• Mit dem Segelboot zum Oktoberfest

    October 4, 2024 in Germany ⋅ 🌙 14 °C

    Am 3. Oktober 2024, 7:52 Uhr fällt der „offizielle Startschuss“ zu unserer 5.000 Meilen-Tour. Bei strahlendem Sonnenschein und schwachem Wind verlassen wir den Hafen von Wyk auf Föhr zunächst Richtung Pellworm, mit Tagesziel Helgoland. Der Bootskorso zur Verabschiedung startet zusammen mit uns zur Begleitfahrt. Er besteht zwar „nur“ aus einem Boot, aber immerhin. Die Eltern von Frank (Skipper und nach Michelle auch Chef von dat janze) begleiten uns bis zum Leuchtturm von Föhr. Währenddessen gibt Moni auf dem Balkon von Haus Irma alles und verabschiedet uns mit einem Bettlaken, welches Sie wild schwenkt. Die Crew dankt für diesen gebührenden Abschied.

    Gegen Mittag erreichen wir, nach einer entspannten Fahrt durch das Wattenmeer, die Insel Pellworm. Anfangs dachte ich kurz „Donner Wetter, die haben gleich einen Bierpilz an die Mole gefahren, um Claudia und Lars, unsere weiteren Crewmitglieder, standesgemäß zu verabschieden. Das war jedoch ein Trugschluss. Ich hätte mir ja auch denken können, dass dieser Bierwagen Bestandteil des Oktoberfestes ist, welches dieses Jahr (auch) auf Pellworm stattfindet. Logisch - oder?

    Begleitet von Bayrischer Stimmungsmusik nahmen wir 50 kg Kartoffeln an Bord und natürlich Claudia sowie Lars, samt Gepäck. Vorher ging es aber noch auf das Oktoberfest. Wir gehören übrigens zu den ganz wenigen Menschen, die mit einem Segelschiff zum Oktoberfest fahren. Nach dem Genuss von hopfenhaltigen Erfrischungsgetränken und dem Verzehr von einem, sensationell gutem, Backfischbrötchen (Typisch Oktoberfest halt) ging es dann final an Bord. Das Verabschiedungskomitee versammelte sich an der Mole und so wurden wir an diesem Tage zum zweiten Mal winkend verabschiedet. Großartig.

    Die Sonne schien und bei leichtem Rückenwind ging es Richtung Helgoland. Chillen an Bord war angesagt. Es war sogar möglich, auf dem Deck in der Sonne zu liegen.

    Helgoland erreichten wir nach Sunset gegen 20:45 Uhr. Hier werden wir jetzt bis Sonntag bleiben, da die Nordsee glatt wie ein Ententeich ist und wir das gute Wetter am Freitag und Samstag auf der Insel genießen wollen. Am Sonntag geht es dann nach Norderney und am Montag nach Norddeich, denn dort wartet dann, voraussichtlich, der ersehnte Victron Wechselrichter. Danach läuft dann mit dem Strom wieder alles so wie es soll und Frank kann nachts von anderen Dingen als der Schiffselektrik träumen.
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