• Begegnungen und Tropenfeeling 🌴

    11 Jun, Maghribi ⋅ 🌬 26 °C

    Gestern gab es auf Grund von allgemeiner Müdigkeit und verstimmten Magen keinen Post, daher heute für beide Tage zusammen :)

    Was gestern geschah: Vorgestern hatten wir mit Hichan, dem netten LKW-Fahrer der uns frischen Fisch geschenkt hatte Nummern ausgetauscht, er war auf dem Weg nach Dakhla (ausgesprochen: Dachla), um dort seine Ladung abzugeben und am nächsten Tag wieder zurück zu fahren. Lustigerweise machten wir gerade unsere Frühstückspause an einer Tankstelle, an der er gerade auch vorbeifuhr, und so trafen wir uns für ein Frühstück und Tee an seiner kleinen LKW-Küche. Die Freundlichkeit der Menschen kennt hier wirklich keine Grenzen und so brachte er uns frisches Brot, Joghurt und gekochte Eier mit.
    Später am Tag hielt noch ein Marokkaner, der in Nouaidhbou (der ersten Stadt hinter der Grenzen nach Mauretanien) arbeitet an und reichte uns eine Melone.

    Wir entschieden uns dagegen nach Dakhla zu fahren, die Stadt liegt auf einer 40 km langen Landzunge, der Besuch hätte dann auf dem Rückweg 40 km stärksten Gegenwind bedeutet hätte.
    Zusätzlich hatte sich Laura (woran auch immer da wir alle das gleich gegessen hatten) den Magen verstimmt, so dass sie den Tag mit Magenschmerzen und Übelkeit gefahren ist. Da sind dann 135 km eine stolze Leistung!

    Die Nacht verbrachten wir an einer Tankstelle mit sehr freundlichen Mitarbeitern, die sich sehr gut um die die Tankstelle bewohnenden Hunde kümmerten.

    Heute Morgen ging es nach einer schlaflosen Nacht auf Grund der oben genannten Hunde (der eine hatte echt einen Knall und hat 20 Minuten lang um 1 Uhr nachts die Wüste angebellt) in Richtung der mauretanischen Grenze.
    Wir überquerten den „Tropic de Cancer“, den nördlichsten Wendekreis bei dem am 21 Juni die Sonne im Zenit steht und den Beginn der Tropen markiert.

    Bei unserer Mittagspause trafen wir auf einen weiteren Radreisenden: auf Grund von fehlenden Arabischkenntnissen konnten wir nur verstehen dass der Marokkaner nach Nouakchott will und oft Probleme mit der Gendarmerie an Checkpoints hat. 40 km später trafen wir ihn dann mit Platten mitten in der Sahara am Straßenrand wieder, und halfen ihm das Loch zu flicken, da wir uns nicht ganz sicher waren ob er überhaupt Flickzeug dabei hatte.

    Nun sitzen wir im einzigen Café weit und breit und warten auf unsere Tajine zum Abendessen und dass der andere Radreisende auch ankommt.

    -Hanna
    heute
    165km, 200hm
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