Zu den Vesterålen
1. januar, Norge ⋅ 🌙 -11 °C
Die Nacht wahr sehr kurz.
Gegen 8.00 Uhr sollte der Bus Richtung Vesterålen starten.
Also schnell aufstehen und noch schneller zum Frühstücksbuffet.
Ich aß eine Kleinigkeit. Der heiße Kaffee machte mich wach.
Das Schiff erreichte Harstad und für uns standen zwei Busse bereit. Es wurde uns in drei Sprachen der Plan der Reise mitgeteilt.
Zuerst drehten wir eine kleine Runde durch die ca. 25000 Einwohner zählende Universitätsstadt. Es gab eine Werft, eine kostenlose Bibliothek, in der man nur zahlen musste, wenn man die Bücher nicht wieder zurück bringt.
Bald verließen wir das Zentrum und wurden in der nördlichsten Steinkirche Nordnorwegens empfangen.
Die Predigt dauerte nicht lange. Jeder durfte das Vater unser in seiner Landessprache sprechen.
Nach Empfang des Segens verließen wir diese Kirche und gingen an dem Nachbau einer Stabkirche, die, bevor die steinerne Kirche gebaut wurde, an dieser Stelle stand, vorbei.
Ganz unscheinbar stand sie im dämmernden Morgen. In ihr stand ein hölzernes Taufbecken und ein kleiner, mit Kerzen beleuchteter, Altar.
Nebenan stand ein altes Holzhaus, ohne Fenster, wie es sie hier vor vielen Jahren gegeben hat.
Uns wurde über das Leben der damaligen Zeit erzählt und gezeigt, wie früher aus Flachs und Schafwolle Kleidung und Fischernetze hergestellt wurden.
Nach diesem Besuch in einen kleinen Teil der Geschichte stiegen wir in die Busse und fuhren durch das verschneite und bergige Vesterålen.
Hier und dort gab es einen Stopp, damit auch jeder seine Fotos machen konnte.
Es war fast taghell aber die Sonne schafft es hier oben noch nicht über den Horizont zu steigen.
Die Berge leuchteten in strahlendem Weiß, auf Seen hat sich Eis gebildet.
Rentiere liefen herum. Wir erfuhren, dass die weiblichen Tiere im Winter ihr Geweih behalten und sie es erst nach der Geburt der Jungtiere, im Frühjahr, abwerfen.
Die männlichen Tiere verlieren es nach der Paarungszeit im Herbst.
Somit ist klargestellt das Rudolf eigentlich Rudolfine heißen muss.
Der Vormittag verlief schnell und bald sollten wir in Sortland ankommen.
Unser Schiff erreichte gleichzeitig mit den Bussen den Hafen von Sortland.
Die Überraschung war, dass das Schiff unter der Brücke, über die wir fuhren, gleichzeitig mit lautem Hupen drunter durch fuhr.
Wieder auf der "MS Nordnorge" besuchte ich einen Vortrag über die Entstehung der Hurtigruten. Sehr interessante Geschichte, auch, wenn man erfährt, dass früher Briefe von Trondheim nach Hammerfest fünf Monate unterwegs waren.
Richard With hat es dann mit neuem Schiff in drei Tagen geschafft. Ungefähr soviel, wie die Schiffe auch heute noch unterwegs sind.
Inzwischen gibt es eine Hurtigruten Expedition Gesellschaft, mit deren Schiffen man in die Arktis, Antarktis fahren kann.Læs mere















