Valencia Tag 1
10 maggio, Spagna ⋅ ☀️ 23 °C
Heute Morgen haben wir kurz in einem Straßencafe gefrühstückt, um pünktlich um 10 Uhr zu unserer Stadtführung mit dem Fahrrad 🚲 zu erscheinen. Die ersten 1,5 Stunden waren wir alleine mit unserem Guide Eduardo unterwegs, danach gesellte sich noch ein junges Paar aus Bulgarien zu uns.
In der Stadt ist richtig was los, da jedes Jahr am zweiten Maiwochenende das Fest der Virgin de los Desamparados (Heilige Jungfrau der Hilflosen), der Schutzpratonin der Stadt, gefeiert wird. Die Feierlichkeiten dauern drei Tage, inklusive Feuerwerk, mehreren Prozessionen etc.
Wir haben auf unserer Tour einen Eindruck gewonnen von den verschiedenen Stadtbezirken, der Altstadt, der Art Deco Stadt sowie der Modernen Stadt und der Ciutat de les Arts i les Ciències. Hierbei handelt es sich um einen spektakulären, futuristischen Kultur- und Freizeitkomplex. Gelegen im ehemaligen Turia-Flussbett, umfasst er u.a. das größte Aquarium Europas (Oceanogràfic) und ein interaktives Wissenschaftsmuseum.
Nach der Tour radelten wir in weniger als 3 km ans Meer und genossen unsere erste Paella. Sie ist das Nationalgericht der Valencianer.
Da es Sonntag Mittag war, Kommunion gefeiert wird und zudem die Sonne schien, war einiges los in den Restaurants 🫣, aber wir haben mit Glück im dritten Anlauf einen schönen Platz ergattert und das Treiben bestaunt.
Exkurs - Überschwemmungen:
Ca. alle 50 Jahre kommt es in Valencia zu einer großen Überschwemmung, da die Stadt von hohen Bergen umgeben ist und starke Regenfälle die Flüsse über die Ufer treten lassen. Dies war wohl schon immer so und daher liegt beispielsweise auch die ehemals römische Stadt unter Schutt und Schlamm vergraben. Im Jahr 1957 kam es zu einer dieser riesigen Überschwemmungen und die gesamte Altstadt stand unter Wasser. Daraufhin hat man den vormals durch die Innenstadt fließenden Fluss Turia umgeleitet und das alte Flussbett dient heute auf 9 km als Grüne Lunge und Freizeitanlage für die Bewohner der Stadt.
Die Überschwemmung im Oktober 2024 traf dementsprechend die Randgebiete der Stadt rund um den umgeleiteten Fluss. Diese Gebiete waren in den 60 iger Jahren noch Farmland und unbewohnt und sind erst in den letzten Jahrzehnten besiedelt worden. Heute befindet sich die Stadt in einer Phase des langfristigen Wiederaufbaus und der strukturellen Anpassung an zukünftige Extremwetterereignisse. Von den Zerstörungen von vor 1,5 Jahren ist für einen Touristen nichts mehr zu erkennen.Leggi altro
























