallo, guten Morgen" in die offene Tür und ein älterer Herr steigt aus. Er entpuppt sich als Franco- Kanadier aus Québec, der vor vielen Jahren seinen Bulli von Deutschen gekauft hat. Das Nummer Schild fand er witzig und hätte es einfach dran gelassen (in Québec haben die Fahrzeuge wohl nur hinten ein Nummernschild. Wie witzig. Wir unterhalten uns kurz, er lernt "Main Taunus Kreis" zu sprechen und will die Bedeutung wissen. Wie witzig ist das denn?
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  • Nordinsel - Fromagerie du Pied-De-Vent

    25. Juli in Kanada ☀️ 22 °C

    Weiter geht es auf dem Teil der Nordinsel "Île du Havre aux Maisons" ein paar km zurück, da wir bei der Käserei "Fromagerie du Pied-De-Vent" halten wollen. Im Verkaufsraum kann man sich auf Plakaten und Bildern über die Käseherstellung informieren, durch eine Glasscheibe sieht man direkt in die "Käse-Werkstatt", die heute allerdings nichts produziert.
    Wir kaufen 2 Sorten Käse und ein Baguette - Mittagessen ist gesichert - dann noch ein kurzer Abstecher zu den Kühen gegenüber und weiter geht's in den Norden. Als wir von den Kühen zurück zum Camper laufen, ist der Parkplatz der Käserei übrigens rammelvoll.
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  • Nordinsel - Entlang der Dune du Nord

    25. Juli in Kanada ☀️ 23 °C

    Wir erkunden den Sandstrand entlang der Dune du Nord. Ein riesiger weißer Sandstrand mit glasklarem Wasser. Der Strand ist schon gut besucht, es ist Wochenende und wir bekommen gerade noch eine Platz mit dem RV auf dem kleinen Parkplatz.

    Ein Stück weiter ist ein kleiner Hafen, Quai de Pointe-aux-Loups. Nicht wirklich sehenswert, aber links davon hat man einen schönen Blick auf die rote Felsküste und die Düne.

    Ein weiterer Dünenstrand ist der Plage de la Pointe-aux-Loups an der Dune du Nord. Auch hier weißer Strand und Sandbänke im Meer. Das sieht wirklich so schön aus 🤩 Das Wasser ist kalt - ich schätze mal, so um die 15-16 Grad vielleicht. Die Kandier praktizieren hier den Sport des "Wassertretens", wir würden es wohl "Kneipp" nennen. Sie laufen in Badesachen auf den Sandbänken herum, achten aber meist penibel darauf, nicht mit dem Hintern ins Wasser zu kommen. Dann stehen sie im Wasser, unterhalten sich, werfen sich Bälle zu und ganz vereinzelt traut sich dann auch mal eine Person in die kühlen Fluten (meist Kinder 😜). Ich passe ich an und laufe über die Sandbänke durch das glasklare Wasser - bis zu den Knien. So toll!

    Auf der Insel gibt es zwei Windräder, eins dreht sich, das andere steht. Wir sehen von Weitem, dass sich am Rad zwei Arbeiter befinden. Auf dem Parkplatz davor halten wir kurz, die Arbeiter winken mir zu und ich schieße ein Foto. Krasser Job, da am Flügel zu hängen...
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  • Nordinsel - La pointe Old Harry / La Grosse Île

    25. Juli in Kanada ☀️ 23 °C

    Wir sind nun auf der "Grosse Ile Nord". Auf der Suche nach einem netten Spot fürs Mittagessen, fahren wir zu "La pointe Old Harry", wo man tolle Ausblicke auf die Küste hat und den weißen Sandstrand gegenüber "La Plage de la Grande-Échouerie" sieht .
    Wir entdecken außerdem eine wunderschöne windgeschützte Bucht mit Karibik Flair direkt unterhalb der Klippe am Old Harry Point.
    Der Gatte nimmt sich vor, nach dem Essen dort schwimmen zu gehen. Na, ich bin gespannt. Mein großer Zeh schätzt die Temperatur auf 16-17 Grad??? 😅
    Nachdem wir die Klippe und den Strand erkundet haben, essen wir im WoMo zu MIttag. Der Käse aus der Fromagerie und das Baguette dazu schmecken super! War echt eine mega Idee, den Umweg zur Fromagerie heute Morgen noch zu fahren - hat sich gelohnt!
    Nach dem Essen macht der Gatte Ernst und zieht die Badehose an. In der Bucht unten wird steigt gerade eine Geburtstagsparty und ca 10 Kinder sind schon mit Stand-up Paddle im Wasser. Jetzt nur nicht blamieren 😂
    Während ich nur bis zu den Knien ins Wasser gehe, schafft es der Gatte tatsächlich komplett ins Meer - wenn auch ein kurzweiliges Vergnügen, aber das Meer sieht so toll aus, da muss er mehrfach kurz reinspringen. (Die Betonung liegt auf "kurz" 😂).
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  • Les Îles-de-la-Madeleine - Plage de la Pointe

    25. Juli in Kanada ☀️ 23 °C

    Nach der Erfrischung fahren wir bis zum Quai de Grande-Entrée, einem kleinen Hafen auf dem letzten Zipfel der Nordinsel Île de la Grande Entrée.
    Viel zu sehen gibt es hier nicht, daher testen wir die Straße zum nächsten Stand "Plage de la Pointe" - Schotterpiste und sehr kleiner Parkplatz. Mit wirklich auf RV ausgelegt. Eine Gruppe Kanuten ist hier in der Bucht unterwegs, der Strand ist allerdings der ekligste, den wir bisher gesehen haben. Hier hat sich der Müll von alten Fischernetzen gesammelt, überall stinkendes Seegras. Wir wollen gerade umkehren, da sehen wir einen Pfad entlang der Klippen am Ende des Strandes. Wir laufen den Pfad bis auf die Klippe rauf und werden mit tollen Ausblicken belohnt. Es gibt Felsentore und einen echt spooky aussehenden Felsen - in meinen Augen ein Totenkopf - aber schaut selbst.
    Als es Richtung Wald und weg von der Klippe geht, drehen wir um.
    Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt!
    Zurück am Parkplatz kommt uns eine Gruppe in Neoprenanzügen und Helmen entgegen. Sieht aus wie Rafting!? ich finde später im Interne heraus, dass man auf den "Maddies" gerne im Meer zwischen den Höhlen und Klippen herumklettert und schwimmt... Ok, mal was anderes.
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