Fabian Meysel

Joined September 2018
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  • Day138

    Süden und Norden vom Süden

    November 8 in New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    Liebe Schmeyselgemeinde,

    nun ist es schon eine Weile her, dass wir uns gemeldet haben. Wir waren leider mit unserem neuen Hobby "Fahren" beschäftigt, dass wir gar nicht mitbekommen haben, wie viel Zeit schon ins Land gegangen sind. Das viele Fahren verändert uns. Unsere Haare sind immer fettig, die Klamotten haben überall Flecken, das Bäuchlein entwickelt sich zur Wampe, vorne in der Fahrerkabine steht in bunten leuchtenden Lettern unsere Spitzname in der Szene "Mutti" und "Men out of Steal", wobei ich "Mutti" bin. Außerdem trägt Linda neuerdings einen Schnäuzer. Wir nächtigen nur noch an Tankstelle, bei den ich am Spielautomaten meine Münzen loswerde und Linda ihren Schnappes bekommt. Während wir uns früher über das Grüsse der anderen JUiCY - Camperfahrer lustig gemacht haben, sind wir jetzt regelrecht enttäuscht, sollte es keine Grüsse oder Lichthupe UNSERER JUiCY - Kollegen geben. Wir sind Krieger der Strasse geworden und jeder Kilometer macht uns stärker! Wie konnte es jedoch nur dazu kommen?
    Selbstsicher fuhren wir auf die Südinsel von Neuseeland. Man hatte uns schon gewarnt, dass das Wetter nicht das Beste sein soll. Leicht arrogant lächelnd war unsere Antwort immer die selbe : "Wir sind das Wetter! Daher bestimmen wir es auch!"Das funktionierte auch ganz gut die ersten Tage. Dann war unsere Macht scheinbar aufgebraucht. Ab sofort sollte Regen und Kälte vorherrschen. Teilweise war es so kalt, dass wir morgens wie die Passagiere der Titanic aussahen, nachdem diese im eisigen Meer gesunken war. So versuchten wir vor dem Wetter zu fliehen. Hier können wir von Glück reden, dass in Linda noch reines Ostblut steckt. Eddy und ich hätten uns letagisch dem Alkohol hingeben und die Flucht abgebrochen. So hingegen trieb uns Linda Kilometer für Kilometer an und wir wurden zu den Kriegern der Strasse!

    Die Reise über die Südinsel erweist sich als sehr einfach. Immer an der Küste lang und irgendwann kommen wir wieder dort an, wo wir losgefahren sind. Allerdings machen das alle so. So sind wir eine grosse Touristengnuherde die an Stelle von der besten Grasweide zu Grasweide von Touristenattraktionen zu Touristenattraktionen wandern. Davon gibt es auch einige. Wie der Gletscher Franz Josef, der durch die Welterwärmung jeden Tag einige Meter schrumpft und bald ganz verschwunden ist. Entsetzt von der Tatsachen und weil es wirklich sehr kalt war, waren wir froh, dass wir nach der zweistündigen Wanderung in unseres beheiztes Wohnmobil zurückkehren konnten. Wir hatten nämlich extra den Dieselmotor während dieser Zeit laufen lassen, damit die Autoheizung funktioniert. Clever mitgedacht!
    Auch die Albatrosskolonie war sehr faszinierend! Es sind wahre Titanen der Lüfte. Mit einer Spannweite von bis zu 3 Metern schweben sie elegant, anmutig, geschmeidig und geistvoll durch die Lüfte. Vermutlich werde ich als Albatross wiedergeboren.
    Nicht zu vergessen, die unglaublich vielseitige Tierwelt. Angeführt wird diese , durch das Schaf. Es gibt so viele von diesen Tieren hier, dass Eddy bei jeglichen Tieren in seinem Tierbuch ein "Määäh" erklingen lässt. So freundlich wie die Menschen in diesem Land, ist auch die Tierwelt. Das dachten wir zumindest, bis wir die "Sandflies" kennenlernten. Niedlich und ein wenig tapsig schwirren sie um einen herum und sehen aus wie Fruchtfliegen. Sobald sie einen als Opfer ausgemacht haben, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Sie suchen sich eine schwache Stelle in der Haut und reißen diese mit ihrem gezackten Rüssel auf um an das Blut zu kommen. Am Schlimmsten sind dabei die Stiche! Diese kitzeln noch tagelang nach, obwohl die Beine schon längst weggekratzt sind. Das ist dann das sogenannte Phantomkratzen. Da kein Mückenspray sie aufhält, haben wir zur Abschreckung alle erlegten "Sandflies" an unserer Scheibe hängen lassen. Es fällt mittlerweile schwer aus dem Fenster zu schauen. So können wir zumindest die noch lebenden Sandflies, die draußen schon wieder unsere Witterung aufgenommen haben, nicht sehen.

    Wir wünschen Euch eine schöne vorweihnachrliche Zeit. Wir vermissen ein wenig Glühwein und Weihnachtsstimmung!

    Die Schmeyselgruppe
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  • Day129

    Der Süden vom Norden

    October 30 in New Zealand ⋅ 🌙 14 °C

    Liebe Schmeyselkultisten,

    wir befinden uns auf der Tour durch den Süden der Nordinsel von Neuseeland. Der Sommer naht. Es wird langsam aber stetig warm. Das schreiben wir auch nur, weil es bei euch langsam aber stetig kalt wird.
    Auf unsere Reise durch den Süden, wurden wir von einem Mann angesprochen. Wie sich herausstellte, war er ein Teil einer Familie. Nämlich ein Vater. Hinzu kam noch eine Mutter und zwei Kinder. Diese Familie, wir wollen sie einmal Schmeysels 2.0 nennen, ist auch auf Weltreise. Dabei bereisten die Schmeysels 2.0 fast alle Länder, die wir noch vor uns haben und werden noch die gleichen Länder besuchen, die wir schon bereist haben. Zusätzlich habe wir uns beide in der Mitte unserer Reisezeit getroffen. Grund genug ein wenig Zeit miteinander zu verbringen! So reiste wir gemeinsam mit unseren Kutschen durch das Land. Die Väter vorne auf dem Kutschbock und die Kinder und Frauen hinten beim aneinschlagenden Geschirr. Verhielt sich einer der Anwesenden nicht regelkonform den Vätern gegenüber, so mussten sie neben der Kutsche herlaufen. Was bei den altersschwachen Pferde(stärken) nur bedeutete, dass der Zufussgehende als Erstes am Ziel angelangte.
    Von Ort zu Ort machte wir Pause. Die Männer gingen jagen, die Frauen kochten und die Kinder schürften mit ihren kleinen schnellen Händchen nach Gold. Natürlich musste jedes einzelne Kind ein Mindestgewicht an Gold schürfen. Wurde dieses Tagesziel nicht erreicht, dann viel das Abendessen für dieses Kind aus.
    Bei den ersten Anzeichen von Dämmerung, wurde das Lagerfeuer gelöscht und zu Bett gegangen. Das war spätestens sechs Uhr abends, da junge Eltern ihren Schlaf brauchen! Wenn wir es einmal übertrieben und bis sieben Uhr abends aufblieben, war jeder der Erwachsenen am nächsten Tag schlecht gelaunt. Die Kinder hassten diese Tage, da es meistens bedeutete ohne Essen ins Bett zu gehen.
    Auch an jenem Lagerfeuer beschlossenen wir die Familien zu vereinen, mit einer "freiwilligen" Hochzeit zwischen Eddy und seinem weiblichen Pendant. So wurde ein Lamm geschlachtet (gibt hier sowieso zu viele davon) und die Kinder mit Reis beworfen. Allerdings verzichteten wir auf die Tradition mit der Hochzeitsnacht und dem blutigen Bettlaken....vorerst! Als Geschenk von uns allen erhielten die Beiden ein wenig Land, dass sie bestellen konnten und ein gemütliches Häuschen (Siehe Bilder). Leider trennten sich irgendwann unser beider Wege. Reist schön ihr Schmeysels 2.0.

    Da wir gute Gäste sein wollen, ist es uns wichtig, die Kultur und die Geschichte des Landes kennenzulernen. Daher stand ein Besuch eines ursprünglichen Dorfes der Einheimischen ganz oben auf der Liste. Also ging es nach Hobbingen. Das liegt in der Region Auenland. Berühmt wurde dieses Dorf durch die Filme von Herr der Ringe und der Hobbit.

    Peter Jackson, der die Filme gedreht hat, folg damals mit einem Helikopter durch die Gegend und suchte dringend nach einer Kulisse für das Hobbitdorf. Die Hügel von der Alexander-Farm fand er besonders ansprechend, weshalb er landete, um die Alexanders zu überreden die Kulissen für Hobbingen dort aufzubauen. Die Alexanders stimmten zu, was eine gute Entscheidung war. Jährlich hat dieses Kulissendorf 300.000 Besucher die jeweils ca. 50€ für den Besuch abgeben müssen. Den Farmer beim nächsten Hügel wird es sehr ärgern, dass Peter Jackson nicht noch einen Hügel weitergefolgen ist.
    Auf der Hobbithöhle von Bilbo (die höchstgelegene Höhle von Hobbingen) trohnt ein alter Baum (Siehe Bilder) . Der ist komplett aus Plastik und Drahtgestellt. Die 200.000 Blätter wurden aus Taiwan eingefolgen und jedes einzelne Blatt wurde handbemalt. Das Problem war nur, dass Peter Jackson krank wurde und der Drehstart sich um einen Monat verschob. In der Zeit verblichen die Blätter durch die Sonne, sodass die 200.000 Blätter wieder neu angepinselt werden mussten.
    Auch findet in dem erste Teil von Herr der Ringe ein Fest statt. Zu Ehren von Bilbo. Peter Jackson ließ das Fest tatsächlich stattfinden, mit echtem Alkohol. Allerdings war er nicht komplett zufrieden mit den Feierlichkeiten, sodass er das Fest in den nächsten 2 Nächten nochmal stattfinden ließ. Mit mehr Alkohol von Nacht zu Nacht. Gerüchte zu Folge musste die Kompasen und Schauspieler eine Mindestensanzahl an alkoholischem Getränken zu sich nehmen bevor der Dreh begann.

    Mit diesen etwas speziellen Fakten zu den Filmen beenden wir unseren heutigen Blog. Morgen geht es zur Südinsel von Nordseeland. Bald sehen wir uns schon wieder.

    Eure Schmeysels
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  • Day116

    Der Norden vom Norden!

    October 17 in New Zealand ⋅ ☁️ 14 °C

    Liebe Schmeyseljünger,

    wir machen uns also auf in den Norden von Neuseeland. Allerdings um Neuseeland kennenzulernen, braucht man etwas das fährt. Wir haben uns - wie alle - für einen Campervan entschieden. Unser Modell ist von Juicy und sieht aus wie eine Bonbontüte. Grün geht direkt in ein Lila über. Wird juicy übersetzt, erhält man folgende Adjektive : reißvoll, interessant und saftig. Sucht man nun nach Synonymen für diese drei Wörter, ist das Ergebnis immer "Schmeysels" ! Also das perfekt Mobil für uns.
    Von Zeit zu Zeit parken wir am Wegesrand (Waldweg oder kleiner Parkplatz), um dort eine Nacht zu verbringen. Wenn es dunkel wird, machen wir Eddys Nachtlampe in unsrem Camper an. Diese erzeugt einen orangen Lichtton. Diese scheint auch, wenn ich Eddy ins Bett bringe. Dann genießt Linda die kinderfreie Zeit vor unserem Camper.
    Wird allerdings die Bedeutung von Juicy, dem Logo von Juicy, einer halbnackten Frau und den beschriebenen allabendlichen Abläufen kombiniert, dann entsteht ein ganz anderer Charm! In Darmstadt findet an bestimmten Bundesstraßen auch solche mobilen Liebesnester. Ich wäre ja dafür gewesen, unsere Urlaubskasse aufzubessern aber Linda war da nicht meiner Meinung.

    Um mit einem Camper loszufahren, muss dieser erst abgeholt werden. Das erweist sich als schwieriger als gedacht, denn wir müssen erst einmal warten. Solange bis wir die gleiche Farbe wie unser Bus angenommen haben, als er um die Ecke biegt. Oben habe wir nämlich Moos angesetzt und unten sind wir schon verfault.
    Mit unserem Gefährt stürzen wir uns in den Linksverkehr. Das sorgt jedoch für einige Verwirrung. Neben dem Linksverkehr (zu Beginn alles Geisterfahrer), sind die Schalter für die Scheibenwischer und den Blinker vertauscht. Auch das nach Rechts und Links blicken ist verkehrt herum (vermutlich weil wir aus Sicht von Deutschland auf dem Kopf stehen).
    Das macht den Spurwechsel zu einer juciy Sache:
    Stellt euch vor, wir fahren auf einer gut besuchten Autobahn. Diese ist Dreispurig und wir fahren auf der mittleren Spur . Hinter uns kommt ein schnelleres Auto, also wollen wir die Spur wechsel. Wir betätigen den vermeintlichen Blinkschalter, dies führt allerdings nur dazu, dass der Scheibenwischer sich hektisch hin- und herbewegt. Durch diese Hektik angesteckt werde ich nervös und lasse meine kennengelernten Verarbeitungsmechnismen freien Lauf. Neben dem schreien wie ein Urmensch (Costa Rica), stelle ich übersprungsmäßig das Radio laut und leise (Amerika). Gleichzeitig finde ich den Blinkerschalter bestätige diesen und der Blinker blinkt nach recht vobei ich auf die linke Spur wechsel (den Schalter wieder in die falsche Richtung gedrückt) . Das führt dann wieder zu den beschrieben Verarbeitungsmechnismen.

    Auch gehört es zum guten Ton andere Campervanfahrer, die sich für das Unternehmen Juicy entschieden haben, mit Lichthupe zu grüßen. Ähnlich wie Busfahrer oder Lkwfahrer vom gleichen Unternehmen.
    Ein Juciycamper kommt also um die Kurve gebogen und gibt direkt Lichthupe.
    Lässig will auch ich den Lichthupenschalter betätigen, was dazu führt das Scheibenwischerflüssigkeit auf die Scheibe spritz und die Scheibenwischer anspringen. Panisch betätige ich den anderen Schalter. Durch die Hektik schalte ich erst den linken und dann den rechten Blinker an. Als ich die Lichthupe endlich finde, ist der Wagen schon längst an uns vorbei gefahren. Trotzdem tätige ich noch traurig die Lichthupe.

    Beim nächsten Mal geht es um eine tolle neue Bekanntschaft. Bis dahin denken wir an Euch,

    Eure Schmeyselbande
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  • Day104

    Neuseeland! Wir sind da!

    October 5 in New Zealand ⋅ ⛅ 11 °C

    Liebe Schmeyselfreunde,

    da sind wir nun. Neuseeland hat uns wieder. Es scheint darüber so glücklich, dass es sehr oft regnet und die Temperatur selten über 15 C° steigen. Beste Bedingungen also fürs "Campen"
    Aber Schritt für Schritt. Die ersten Tage verbringen wir in Auckland. Hier hat eine Invasion von Chinesen begonnen. Es leben scheinbar so viele von ihnen hier, dass z. B. die Werbung in Englisch und in Chinesisch dargeboten wird.
    Eddy feiert auch in dieser Stadt seinen ersten Geburtstag. Natürlich mit einem Geburtstagtisch! Dieser Tisch litt jedoch ein wenig an unserer 14 Stunden Anreise am Vortrag. Für eine Tischdekoration war gesorgt worden. Zugegeben war diese ein wenig spärlich ausgefallen. Das eigentliche Problem stellte allerdings das fehlende Geschenk da. Als findige Eltern erhielt er von uns daher einen Gutschein für ein Geschenk. Da wir gute Eltern sein wollten und uns ein schlechtes Gewissen plagte schrieben wir auf die Rückseite des Gutscheines mit großen Lettern, dass er sich eine Sache jeder Preisklasse aussuchen durfte.

    Vor allem die überstürzte Aussage "jeder Preisklasse" ließ uns dann doch nervös werden. Daraufhin nahmen wir noch folgende Klauseln mit in den Gutschein auf:
    1§ Abs 1: Der Gutschein hat einen Laufzeit von 2 Wochen. Danach ist dieser nicht mehr einlösbar.(Unsere Hoffnung war, dass Eddy in diesen zwei Wochen nicht lesen lernt, um den Gutschein zu verstehen. Ohne jegliche Erklärung, haben wir daher auch den Gutschein auf den Geburtstagstisch gelegt.)
    1§ Abs. 2: Eddy Meysel ist angehalten, dass gewünschte Objekt zunächst selber zu bezahlen. Dieser Betrag wird ihm im Anschluss erstattet. (Mit dieser Klausel wollten wir ganz sicher gehen. Nicht das er doch in den zwei Wochen lesen lernt.)

    Allerdings war nicht unser großzügies Geschenk das beliebteste Geschenk, sondern die Luftballons. Jetzt wissen wir immerhin, was er die nächsten Geburtstage geschenkt bekommt.

    Eddy hat seit Costa Rica eine Phobie vor Rasen. Dort hatte er sich in einen Ameisenstraße gesetzt. Diese hatten ihn sehr böse gebissen. Seitdem wagt er sich nicht mehr auf Wiesen. Wir müssen allerdings gestehen, dass wir diesen Zustand ausgenutzt haben. Einfach eine Decke auf einer Wiese ausbreiten und Eddy darauf setzen. Wir können uns dann sicher sein, dass er den sicheren Hort der Decke nicht verlassen wird. Dadurch müssen wir nicht immer wie Schutzengel um ihm herumschwirren, wenn er wieder todesmutig durch die Welt kranbelt. Ich bin sogar der Meinung, dass wir Einkaufen gehen könnten und nach 1-2 Stunden würde er immernoch auf der Decke sitzen.
    Das Problem ist, dass Neuseeland aus sehr viel grüner schöner Wiese besteht. Ein Alptraum für Eddy. Daher waren wir der Meinung, wir müssen diese Phobie therapieren. Wir setzen ihn also einfach in eine schöne Wiese. Weit und breit kein Asphalt, Sand oder Decke zu sehen. Allerdings war das Ergebnis ein anderes als erhofft. In der Sitzposition in der wir ihn gesetzt hatten, bewegter er sich auch fort. Dazu zog er immer wieder seine Beine an seinen Körper (Das Video zeigt es am Besten). Dabei darauf bedacht, dass keine Haut den Rasen berührt. Lachend vor Glück, dass er seine Angst überwunden hat, robbte er so von dem einen Ende der Wiese zum anderen Ende der Wiese und wieder zurück.

    Da ich den Text nicht zu lang werden lassen will, werde ich meine Erfahrung zum Linksverkehr nächstes Mal kundtun. Wir reisen in Moment auf der Nordinsel von Neuseeland. Immer Richtung Norden. Da ist es wärmer. Wir haben den Livetracker angestellt. So könnt ihr jedes Mal unseren genauen Standort betrachten. Danke für das Lesen,

    Eure Schmeys-fliegen
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  • Day93

    Los Angeles

    September 24 in the United States ⋅ ☀️ 28 °C

    Liebe Schmeyselfanatiker,

    wir rollen in einem viel zu grossen Auto im Schritttempo eine Strasse hinunter. Wir sind auf der Suche nach einer Einfahrt zu einem Park mit Spielplatz . Aus dem Nichts erscheint hinter uns ein Polzeiwagen mit Blaulicht und fordert uns auf anzuhalten. Zunächst meinen wir, dass es die Polizisten auf das Auto vor uns abgesehen haben. Dort fehlen Nummernschilder und noch so einiges mehr. Also rollen wir erst einmal weiter. Jedoch macht uns der Polizeilautsprecher unmissverständlich klar, dass wir gemeint sind. Ich wurde noch nie von der Polizei angehalten. Nervosität! Dadurch entwickele ich leicht Übersprungshandlungen. Vorbilder sind hier für mich Hühner. So stelle ich das Radio auf volle Lautstärke und wieder leise. Laut, leise, laut, leise. Das Ganze bei offenen Fenster. Um die Sache auf die Spitze zu treiben, hätte im Radio "Because I got high" von Afroman laufen müssen. Bei dem Wort "high", hätte ich just in dem Moment die Lautstärke auf Maximum gestellt. Allerdings kommt im Radio in diesem Moment nur "Girls just want to have fun".
    Dennoch trägt das Verhalten nicht unbedingt zur Entspannung der Lage bei. Zusätzlich bin ich ein taktiler Harmoniemensch. Dieser Drang wird durch die angespannten Nerven fosiert. So steige ich aus dem Wagen, um die Polizisten mit offenen Armen zu berühren und zu streicheln. Leider sind die Polizisten nicht an taktiler Harmonie interessiert und fordern mich auf (eine Hand an der Waffe) mich wieder ins Auto zu begeben und die Hände aus dem Fenster zu halten.
    Nachdem alle Personalien geklärt sind, erfahre ich mein Vergehen. Beim Stoppschild habe ich keine 2 Sekunden gewartet. Er will aber ein Auge zudrücken und mir kein Bußgeld verhängen. Vor Erleichterung und Glück überkommt es mich wieder. Ich möchte aus dem Autofenster kriechen, was nicht mehr so einfach ist, nach ein paar Tagen amerikanischen Essen. Dann will ich ihn umarmen, streicheln und wenig in meinen Armen halten. Allerdings sind bei meinem ersten Zucken die Hände wieder an seiner Waffe. Der Mann weiß sich zu wehren.

    Nach diesem kleinen Erlebnis, geht es weiter zum Spielplatz. Eddy macht momentan die erste Stehversuche (ohne Hilfe) und findet Gefallen an den Spielplätzen dieser Welt.
    So tauchen auch wir nun in diese Welt ein. Es gibt kein Sand auf den Spielplätzen von Los Angeles , sondern der Boden ähnelt einer Tartanbahn im Sportstadium. Darauf wurde meistens eine Spielburg gestellt, auf der gerutscht oder geklettert werden kann. Hat man einen Spielplatz gesehen, kennt man alle. So ähnlich sind sie sich. Interessant finde wir vorallem manche Mütter.
    Auf unsrem Spielplatz spielte ein kleines Mädchen mit ihrem neuen Ball. Ein toller Ball! Ein Junge im gleichen Alter, wie das Mädchen, fand das auch. Er machte es sich daher zur Lebensaufgabe, diesen sich anzueignen. So rannte das Kerlchen dem Mädchen hinterher. Ich musste meinen Drang danach ebenfalls unterdrücken. Das Problem an der Sache war , dass der korpulente Junge keine Chance gegen das sportliche Mädchen hatte. Aber er war ein Beißer und gab nicht auf. Gleichzeitig gefiel dem Mädchen diese Dominanz. So drehten sie die Runden auf der Spielburg: Treppe hoch, ein wenig klettern und dann rutschen. Dann das Gleiche wieder von vorne.
    Die Mutter des Jungen (der Name ist Kiya), saß wie alle Eltern auf Bänken, um die Spielburg. Dabei kommentierte sie jegliche Aktion, wie ein Sportmoderator. Jedoch mit einem quängelden und vorwurfsvollen Ton. (Im Video kann der Stimme wunderbar gelauscht werden) :

    Mutter: Pass auf Kiya! (3x quängellich wiederholt)

    Mutter: Schaut alle! Er versucht den Ball des Mädchens zu fangen. (Versucht zu jedem Elternteil einzeln Blickkontakt aufzubauen. Die anderen Eltern versuchen das nicht. )

    Mutter: Nicht zu schnell Kiya! (3 x quängellich und vorwurfsvoll wiederholt)

    Mutter : Das Mädchen ist aber auch so schnell wie ein Blitz. Hat jemand schon einmal so etwas gesehen? (Sie versucht mit gespielt überraschten grossen Augen wieder Blickkontakt zu den Erwachsen aufzubauen. Diese schauen hilflos weg. Einzelne räuspern sich, da jeder der Anwesenden weiß, dass es nicht an der Geschwindigkeit des Mädchen liegt. )

    Mutter: Nicht rennen Kiya! (3x wiederholt)

    Das ist scheinbar ihr Startschuss. Sie steht auf und rennt in einem ähnlichem Tempo, wie die Kinder , diesen hinterher. So sind sie schon zu dritt. Treppe hoch, ein wenig klettern und rutschen.
    Dabei ruft sie ihrem Sohn immernoch Dinge hinterher. "Niemanden wegstoßen", dabei drückt sie allerdings jedes Kind beiseite, was ihren fülligen Körper nicht schnell genug entwischen kann.
    Da es jetzt zu heikel wird auf dem Spielplatz zu spielen, leert es sich schnell. Auch wir packen unsere Sachen. Dennoch vermuten wir, dass die Drei noch immer ihr Fangspiel absolvieren, wenn wir in ein paar Tagen wiederkommen.

    Los Angeles hat uns ganz gut gefallen, wenn wir einmal nicht im Stau standen. Leider ist das Auto hier die Nummer 1. Je grösser umso besser. Man kommt nur sehr schwer hier ohne Auto irgendwo hin. Wir haben alle Touristenattraktionen gesehen. Von Hollywood bis Venice Beach und können mit gutem Gewissen die Stadt verlassen. Jetzt geht es nach Neuseeland. Danke das ihr euch wieder die Zeit genommen habt alles zu lesen,

    eure Schmeysels
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  • Day81

    Costa Rica unsere Perle!

    September 12 in Costa Rica ⋅ ☁️ 21 °C

    Liebe Schmeysler,

    hier nur ein kurzer Beitrag von unserer Reise. Wir wollten euch unsere letzten Stopps nicht vorenthalten. Update: Es wurde dann doch ein wenig länger...Ich war ihm Wahn!

    Es ist Regenzeit. Aus diesem Grund sind wir (gefühlt) die Einzigen, die durch Costa Rica reisen. Dadurch kommt es zu merkwürdigen Situation bei vielen Touristenattraktionen. Denn der Alltag der Mitarbeiten, scheint zur Zeit von Langeweile geprägt zu sein. Auf diese Weise erhalten wir den Status König. Das läuft dann in etwa so ab:

    Carlos ist Tierpfleger in einer Tukanauffangstation. Seit Tagen dämmert er schon vor sich hin. Es gibt einfach nichts zu tun, außer die tägliche Routine mit den Tukanen. Immer nur Tukane, dabei sehnt er sich nach Touristen . Ihm fällt es schwer überhaupt, ein Bild von dem letzten gesehenen Touristen aufzurufen. Während Carlos seinen Gedanken nachgeht, merkt er das sich etwas verändert hat. Das wird doch nicht..? Das kann doch nicht...? Nun hört er es ganz klar! Stimmen! Touristen! Nervosität macht sich breit. Seine Hände sind feucht und zittrig. "Reiß dich zusammen", ermahnt Carlos sich. Schnell wird die Frisur kontrolliert und ein wenig Mundspray verwendet.
    Da kommen sie auch schon um die Ecke. Ein junges Pärchen mit einem Kind. Das Kind schätzt Carlos auf 11 Monate. Die Mutter blond und hübsch. Als seine Blicke auf den Vater treffen, verschlägt es ihm den Atem. Dieser Mann sieht nicht nur eloquent, weltwissend, geschmeidig und ansprechend aus, sondern auch sehr kraftvoll! Etliche Muskeln kann er, trotz T-shirts, bei ihm erkennen. Carlos hatte nie an Engel geglaubt und wurde nun eines Besseren belehrt.
    Durch die Freude übermannt, gibt er jeden der kleinen Familie vier Begrüßungsküsse auf die Wange. Nur der Schönheit des Vaters kann er nicht wiederstehen, dieser bekommt die Küsse auf dem Mund! Was würde seine Frau dazu sagen?"Reiß dich zusammen Carlos!" ermahnt er sich ein weiteres Mal. Um die Situation zu retten, will Carlos die Familie mit in das Tukangehege nehmen. Das ist strengsten Verboten und er riskiert damit seine Arbeit, jedoch ist es ihm das Wert. Die Familie ist sichtlich angetan von diesem Angebot und Carlos möchte noch mehr Pluspunkte sammeln. Also setzt er einen Tukan auf den muskulösen und braungebrannten Surferarm des Vater. Carlos merkt , dass er den richtigen Nerv getroffen hat und setzt einen weiteren Tukan auf den Vater. Dies endet in einem Wahn und kurze Zeit später sitzen alle Tukane auf dem Körper des Vaters.
    Bei diesen Anblick entwickelt sich bei Carlos eine tiefe Eifersucht. Er kann es sich nicht erklären aber er hat das Verlangen, wie die Tukane auf dem stattlichen Mann zu sitzen. Beherzt versucht er auf die linke Schultern des Vaters zu klettern, um dort mit den Tukane zu singen . Allerdings weicht der Vater schockiert zurück und verlässt blitzschnell das Gehege mit seiner Familie. Carlos ruft ihm noch hinterher, dass er ihn noch mit leckeren Obst füttern dürfe. Jedoch ist die kleine Familie schon um die Ecke verschwunden. Es wird wieder still und Carlos fragt sich, was er nur falsch gemacht hat. Bilder geschenkt oder wir dürfen an einer kostenlosen Nachtwanderung teilnehmen die exclusiv für uns ist. Wir sind schon eingeschnappt, wenn es einmal nichts besonderes bei einer Touristenattraktionen gab. Die Menschen hier sind einfach super nett. Wir sind schon ein wenig traurig, dass wir bald das Land verlassen werden. Es war eine groẞartige Zeit und wir haben tolle Leute kennengelernt. Jetzt sitzte ich wieder hier auf der gleichen Couch, auf der ich den ersten Bericht geschrieben habe und freue mich auf den nächsten Stop :Los Angeles!
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  • Day78

    Die Schmeysels on tour

    September 9 in Costa Rica ⋅ ☁️ 24 °C

    Liebe Schmeyselliebhaber,

    an einem regnerischen Montagmorgen, nimmt unsere Reise eine dramatische Wendung. Wir holen unser gemietetes Auto ab. Dieses soll uns auf einem etwas größerem Umweg nach San Jose zurückbringen. Nachdem wir die Autoschlüssel in die Hand bekommen haben, stehen wir erst einmal ratlos vor dem Auto. Solange sind wir kein Auto mehr gefahren. Was machen wir nur mit diesem Schlüssel? Ich falle aus Verzweiflung langsam in den Urzustand zurück. Das heisst auf allen Vieren herumhüpfen, kreischen und auf den Schlüssel herumkauen. Während ich schon anfangen will mit meinen Fäkalien um mich zu werfen, schafft Linda durch einen Geistesblitz das Auto zu öffnen und es kann losgehen!
    Diese Ausbrüche begleiten mich in letzten Zeit öfters, da man geistig nicht mehr so gefordert wird.

    Nosara
    Nosara ist eine kleine schöne Surferstadt ca. 200 km von Santa Teresa entfernt. Die Fahrtzeit beträgt ca. 4 Stunden. Zwei Mal im Jahr legen hier tausende Schildkröten gleichzeitig ihre Eier ab. Leider verpassen wir dieses Event um eine Woche. Vermutlich haben wir zu lange gerätselt, wie wir das Auto öffnen können. Allerdings steht plötzlich zwischen unserem ersten Ziel ein Bach. Also kein Bach, sondern ein Fluss. Gefühlt, so breit wie ein See. Der Amazonas ist im Vergleich ein Rinnsal! (siehe Bild). Ein kurzes Kreischen aber dann unterdrücke ich den Urzustand und entsinne mich, was ich in der Fahrschule gelernt habe. 1. stelle ich den Rückspiegel und den Sitz richtig ein 2. kontrolliere die Anzeige und testen ob ich angeschnallt bin. Dann bahne ich mir meinen Weg durch die reißende Flut. Auf der anderen Seite angekommen fühle ich mich gut. Was soll mich jetzt noch aufhalten? Ich kurbel das Fenster herunter, damit ich meinen Ellenbogen lässig heraushängen lassen kann. Dann setzte meine Sonnenbrille auf, die ein wenig schief im Gesicht hängt, weil ein Bügel fehlt. Gerade stelle ich noch die Musik lauter, als klingelnd ein schrottreifes Fahrrad mit Besitzer an mir vorbeifährt und mit Leichtigkeit den Ba..Fluss durchquert, um immernoch klingelnd auf der anderen Seite zu verschwinden. Dabei bin ich fest der Annahme, die Klingel wurde zur Demütigung angebracht. Das Fahrrad hatte nicht einmal Bremsen!
    Ich stelle schnell die Musik leiser und kurbel das Fenster wieder hoch. Die schiefe Sonnenbrille lasse ich auf. Die passt zur Situation.
    In Nosara angekommen wohnen wir in einem Apartmenthotel mit Gemeinschaftsküche. So kommen wir der sehr netten Familie aus Barcelona näher. Vor allem findet Eddy seine erste große Liebe. Sophi! Er versucht es mit allen Tricks, sie zu bekommen. Desinteresse, anderen Frauen (Mama) oder Geschenke (ihr einen blauem Ball hinrollen). Es funktioniert!
    Das wir richtig im Elternleben angekommen sind, merken wir erst mit dieser netten Familie. Wir trinken nämlich schon beim kochen des Essens Bier oder Rum aus Kaffeetasse. "War aber auch ein stressiger Urlaubstag." Auch wünschen wir uns eine gute Nacht, wenn wir die Kinder ins Bett bringen. Da es nicht selten vorkommt, dass auch uns die Kinder ins Bett bringen. "War aber auch ein stressiger URLAUBStag."

    Monteverde

    Unser nächster Halt ist Monteverde. Eddy beschreibt die Straßenzustände von Costa Rica am Besten. Er hat ein kleines Holzauto, dass er in der Hand hält und mit Brummgeräuschen überall herumfahren lässt. Bevor wir losgefahren sind, hat er damit ganz normal gespielt. Sobald er jetzt das Auto in der Hand hat, meint man er bekommt einen epileptischen Anfall. Nur die Brummgeräusche lassen erahnen, dass er noch spielt. Damit stellt er aber jedoch nur die wackelnden Strasseverhältnisse in Costa Rica da.
    Monteverde ist bekannt für seine Hängebrücken und Ziplines. Das wird auch alles abgehakt. Auch ist Monteverde für seinen Nebelwald berühmt. Das bedeutet, viel Regen und viel Nebel das ganze Jahr über. Insbesondere in der Regenzeit, in der wir uns jetzt befinden. Allerdings merken wir sehr wenig von der Regenzeit, seit wir in Costa Rica sind. Auch der Nebelwald zeigt sich bei strahlenden Sonnenschein. Sodass wir langsam aber sicher der Meinung sind, dass überall der Klimawandel dort auftaucht, wo wir sind! Sind wir vielleicht der Klimawandel?

    In den nächsten Tagen geht es nun noch nach La Fortuna und Poas. Wir freuen uns darauf und danken euch, dass ihr so viel gelesen habt.

    Eure Schmeyselbande
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