• Annemarie Hufnagel
  • Annemarie Hufnagel

Meraner Höhenweg -Süd-

Bergexerzitien! Der aufbrechende Frühling begleitet uns auf unserem Weg von Hütte zu Hütte. Wir wandern 5 Tage von St. Martin im Passeiertal bis Karthaus im Schnalstal.Unsere Unterkünfte sind einfach, aber die Aussichten mehrfach...meravigliosa 🤩 Baca lagi
  • Permulaan perjalanan
    20 April 2026

    Anger - Jaufenpass

    20 April, Itali ⋅ ⛅ 9 °C

    Es tröpfelt leicht ☔Das macht nix, wir fahren nach Süden. Und schon ist es sonnig am Brenner. Die alte Brennerstrasse mit den Abzweigern ins Schmierntal, Gschnitzral und Pflerschtal, hinunter nach Sterzing und hinauf zum Jaufenpass. Die direkte Verbindung nach Meran. Da wollen wir hin. Später, in 5 Tagen, wenn die 5 Etappen am Meraner Höhenweg von St. Martin/Passeir bis Karthaus hinter uns liegen.
    Zukunftsmusik.
    Jetzt erstmal illegal am Jaufenpass campen 😜
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  • Paseiertal - Einstieg Meraner Höhenweg

    21 April, Itali ⋅ ☀️ -3 °C

    Das blödeste was einem als Camper passieren kann ist, wenn man desnächtens aus dem kuscheligen Schlafsack ins Freie zum biesln muss. Aber schön auch wieder, wenn man das Geschäft unter funkelnden Sternen 🌟 machen darf 🤗
    Es gab Minustemperaturen auf 1800m und so ist alles gefroren heute früh...der Schnee rundherum hart...schwer, ein Gaggiloch zu buddeln. Das aufmüpfige Singsang der Singdohle vor meiner Koje ist dann aber schon wieder gut zum wach werden. Scheiben vom FengShui 🚙 freikratzen und losgeht's zum Sonnenaufgang. Schön ! Und still !
    Hinunterrollen nach St.Leonhard ins Passeiertal und dort im schönen Café Kobler den ersten Capo ☕.
    Wenn man öfters im Hoferstüberl in der Steingasse in Salzburg beim dunklen Bier stundenlang verhockt, kommt man um die Lebensgeschichte vom Andreas Hofer, dem Tiroler Freiheitskämpfer, nicht vorbei. Hier in St. Leonhard ist er geboren und hat später das Wirtshaus "Sand" gehabt nebst Frau und 7 Kindern. Auf der Pfandleralm hat er sich mit Familie dann vor den französischen Besetzern für 2 Monate versteckt, bis er für 1500Gulden verraten wurde und nach Mantua verschleppt, um mit 42 Jahren hingerichtet zu werden. Seine letzten Worte vor dem Erschießungskommando waren laut Überlieferung: „Franzl, Franzl, das verdank ich dir!“, gerichtet an Kaiser Franz I., sowie die Feststellung: „Ach, ihr Franzosen schießt schlecht, nachdem der erste Schussversuch ihn nicht sofort tötete.
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  • Meraner Höhenweg/1. Tag

    21 April, Itali ⋅ ⛅ 12 °C

    Eine wanderlustige Gruppe von 7 TN trifft sich mit den Exerzitienleitern Gerti Graf und Leo Berberich am Spielplatz in St.Martin/Passeir. Es ist 14 Uhr...wir gehen los...Richtung Teufelsteinklamm und münden nach ca. 30 min. in den Meraner Höhenweg (Nr.24) ein. Nach 2 Stunden und 600 Höhenmetern sind wir am Ziel für heute: Berggasthof Magdfeld. Wir sind auf 1200m mit schöner Aussicht...auf die umliegenden schneebedeckten Riesen, das Passeiertal unter uns...und die Speisekarte vor uns. Geschafft für heute !Baca lagi

  • 2. TAG /Magdfeld - Oberhochmuth

    22 April, Itali ⋅ 🌬 3 °C

    16 km, 960 Hm rauf, 720 Hm runter, 6 Stunden reine Gehzeit.
    Das sind die nackten Zahlen, aber erlebt haben wir viiiiiel mehr 🤩
    Steile Leitenquerungen, das Kirchlein in Vernuer mit unserem Gesang erfüllt "freedom is coming", irre blühende Wiesen, Schafbegegnungen, die schöne Mittagsrast im Wirtshaus Longfall mit Kuchen ganz hinten im Spronser Tal.
    A Traum !
    Weiter den langen Aufstieg im schattigen Wald westwärts über die steinerne Himmelsleiter bis zum Gasthof Oberhochmuth.
    Die Sonne hat uns den ganzen Tag begleitet und der himmlische Segen auch...und immer wieder diese bella Vista ins Etschtal,... bis der Vinschgau ums Eck schaute. Passeier Tal adé...schön warst !
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  • 3.TAG/Oberhochmuth-Giggelberg

    23 April, Itali ⋅ ☀️ 15 °C

    14 km, 870 Hm rauf, 780 Hm runter.
    Der Weg ab Oberhochmuth bis Leiteralm verläuft unter der Mutspitze entlang, rechts Felswand,links der Abgrund, herrliche Ausblicke unter blitzblauem Himmel. Aber jeder Schritt braucht Konzentration, ansonsten gibt's einen Freifahrtschein in die Ewigkeit.
    Von der Leiteralm geht es durch Harry-Potter-Zauberwald an alten Fichten und moosbewachsenen Felsen vorbei, bis zur Almhütte Hochgang. Die liegt auf unserem höchsten Punkt auf 1830m. Hier machen wir Mittagspause mit Sonnenbad 🌞. Leider ist die Hütte erst ab Juni bewirtet. Danach geht es weiter auf die Tablander Alm. Dort gibt es eine kleine Andacht mit Texten und singen tun wir auch wieder. Bitten, danken...und ein "Vater unser" besiegelt alles. Weiter geht es auf die Nassereit, liegt am Ende des Zieltales auf 1530m. Dort gibt es noch eine kurze Kaffeepause, bevor es über die Firnfelder durch den Schnee geht. Noch eine gute halbe Stunde bis Gasthof Giggelberg. Die Schafherde empfängt uns und dann auch die nette wilde Wirtin Heidi. Der Tag war voll mit Laufen und Gedankenreisen. Müde aber zufrieden... und schöne Aussichten in die schneebedeckte Rosengartengruppe am Ende des Tages mit Schaum auf den Lippen 🍺 Prost !
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  • 4.TAG/Giggelberg-Montferthof

    24 April, Itali ⋅ ☀️ 14 °C

    Von Giggelberg bei schönstem Sonnenschein über die 1000-Stufen-Schlucht nach Lint. Dort sind wir nach 4 Stunden und machen feudale Mittagspause mit Kuchenbergen und allerhand Leckereien. Danach verlassen wir den Vinschgau und biegen ins Schnalstal ab. Ein Tiefblick zur Ranch von Reinhold Messner, dem Schloss Juval. Nach weiteren 2 Stunden sind wir am Ziel für heute: der Montferthof. Ein Bauernhof auf dem die Zeit ein bisserl stehengeblieben ist...1547 erbaut. Mit Geissen, Grauvieh, Enten, Schweinen, steilen Leiten und urwüchsigen Menschen von besonderer Herzlichkeit. Hier quartieren wir uns ein und geniessen die Ruhe.Baca lagi

  • 5.TAG/Montferthof-Karthaus

    25 April, Itali ⋅ ☀️ 16 °C

    Gestern Abend bei Familie Imler am Montferthof noch wunderbar gespeist mit Ziegenbraten, Polenta, Salatbuffet, Tiramisu und dem x-ten Lagreiner 🍷...und heute früh nach der von Emmi erzwungenen Hunderunde 🐕 ein ebenso feudales Frühstücksbuffet in der jahrhundertealten Holzstube, deren Bilder an den Holzwänden viele Geschichten erzählen. Überhaupt ist der ganze Hof wie ein Museum und beherbergt wundervolle alte Gegenstände und dazwischen die schmucken Glocken vom Vieh. Wir sagen ade und stiefeln Karthaus, unserer Endstation, entgegen. Ein steiler Abstieg und ein kleiner Aufstieg, nach 2 Stunden sind wir da und lassen uns vom dem stillen Ort des ehemaligen Karthäuserklosters aus dem Jahr 1325 einfangen. Ein letztes Lied stimmen wir an..."Möge die Strasse...", einen Reisesegen gibt uns Gerti, ein gemeinsames Abschlussgebet und dann jede/n in aller Stille nochmal drücken.
    Die spirituellen Bergtage auf dem Meraner Höhenweg Süd von St Martin/Passeiertal nach Kartaus/Schnalstal sind zuende, aber die vielen Impulse, die inneren und äußeren Bilder, die Begegnungen, bleiben tief verwurzelt in unseren Seelen...nach 52 km, 3050Hm rauf und 2300Hm runter in 5 Tagen.
    Danke 🙏
    Mit dem Bus geht es für uns zurück nach Meran. Ich schnuppere noch ein bisschen Stadtluft an der Passeirpromenade und tauche in den Blumenmarkt ein, der auch mit so manch Köstlichkeiten an den Ständen lockt. Südtirol zum vernaschen. Einfach guad. Im Café am Kurhaus falle ich schließlich in einen Eiskaffee und dann noch in einen Coretto. Die unbarmherzige Hitze und das dichte Menschengetümmel treibt mich schliesslich in den Bus nach St.Martin, wo der treue FengShui 🚙 auf mich wartet und Rosa🦄, Reini🦊, Grisu 🐲und MamaMuh🐮
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  • Sigmundskron - MMM "Firmian"

    26 April, Itali ⋅ ☁️ 24 °C

    Die Burg thront seit dem Jahre 945 auf dem Felsenplateau und hat eine wechselvolle Geschichte. Heute beherbergt sie eines von sechs Museen von Reinhold Messner.
    Firmian thematisiert die Beziehung zwischen Mensch und Berg: spirituell, künstlerisch, philosophisch, kulturell. Die Ausstellung folgt einem Weg durch historische Mauern, über Treppen und Türme. Sie beginnt in der Tiefe: bei Entstehung, Gestein, Ausbeutung. Sie führt über Mythen und Religionen hin zu Tourismus und Alpinismus. Architektur, Kunst und Natur bilden eine erzählerische Einheit. Die Wege sind bewusst offen, die Perspektiven nicht vorgegeben. Es ist kein Museum mit Korridoren. Es ist ein Raum für neue Erlebnisse und Erfahrungen.
    Eine wunderbare Burganlage - ein Abenteuer - eine Begegnung - eine Reise durch die Zeit des Alpinismus - keine Antworten, aber vieles was mit dem eigenen Erleben und dem Sein in den und auf den Bergen bei mir in Resonanz geht.
    Kalipé !
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  • Nachschlag

    26 April, Itali ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Bergexerzitien gingen gestern zwar zuende, aber meine Reise hat noch kein abruptes Ende gefunden.
    Gestern nach dem Blumenfest in Meran war ich noch in St. Martin i. Passeier beim Unterwirt, da wo der Tiroler Nationalheld auch gerne mit seinen Gefährten einkehrte. Die hauseigene Brauerei kann was 🍺
    So habe ich den Abend mit der warmen untergehenden Sonne dort verhockt in netter Gesellschaft von Südtirolern.
    Und weil noch so schöne Bilder von unserer Wanderung in meinem Kopf rumschwirren bekommen die hier auch Platz zum erinnern.
    Dann geht es heute nach Bozen und auf die Burg Sigmundskron, um das Messner Bermuseum "Firmian" auch endlich gesehen zu haben. Bei 29°C Hitze ohne ein Wölkchen, ist das ein guter Plan. Vorher noch zum Hofverkauf, wo die Genossenschaftsbauern am Eingang zum Schnalstal, gleich unterhalb der Burg Juval einen Hofladen mit ihren Schmankerln betreiben.
    Nach dem langen Besuch von Sigmundskron rocken wir noch das Sarntal bis Sarnthein und biwakieren auf dem schicken BusPP.
    Morgen geht's auf das Penser Joch auf 2.211 m.
    Neuland 🤗
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  • Über's Penser Joch nach Hause

    27 April, Itali ⋅ ⛅ 8 °C

    Der Gebirgspass verbindet das Sarntal mit dem Wipptal. Die Passhöhe liegt auf 2211 Metern. Oben angekommen, ist ein Stopp also schon fast so etwas wie eine Pflicht, denn die Aussicht auf die umliegende Bergwelt ist überwältigend. Eine durchgängige Fahrt von Bozen nach Sterzing ist übrigens erst seit dem Ende der 1930er Jahre möglich, als die Straße nach Sterzing gebaut wurde. Davor endete die durch das Sarntal führende Fahrstraße direkt beim Penser Joch. Das Sarntal ist ein touristisch eher wenig erschlossenes Tal. Und wer von Sterzing nach Bozen fahren will, nimmt dafür im Regelfall die Brennerautobahn, weil dies deutlich schneller geht. Aber wer Zeit hat, sollte die sich die wunderbare Landschaft des Sarntal nicht entgehen lassen…
    Vom Biwak in Sarnthein geht's in 37 km hinauf auf die Passhöhe. Von dort geht es in einer Rundwanderung zuerst auf den Gipfel des Gänsekragen (2322 m) und über den malerischen Joch-See wieder zurück. Ein bisschen Winter, ein bisschen Frühling, grad so zwischendrin und die ersten Kuhschellen (Pulsatilla) wiegen sich im Wind und strecken ihre Köpfchen gen Sonne. Der Alpenrosenhof öffnet erst im Mai und so geht es ohne Gipfelkaffe über die Nordseite nach Sterzing hinunter...alte Brennerstrasse rauf und hinten wieder munter runter, in Kufstein über den schönen Walchsee den Einkehrschwung in die Flieger-Oim in Unterwössen und mit den Schmankerln meiner Oimerer Micha&Sebastian im Bäuchlein gen Heimat heimgerollt.
    Glücklich 🍀
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  • Tamat perjalanan
    27 April 2026