• Savonlinna und Umgebung

    August 29, 2024 in Finland ⋅ ☀️ 21 °C

    Da fahren wir so durch die Gegend und wollen schön am Wasser halten. Da finden wir eine super schönen spot mit klarem Wasser, einer Überdachung zum Sitzen, Grillplatz und Trockentoilette und auf einmal werden wir angeflogen... und von was, einer Hirschlausfliege....

    Ja, was ist das fragt man sich.

    Glück gehabt, Chris hatte 2 Tage vorher drüber gelesen. Noch während ich zu ihm ging um mir das Tierchen anzuschauen hatte ich schon eine am Bauch sitzen.
    Naja, mit reichlich lachen - weil auf einmal alles kribbelte haben wir uns zurück zum Auto gemacht und das schöne Plätzchen zu verlassen. Auf dem Weg raus aus dem Wald, haben wir dann noch eine aus dem Auto geschmissen.

    Und jetzt fragt sich jeder was das ist, also, unten der Bericht von Utopia über die kleinen Fiecher. Übrigens haben wir vorher noch nicht von denen gehört obwohl es sie auch in Deutschland geben soll....

    Was ist eine Hirschlausfliege?
    Die Hirschlausfliege (Lipoptena cervi) ist eine Fliege aus der Familie der Lausfliegen. Im Volksmund wird sie auch als „fliegende Zecke“ bezeichnet, da ihr flacher und breiter Körper an eine Zecke mit längeren und dickeren Beinen erinnert.

    Der Parasit kommt in den Wäldern der Holarktis vor, einer Region, die sich von Europa über Skandinavien bis hin nach Nordchina erstreckt. In Deutschland finden sich die Insekten oft in einer Schwarmform an Waldrändern. Aber auch an Weiden in Waldnähe sind sie zu finden. Ihre Schwärmzeit beginnt normalerweise im Spätsommer und Herbst.

    Begegnungen mit der Hirschlausfliege könnten jedoch häufiger werden. Je milder die Winter, desto mehr Larven entwickeln sich zu ausgewachsenen Tieren. Die letzten Sommer waren so trocken und warm, dass die Insekten früher und in größerer Zahl als gewöhnlich auftreten.

    Die Hirschlausfliege befällt gewöhnlich Waldtiere wie Rehe, Hirsche und Wildschweine. Aber auch Pferde, Hunde und nicht zuletzt Menschen können von ihr gebissen werden. Im Gegensatz zu einer Zecke greift die „fliegende Zecke“ ihre Opfer aus der Luft an. Sobald die Lausfliege gelandet ist, brechen ihre Flügel ab und sie krabbelt zu einer geeigneten Stelle, um Blut zu saugen. Sie bevorzugt dichtes Haar und Fell. Deshalb landet sie bei Menschen meist im Nacken und wandert zur Kopfhaut.

    Den Biss bemerkst du oft nicht sofort: Er ist schmerzfrei und kaum sichtbar auf der Haut. In der Folge kann der Speichel der Hirschlausfliege allerdings eine allergische Reaktion auslösen. Die Stelle schwillt an, gleicht einem Bluterguss und entzündet sich, wobei ein schmerzhafter Juckreiz entsteht. Vermutlich wird die Entzündung durch das Bakterium Bartonella Schoenbuchensis ausgelöst, welches knapp 90 Prozent der Fliegen in sich tragen. Die Zentrale Kommission für biologische Sicherheit (ZKBS) stuft das Bakterium als einen Zoonose-Erreger ein und die Hirschlausfliege somit als dessen Überträger. Das heißt: Hirschlausfliegen können Erreger vom Tier auf den Menschen und vom Menschen auf Tiere übertragen.

    Auch bei Pferden und Hunden kann der Biss zu Entzündungen führen. Bei schwerwiegenden Verläufen kommt es zu Fieber und eitrigen Erkrankungen der Haut. Pferde, die bei einem Reitausflug in einen Hirschlausfliegenschwarm geraten, können in Panik verfallen und sich selbst und ihre:n Reiter:in verletzen. Im Gegensatz zum Menschen spüren Tiere den Stich stark und reagieren dementsprechend impulsiv.

    Ja, und so sind wir wieder gefahren und haben auf einem schönen Camping gehalten, mit Sauna am See. Eins schönes Dorf angeschaut, einer Austellung einen Besuch abgestattet, gut gegessen, Sport gemacht, die Sonne & leben genossen 🌻
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