• Trau keinem Vietnamesen...😂

    March 26 in Spain ⋅ ☀️ 18 °C

    Nach einer sehr stürmischen Nacht mit Böen von über 80 km/h ist auch am Morgen der Wind noch sehr lebhaft, vor allem aber recht kalt.

    Noch zögern wir, ob wir unsere geplante Rollertour auch antreten sollen.

    Gegen Mittag scheint es dann etwas günstiger, so dass wir dann doch starten.
    Wieder geht es etwas von der Küste weg ins Landesinnere.

    Unser Ziel ist das Kloster "Mare de Deu de la roca" dessen exponierte Lage auf einem fast 300 m hohen, roten Sandsteinfelsen so besonders sein soll.
    Tatsächlich sieht man es schon von Weitem über den Olivenhainen thronen, bis es die letzten Kilometer dann steil nach oben geht.

    Zu Fuß geht es nun weiter nach oben und wir klettern über den Fels zu verschiedenen Aussichtspunkten, was unsere etwas klammen Beine wieder erwärmt. Auch hier bläst es ordentlich.
    Mit wunderschönen Ausblicken bis hin zum Meer werden wir belohnt.

    Das Innere des Klosters und die Klosterkirche kann man ganz auf eigene Faust erkunden und auch innerhalb der Klostermauern sind Kletterkünste gefragt.

    Nur Dienstags ist das ganze Areal mit einem großen Tor für die Öffentlichkeit gesperrt.

    Die ganze Kletterei hat natürlich auch hungrig und durstig gemacht.

    Wir fahren in das ein paar Kilometer entfernte Örtchen Montroig und in dessen historischer Altstadt finden wir alsbald ein nettes Lokal.

    Mit einem leckeren Salat mit Ziegenkäse und riesigen Gambas stärken wir uns.
    Zwei alkoholfreie Bierchen und zwei abschließende Kaffee's ergänzen die Zeche, die dann gerade mal 28 € ausmacht. Da merkt man gleich, dass man weit von dem touristischen Küstenstreifen entfernt ist.

    Die Heimfahrt bei wieder zunehmendem Wind gestaltet sich dann doch etwas anders als geplant.

    Die etwa halbvoll anzeigende Tankuhr sollte uns eigentlich in Sicherheit wiegen. Auf Grund der zahlreichen letzten Ausfahrten kommen uns aber doch etwas Bedenken, ob denn wirklich noch soviel Sprit im Tank unserer HONDA ist.
    Also lieber auf Nummer sicher gehen und bei der Tankstelle, die mir schon bei der Hinfahrt aufgefallen ist, wieder nachtanken....

    Dieser Gedanke war noch nicht richtig zu Ende gedacht, als bei einem leichten Anstieg ein erstes Motorstottern zu verspüren ist.
    Kaum ist die Anhöhe erreicht stellt unsere HONDA die Weiterbeförderung ohne weitere Vorwarnung ein. Alles deutet auf Ebbe im Tank hin!

    Nach der Erinnerung konnte die Tankstelle gar nicht mehr soo weit sein. Also, Tante Google befragt und tatsächlich sollen es noch 800 m sein.

    Gemächlich lassen wir uns ein Stück die Anhöhe herab rollen.
    Den Rest heißt es Schieben!
    Endlich ist auch das geschafft, Sitzbank hochgeklappt und der wertvolle Saft läuft in den Tank.
    Gleich neben dem Einfüllstutzen prangt ein Schild : "Made in Vietnam".
    Unsere Meinung dazu:🖕🖕

    Den Rest der Strecke schaffen wir dann schließlich mühelos mit vollem Tank, allerdings auf Grund der mittlerweile sehr kräftigen Windböen in ausgeprägten Schlangenlinien.
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