• Christina T.
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Kanadas Osten 2026

Unser 7. Womo Abenteuer führt uns zum zweiten Mal in den Osten Kanadas. Wir waren bereits vor 10 Jahren mit unseren Kindern hier, während der 4 wöchigen Tour von Toronto nach Halifax. Dieses Mal erkunden wir Nova Scotia, PEI und New Brunswick Read more
  • Trip start
    July 10, 2026

    Tag 1: Kanada is calling

    July 10 in Germany ⛅ 25 °C

    In wenigen Stunden geht's los nach Halifax - unser 7. Womo Abenteuer wartet auf uns. Allerdings sind wir dieses Mal zum ersten Mal alleine unterwegs - die Kinder sind erwachsen und haben nun eigene Urlaubspläne 😥
    Um 12 geht's zum Flughafen, am Nachmittag starten wir dann mit der Discover (leider fliegt Air Canada die Stecke nicht) nach Halifax.
    Hier waren wir zuletzt vor 10 Jahren. Damals erwischten wir einen Sommer mit Waldbränden und Hitzewellen, weshalb wir einige Punkte unserer Reise, wie z.B. den Kejimkujik NP nicht bereisen konnten. Das holen wir dieses Jahr (hoffentlich) nach.
    Der Camper - ein Adventurer von Fraserway, wie bereits 2016 und 2024 - ist seit Mai letzten Jahres gebucht (verrückt!), alle Campgrounds sind ebenfalls gebucht (und viele davon sind seit Wochen und Monaten ausgebucht). Der Run scheint dieses Jahr auch auf den Osten Kanadas extrem zu sein. Vom Westen kennen wir das, dass nun auch der Osten scheinbar so hoch frequentiert ist, überfordert uns etwas. Lassen wir uns überraschen 😅
    Viele Kanadier machen dieses Jahr Urlaub im eigenen Land, statt in die USA zu reisen - daher wird es voll werden, aber wir haben 2024 viele nette Kanadier kennengelernt. Das passt schon 💪🏼
    Also los geht's - auf nach Kanada!

    Wir sind um 12:30 am Flughafen und sind beim Check-in fast alleine. Überhaupt ist am Flughafen nicht viel los. Wohl der Vorteil, am Freitag zu fliegen. Im Duty Free Shop gönnen wir uns noch ein Fläschchen zum Mitnehmen - für den abendlichen Sundowner 😅 - und sitzen kurz darauf am Gate 16, da unser Gate 15 absolut voll ist. Hier steht noch eine SunExpress auf dem Weg in die Türkei. Eigentlich sollte die schon längst weg sein. Nach einer Stunde bekommen wir die Infos, dass unser Abflug auf Gate C 16 verschoben wird, unsere Discover wird auch gerade ans Gate geschoben. Praktisch, wir sitzen ja schon richtig.
    Im Gegensatz zur Lufthansa, mit der wir vor 6 Wochen nach Neapel geflogen sind und als vierköpfige Familie quer im Flieger verteilt wurden, hat uns das Discover System automatisch 2 Plätze nebeneinander zugewiesen. Geht doch! Sehe ich ja gar nicht ein, auch noch 40€ für einen Sitzplatz zu bezahlen!!! Und wir haben sogar Fensterplätze bekommen 😁
    Discover empfängt uns mit einem anständigen Sitzabstand in der "Holzklasse", Inflight Entertainment und einem wirklich leckeren Mittagessen. Es gibt sogar einen warmen Discover Cookie.
    Der Flug verläuft trotz angekündigten Turbulenzen völlig ruhig. Die meiste Zeit ist es sonnig, kaum Wolken. Das ändert sich, als wir uns Neufundland nähern. Wir durchfliegen bis zur Landung eine dicke Wolkendecke. 7 Stunden und 3 Filme später landen wir pünktlich um 18:05 in Halifax.
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  • Willkommen in Halifax

    Jul 10–11 in Canada ☁️ 23 °C

    Nachdem wir in Halifax gelandet sind, schaffen wir es dann ArriveCanApp zügig durch die Immigration. Unsere Koffer sind ebenfalls schon da, als wir das Kofferband erreichen. Perfekt! Etwas Pech haben wir dann mit dem Hotelshuttle. Es gibt ein Telefon, mit dem man im Hotel anrufen kann, der nette Herr hinter dem Tresen sagt uns aber, der Shuttlebus würde alle 30 Minuten fahren, um 19:10 würde der nächste kommen (es ist 18:40). Wir laufen zur Haltestelle und warten. Das Wetter ist übrigens bewölkt mit wenigen Sonnenlücken, dazu schwül warme 22 Grad. Es kommen Busse, aber meiner von unserem Hotel. Also wieder zurück und doch telefonisch bestellen - der Bus kommt dann um 19:40. Eine knappe Stunde umsonst gewartet. Zum Glück haben wir heute nichts mehr vor.
    Gebucht habe ich das Airporthotel Holiday Inn Express, welches auch Transferhotel von Fraserway morgen ist. Nix Besonderes, aber sauber und ein größeres Bett werden wir die nächsten Wochen nicht mehr sehen.
    Um den Jetlag zu überwinden (die innere Uhr schreit 1 Uhr nachts), setzen wir uns noch in die Lobby und spielen Karten. Das Hotel hat auch einen Pool, aber zum Schwimmen sind wir jetzt doch zu groggy..
    Gegen 22 Uhr sind wir dann im Bett - schließlich läuft die innere Uhr ja auf dem 3 Uhr nachts Modus 😁

    Für die Statistik:
    Geflogen: 5.260 km
    Gelaufen: 8.570 Schritte
    Hotel: Holiday Inn Express by IGH Halifax
    Wetter: sonnig bewölkt, 22 Grad
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  • Tag 2: Jetlag, WoMo Übernahme & Großeinkauf

    July 11 in Canada ⛅ 16 °C

    Meine Nacht endet um 4:30 Uhr. Okay, war eigentlich klar. Im Schnitt brauche ich 3 Tage, bis ich über den Jetlag hinweg bin (und zum Glück sind es dieses Mal nur 5 Stunden 😅).

    Komischerweise hatte ich vor ein paar Jahren auf Hawaii überhaupt keinen Jetlag. Lag wohl an der Zeitverschiebung von 12 Stunden – da habe ich dem Körper einfach Tag statt Nacht vorgegaukelt, die Uhrzeit blieb ja gleich 😁.

    Trotz mehrmaligem Umdrehen und Augenschließen: Ich kann nicht mehr schlafen.

    Frühstück gibt es ab 6 Uhr, wir zögern es noch bis 7 Uhr hinaus. Dann sind wir froh, unser muffiges Zimmer verlassen zu können. Man kann kein Fenster öffnen, die Luft ist alt und verbraucht und durch die Klimaanlage nur umgewälzt – nicht so lecker.

    Der Frühstücksraum ist voll, wir ergattern den letzten 2er-Platz. Es gibt eine Auswahl an Bagels, Brot, Müsli, Cornflakes, Kuchen und Zimtschnecken (die sind übrigens megalecker), Joghurt, Omelett, Bacon, Kartoffeln, Bohnen, Aufschnitt, Marmelade und Honig. Wie so oft in den USA und Kanada üblich: Gegessen wird von Papptellern, mit Holzbesteck und aus Pappbechern 🙈.

    Der Frühstücksraum ist gefüllt mit einer Seniorenreisegruppe aus den USA von „Diamond Tours“, sie tragen alle eine Umhängekarte mit Namensschild 🤭.

    Nach dem Essen checken wir aus und warten draußen auf unser Fraserway-Shuttle zur WoMo-Station. Das ist unsere 3. Buchung bei Fraserway und zum ersten Mal klappt es dieses Mal nicht mit dem Transfer vom Hotel zu Fraserway. Dieser war für 9 Uhr gebucht. Um 8:35 Uhr bekommen wir einen Anruf von Fraserway: Wir sollen uns bitte ein Taxi nehmen, der Transferbus könne nicht kommen, da der Fahrer krank sei. Hm... Okay, hoffen wir mal, dass das der einzige Ausfall bleibt. Das Taxi ist nur wenige Minuten später da, kostet 54 $ – Fraserway bezahlt 😅.

    Die Übernahme und die Formalitäten gehen zügig, wir sind die einzigen Gäste heute Morgen um 9 Uhr. Auf dem Hof stehen nur 3 WoMos in der Abholreihe: zwei C-Small und ein C-Medium in der Mitte – das ist unseres. Witzigerweise der einzige Camper mit Nova-Scotia-Nummernschild, die anderen beiden haben British Columbia und Ontario auf dem Nummernschild stehen. Das erinnert uns an unsere Tour von 2014, wo wir mit einem Moturis-Camper in Seattle starteten und ein Nummernschild aus Florida hatten. Da wurden wir tatsächlich in Jasper/Banff darauf angesprochen 😅.

    Viel Mühe beim Putzen hat man sich bei unserem Camper leider nicht gegeben. Von außen ist er noch ordentlich verstaubt, die Windschutzscheibe ist schmutzig und wir finden wieder zahlreiche Mängel und Macken (Steinschläge in der Scheibe, Kratzer rundherum, die Dumping-Klappe/Abdeckung fehlt komplett etc.). Alles wird notiert, dann ist die Übernahme auch schon fertig.

    Wir sind ja alte Camper-Hasen 🤭.

    Unser C-Medium-WoMo muss aus dem Jahr 2024 oder 2025 sein, kein 2026er-Modell, da der Kühlschrank noch nicht auf die neue Stromtechnologie umgerüstet ist – stört uns nicht. Der große Bildschirm mit Radio und Navimöglichkeit ist neu. Sehr praktisch, da man das Handy nun über Android Auto koppeln und per Handy auf dem großen Bildschirm navigieren kann.

    Der Tacho zeigt 52.295 km – nicht mehr taufrisch...

    Die üblichen Macken auch innen, Flecken auf den Sitzen, aber das sind Kleinigkeiten. Sonst ist alles sauber und die Ausstattung ist prima. Wir bekommen noch eine zweite dicke Wolldecke, da mir die Matratze letztes Mal zu hart war. Einzig negativer Punkt: Unsere Black/Grey-Water-Anzeige funktioniert nicht. Sie steht auf voll, obwohl der Camper frisch geleert wurde. Der Mitarbeiter sagt, es würde wohl etwas auf den Sensoren kleben, wir sollen dumpen, wenn das Frischwasser leer ist... Hm... gefällt uns nicht, aber wir können es nicht ändern.

    Um 10 Uhr rollen wir vom Hof. Die Sonne scheint, es sind warme 20 Grad, die sich aber deutlich wärmer anfühlen. Perfekt!

    Nächster Stopp: die Dartmouth Crossing Mall. Ein wenig Shopping-Feeling muss sein 😜.

    Wir sind erfolgreich bei Levi’s, Columbia, Gap und Hilfiger. Lobe ich mir: überall 50–70 % Off! Wir kommen z. B. mit einer prall gefüllten Einkaufstüte aus dem Hilfiger-Store und haben für 8 T-Shirts und Polos keine 100 € gezahlt 💪🏼🤩😄. Sowas wünsche ich mir mal in Deutschland 🤷🏼‍♀️.

    Nächster Stopp sind Dollarama und Walmart. Wir brauchen für unseren Großeinkauf fast 2 Stunden. Mittagessen gibt's heute auf dem Walmart-Parkplatz: Spinat-Feta-Teigtaschen, dann kann's endlich „richtig“ losgehen 💪🏼.
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  • Burntcoat Head Provincial Park

    July 11 in Canada ☀️ 19 °C

    Wir fahren ca. 1,5 Std. bis zum Burntcoat Head Provincial Park, meist über Landstraße, durch viele kleine Ortschaften mit akkurat gemähten Vorgärten. Da dieser Park abseits von all unseren Routenplanungen lag, haben wir heute den Umweg dorthin eingeplant. Verzichten wollten wir nicht auf den Park und heute passt es zeitlich perfekt. Tiefste Ebbe ist um 16:48 Uhr, wir rollen um 15:40 Uhr auf den Parkplatz. Es ist windig und leicht bewölkt, aber mit 25 Grad angenehm warm. Wir kennen den Spaß, auf dem Meeresboden zu laufen, schon von den Hopewell Rocks, aber hier ist es viel größer und weitläufiger! Nachdem wir eine knappe Stunde rund um den beeindruckenden Felsen gelaufen sind, kommt sogar die Sonne nochmal raus. Perfekt!

    Hier im Burntcoat Head Provincial Park wurde die höchste Tide der Welt von 16,5 m gemessen, steht sogar im Guinness-Buch der Rekorde. Krass, alle kennen immer nur die Hopewell Rocks 🤷🏼‍♀️.
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  • Blomidon Provincial Park

    Jul 11–13 in Canada ⛅ 18 °C

    Nach etwa 1,5 Std. verlassen wir den Park und fahren zu unserem heutigen Ziel, dem Blomidon Provincial Park. Eigentlich wollten wir noch an der historischen Site Grand-Pré stoppen, aber die hat seit 18 Uhr geschlossen und es ist bereits deutlich später.

    Die Fahrt über die kleinen Landstraßen zieht sich. Wir erreichen den Blomidon PP um 19:15 Uhr und können nicht widerstehen, hier auch nochmal einen Abstecher ans Meer zu machen – das ist auch hier noch ziemlich weit weg. Die roten Felsen und der Sand/Schlamm sehen in der Abendsonne schon sehr nice aus.

    Danach geht's auf den Campground, der sich oben auf den roten Klippen befindet. Wir checken ein und kaufen Feuerholz (12 große Holzscheite für 5 CAD, die man sich selbst nehmen kann). Die Dame an der Rezeption sagt noch, heute sei perfektes Wetter zum Grillen und Feuer machen. Na dann.

    Wir beziehen unsere Site: Die hat zwar einen netten Blick, befindet sich aber auf einer abschüssigen Wiese. Wie soll man hier halbwegs gerade stehen?? Wir müssen wohl leveln. Beim Aussteigen werden wir von Mücken attackiert – okay, erst mal mit DEET einsprühen und lesen, wie das Thermacell funktioniert. Plötzlich kommt Wind auf, unser Adventurer wackelt und durch die offenen Fenster pfeift der Wind. Im nächsten Moment öffnet der Himmel seine Schleusen und es schüttet wie aus Eimern. What??? Das war gar nicht angesagt???

    Egal, wir sind total platt, essen Brot, Salat und Käse und fallen ins Bett. Da wir allerdings so schief stehen, hänge ich im Bett quasi an der WoMo-Wand. Zu zweit können wir nicht im Bett schlafen, daher wandere ich in den Alkoven aus. Praktisch, wenn man zwei Betten hat. Nachdem ich bei den letzten Campertouren so Rückenschmerzen von den harten Matratzen hatte, habe ich vorgesorgt und mir eine Campingluftmatratze mitgenommen. Das Gimmick erfüllt seinen Zweck, ich schlafe gut 😅.

    Für die Statistik:
    Gefahren: 226 km
    Gelaufen: 14.183 Schritte
    Wetter: meist sonnig, 19–25 Grad
    Übernachtung: Blomidon Provincial Park, Site B18
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  • Delhaven

    July 12 in Canada ☀️ 22 °C

    Nach einem Mittagssnack geht's zurück zum Blomidon PP. Unterwegs stoppen wir an einem kleinen Hafen, wo die Boote gerade auf dem Trockenen liegen.
    Nix los hier!

    Nach ein paar Fotos stoppen wir noch am Houstons Beach. Hier haben wir viele RVs übernachten sehen. In das erlaubt ist???
    Wir laufen etwas am Strand entlang, dann geht's auf den Campground. Die Sonne scheint immer noch. Wir schaffen es, den Camper zu leveln, sodass er etwas gerader steht. Lagerfeuer darf man hier erst ab 19 Uhr machen (Fire Ban, gelbe Stufe. Lagefeuer ist war erlaubt, aber nur von 19 Uhr bis 8 Uhr morgen). Trotz Wind machen wir ein Lagerfeuer und braten Burger (Typ Chicken und Veggie). Wir sitzen bis zum Sonnenuntergang, dann wird es zu kühl.

    Für die Statistik:
    Gefahren: 69 km
    Gelaufen: 30.623 Schritte
    Wetter: Sonne satt, 21-24 Grad
    Übernachtung: Blomidon Provincial Park, Site B18
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  • Tag 3: Cape Split Provincial Park

    July 12 in Canada ⛅ 14 °C

    Die Nacht endet um 5:30 Uhr – immerhin eine Stunde später als gestern 🤭.

    Wir frühstücken um 7 Uhr und fahren danach in Richtung Cape Split Provincial Park. Wir frühstücken um 7 Uhr und fahren danach in Richtung Cape Split Provincial Park. Auf dem Weg stoppen wir an einigen Aussichtspunkten mit Blick auf die rote Küsten, dann am Blomidon Lookoff („The Lookoff“), wo man einen Blick auf die gesamte Ebene hat. Heute steht die längste Wanderung des Urlaubs auf dem Programm: Wir wollen zum Cape Split laufen.

    Der Trail im Überblick:

    Länge: ca. 13,2 bis 14 km (Gesamtrunde)

    Dauer: ca. 4 bis 5 Stunden Gehzeit

    Schwierigkeit: mittelschwer (moderate) – technisch unkompliziert auf gut ausgebauten Wegen, aber konditionell fordernd durch die Distanz und stetige, sanfte Steigungen.

    Der Minas Basin Trail (ca. 6,2 km) führt meist durch schattigen, moosigen Mischwald. Der Scots Bay Trail (ca. 7,0 km) geht ebenfalls durch den Wald, ist aber abwechslungsreicher und es sind immer wieder Höhenmeter zu laufen. Er bietet mehr Aussichtspunkte (Lookoffs) direkt an den steilen Klippen. Leider sind einige Lookoffs komplett zugewachsen, sodass man an den Aussichtspunkten gar nicht viel sehen kann.

    Unser Etappenziel ist die riesige, grasbewachsene Landzunge, die gut 60 Meter senkrecht über dem Meer ragt. Die „Spires“: markante, freistehende Felsnadeln, die majestätisch aus dem Wasser ragen.

    Die ersten 2 km vergehen wie im Flug, ab dann wird's zäh.

    Wir laufen den Trail im Uhrzeigersinn, da der Minas Basin Trail dann auf dem Rückweg tendenziell mehr bergab geht.

    Den Scots Bay Lookoff kann man sich direkt schenken: Ein schmaler Abstecher führt über umgestürzte Bäume steil hinab zu einem komplett zugewucherten Aussichtspunkt. Super. Den Lobster Hole Lookoff schenken wir uns ebenso wie den Big Cove Lookoff 1. Den Big Cove Lookoff 2 finden wir fast direkt neben dem Weg – der kurze Abstecher lohnt sich.

    Nach über 2,5 Std. erreichen wir das Kap und essen und trinken erst einmal was.

    Fun Fact: Hier oben pfeift meist ein extrem kräftiger, kühler Wind, selbst im Hochsommer!

    => Witzig, heute ist es weder kalt noch windig. Wir brutzeln in der Sonne und erholen uns vom Weg, bevor wir das Kap erkunden. Nix für Leute mit Höhenangst...

    Nach ca. 1 Std. Pause laufen wir über den Minas Basin Trail zurück. Die letzten 3 km ziehen sich wie Kaugummi, aber wir schaffen es gegen 15:15 Uhr zurück auf den Parkplatz, der mittlerweile gut gefüllt ist. Wir sind übrigens die einzigen RVler hier.
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  • Tag 4: Bye Bye Blomidon Provincial Park

    July 13 in Canada ⛅ 15 °C

    Heute Morgen wache ich um 6:30 auf - na bitte, es wird besser 😉
    Nach dem Frühstück verlassen wir den Campground. Aus dem RV Fenster sehen wir unsere Campnachbarn draußen frühstücken - im T-Shirt und kurzer Hose. Im Camper war es heute Nacht sehr "frisch", als zumindest hat eine Person heute Nacht gefroren - ich war's nicht 🤭
    Draußen sind es tatsächlich schon 19 Grad morgens um 8 Uhr. Wärmer als gedacht. Wir verlassen den Campground, der schon seit gestern wie leergefegt ist. Wochenende ist vorbei - man merkt das doch. Beim Rausfahren sehen wir auf A Loop tatsächlich einen CanaDream Truck Camper - ein Tourist! Sonst stehen hier keine Rentals. Nach dem Dumpen mit Ausblick 🤭 fahren wir erst über Landstraße vorbei an Farmen (Kühe, Schafe, Pferde) und sehen jede Menge Apfelplantagen und Weinanbaugebiete.
    Die Autobahn nach Annapolis verwöhnt uns noch mit einer 4 km langen "Rough Section" - Lenkrad gut festhalten. Die Wettervorhersage verspricht +29 Grad - es wird heiß heute!
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  • Annapolis Royal Garden

    July 13 in Canada ☀️ 26 °C

    In Annapolis ist der Royal Garden unser Ziel. Der Garten ist sehr schön angelegt, mit ganz viel Liebe zum Detail, tolle Blumen und Wahnsinnsfarben. Zwischendurch gibt's noch etwas Geschichte zu dem französischen Siedlern. Der Eintritt ist mit über 20 CAD jetzt kein Schnäppchen, aber absolut empfehlenswert.
    Wir verbringen etwa eine Stunde im Garten - die Temperaturen klettern immer weiter, so dass wir den Garten gegen 12 verlassen und Richtung Kejimkujik National fahren. Ein paar Kilometer weiter machen wir einen Zwischenstopp im Mickey Hill PP, wo wir auf dem Parkplatz schnell etwas zu Mittag essen. Sonst sehen wir von dem kleinen Park nichts, scheint aber ein Angelspot zu sein. Mehrere Autos parken schon hier und es kommen einige dazu, aus denen Personen samt Angeln aussteigen.
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  • Kejimkujik NP - Mill Falls

    July 13 in Canada ☀️ 30 °C

    Um 13:30 Uhr erreichen wir den Kejimkujik Nationalpark und wenige Meter vor dem Parkeingang läuft uns ein Kojote vors WoMo!!! Im ersten Moment denken wir, es ist ein Hund, aber erkennen dann, dass es eher wie ein Wolf/Koyote aussieht. Leider verschwindet er ganz schnell im Wald, so dass ich ihn nicht mehr vor die Kamera bekomme.
    Dank des kostenlosen Eintritts diesen Sommer in die Nationalparks, müssen wir keinen NP Pass kaufen oder sonstigen Eintritt zahlen. Wir erhalten den Parkplan und fahren zum Visitor Center. Eigentlich hatte ich einige Trails raus gesucht, wie den Hemlock & Hardwood Trail, aber wir erfahren, dass weder die Strecke dorthin noch der Parkplatz dort für RVs geeignet ist. Schade... 

    Am Visitor Center startet dafür der Trail zu den Mill Falls, den wir direkt laufen. Der Fluss sieht mit seinem braun-schwarzen Wasser und den darin wachsenden giftgrünen und gelben Gräsern schon faszinierend aus.
    An den Falls angekommen, tummeln sich schon viele Menschen im Wasser - auf Schwimmreifen, Luftmatratzen, mit Body Boards und mit Taucherbrillen. Laut Visitor Center haben wir 30 Grad Außentemperatur, da suchen die Kanadier hier scheinbar jede Abkühlung, die sie bekommen können 😅
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  • Keji NP - Jeremys Bay Campground

    Jul 13–15 in Canada ☀️ 30 °C

    Weiter geht's auf den Jeremys Bay CG. Auch hier gilt zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe "High" und es gibt Campfire Restrictions. Im Gegensatz zu 2024, wo es ein Fire Ban in ganz British Columbia gab und wir überhaupt kein Lagerfeuer machen durften, ist es jetzt im Zeitraum vom 19 Uhr bis 8 Uhr morgens erlaubt. Kurz vor Parkeingang rennt uns ein Koyote vors WoMo! Boa, das darf nicht wahr sein - damit haben wir absolut nicht gerechnet. Mit einem Satz ist er im Wald verschwunden!
    Am Eingang kaufen wir Feuerholz (12 CAD für eine große Packung Holz, garantiert schädlingsfrei - man darf kein Holz von außerhalb in den Nationalpark einführen).
    Wir beziehen unsere Site im Meadow Loop M30, ganz nah am Strand und dem sehr neu aussehenden Wasch-/Duschhaus und erkunden den Strand. Bei 30 Grad tut eine Abkühlung im See gut - allerdings ist der See echt warm. Damit haben wir gar nicht gerechnet. Während der Gatte eine Runde schwimmen geht, chille ich im Campingstuhl. Mit dem braun-schwarzen Wasser kann ich mich nicht so recht anfreunden...🙈😅
    Der Sandstrand ist voll, hier tummeln sich die Familien mit Kindern, echte Partystimmung. Nach einer Stunde sind wir dann fast alleine, als der Wind vom See her deutlich zunimmt. Einige Hartgesottene springen jetzt immer noch rein, uns reichts aber für heute.
    Punkt 19 Uhr starten wir das Campfire und grillen Burger und super leckere Minikartoffeln, die in Alufolie hervorragend auf dem Grill gelingen. Danach ging's nicht Maeshmallows - natürlich mit Keks und Schoko - wenn schon, denn schon 🤭🤣
    Wir schauen kurz vor Mitternacht noch am See vorbei, aber leider ist es bewölkt und es sind keine Sterne zu sehen. Schade... Vielleicht morgen!?

    Für die Statistik:
    Gefahren: 187 km
    Gelaufen: 10.065
    Wetter: Sonne satt, bis 30 Grad
    Unterkunft: Jeremys Bay Campground, Meadow Loop Site M30
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  • Tag 5: Kajaktour im Kejimkujik NP

    July 14 in Canada ☁️ 17 °C

    Jetzt hätte ich heute Nacht Mal länger geschlafen, da öffnet der Himmel um 6 Uhr seine Schleusen. Die Regentropfen knallen wie Steine auf das Camperdach. Wirklich schlafen können wir danach nicht mehr, also Frühstück machen und die Lage checken. Es ist bewölkt, aber nicht kalt draußen, der Regen hat bereits gegen 7 Uhr aufgehört. Heute haben wir ein Kajak bei "Why not adventure" bei Jakes Landing, wenige Minuten per Camper von unserem Campground entfernt, gebucht. Da wir keinen Plan hatten, wie lange wir kajaken werden und vor allem wie das Wetter sein wird, haben wir für 68 CAD (~42€) ein 2er Kajak für den ganzen Tag gebucht.
    Kanu/Kajak fahren sei DAS DING im Keji NP - OK, da muss ich wohl durch.
    Um 9 Uhr rollen wir auf den Parkplatz, es ist nicht kalt, aber stark bewölkt und windig. Wir sind die Ersten. Die Dame am Verleih gibt uns eine Seekarte mit den Stränden und Plätzen, wo wir gut anlegen können und empfiehlt uns, wegen des starken Windes heute, direkt auf dem See zu starten und später vom Wind zurücktreiben zu lassen. Na super...
    Ich bin noch nie Kajak gefahren, Kanufahren auf dem Boya Lake 2024 fand ich sehr wackelig. Das Ein- und Austeigen ist das Schlimmste - soo wackelig, aber sitzt man mal drin, ist es super. Wir benötigen alle vereinten Kräfte, um über den See zur ersten Insel "Richie Island" zu kommen. Der Wind peitscht uns die Wellen von vorne gehen das Kajak, dass mir immer wieder eine Welle über Schoß schwappt. Bereits nach den ersten Paddelbewegungen war klar: man wird nass!
    Ok, lässt sich jetzt auch nicht mehr änder, wenigstens ist das Seewasser warm.
    Auf Ritchie Island ruhen wir uns im Kajak am Strand der Backcountry Site 12 aus, auf der einen Familie mit 4 Kindern in Zelten campt. Wir unterhalten uns kurz, dann paddeln wir um Ritchie Island herum bis zur gegenüberliegenden Bear Island, wk sich ein kleiner Kies-Strand befindet, an dem wir an Land gehen können. Unsere kleine Privatinsel 😅
    Wir ruhen uns ca 30 Minuten aus, dann geht's mit dem vermeintlichen Rückenwind zurück Richtung Fluss, wo die Verleihstation ist. Leider geht die Rechnung nicht ganz auf, denn der Wind hat gedreht und statt Rückenwind haben wir nun Seitenwand...
    Wir mobilisieren die letzten Kräfte und paddeln zurück in den Fluss. Jetzt wird's entspannter. Zwischendurch kommt sogar die Sonne raus und wir lassen uns viel Zeit damit, den Fluss zu erkunden. Das ist wirklich toll! Wir sehen zwei "Painted" Schildkröten, Enten und dann im Wasser in Ufernähe etwas, war aussieht wie ein riesiger Fußball mit Krokodilachwanz. Ich erkenne es erst gar nicht, als wir näher ran paddeln, sehen wir den riesigen Kopf aus dem vermeintlichen Fußball nach Gras aufhenz: eine riesige Schnappschildkröte! Wir beobachten sie eine Weile, bis sie abtaucht. Das Teil sieht echt gruselig aus Schildkröte, Krokodil und Dinosaurier 🤭🤣
    Mittlerweile sitzen wir, angesehene von der Pause auf Bear Island, seit 5 h im Kanu und beschließen, dass wir fertig sind. Die Arme sind schwer und der Rücken ist die Sitzerei im Kajak nicht gewohnt.
    Aber toll war's! Hätte ich nicht gedacht!
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  • Keji NP - Rogers Brook Trail

    July 14 in Canada ⛅ 26 °C

    Kaum sind wir aus dem Kajak und haben uns Mittagessen im Camper gekocht, da reißt der Himmel auf und die Sonne scheint. Gleichzeitig schnellt das Thermometer vom 25 auf 31 Grad! Erst bin ich beleidigt, dass wir heute Morgen doch eher schlechtes Wetter hatten, als wir aber den 1 km langen Rogers Brook Trail zum Fluss laufen und die anderen Kanuten auf dem Fluss sehen, sind wir doch froh, während des Paddelns keine 31 Grad gehabt zu haben.Read more

  • Keji NP - Chillen auf dem Jeremys Bay Campground

    July 14 in Canada ☁️ 25 °C

    Zurück auf dem Campground springt der Gatte in den See, ich unter die Dusche. Um 19 Uhr grillen wir wieder Burger und Kartoffeln und sitzen bis 23 Uhr am Feuer. Für heute Nacht sind Gewitter vorhergesagt - könnte also eine unruhige Nacht werden...

    Für die Statistik:
    Gefahren: 18 km
    Gelaufen: 8.630 Schritte
    Gepaddelt: 5 Stunden
    Wetter: erst bewölkt und windig, 25 Grad, nachmittags Sonne bei 31 Hat's, abends um 22 Uhr immer noch +23 Grad
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  • Tag 6: Bye Keji NP und ein Schreckmoment

    July 15 in Canada ☁️ 20 °C

    Tatsächlich verschlafen wir heute bzw schlafen richtig lang. Um 9 Uhr stehen wir auf - das Kajakfahren steckt uns doch in den Knochen - um 10 Uhr verlassen wir den Jeremys Bay CG. Auf dem See ist es windstill - grumml - dazu sonnig bewölkt bei 22 Grad. Die Fahrt aus dem Keji NP raus Richtung Liverpool ist unspektakulär, windig und stark bewölkt.

    Kurz vor 11 ertönt ein schriller Warnton aus dem Handy!? Klingt wie der Warnton bei der Warnubung in Deutschland, wo alle Handys summten/klingelten. Es ertönt danach eine Ansage auf Englisch und Französisch über das Navi (wir haben das Handy ja mit dem Auto gekoppelt), hören es aber kaum. Ich höre nur "Call 9-1-1". Erster Gedanke: Tsunami? Angriff? Chemieunfall??? An was man halt so denkt...🤣
    Nächster Blick geht auf die Reifenanzeige. 2024 hatten wir einen Platten, da kam aber ein anderes Warnzeichen samt Ton. Auf dem Handy lese ich dann die "Warnmeldung", dass ein 82 Jähriger Mann vermisst wird. Krass....wir sind beruhigt, nachdem wir uns echt erschrocken haben. Hoffen wir, dass der Mann gefunden wird.
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  • Summerville Beach Provincial Park

    July 15 in Canada ☀️ 23 °C

    Erster Stopp heute: Summerville Beach. Es war etwas riskant, bei der Planung einen "Strandtag" einzuplanen, aber das Wetter scheint mitzuspielen. Es ist trocken und mit Glück sehen wir heute auch noch Mal die Sonne. Wir laufen den Strand ab bis zur Flussmündung und zurück. Es ist schwülwarm, zwischendurch kommt die Sonne mal raus.Read more

  • Abstecher in die Karibik - Carters Beach

    July 15 in Canada ⛅ 21 °C

    Kurz vor 13 Uhr erreichen wir den Parkplatz vom Carters Beach, unserem nächsten Stopp. Wir waren vor 10 Jahren schon mal hier, da gab es keinen Parkplatz , nur eine Stichstraße ohne Wendemöglichkeit. Damals haben wir an der Starße geparkt und unseren RV apäter rückwärts wieder rausgefahren. Mittlerweile gibt es direkt am Strand einem Parkplatz (nur eine Handvoll Plätze), die laut Schild zum Be- und Entladen genutzt werden sollen. Ein Stück weiter im Wald gibt es einen neu angelegten größeren Parkplatz, der über einen etwas 300m langen Weg mit dem anderen Parkplatz verbunden ist.
    Es ist warm, aber bewölkt. Wir marschieren mit Knabberzueg, Getränken und Picknickstühlen an den Strand. Es ist noch ablaufende Flur, man kommt derzeit nur zum 2. und 3. Strand, wenn man während der Flussdurchquerung bis zur Hüfte im Wasser stehen will. Wir chillen eine Weile, laufen etwas den ersten Stand entlang und warten, bis die einsetzende Ebbe den Weg über die Sanbänke freigibt. Als wir das Flussbett durchqueren, stehe wir ca knietief im Wasser. Das Wasser ist im Gegensatz zum Meer angenehm warm. Während wir zur letzten Bucht laufen, kommt die Sonne raus und es wird heiß! Ohne Sonne zeigte mein Taschenthermometer+24,5 Grad im Schatten mit kühlem Wind, nun sind es satte +32,7 Grad. Wir schwitzen und ich kühle zumindest die Füße im eiskalten Wasser. Es ist mir ein Rätsel, wie die Kanadier darin schwimmen gehen können. Meine Beine schmerzen schon nach 5 Sekunden im ca 12-14 Grad kalten Wasser. Baden ist hier echt was für Hartgesottene. Wir laufen langsam am Strand entlang zurück und genießen den Strand. Es ist leer, das Wasser sieht aus wie in der Karibik, türkisblau mit weißem Sand - einfach toll! 2010 hatten wir genau das gleiche Wetter, allerdings waren wir über 4 Wochen später hier, da war das Meer gefühlt 10 Grad wärmer.
    Gegen 16 Uhr wird es - wer hätte gedacht, dass wir mal so etwas sagen - zu heiß in der Sonne Ost-Kanadas und wir verlassen den Strand.
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  • The Islands Provincial Park

    Jul 15–16 in Canada ⛅ 27 °C

    Letzter Stopp ist der The Islands Provincial Park, wo wir heute übernachten. Der Park ist klein, der Campground ebenfalls, die Camphost Lady zwinkert uns zu, dass man sich hier nicht velaufen könne. Wir beziehen unsere gebuchte Site 7, eine echt tolle Site. Direkt am Fluss! So nah haben wir noch nie am Wasser gestanden. Gefällt uns richtig gut. Hinter uns am Waldrand gibt es noch 2 Sites, wo je zwei Familien mit Auto und Zelt stehen. Ein Pärchen im Kleinwagen bezieht kurz vor Sonnenuntergang die Site gegenüber von uns am Fluss (jedoch ist diese deutlich kleiner und zugewachsen).
    Wir kaufen um 19 Uhr ein Bündel Feuerholz für 5CAD, was uns die Campground Dame mit dem Golfbuggy vorbei bringt. Das ist Mal ein Service 😁
    Wir grillen wieder Burger mit Kartoffeln, Marshmallows, werden von sehr neugierigen Enten (9 an der Zahl) besucht und bewundern bis Mitternacht den Sternenhimmel. Es ist abends um 22 Uhr immer noch 21 Grad warm. Wahnsinn!!
    Fun Fact: hinter unserer Site geht der Weg vorbei am Bachlauf, der in den Fluss fließt. Man kommt über den Weg zur Toilette und am Fluss entlang zur nächsten Campsite. Bei höchster Flut ist der Weg allerdings komplett überflutet...ups.

    Einzig der Familienvater gegenüber ist etwas "strange". Abgesehen davon, dass er einen Joint nach dem anderen raucht (Cannabis ist hier legal), macht er später auf seiner Site am Waldrand ein echtes Höllenfeuer, dass die Funken locker 7-8 Meter in die Luft fliegen - am Wald wohlbemerkt. Er stiefelt immer wieder in den Wald, holt Äste und feuert sein Feuer weiter an...
    Als wir schon im Bett sind, weist der Sitenachbar ihn auf die Waldbrandgefahr hin - er kommentiert das mit mehreren lautstarken "Fuck you" 😳 Zumindest sehe ich aus Fenster, dass sein Höllenfeuer nun langsam ausgeht 🙏🏼

    Für die Statistik:
    Gefahren: 158 km
    Gelaufen: 14.908
    Wetter: bewölkt, später Sonne 24-33 Grad
    Unterkunft: The Islands PP,
    Site 7
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  • Tag 7: Sand Hills Provincial Park

    July 16 in Canada ☀️ 20 °C

    Nach dem Frühstück verlassen wir unsere schöne Campsite und fahren zum Sand Hills Provincial Park. Schon von der Straße aus ist ein "Beach" ausgeschildert. Auf dem Weg zum Beach laufen wir über eine riesige Wiese mit ca 20 Picknicktischen. Man wird hier von Mücken gefressen, schnell weg. Wir erreichen einen Aussichtspunkt - sehen aber statt Strand nur Steine. Ein Stück weiter geht eine Treppe an den "Strand". Wahrscheinlich liegt es daran, dass gerade höchste Flut ist, aber es gibt nur Steine, keinen Strand. Wir klettern über die Steine auf die schmale Sandinsel vor uns, wo sich eine flache Dünenlandschaft befindet. Der mittlere Teil ist Brutgebiet von Vögeln und eingezäunt. Wir laufen auf der Landzunge so lange, bis es nicht mehr weiter geht. Bei Ebbe muss es hier ziemlich viele Sandbänke geben, das Wasser ist es deutlich wärmer als am Carters Beach, aber auch mehr "Gelb/Braun", was dafür spricht, dass irgendwo ein Fluss hier ins Meer fließen muss. Trotzdem sehr schön hier. Wir finden große Muscheln und jede Menge Lobsterteile. Auf dem Rückweg treffen wir eine kanadische Familie, die schwimmen geht... Bibber... Das wäre selbst mit zu kalt.Read more

  • The Hawk - Hawk Beach / Sauble Island

    July 16 in Canada ☀️ 15 °C

    Weiter geht's nach Sauble Island. Hier stoppen wir beim Westhead Takeout, wobser Gatte sich eine gemischte Platte "Meeresgetier" mit Onion Rings holt. Super, jetzt duftet der ganze Camper nach Fisch 🐟 🤢
    Wir wollen zum Hawk Beach. Der letzte Abschnitt an einem Wellenbrecher entlang, führt über eine Schotterstraße, der kleinen Parkplatz am Ende ist überschaubar und nicht groß. Von Weitem sehen wir aber, dass nur eine Trailer und ein Auto dort stehen, also haben wir genug Platz zum Wenden. Die Sonne scheint, aber es ist es eher windig.
    Wir essen daher erst zu Mittag. Ich koche Spagetti und der Gatte genießt seine Meeresgetierplatte 🤣
    Gestärkt geht's an den "The Hawk Beach". Der Strand ist toll, riesengroß, die einsetzende Ebbe macht ihn während unseres Walks immer größer. Während ich barfuß durch die ersten Prile hüpfen und die Füse ins eiskalte Wasser halt, bevorzugt der Gatte trockenen Fußes am Strand - weit entfernt vom Wasser - zu laufen.
    Wir laufen bis zur Flussmündung/Riesenpril (?) und kehren um. Es ist sehr windig. Als wir wieder Richtung Parkplatz ankommen, hat es sich eine kanadische Familie am Strand bequem gemacht. Alle in Bikini und Badehose (zur Erinnerung: wir laufen in Fleejacke, Windjacke und Langarmhemd hier rum) und zwei Ladies liegen im Meer und relaxen, als wäre es ein Whirlpool. Das Wasser dürfte 12-14 Grad haben - mir schmerzten die Füße, als ich durch gelaufen bin 😱🥶 Nix für uns Weichspüleuropäer 🤭
    Trotzdem ein echt toller Strand!
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  • Cape Forchu & Lighthouse

    July 16 in Canada ☁️ 17 °C

    Eigentlich wollen wir die Lighthouse Route weiterfahren, biegen aber am Ende von Sable Island falsch ab und schwupps - sind wir auf der 103. Ok, dumm gelaufen, aber andererseits ist ein Straße ohne Schlaglöcher auch Mal eine willkommene Abwechslung. So viele Schlaglöcher, wie wir bisher, haven wir noch nicht gesehen.

    Nach einer Stunde Fahrt Richtung Yarmouth zieht es zu und der Himmel wird dunkler. Unser nächstes Ziel ist der Cape Forchu Leuchtturm. Als wir dort ankommen, ist es total windig, stark bewölkt und es beginnt zu regnen. Wir laufen trotzdem den kleinen Rundweg, vorbei am Waldskelett und den Aussichtspunkten. Der rot-weiß-gestreifte Leuchtturm thront auf dem schwarzen Vulkangestein. Mit dem derzeitigen Wetter sieht das wirklich düster aus.
    Nachdem wir alle angeschaut haben, fahren wir zurück nach Yarmouth und stoppen kurz bei Walmart, um nicht ein paar Sachen zu kaufen.
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  • Ellenwood Lake Provincial Park & Campground

    Jul 16–17 in Canada 🌧 17 °C

    Unser Übernachtungsstopp heute ist der Ellenwood Lake Campground. Kurz vor dem Parkeingang sehen wir zwei Rehe direkt neben der Straße. Sie sind aber sehr scheu und verstecken sich sofort im Unterholz, als wir vorbeifahren.
    Als ich zum Check in gehe, öffnet der Himmel seine Schleusen. Es schüttet wir aus Eimern. Ok, kein Grillen heute.
    Unsere Site 20 ist schön, mit eigenem Seezugang. Leider ist sie total schief. Wir haben keinen Lust, im Regen zu Leveln und bleiben einfach parallel zur Straße auf der Site stehen. Unsere Tür öffnet nun zur Straße, aber bei Regen sitzen wir heute eh nicht draußen.
    Gehen 20 Uhr hört der Regen auf und wir können den Campground erkunden. Wir laufen den Loop komplett ab, machen einen Abstecher zum Strand, direkt daneben der Spielplatz (hier gibts freies WLAN 😜). Der See ist ziemlich groß, wir sehen viele Camper mit Kanus auf den Campsites und der Strand zum Schwimmen sieht auch nett aus. Danach geht's zurück zum Camper.

    Fun Fact: wir sind der einzige RV hier auf dem Campground - und die einzigen Urlauber mit einem "Rental RV". Hier machen wir Urlaub unter Kanadiern.

    Übrigens lesen wir auf der Hinweistafel am Duschhaus, dass es seit heute ein Fire Ban gibt! Kein Lagerfeuer in ganz Nova Scotia. Mist!!! Nicht Mal nach dem Regen.... Schnüff...

    Für die Statistik:
    Gefahren: 194
    Gelaufen: 15.845
    Wetter: Bis zum Nachmittag sonnig, je nach Wind 18-23 Grad
    Unterkunft: Ellenwood Lake Provincial Park, Site 20
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  • Port Maitland Provincial Park

    July 17 in Canada ☀️ 15 °C

    Erster Stopp heute ist der Port Maitland PP. Wir erreichen den Strand bei Ebbe, allerdings hat bereits die Flut eingesetzt. Der Strand ist riesig. Wir spazieren den gesamten Strand entlang und wieder zurück. Wie an den letzten Stränden sind wir fast alleine hier. Hat auch was, so abseits der Haupttourismus Atröme unterwegs zu sein. Auch sind RVs hier in der Ecke scheinbar unüblich. In den letzten Tagen haben wir insgesamt vielleicht eine Handvoll RVs auf Camogrounds, Parkplätzen oder unterwegs gesehen. Die Einheimischen bevorzugen Trailer und Autos oder sie zelten. Die Flut kommst langsam zurück, wir laufen auf dem Rückweg schon nicht mehr in unseren Spuren vom Hinweg. Bei Flut wird der Strand übrigens komplett verschluckt 😱. Auf dem Rückweg haben die beiden Lifeguards mit Stangen im Sand den bewachten Schwimmereich markiert. Auch hier gilt: schwimmen ist hier nix für uns europäische Weicheier: 20 Grad Lufttemperatur und 15 Grad Wassertemperatur... zum Spazierengehen ist es aber angenehm warm. Auf dem Rückweg zum Auto kommen tatsächlich einige Sonnenhungrige mit Campingstühlen und Badesachen an den Starnd. Respekt 😜Read more

  • Mavilette Beach Provincial Park

    July 17 in Canada ☀️ 16 °C

    Weiter geht's  zum Mavilette Beach PP. Auch dieser Strand ist riesig (bei Ebbe). Wir laufen nach links Richtung Felsen, wobes viele Tidenpools gibt, und denen man man Schnecken, Muscheln und Krebse beobachten kann. Wir wundern uns über die vielen "Spuren" im nassen Sand, erkennen dann, dass es sich um Schneckenspuren handelt. Wow, sooo viele! Außerdem ist das der Strand der riesigen Muscheln, eine größer und schöner als die Andere !

    Wir machen viele Fotos - Mitnehmen ist streng verboten! 

    Auch hier schneidet uns die Flut bereits einige Strandpassagen ab, die wir auf dem Hinweg noch gelaufen sind. Wir weichen auf die Steine oberhalb aus, um keine nassen Füße zu bekommen. Der Hauptsttrand ist nur noch halb so breit wie bei unserer Ankunft. Zwei Paddel-Surfer kämpfen mit den Wellen, mal mehr, mal weniger erfolgreich. 

    Durch die Dünen laufen wir zurück zum Camper und fahren weiter. Bisher waren die Strände schon mal super und vor allem: das Wetter spielt mit 🙏🏼🤩
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