• Wir lassen es mal ruhig angehen

    December 9, 2024 in Saint Lucia ⋅ ☀️ 28 °C

    Also: An ein nicht schaukelndes Schiff kann man sich erheblich schneller gewöhnen, als an ein schwankendes. So konnten wir es, in jeglicher Hinsicht, nach unserer Überfahrt erst einmal ruhig angehen lassen. Tag eins verbrachten wir zu einem guten Teil an Land. Erste Gehversuche über eine Distanz von über 25 Metern waren recht schnell von Erfolg gekrönt und die Kondition zeigte uns, hier sind bestimmt knapp 500 Meter drin. Bis zur nächsten Strandbar waren es dann aber 700 Meter. Dennoch haben wir es bis dorthin geschafft, um anschließen zügig unseren Flüssigkeitsbedarf wieder zu decken. Das ist auch notwendig, denn es ist schon richtig heiß hier.

    Der Ort selbst hat nicht viel zu bieten. Für Segler ist er aber von Interesse, da man hier einiges an Material bekommt, gut einkaufen kann und es ein großes Ankerfeld gibt. Viel Erlebt haben wir an diesem Tage nicht, aber dass war auch gar nicht so schlimm. Den frühen Abend verbrachten wir dann mit allen zusammen in der Strandbar. Später fuhren wir mit dem Dingi an die Promenade von Saint-Anne, bummelten durch die Straßen und aßen zum Abschluss noch etwas in einem kleinen Restaurant.

    Der zweite Tag war ebenfalls entspannt. Den Vormittag verbrachten wir mit Vivi und Luca, welche das Boot heute verlassen werden. Die beiden haben sich auf Martinique ein Apartment genommen und gehen nun verstärkt auf die Suche nach einem eigenen Boot, denn das war ihr eigentliches Ziel für diese Weltreise. Auf dem europäischen Festland hat es leider nicht geklappt, aber hier, auf Martinique, gibt es eine große Auswahl an gebrauchten booten. Auch für ein knappes Budget. Wir drücken ihnen die Daumen, dass sie schnell fündig werden!

    Nachdem die beiden uns am Nachmittag verlassen haben (schnüff), fuhren wir mit dem Dingi noch einkaufen. Das hier alles auf Segler ausgelegt ist, erkennt man daran, dass der Supermarkt einen eigenen Bootssteg hat. Nach dem anlegen schnappt man sich einen Einkaufswagen, geht in den Supermarkt und verlädt dann später alles schnell und bequem im Schlauchboot. Das ist schon praktisch. In anderen Orten mussten wir entweder mit dem Taxi fahren, schleppen, oder mit den Einkaufswagen vom Supermarkt zum Hafen rumpeln.

    Die Zeit zwischen diesen Aktivitäten verbrachten wir, unter anderem, mit Baden. Im Gegensatz zu den Kapverden, hat das Wasser jetzt 29 statt 25 Grad. Man steigt also nicht raus weil einem kalt ist, sondern weil man irgendwann keine Lust mehr hat zu schwimmen. Das ist schon „hot“ nicht „cool“.

    Am 10. Dezember brechen wir nun auf zu unserer kleinen, karibischen Rundtour. Von Martinique geht es nach St. Luca, von dort an St. Vicent vorbei nach Bequia und Mustique. Die maximale Distanz liegt hier bei 60 Seemeilen pro Tag, so dass wir jeden Abend in einer Bucht ankern werden. Vorbei die Zeit, in der man sich zum Teil nur in der stabilen Seitenlage auf der Matratze halten konnte. Es schläft sich schon schöner, wenn das Boot ruhig im Wasser liegt und nichts schlägt und knirscht. Wir sind nun gespannt auf das, was uns erwartet und werden berichten. Bis dahin…
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