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  • Day11

    Carnaval Uruguay

    February 15, 2020 in Uruguay ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach meinem kurzen Trip nach Colonia bin ich wieder zurück in Montevideo. Und diesmal stehen alle Zeichen auf Karneval. Der ist ein wenig anders als ich ihn erwartet habe.
    Ich versuche es mal zu beschreiben.
    1. Abendliche Shows
    Jeden Abend treten in Montevideo im Teatro de Verano 3-4 Gruppen auf, die in einem Wettbewerb über 3 Runden gegeneinander antreten. Es gibt 5 verschiedene Kategorien und jede braucht einen Sieger. Das ganze dauert so ungefähr 40 Tage. Und jeder Abend wird im Fernseen übertragen. Über einen Freund aus Dresden hatte ich hier Leandro kennen gelernt und der hatte mich dann einen Abend mitgenommen. Saß in der zweiten Reihe (Leandro kannte die Einlasserin) und auch wenn ich nicht soviel verstanden habe, es gab genug zu schauen und zu hören. Viel Gesang, viel Tanz.
    2. Die Llamadas
    Das sind die Umzüge, so wie ich sie mir eigentlich vorgestellt hatte. Über 2 Tage tanzen verschiedene Kombos eine vorgeschriebene Strecke entlang und auch hier wird ein Gewinner ermittelt. Auch hier hatte ich wieder viel Glück: mit Leandros Bruder Manco, bei dem ich mittlerweile untergekommen war, hatte ich sogar Sitzplätze auf einer Tribünen. Echt praktisch, weil so ein Abend um die 5 Stunden dauert.
    Alle Gruppen hatten so mehr oder weniger die gleichen Bestandteile: erst der Wappenträger, dann die Fahnenwedler und Leute mit Mond und Sternen, danach eine größere Gruppe an „Tanzmäuschen“. Dann kamen einige Ältere und dann so 2 bis 4 Frauen mit viel Glitzer, vielen Federn und recht wenig Kleidern. Manchmal hatten sie noch Tanzpartner dabei. Den Abschluss bildeten die Trommler. Zwischendrin sprangen immer wieder 1-2 Leute mit Stäben durch die ganze Truppe. Durch Zufall hatte ich da schon mal bei einer Probe zugesehen, mit den Kostümen und dem ganzen Drumherum war es aber noch beeindruckender!
    Ansonsten war mein zweiter Aufenthalt in Montevideo tagsüber recht entspannt und abends bin ich mit Manco und seinen Leuten ausgegangen. Das tat meinem Spanisch ganz gut, da so gut wie keiner Englisch konnte. Es ist aber auf jeden Fall noch Luft nach oben, aber ich arbeite dran.
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