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  • Day187

    Good Bye Neuseeland

    December 27, 2019 in New Zealand ⋅ ☀️ 13 °C

    Liebe Schmeyselgefolgschaft,
    die Tage neigen sich in Neuseeland dem Ende zu. Weihnachten ist hinter uns und Indonesien liegt vor uns. Während unserer Reise in Neuseeland, haben wir etliche Leute kennengelernt. Viele waren nur ein "OneNightStand" , weil sie eine Nacht neben uns stand(en) und am nächsten Tag wieder verschwanden (am Anfang fühlten wir uns benutzt an und schämten uns), andere folgten uns wie OssiOlli und andere wiederum luden uns zu sich nach Hause ein.

    Was Mallorca für den Kegelclub oder den Fussballverein ist, dass ist Neuseeland für die Elternzeitnutzer. Es ist quasi das Mallorca der Elternzeit. Eine unglaublich große Anzahl an deutschen Eltern reisen hier durchs Land, auf der Suche nach dem gesicherten Abenteuer. Der Treffpunkt, also der Marktplatz der Eltern, ist der Spielplatz. Hier beginnt jedes Gespräch. Das Gesprächsprotokoll ist immer ähnlich:

    1. Schritt: Die Namen und das Alter der Kinder wird ausgetauscht. Die Namen der Erwachsen bleiben bis zum Ende des Gesprächs meistens in im Dunklen.
    2. Schritt: Um eine persönliche Ebene zu treffen, wird in hervorgehoben wie niedlich, freundlich oder lieb das jeweilige Kind ist. Allerdings meistens mit überkreuzten Fingern hinter dem Rücken. Männer lassen diesen Punkt von Natur aus aus und gehen direkt zu Schritt 3 über.
    3. Schritt: Wichtig bei diesem Schritt ist zu erwähnen, was das eigene Kind seit kurzem alles kann. Laufen, krabbeln oder aus dem Buch "Krieg und Frieden" zitieren. Sollte es sich herausstellen, dass man ein wenig in seinen Ausführungen übertrieben hat, wird es auf die Müdigkeit des Kind geschoben. Nach dem Prinzip: "Sonst macht er das immer."
    4. Schritt: Nun wird nach der Reiseplanung der jeweiligen Familie gefragt. Zum Beispiel: Was habt ihr schon in Neuseeland gesehen oder wie lange reist ihr schon? Hier hat unsere Stunde geschlagen! Wir sind die goldene Kuh der Elternzeitnehmer. Beiläufig erwähnen wir, dass wir NUR 10 Monate um die Welt reisen. Danach aalen wir uns an den Erkundungen und dem Respekt der anderen Elternteile. Es fühlt sich ein wenig an, als hätten wir gewonnen.

    Allerdings wurden wir mit der Zeit immer gieriger. Wir versuchten, die ersten drei Schritte des Gesprächsprotokoll so schnell wie möglich zu durchschreiten, indem wir nur kurze Antworten und keine Gegenfragen stellten. Sobald wir unseren geliebten 4. Schritt erreichten, versuchten wir schnell die Katze aus dem Sack zu lassen, was meistens nicht mit den gestellen Fragen übereinstimmte:

    Eltern: Wie lange seht ihr jetzt schon auf dem Stellplatz?

    Wir: Zeit ist für uns nebensächlich, wir haben genug davon. Wir sind nämlich auf Weltreise.

    oder

    Eltern: War bei euch das Wetter in den letzten Tagen auch so schlecht?

    Wir: Nein, weil wir sind Weltreisende.

    Es war wie eine Sucht, die Liebkosungen der anderen Elternteile zu ergattern. Irgendwann hielten wir uns auch nicht mehr an das Gesprächsprotokoll und Schritt 4 wanderte immer weiter nach oben. Die anderen Schritte vielen Stück für Stück weg. Dies endet damit, dass wir wie Dandys (dicke Sonnenbrille und auffällige Kleidung) gekleidet auf dem Spielplatz aufkreuzten und mit offenen Armen riefen: "Wir sind Eltern und wir sind Weltreisenden!"

    Allerdings gab es auch Rückschläge. In einem "Gespräch" stellte sich heraus, dass das andere Elternpaar ebenfalls auf einer Weltreise ist. Hinzu kam, dass diese Familie nicht nur ein Kind mehr sondern auch zwei Monate länger reisten als wir. Ein schlimmer Moment! Mit dieser Situation konnten wir nicht umgehen. Am liebsten hätten wir sie angefaucht, einen Umgang vor das Gesicht gezogen und uns in einer Staubwolke in viele kleine Fledermäuse verwandelt, die dann schnell weggefattert wären. Da wir das nicht konnten, reduziert wir das Ganze auf ein Fauchen und zogen uns in den Schatten eines Baumes zurück, ohne das Elternpaar auch nur einen Augenblick aus den Augen zu lassen.

    Zum Schluss noch ein paar beeindruckende Zahlen von unseren Neuseelandreise:

    120 000 L Wasser an verschiedenen Wasserfällen herunterfallen sehen.
    120 000 L Pipi mitten in der Nacht losgeworden, indem man sich aus dem Alkoven kämpfen und die 5 km zur nächstenToilette laufen musste, sodass man im Morgengrauen wieder seinem Bett lag.
    10 000km durch Neuseeland gefahren
    2 000km bei den Kilometern durch Neuseeland geschummelt, um besser dazustehen.
    8 L Blut an die Sandfliegen verloren.
    1 mal mit dem Camper abgeschleppt worden und es fühlte sich gut an.

    Nächster Halt: Indonesien. Jetzt rutscht einmal schön und wir wünschen euch ein tolles Jahr 2020.

    Eure Schmeysels
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  • Day184

    Fröhliche Weihnachten

    December 24, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C

    Wir wünschen Euch allen eine schöne Weihnachtszeit. Gerne wären wir zu dieser Zeit bei Euch. Allerdings haben wir den Vorteil, dass wir dann keine 3 kg zunehmen!
    Genießt die Zeit wir denken an Euch.

    Fröhliche Weihnachten,

    die Schmeysels aus Neuseeland
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  • Day138

    Süden und Norden vom Süden

    November 8, 2019 in New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    Liebe Schmeyselgemeinde,

    nun ist es schon eine Weile her, dass wir uns gemeldet haben. Wir waren leider mit unserem neuen Hobby "Fahren" beschäftigt, dass wir gar nicht mitbekommen haben, wie viel Zeit schon ins Land gegangen sind. Das viele Fahren verändert uns. Unsere Haare sind immer fettig, die Klamotten haben überall Flecken, das Bäuchlein entwickelt sich zur Wampe, vorne in der Fahrerkabine steht in bunten leuchtenden Lettern unsere Spitzname in der Szene "Mutti" und "Men out of Steal", wobei ich "Mutti" bin. Außerdem trägt Linda neuerdings einen Schnäuzer. Wir nächtigen nur noch an Tankstelle, bei den ich am Spielautomaten meine Münzen loswerde und Linda ihren Schnappes bekommt. Während wir uns früher über das Grüsse der anderen JUiCY - Camperfahrer lustig gemacht haben, sind wir jetzt regelrecht enttäuscht, sollte es keine Grüsse oder Lichthupe UNSERER JUiCY - Kollegen geben. Wir sind Krieger der Strasse geworden und jeder Kilometer macht uns stärker! Wie konnte es jedoch nur dazu kommen?
    Selbstsicher fuhren wir auf die Südinsel von Neuseeland. Man hatte uns schon gewarnt, dass das Wetter nicht das Beste sein soll. Leicht arrogant lächelnd war unsere Antwort immer die selbe : "Wir sind das Wetter! Daher bestimmen wir es auch!"Das funktionierte auch ganz gut die ersten Tage. Dann war unsere Macht scheinbar aufgebraucht. Ab sofort sollte Regen und Kälte vorherrschen. Teilweise war es so kalt, dass wir morgens wie die Passagiere der Titanic aussahen, nachdem diese im eisigen Meer gesunken war. So versuchten wir vor dem Wetter zu fliehen. Hier können wir von Glück reden, dass in Linda noch reines Ostblut steckt. Eddy und ich hätten uns letagisch dem Alkohol hingeben und die Flucht abgebrochen. So hingegen trieb uns Linda Kilometer für Kilometer an und wir wurden zu den Kriegern der Strasse!

    Die Reise über die Südinsel erweist sich als sehr einfach. Immer an der Küste lang und irgendwann kommen wir wieder dort an, wo wir losgefahren sind. Allerdings machen das alle so. So sind wir eine grosse Touristengnuherde die an Stelle von der besten Grasweide zu Grasweide von Touristenattraktionen zu Touristenattraktionen wandern. Davon gibt es auch einige. Wie der Gletscher Franz Josef, der durch die Welterwärmung jeden Tag einige Meter schrumpft und bald ganz verschwunden ist. Entsetzt von der Tatsachen und weil es wirklich sehr kalt war, waren wir froh, dass wir nach der zweistündigen Wanderung in unseres beheiztes Wohnmobil zurückkehren konnten. Wir hatten nämlich extra den Dieselmotor während dieser Zeit laufen lassen, damit die Autoheizung funktioniert. Clever mitgedacht!
    Auch die Albatrosskolonie war sehr faszinierend! Es sind wahre Titanen der Lüfte. Mit einer Spannweite von bis zu 3 Metern schweben sie elegant, anmutig, geschmeidig und geistvoll durch die Lüfte. Vermutlich werde ich als Albatross wiedergeboren.
    Nicht zu vergessen, die unglaublich vielseitige Tierwelt. Angeführt wird diese , durch das Schaf. Es gibt so viele von diesen Tieren hier, dass Eddy bei jeglichen Tieren in seinem Tierbuch ein "Määäh" erklingen lässt. So freundlich wie die Menschen in diesem Land, ist auch die Tierwelt. Das dachten wir zumindest, bis wir die "Sandflies" kennenlernten. Niedlich und ein wenig tapsig schwirren sie um einen herum und sehen aus wie Fruchtfliegen. Sobald sie einen als Opfer ausgemacht haben, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Sie suchen sich eine schwache Stelle in der Haut und reißen diese mit ihrem gezackten Rüssel auf um an das Blut zu kommen. Am Schlimmsten sind dabei die Stiche! Diese kitzeln noch tagelang nach, obwohl die Beine schon längst weggekratzt sind. Das ist dann das sogenannte Phantomkratzen. Da kein Mückenspray sie aufhält, haben wir zur Abschreckung alle erlegten "Sandflies" an unserer Scheibe hängen lassen. Es fällt mittlerweile schwer aus dem Fenster zu schauen. So können wir zumindest die noch lebenden Sandflies, die draußen schon wieder unsere Witterung aufgenommen haben, nicht sehen.

    Wir wünschen Euch eine schöne vorweihnachrliche Zeit. Wir vermissen ein wenig Glühwein und Weihnachtsstimmung!

    Die Schmeyselgruppe
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  • Day129

    Der Süden vom Norden

    October 30, 2019 in New Zealand ⋅ 🌙 14 °C

    Liebe Schmeyselkultisten,

    wir befinden uns auf der Tour durch den Süden der Nordinsel von Neuseeland. Der Sommer naht. Es wird langsam aber stetig warm. Das schreiben wir auch nur, weil es bei euch langsam aber stetig kalt wird.
    Auf unsere Reise durch den Süden, wurden wir von einem Mann angesprochen. Wie sich herausstellte, war er ein Teil einer Familie. Nämlich ein Vater. Hinzu kam noch eine Mutter und zwei Kinder. Diese Familie, wir wollen sie einmal Schmeysels 2.0 nennen, ist auch auf Weltreise. Dabei bereisten die Schmeysels 2.0 fast alle Länder, die wir noch vor uns haben und werden noch die gleichen Länder besuchen, die wir schon bereist haben. Zusätzlich habe wir uns beide in der Mitte unserer Reisezeit getroffen. Grund genug ein wenig Zeit miteinander zu verbringen! So reiste wir gemeinsam mit unseren Kutschen durch das Land. Die Väter vorne auf dem Kutschbock und die Kinder und Frauen hinten beim aneinschlagenden Geschirr. Verhielt sich einer der Anwesenden nicht regelkonform den Vätern gegenüber, so mussten sie neben der Kutsche herlaufen. Was bei den altersschwachen Pferde(stärken) nur bedeutete, dass der Zufussgehende als Erstes am Ziel angelangte.
    Von Ort zu Ort machte wir Pause. Die Männer gingen jagen, die Frauen kochten und die Kinder schürften mit ihren kleinen schnellen Händchen nach Gold. Natürlich musste jedes einzelne Kind ein Mindestgewicht an Gold schürfen. Wurde dieses Tagesziel nicht erreicht, dann viel das Abendessen für dieses Kind aus.
    Bei den ersten Anzeichen von Dämmerung, wurde das Lagerfeuer gelöscht und zu Bett gegangen. Das war spätestens sechs Uhr abends, da junge Eltern ihren Schlaf brauchen! Wenn wir es einmal übertrieben und bis sieben Uhr abends aufblieben, war jeder der Erwachsenen am nächsten Tag schlecht gelaunt. Die Kinder hassten diese Tage, da es meistens bedeutete ohne Essen ins Bett zu gehen.
    Auch an jenem Lagerfeuer beschlossenen wir die Familien zu vereinen, mit einer "freiwilligen" Hochzeit zwischen Eddy und seinem weiblichen Pendant. So wurde ein Lamm geschlachtet (gibt hier sowieso zu viele davon) und die Kinder mit Reis beworfen. Allerdings verzichteten wir auf die Tradition mit der Hochzeitsnacht und dem blutigen Bettlaken....vorerst! Als Geschenk von uns allen erhielten die Beiden ein wenig Land, dass sie bestellen konnten und ein gemütliches Häuschen (Siehe Bilder). Leider trennten sich irgendwann unser beider Wege. Reist schön ihr Schmeysels 2.0.

    Da wir gute Gäste sein wollen, ist es uns wichtig, die Kultur und die Geschichte des Landes kennenzulernen. Daher stand ein Besuch eines ursprünglichen Dorfes der Einheimischen ganz oben auf der Liste. Also ging es nach Hobbingen. Das liegt in der Region Auenland. Berühmt wurde dieses Dorf durch die Filme von Herr der Ringe und der Hobbit.

    Peter Jackson, der die Filme gedreht hat, folg damals mit einem Helikopter durch die Gegend und suchte dringend nach einer Kulisse für das Hobbitdorf. Die Hügel von der Alexander-Farm fand er besonders ansprechend, weshalb er landete, um die Alexanders zu überreden die Kulissen für Hobbingen dort aufzubauen. Die Alexanders stimmten zu, was eine gute Entscheidung war. Jährlich hat dieses Kulissendorf 300.000 Besucher die jeweils ca. 50€ für den Besuch abgeben müssen. Den Farmer beim nächsten Hügel wird es sehr ärgern, dass Peter Jackson nicht noch einen Hügel weitergefolgen ist.
    Auf der Hobbithöhle von Bilbo (die höchstgelegene Höhle von Hobbingen) trohnt ein alter Baum (Siehe Bilder) . Der ist komplett aus Plastik und Drahtgestellt. Die 200.000 Blätter wurden aus Taiwan eingefolgen und jedes einzelne Blatt wurde handbemalt. Das Problem war nur, dass Peter Jackson krank wurde und der Drehstart sich um einen Monat verschob. In der Zeit verblichen die Blätter durch die Sonne, sodass die 200.000 Blätter wieder neu angepinselt werden mussten.
    Auch findet in dem erste Teil von Herr der Ringe ein Fest statt. Zu Ehren von Bilbo. Peter Jackson ließ das Fest tatsächlich stattfinden, mit echtem Alkohol. Allerdings war er nicht komplett zufrieden mit den Feierlichkeiten, sodass er das Fest in den nächsten 2 Nächten nochmal stattfinden ließ. Mit mehr Alkohol von Nacht zu Nacht. Gerüchte zu Folge musste die Kompasen und Schauspieler eine Mindestensanzahl an alkoholischem Getränken zu sich nehmen bevor der Dreh begann.

    Mit diesen etwas speziellen Fakten zu den Filmen beenden wir unseren heutigen Blog. Morgen geht es zur Südinsel von Nordseeland. Bald sehen wir uns schon wieder.

    Eure Schmeysels
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  • Day116

    Der Norden vom Norden!

    October 17, 2019 in New Zealand ⋅ ☁️ 14 °C

    Liebe Schmeyseljünger,

    wir machen uns also auf in den Norden von Neuseeland. Allerdings um Neuseeland kennenzulernen, braucht man etwas das fährt. Wir haben uns - wie alle - für einen Campervan entschieden. Unser Modell ist von Juicy und sieht aus wie eine Bonbontüte. Grün geht direkt in ein Lila über. Wird juicy übersetzt, erhält man folgende Adjektive : reißvoll, interessant und saftig. Sucht man nun nach Synonymen für diese drei Wörter, ist das Ergebnis immer "Schmeysels" ! Also das perfekt Mobil für uns.
    Von Zeit zu Zeit parken wir am Wegesrand (Waldweg oder kleiner Parkplatz), um dort eine Nacht zu verbringen. Wenn es dunkel wird, machen wir Eddys Nachtlampe in unsrem Camper an. Diese erzeugt einen orangen Lichtton. Diese scheint auch, wenn ich Eddy ins Bett bringe. Dann genießt Linda die kinderfreie Zeit vor unserem Camper.
    Wird allerdings die Bedeutung von Juicy, dem Logo von Juicy, einer halbnackten Frau und den beschriebenen allabendlichen Abläufen kombiniert, dann entsteht ein ganz anderer Charm! In Darmstadt findet an bestimmten Bundesstraßen auch solche mobilen Liebesnester. Ich wäre ja dafür gewesen, unsere Urlaubskasse aufzubessern aber Linda war da nicht meiner Meinung.

    Um mit einem Camper loszufahren, muss dieser erst abgeholt werden. Das erweist sich als schwieriger als gedacht, denn wir müssen erst einmal warten. Solange bis wir die gleiche Farbe wie unser Bus angenommen haben, als er um die Ecke biegt. Oben habe wir nämlich Moos angesetzt und unten sind wir schon verfault.
    Mit unserem Gefährt stürzen wir uns in den Linksverkehr. Das sorgt jedoch für einige Verwirrung. Neben dem Linksverkehr (zu Beginn alles Geisterfahrer), sind die Schalter für die Scheibenwischer und den Blinker vertauscht. Auch das nach Rechts und Links blicken ist verkehrt herum (vermutlich weil wir aus Sicht von Deutschland auf dem Kopf stehen).
    Das macht den Spurwechsel zu einer juciy Sache:
    Stellt euch vor, wir fahren auf einer gut besuchten Autobahn. Diese ist Dreispurig und wir fahren auf der mittleren Spur . Hinter uns kommt ein schnelleres Auto, also wollen wir die Spur wechsel. Wir betätigen den vermeintlichen Blinkschalter, dies führt allerdings nur dazu, dass der Scheibenwischer sich hektisch hin- und herbewegt. Durch diese Hektik angesteckt werde ich nervös und lasse meine kennengelernten Verarbeitungsmechnismen freien Lauf. Neben dem schreien wie ein Urmensch (Costa Rica), stelle ich übersprungsmäßig das Radio laut und leise (Amerika). Gleichzeitig finde ich den Blinkerschalter bestätige diesen und der Blinker blinkt nach recht vobei ich auf die linke Spur wechsel (den Schalter wieder in die falsche Richtung gedrückt) . Das führt dann wieder zu den beschrieben Verarbeitungsmechnismen.

    Auch gehört es zum guten Ton andere Campervanfahrer, die sich für das Unternehmen Juicy entschieden haben, mit Lichthupe zu grüßen. Ähnlich wie Busfahrer oder Lkwfahrer vom gleichen Unternehmen.
    Ein Juciycamper kommt also um die Kurve gebogen und gibt direkt Lichthupe.
    Lässig will auch ich den Lichthupenschalter betätigen, was dazu führt das Scheibenwischerflüssigkeit auf die Scheibe spritz und die Scheibenwischer anspringen. Panisch betätige ich den anderen Schalter. Durch die Hektik schalte ich erst den linken und dann den rechten Blinker an. Als ich die Lichthupe endlich finde, ist der Wagen schon längst an uns vorbei gefahren. Trotzdem tätige ich noch traurig die Lichthupe.

    Beim nächsten Mal geht es um eine tolle neue Bekanntschaft. Bis dahin denken wir an Euch,

    Eure Schmeyselbande
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  • Day104

    Neuseeland! Wir sind da!

    October 5, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 11 °C

    Liebe Schmeyselfreunde,

    da sind wir nun. Neuseeland hat uns wieder. Es scheint darüber so glücklich, dass es sehr oft regnet und die Temperatur selten über 15 C° steigen. Beste Bedingungen also fürs "Campen"
    Aber Schritt für Schritt. Die ersten Tage verbringen wir in Auckland. Hier hat eine Invasion von Chinesen begonnen. Es leben scheinbar so viele von ihnen hier, dass z. B. die Werbung in Englisch und in Chinesisch dargeboten wird.
    Eddy feiert auch in dieser Stadt seinen ersten Geburtstag. Natürlich mit einem Geburtstagtisch! Dieser Tisch litt jedoch ein wenig an unserer 14 Stunden Anreise am Vortrag. Für eine Tischdekoration war gesorgt worden. Zugegeben war diese ein wenig spärlich ausgefallen. Das eigentliche Problem stellte allerdings das fehlende Geschenk da. Als findige Eltern erhielt er von uns daher einen Gutschein für ein Geschenk. Da wir gute Eltern sein wollten und uns ein schlechtes Gewissen plagte schrieben wir auf die Rückseite des Gutscheines mit großen Lettern, dass er sich eine Sache jeder Preisklasse aussuchen durfte.

    Vor allem die überstürzte Aussage "jeder Preisklasse" ließ uns dann doch nervös werden. Daraufhin nahmen wir noch folgende Klauseln mit in den Gutschein auf:
    1§ Abs 1: Der Gutschein hat einen Laufzeit von 2 Wochen. Danach ist dieser nicht mehr einlösbar.(Unsere Hoffnung war, dass Eddy in diesen zwei Wochen nicht lesen lernt, um den Gutschein zu verstehen. Ohne jegliche Erklärung, haben wir daher auch den Gutschein auf den Geburtstagstisch gelegt.)
    1§ Abs. 2: Eddy Meysel ist angehalten, dass gewünschte Objekt zunächst selber zu bezahlen. Dieser Betrag wird ihm im Anschluss erstattet. (Mit dieser Klausel wollten wir ganz sicher gehen. Nicht das er doch in den zwei Wochen lesen lernt.)

    Allerdings war nicht unser großzügies Geschenk das beliebteste Geschenk, sondern die Luftballons. Jetzt wissen wir immerhin, was er die nächsten Geburtstage geschenkt bekommt.

    Eddy hat seit Costa Rica eine Phobie vor Rasen. Dort hatte er sich in einen Ameisenstraße gesetzt. Diese hatten ihn sehr böse gebissen. Seitdem wagt er sich nicht mehr auf Wiesen. Wir müssen allerdings gestehen, dass wir diesen Zustand ausgenutzt haben. Einfach eine Decke auf einer Wiese ausbreiten und Eddy darauf setzen. Wir können uns dann sicher sein, dass er den sicheren Hort der Decke nicht verlassen wird. Dadurch müssen wir nicht immer wie Schutzengel um ihm herumschwirren, wenn er wieder todesmutig durch die Welt kranbelt. Ich bin sogar der Meinung, dass wir Einkaufen gehen könnten und nach 1-2 Stunden würde er immernoch auf der Decke sitzen.
    Das Problem ist, dass Neuseeland aus sehr viel grüner schöner Wiese besteht. Ein Alptraum für Eddy. Daher waren wir der Meinung, wir müssen diese Phobie therapieren. Wir setzen ihn also einfach in eine schöne Wiese. Weit und breit kein Asphalt, Sand oder Decke zu sehen. Allerdings war das Ergebnis ein anderes als erhofft. In der Sitzposition in der wir ihn gesetzt hatten, bewegter er sich auch fort. Dazu zog er immer wieder seine Beine an seinen Körper (Das Video zeigt es am Besten). Dabei darauf bedacht, dass keine Haut den Rasen berührt. Lachend vor Glück, dass er seine Angst überwunden hat, robbte er so von dem einen Ende der Wiese zum anderen Ende der Wiese und wieder zurück.

    Da ich den Text nicht zu lang werden lassen will, werde ich meine Erfahrung zum Linksverkehr nächstes Mal kundtun. Wir reisen in Moment auf der Nordinsel von Neuseeland. Immer Richtung Norden. Da ist es wärmer. Wir haben den Livetracker angestellt. So könnt ihr jedes Mal unseren genauen Standort betrachten. Danke für das Lesen,

    Eure Schmeys-fliegen
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