• Störche, Schulen und Souk

    14 maja, Maroko ⋅ ☀️ 24 °C

    Nachdem sich unsere Wege gestern getrennt haben, sind Hanna und Lea über die Ausläufer des Rif-Gebirges Richtung Küste gefahren.

    Die sanft geschwungenen Hügel sind die Heimat vieler Störche, die jede Gelegenheit zum Nestbau nutzen, auch den Turm einer Moschee. 🕌
    Von den Blumenwiesen mit Olivenbäumen änderte sich die Landschaft hinzu Getreide- und Kichererbsenfeldern, mit einzelnen Kuh- und Schafherden zwischendrin. 🐄🐏 Die kleinen Orte auf dem Weg waren wenig interessant, aber voll mit Schulen, und dementsprechend vielen Schülerinnen und Schülern, die uns lächelnd zuwinkten und "Hello, how are you?!" hinterher riefen.

    Vor der letzten Abfahrt des Tages hatte Lea den ersten platten Reifen, der aber schnell durch einen Schlauchtausch wieder einsatzbereit war. Dann ging es hinab in die Ebene und eine Eukalyptus-Monokultur lud als Übernachtungsplatz ein (für einen Wald waren die Bäume wirklich noch zu klein). 🌳🌳🌳

    Ca. 60 km

    Am nächsten Morgen, Donnerstag den 14.5., gab es kurz vor 5 Uhr morgens ein wahres Tierkonzert. Alle Hähne, Hunde, Esel, und sonstiges Getier schien gleichzeitig den Tag mit etwas Lärm begrüßen zu wollen, wir wollten aber noch ein bisschen länger Schlafen und sind dann doch erst um kurz nach 8 Uhr aus dem Zelt gekrochen.
    Nachdem Kaffee und Bialetti bei Laura und Arved geblieben sind, war der erste Stopp ein Kaffee-Auto am Straßenrand. Nachdem der Besitzer uns nicht glaubte, dass wir wirklich nur einen Kaffee haben wollten, bekamen wir zwei und Lea als Tee-Trinkerin musste auch einen Kaffe trinken. ☕☕
    Mit Koffein-Schub ging es nach Mechra Bel Ksiri. Die Stadt war ein absolutes Highlight! Es gab günstiges Brot und Leckereien, Obst und Gemüse, Biker-Cafés mit Fahrradständern, Hannas bisheriges Lieblingsbrot (das fluffige löchrige, in dem seeehr viel Honig und Amlou verschwindet), und nette Menschen, wie bisher überall.
    Wir glaubten, damit die Attraktion des Tages schon vor dem Mittagessen gesehen zu haben, und radelten über die gute Straße übers Platte Land an Zuckerrohr-Feldern vorbei und erreichten den Ort Dar Gueddari, die eigentlich ein riesiger Markt ist. Nachdem wir uns schon vorher mit Essen für den Tag versorgt hatten, schoben wir uns zwischen Autos, Kutschen, Motorrädern und Fußgänger*innen hindurch und staunten. Hier gab es wirklich alles! Am Kreisel wurden wir noch von einem Reporter abgefangen und um ein Interview gebeten. Wer weiß, vielleicht hört man uns heute im Radio.🎙️😄

    Nach einem späten Mittagessen (der Stau im Souk von Dar Gueddari hat uns wirklich aufgehalten) geht es nachher weiter Richtung Kenitra, hoffentlich bis auf dem Campingplatz, um unsere klebrige Dreckschicht abzuwaschen.

    Ca. 50 km
    -Lea
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