"L'aïd" in Agadir 🐐🥁🍦🐏
31 Mei, Maghribi ⋅ ☀️ 25 °C
Die letzten zwei Tage haben wir entspannt in Agadir verbracht. Da unsere Unterkunft außerhalb des Zentrums und weit vom Strand entfernt war, genossen wir die mehr oder weniger Ruhe in unserem kleinen Garten und einem nah gelegenen Café, in dem wir stundenlang Karten spielten.
Zwischendrin wurde eingekauft, die Fahrräder wurden geputzt und Schrauben nachgezogen, die Ausrüstung wurde neu sortiert und verteilt, es wurde lecker gekocht (so langsam haben wir das drauf mit der Tajine), und Lea verpackte ihr Fahrrad Flug-sicher.
Bis einschließlich Sonntag wurde noch "l'aïd", wie das Opferfest auch kurz genannt wird, gefeiert. Das Fest wird mit der Familie gefeiert, aber es ist auch Teil der Tradition, z.B. das Fleisch des geopferten Tieres (meist ein Schaf), mit anderen zu teilen, und Geschenke zu machen.
Diese Erfahrung durfte Hanna machen, als sie spazieren ging und sich auf einen Platz setzte. Kurzerhand wurde sie von ein paar Marokkanerinnen eingesammelt, die auf ihre Sicherheit bedacht waren und ihr etwas Gutes tun wollten. Nachdem Hanna zur Beruhigung des Rests unsere Gruppe eine Nachricht schrieb, dass sie etwas länger unterwegs sein würde, waren wir trotzdem etwas überrascht, als Hanna deutlich später sicher und sehr, sehr, sehr satt wiederkam. Natürlich wurde sie nicht nur gut gefüttert, sondern brachte auch noch ein großes Stück Schafsfleisch mit, und den Schmuck, den sie geschenkt bekommen hatte. 🎁🥩
Eine weitere kulturelle Erfahrung machten wir dann noch am Samstagabend. Unser Vermieter begleitete uns zu dem abendlichen Event im Viertel, das traditionell zum Opferfest in der Region Agadirs stattfindet und auf alten Traditionen einiger Berber-Stämme (hier wohl die Imazighen, wenn wir es richtig verstanden haben) beruht.
Bei guter Kirmes-Stimmung tauchten wir ein in den Trubel aus mit Ziegenfell bekleideten Menschen, gemischt mit anderen Verkleideten, und vielen Zuschauenden. 🎡🍦 Einige Frauen zogen uns mitten in den Trubel und zu den verschiedenen Musikgruppen, die herumliefen 🥁.
Teil der gewöhnungsbedürftigen Tradition ist, dass man auf die Schulter geschlagen wird (ganz traditionell mit Ziegenhufen, häufig aber auch einfach mit der Hand). Wir waren natürlich mittendrin, aber blaue Flecken hat definitiv niemand davon getragen. Das ganze Event war eine spannende, spassige, aber auch auch ziemlich stinkende Erfahrung (die Ziegenfelle sind frisch von den geopferten Ziegen).
Am Sonntagvormittag war es dann so weit, Lea musste sich von Rest der Gruppe verabschieden, glücklich so viele schöne gemeinsame Erfahrungen gemacht zu haben, und wurde noch netterweise vom Vermieter zum Flughafen gebracht. Für Hanna, Arved und Laura geht es weiter Richtung Tiznit ❤️🚲.
-Lea (zum letzten Mal für diese Reise 👋)Baca lagi
















