• Kurzweilige Langpier….

    February 3, 2025 in Australia ⋅ 🌬 24 °C

    Die malerisch drapierte Außenbadewanne in meinem kleinem Privatgarten in einem Ambiente mit exotischen Vogelstimmen wird leider garniert von asiatischen Apartment – Nachbarn, die mit maximaler Lautstärke Videos abspielen, die mich an eine Bestellung in einem vietnamesischen Restaurant erinnern, die dialogisch und menschlich schiefgeht.

    Ich schlage zurück und spiele den Soundtrack von „Apocalypse now“. Der Nachbar eskaliert und spielt irgendetwas, dass an die Explosion eines Hochspannung – Kraftwerkes erinnert. Ich gebe auf.

    Es bleibt also semi – idyllisch und trotzdem ist diese Badewanne einfach wunderbar. Denn Dinner-Canceling ist heute angesagt, um das zulässige Gesamtgewicht von Rose nicht zu überschreiten. Ich freue mich schon auf das Frühstück…😛

    Und das gibt’s am Meer im White Elephant Café und das ist wunderbar! Die können ja richtige leckere Sachen machen, die Australier. Ich muss aufpassen, dass es nicht eskaliert nach dem Dinner-Canceling gestern. Aber ein richtiger Foodie lässt es immer dann eskalieren, wenn es richtig gut ist. Yummy!

    Und beschließe, die Küstenlinie Richtung Norden in Augenschein zu nehmen, was nur halbwegs gelingt, weil es leider keinen Scenic Coastal Drive gibt. Der Australier schlägt eher pragmatisch Strecken durch den Wald und zwischendurch habe ich das Gefühl, in diese Strecken so einzutauchen, dass die überall in Australien sein könnten.

    Aber dafür gibt’s – in Busselton angekommen – einen unfassbar blauen Himmel und wieder dieses unfassbar türkisfarbene Meer – durchschnitten vom längsten Pier (oder Jetty, wie man hier sagt) der südlichen Hemisphäre – wenn man den Infotafel Glauben schenken darf. Fast zwei Kilometer reicht die Jetty ins Meer und diente früher zum Anlanden und Löschen/Beladen von Holz – und natürlich auch Passagieren.

    Kurz die Schritte – Bilanz für heute ins Visier genommen und beschlossen, die Pier bis zum Ende zu laufen. Zur Belohnung kann man dort 10 m in die Tiefe steigen und die maritime Fauna bestaunen, was durchaus kurzweilig ist.

    Fun fact: ein Berufsbild auf der Jetty war der Feuerlöscher, der mit einem Eimer in der Hand hinter den Pferdefuhrwerken herlief, weil durch die Dampfschiffe und den All-in-wood Set up die Brandgefahr so groß war, dass dies 24/7 überwacht wurde.

    Die Rückfahrt in der schon frühabendlichen Sonne erinnert mich irgendwie an die Provence, zumal ich rechts und links über viele Kilometer hinweg Weingüter sehe, deren Einfahrten und und Schilder besten Genuss versprechen. Ich widerstehe der Verlockung einer Weinprobe und lasse den Tag am Surfer‘s Point mit einem Sushi ausklingen und bewundere die Skills der Wind –, Kite – und Wing Surfer, die mit einem wahnsinnigen Tempo umeinander segeln – was für ein betörend schönes Abschlussbild für diesen Tag!🤩🥂💫
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