• Zwischenbericht #1

    24. Juli 2024 in Norwegen ⋅ ☁️ 11 °C

    Wir sind nun ziemlich genau 28 Tage, also knapp einen Monat unterwegs und es schreit nach dem nächsten Resümee um Mal wieder Buchstaben statt Bilder sprechen zu lassen 📝🔤. Gerne nehme ich in diesem Beitrag Themen aus dem alten Blog wieder auf und füge neue hinzu.
    Aber erstmal die Eindrücke nach einem Monat campen: Haben wir Heimweh oder noch Fernweh❓Ist das Zelt&Auto jetzt das Zuhause❓ Sind 4 Wochen auf Reisen anders lang als 4 Wochen im normalen Alltag❓ Ist es noch spannend oder schon Gewohnheit mit "abarbeiten"❓
    Naja, wohl eine Mischung von vielen Gefühlen und Meinungen um die 4❓ mal in einem Satz zu beantworten. Es ist wohl ein bisschen abhängig vom Tagesformat. Alles in allem sind wir des Reisens nicht müde. Alltag hat man ebenso wie im Job aber halt anders - die Retoure will geplant werden, man muss schauen wo man hält uns was man sich anschauen will, muss überlegt werden wo geschlafen wird, muss man schauen was es zu essen gibt bzw. wo man essen geht oder wo was einkauft, wo man Wäsche waschen kann usw. und sitzt natürlich auch im Auto um Kilometer zu gewinnen (4️⃣5️⃣0️⃣0️⃣ km bis jetzt) l. Also der Tage füllt sich automatisch /natürlich auch mit den super Sachen die man dann als Tagesziel hat - irgendetwas anschauen, wandern, sehen / schauen so das man dann am Abend auch müde ist und in der Zeltkuhle gut schläft😂😉

    Apropos Zelt und Kuhle, es hat sich nicht viel getan. Das Zelt an sich ist nach wie vor super, die Kuhle unser ständiger wachsender Begleiter und auch beim Ein- und Ausstieg bleibt es spannend und Adrenalin geladen - aber Übung macht ja bekanntlich den Meister💪. Auch das aus dem Auto leben funktioniert tip-top. Wir hatten nach dem letzten Blog die Gelegenheit auf dem Campingplatz zu saugen und das Auto sauber gemacht - lange ist es her, hatte Chris den Sauger wirklicher in der Hand 🤔? Naja, eben, ob nun Wohnung oder Auto, dem Dreck ist das ziemlich egeal^^
    Würden wir so eine Reise nochmal mit Dach-Zelt machen?
    Wohl eher nicht, auch wenn wir uns gut arrangieren wäre wohl so ein kleiner VW Van genau das richtige. Man ist mobil und das Gefährt nicht zu gross und gleich hat man mehr Platz, eine Kochecke, ein Bett, Stauraum etc.(Kann man wohl sogar das Dach-Zelt auf den Van schnallen - dda wäre die Kuhle dann immer noch aber ansonsten glaub die ideale Lösung.) Also durch einen einfachen Tausch (🚐↔️⛺) wesentlich mehr konfort. Auch wenn die Reise noch nicht fertig ist, ist das vorläufige Fazit (von der Matratze abgesehen - wir haben uns für das untere Preissegment entschieden, es gibt auch Zelte mit stärkeren Matratzen) das ein Dach-Zelt welches schnell montiert, auf- und abgebaut ist, eine super Sache ist. Allerdings eher für eine Reise von 4-10 Tagen. Da weiß man das Bett ist dabei und hat das nötigste im Kofferraum. Ein Frühstück hat man schnell gemacht mit Kühlbox und ansonsten geht man essen oder nutzt Kochmöglichkeiten auf dem Campingplatz/grillt. Dann ist das ne super Sache und sicher komfortabler als ein normales Zelt. Aber sollten wir uns in Zukunft nochmal für eine Tour 6+ Wochen plus entscheiden würden wir wohl mit einem Van liebäugeln 👀 So hat man dann auch die Möglichkeit sich bei schlechtem Wetter entspannt/es drinnen auszuhalten und vlt noch Karten zu spielen als nur mit dem Sitz- oder liegeplatz in Zelt/Auto vorlieb zu nehmen.
    Wir haben jetzt dann bald 1 Monat im Zelt verbracht und soweit so gut. Echt blöd wird es wenn man durch Regen und Nebel fährt und dann bei selben Wetter alles aufbauen und vlt noch kochen muss. Es ist kalt, ungemütlich, nass, klamm und feucht. Die Klamotten kleben irgendwie am Körper, die Handtücher werden im Auto nicht mehr trocken, im Zelt ist es gefühlt feucht und das Bettzeug klamm, also wirklich ungemütlich. Da wäre dann ein Hotelzimmer schon toll. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und ziehen das jetzt durch. Dazu kommt das wir mit dem Wetter bis auf wenige Ausnahmen super bedient sind. Hatten die letzten 12 Tage immer um 28 Grad und blauen Himmel 🌌🌄😎

    In 28 Nächten haben wir bis jetzt 11 Nächte Wildcampen und 17 Nächte auf dem Campingplatz bzw Stellplatz. Ziel wäre am Ende der Reise mehr wild als auf dem Campingplatz gecampt zu haben. Mal sehen wie sich das ausgeht.
    Die Leute die wir bisher so getroffen haben waren bis auf wenige Ausnahmen alle im Rentenalter bzw 50 aufwärts und zu 95% im Camper/Wohnmobil unterwegs. Dann fragen wir uns schon manchmal ob das jetzt richtig war und und und. Aber es ist doch so- jetzt ist Zeit da und das Leben will neben Arbeit und Alltag auch gelebt werden und das tun wir hiermit. Und auch wissen wir ja, wenn eine Tür zu geht, geht auch wieder eine auf. In diesem Fall die Reise und in die Zukunft schauend wissen wir ja das wir noch viele Jahre arbeiten dürfen 😄😉
    So, auf geht es in 2 Monat. Mal sehen was sich noch so tut. Wir freuen uns auf die kommende Zeit und hoffen die Sonne ist auf unser Seite. Es gibt ja noch soooo viel zu sehen🥰
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