Durch Safi zur Kasbah Hamidouche 🏰
May 22 in Morocco ⋅ 🌙 22 °C
Wir sind gestern am Morgen im Sonnenschein in unseren Zelten aufgewacht und konnten damit zum ersten Mal richtig unseren Zeltspot sehen.
Auch ohne Nebel war er schön. Eine Überraschung hielt der Morgen jedoch parat: In der Nacht hatten die Schnecken unsere Zelte und Fahrräder als ihre neuen Lieblingsorten gefunden. (Das Internet sagt, die Schnecken kriechen möglichst hoch, um sich vor der Wärme zu schützen.) 🐌⤴️
Nachdem die meisten Schnecken entfernt waren, ging es nach dem Frühstück Richtung Safi und damit wieder in den Nebel. Zu sehen gab es also wenig. Die fehlende automatische Beschleunigung auf den Bergab-Streckenabschnitten machte außerdem klar, der Gegenwind war doch ganz ordentlich. 💨
Der erste Stopp des Tages war die Stadt Safi, die im Nebel etwas unfreundlich wirkte, in der Hanna und Lea aber in einem seehr gut ausgestattet Baumarkt/Angelladen eine Mini-Drahtbürste zur Reinigung der Fahrradketten fanden, und Laura und Arved eine neue Rolle Kinesio-Tape organisierten für alle Knie mit Unterstützungsbedarf. Außerdem nutzten wir unsere Chance, Couscous (das Gericht, nicht der Grieß) zu essen, denn es war ja Freitag! 😋 Ganz traditionell wurde der Couscous auch mit Lben, einem sauren Milchgetränk serviert.
Später, bei einem Halt am Coffee-Car hinter den Fischverarbeitungs-Fabriken erklärte uns eine nette und sehr redselige Bewohnerin Safis, dass die 7 eine wichtige Zahl in der marokkanischen Kultur ist, und in Couscous eben auch 7 verschiedene Zutaten seien. Sie erzählte uns noch ein wenig von ihrem Leben ans alleinerziehende Mutter und Mitarbeiterin in der Qualitätssicherung einer Fischkonserven-Fabrik, die auch nach Deutschland exportiert (wir sollen die Augen auf halten nach grünen Konservendosen der Marke Imperial).
Anschließend ging es durchs Industriegebiet 🏭, vorbei an auffallend dunkelroten Haufen, und weiter die Küste entlang, bis wir uns etwas vom Meer entfernten, um noch Lebensmittel und Trinkwasser zu organisieren für unseren geplanten Übernachtungsplatz - eine verlassene Kasbah (Festung), bzw. deren Ruine.
Die Kasbah-Ruine begeisterte uns direkt, da die Mauern noch hoch ragten und ein bisschen zu Kraxeln einluden. Wir erkundeten alle Bereiche, die uns nicht von diesen Stachelbüschen versperrt wurden (sie sind wieder da 🌱🦔🫤), und entdeckten neben den Überresten alter Wasserleitungen der Kasbah auch einige Tierknochen und -skellete.
Radeln und Entdecken macht hungrig, also kochten wir noch schnell einen Reistopf mit Gemüse, Tomaten-Sahnesoße und unserem neu erstandenen Tajine-Gewürz aus Safi.
Mit dem diese Mal ganz schönen Gesang des Imams legten wir uns dann auch bald Schlafen. 🔊🕌
71 km, 400 hm ⤴️
Heute geht es nach Essaouira, gut gestärkt mit Müsli, und dieses Mal ohne Schnecken auf den Rädern.
-LeaRead more























TravelerPlötzlich wieder inflationäre Berichterstattung. Vielen Dank und gute Weiterreise!
TravelerSchöner Schlafplatz