Rolf Schwarzer

Joined March 2017
  • Day23

    Kapstadt - Frankfurt - Berlin

    October 29 in Germany

    Home sweet home! Wir sind wieder gut in Berlin gelandet, schon beim Landeanflug durch die gefühlt kilometerdicke Wolkendecke stellt sich Südafrikasehnsucht ein. Es ist so dunkel hier! So grau! Und so unglaublich kalt!
    Mit einigen Hindernissen und Besonderheiten (Fernsehteam von RTL an Bord, Hessens Noch-Ministerpräsident fliegt nämlich auch mit, in Tegel ist das Flugzeugparkleitsystem ausgefallen und die Gangway nicht bemannt) holen wir unser Gepäck und kämpfen uns mit Bussen und Bahnen bis nach Hause durch. Lea und Nele frieren trotz mehrlagigen Jackensystems und Mützen, und wir alle sind froh, als wir endlich zu Hause sind. Großes Hallo und Wiedersehensfreude wegen "Maxmilli, Maxmilli"!
    Tja, und damit ist er dann auch schon wieder vorbei, unser schöner Urlaub...
    Fazit bleibt: Südafrika ist ein tolles, vielseitiges, wunderschönes Land! Strände, Klippen, Wüste, Regenwald, Sanddünen, Wale, Wind, Pinguine, Zebras, Giraffen, Antilopen, Elefanten usw, fantastische Wanderwege, Nationalparks, Höhlen, verwunschene Täler und Wasserfälle, Märkte, tolles Essen und stets ein guter Wein - findet man alles dort.😎 Es waren einfach tolle drei Wochen!
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  • Day23

    Umsteigen in Frankfurt

    October 29 in Germany

    Wir sind heute früh gut in Frankfurt gelandet.
    Es ging ja spannend los in Kapstadt auf der Startbahn, gerade hatte der Kapitän "Cabin Crew, prepare for departure" durchgesagt, da gab es irgendwo in den hinteren Reihen einen medizinischen Notfall und schon schallte die gefürchtete Frage aus den Lautsprechern: "Ist ein Arzt an Bord?"
    Als ich mich aufgerafft hatte, waren aber glücklicherweise schon genug fachkundige Menschen vor Ort und ich konnte mich wieder hinsetzen 😅 Trotzdem mussten wir dann zum Gate zurückfahren, die fragliche Person dem Notarzt übergeben, die Koffer mussten rausgesucht und ausgeladen werden, dann wurde noch nachgetankt und erst mit einer Stunde Verspätung starten wir dann doch Richtung Deutschland. Nach dem - bei Lufthansa immer sehr fragwürdigen - Abendessen schlafen unsere vorbildlichen Kinder sofort ein und erwachen erst wieder beim Landeanflug auf Frankfurt. So muss Fliegen sein!
    In Frankfurt selbst müssen wir uns dann ganz schön sputen, denn wir sind 30 min zu spät gelandet, wir haben nur noch 45 Minuten Umsteigezeit und müssen nochmal durch den Sicherheitscheck und die Passkontrolle.
    Glücklich am Gate A17 angelangt, stellt sich heraus, dass die Eile ganz unnötig war, denn das Computersystem hat die Flugzeuge an A16 und A17 vertauscht und jetzt muss das ganze Gepäck und das Catering wieder umgeladen werden.🤣
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  • Day22

    On the road to Cape Town

    October 28 in South Africa

    Ernest Hemingway sagte ja einmal "I never knew of a morning in Africa when I woke up that I was not happy."
    Für heute morgen traf das nicht so ganz zu: die Aussicht auf das Ende des Urlaubs, Packen, zum Flughafen fahren, einen 12-Stunden-Flug und das kalte graue Berlin hat uns nicht wahnsinnig positiv gestimmt 🤣 Andererseits freuen wir uns natürlich auf Freunde und Familie und unsere zwei Katzen!
    Heute früh trennen uns noch knapp 300 km von Kapstadt, sodass wir zunächst zwei Stunden durchfahren bis in die Weinregion um Franschouk und Stellenbosch. Dort machen wir, inspiriert von Katja und Rolf, beim Drakenstein Lions Park einen Zwischenhalt. Das war jetzt leider nicht die allerbeste Idee des Urlaubs, denn beim Verlassen des Autos trifft uns fast der Schlag vor Hitze und in dem Areal gibt es so gut wie keinen Schatten. Es wird also ein eher kurzer Ausflug, denn auch die Löwen haben sich vor der sengenden Hitze in den Schatten geflüchtet und bewegen sich keinen Millimeter, und es ist eigentlich nicht auszuhalten in der Sonne. Dafür unterziehen wir die gekühlten Getränke und die Eistruhen einer ausgiebigen und wohlwollenden Musterung 😊
    Da jetzt unplanmäßig immer noch recht viel Zeit übrig ist, fahren wir noch die Viertelstunde nach Boschendal, wo wir auf den Tag genau vor zwei Wochen zum Picknick waren. Wir kaufen hier zwei Flaschen Chenin Blanc, mehr passt in die Koffer nicht mehr rein. Den Rest der verbleibenden Zeit kühlen wir uns auf dem kleinen Wasserspielplatz ab und investieren die allerletzten Rand in eine kleine Runde Ponyreiten für Lea und Nele.
    Und dann ist es auch schon Zeit, zum Flughafen zu fahren, noch Tanken, Auto abgeben (nach ziemlich genau 3000 km Roadtrip), längere Sachen anziehen, ewig lange am Check-In-Schalter stehen, Sicherheitskontrolle und Passskontrolle. Jetzt sitzen wir am Gate und schauen zu, wie der Airbus A340-300 Herne der Lufthansa (witzigerweise dasselbe Flugzeug, mit dem wir auch auf dem Hinflug nach Kapstadt geflogen sind) betankt und beladen wird. Und dann geht auch schon das Boarding los...
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  • Day21

    Cango Caves - Route 62 nach Swellendam

    October 27 in South Africa

    Obwohl momentan das Hauptaugenmerk auf dem Autofahren Richtung Kapstadt liegt, haben wir heute morgen noch eine touristische Attraktion eingebaut und sind von Oudtshoorn aus nach Norden zu den berühmten Cango Caves gefahren, die wohl zu den schönsten Höhlensystemen der Welt zählen. Für 11 Uhr haben wir eine Tour gebucht, es ist schon am Vormittag fast unerträglich heiß und drückend. In den Höhlen herrschen ganzjährig angenehme 18-20 Grad, das ist schon mal ein Pluspunkt! Obwohl wir ja schon viele Höhlensysteme besichtigt haben und man das mit den Stalagmiten und Stalagtiten irgendwann auch nicht mehr hören kann, sind wir doch ziemlich beeindruckt von den gigantisch schönen Formationen, die auch alle eigene Namen tragen - die Orgelpfeifen, der schiefe Turm von Pisa, die Honeymoon Suite usw.
    Schneller als gedacht ist unsere einstündige Heritage Tour vorbei...Die längere Adventure Tour wäre zwar noch deutlich spannender gewesen, beinhaltet aber wohl meterlange Tunnelpassagen von teilweise nur 60cm Durchmesser...schon bei dem Gedanken meldet sich ein Anflug von Klaustrophobie. Außerdem wären Kinder da eh nicht erlaubt gewesen, also habe ich eine gute Entschuldigung, mich nicht durch schornsteinenge Felsröhren quetschen zu müssen 😆
    Nachdem wir noch ein kleines Mittagessen im Restaurant gekauft haben, wollen wir gegen 13 Uhr losfahren. Auf dem Parkplatz steht die Hitze, das Thermometer zeigt 41 Grad an, das Auto kocht beinahe. Das ist jetzt wirklich nicht mehr schön...Die Klimaanlage läuft die gesamten 3 Stunden Fahrt auf Hochtouren!
    Wir nehmen diesmal die Route 62, die sowas wie die Route 66 Südafrikas ist. Die Straße führt wieder durch Karoo-Wüstenlandschaft an den Swartberg Mountains entlang, dann aber beim Paardenberg Nature Reserve auch in engen Serpentinen durch absolut spektakuläre Felsenschluchten! Eigentlich eine Straße, wo man alle 100m anhalten möchte, um das Panorama zu bestaunen oder ein Foto zu machen....leider kommt bei jedem Öffnen von Tür oder Fenster ein Schwall heißer Luft ins mühsam runtergekühlte Auto und außerdem wollen wir ja irgendwann auch mal ankommen!
    Die Kinder haben sich wirklich einen Orden verdient fürs geduldige Ausharren im Auto in den letzten drei Wochen...Wir haben mal überlegt, es gab eigentlich keinen Tag an dem wir nicht Auto gefahren sind 🙄.
    Bei Barrydale biegen wir von der R62 ab nach Süden, durchqueren in einer weiteren Wahnsinnsbergstraße über den atemberaubend schönen Tradouwpass die Zuurberg Mountains (Nele leidet sehr in den engkurvigen Straßen) und landen schließlich wieder im Küstenstreifen. Die Temperatur fällt schlagartig um fast 10 Grad, hier messen wir "nur" noch 33 Grad im Schatten. Und wie grün es hier ist! Das Auge hat sich in den letzten zwei Tage doch schon an die kargen Ockertöne und das Gestrüpp der Halbwüste gewöhnt. Endlich erreichen wir gegen 16:15 Uhr unser B&B in Swellendam und entern - natürlich - erstmal den Pool. Lea wird immer sicherer und schafft schon eine ganze Bahn alleine zu schwimmen!
    Auf Empfehlung von Antony, dem Besitzer des B&B, gehen wir abends in einem sehr schönen Restaurant essen und bestellen afrikanische Spezialitäten wie Springbok-Carpaccio und Kudu-Filet. Alles megalecker!
    Da das Restaurant so nahe dran ist, laufen wir erstmals seit Ankunft in Südafrika dorthin und dann - mutig, mutig - nach Einbruch der Dunkelheit zurück. Antony hat uns versichert, dass das "absolutely safe" sei und doch kommen wir uns sehr abenteuerlich vor!
    Tja, unser letzter Abend...unglaublich, wie schnell die drei Wochen rum sind! Andererseits kommt es uns bereits vor, als wäre es Monate her, dass wir in Kapstadt waren....oder in Hermanus...oder in Stellenbosch...😅 Aber eins steht fest: Südafrika ist ein absolut sehenswertes, vielfältiges Land und es war ein megatoller Urlaub!
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  • Day20

    Roadtrip nach Oudtshoorn

    October 26 in South Africa

    Wir nehmen schweren Herzens - wieder einmal - Abschied von Addo und fahren nach Westen in Richtung Oudtshoorn.
    Da wir auf dem Hinweg über die Küstenstraße gekommen sind, wählen wir diesmal die inland route durch die kleine Karoo, die schon erwähnte Halbwüste im Landesinneren.
    Karge Landschaft, schnurgerade Straßen und endlose Weite erinnern wieder sehr an Australien. Eine verlassen anmutende Bahntrasse ist lange Zeit unser treuer (und einziger) Begleiter. Ansonsten begegnen wir stundenlang keiner Menschenseele, nur ein paar Affen sehen wir auf den Zäunen sitzen.
    Am Straßenrand wachsen anspruchslose Gewächse wie Agaven, struppige Sträucher und riesige Kakteen, ansonsten dominieren Staub, Sand und Felsen die Szenerie; das Thermometer zeigt 38 Grad im Schatten.
    Kaum zu glauben, dass sich die parallel laufende Küstenstraße mit ihren grünen Dschungelwäldern und dem Ozean nur ca 50 km südlich befindet!
    Zwischenzeitlich verengt sich die Wüstenstraße dann auf einen einspurigen Asphaltpfad, über den wir knappe 40 Kilometer weit rumpeln müssen, bis wir mit der N9 wieder eine nenneswerte Straße erreichen.
    Nach 4 Stunden Fahrt mehren sich die Zeichen der Zivilisation in Form von Baustellen und zahlreiche Straußenfarmen deuten darauf hin, dass wir uns Oudtshoorn nähern, der selbsternannten Stadt der Strauße. Als wir über den letzten Hügelkamm kommen, sehen wir über dem Tal eine riesige Rauchwolke hängen und ein brenzliger Geruch hängt in der Luft - irgendwo hier muss es wohl brennen und die Rauchentwicklung ist wie gesagt enorm!
    Wir erreichen unser Quartier in Oudtshoorn aber unbeschadet gegen 14:30 Uhr, packen unsere Sachen aus und gehen bei den drückenden knapp 40Grad eine Runde in den kleinen Minipool. Die Besitzerin ist unglaublich nett und lässt Lea und Nele mit allem möglichen Zeug ihrer Enkelkinder spielen.
    Zu 16 Uhr fahren wir nochmal ein ganz kleines Stück in die Rauchschwaden hinein, zur Chandelier Game Lodge. Hier wurden vor einiger Zeit zwei verwaiste Babygiraffen aufgenommen und von Hand mit der Flasche aufgezogen. Obwohl die beiden jetzt schon größer sind und tagsüber wohl mit anderen Giraffen verbringen, gibt es immer noch drei Milchflaschenfütterungen am Tag...und so dürfen Lea und Nele heute eben mal eine Giraffe füttern! Ich glaube, ich hab noch nie eine Giraffe von so nahe gesehen... Es ist schon wirklich erstaunlich, wie groß die Viecher sind! Aber ein Glück sind sie auch ganz sanft und freundlich.
    Ansonsten gibt es aber nicht so viel zu sehen, also kehren wir bald heim, daddeln noch ein bisschen rum, Baden im Pool und machen dann Abendessen aus diversen mitgebrachten Resten.
    Bei den angenehmen Temperaturen setzen wir uns abends wieder gemütlich mit einem Pimm's in den Garten....Wir müssen ja die Reste vernichten!
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  • Day19

    Sandboarding und Chillen am Pool

    October 25 in South Africa

    Unser letzter Tag, bevor wir uns ab morgen langsam auf den Weg zurück nach Kapstadt machen!
    Nach dem vielen Safari-Autofahren gestern wollten wir heute etwas mit weniger Auto machen. Zugegeben schwierig, da zumindest die Anfahrt natürlich ein Auto erfordert, aber schlussendlich haben wir uns für eine kleine Bootsfahrt zu den Dünen am Sunday River Mouth mit Sand Sledding entschieden.
    Wir brechen leider etwas spät auf, sind nach 45 Minuten Fahrt aber doch in Colchester. Auf einem kleinen Boot tuckern wir gemächlich in etwa 10 Minuten zu den Sanddünen, wo der Guide die Boards auspackt. Böse Überraschung: Gebucht hatten wir ja Sand Sledding, wo man mit einer große Matte mit Festhaltemöglichkeit die Sandberge hinuntersaust - das erschien uns für die Kinder geeigneter als die snowboardähnlichen Sandboards. Durch einige Missverständnisse in der Kommunikationskette stehen wir jetzt aber trotzdem mit Sandboards da, und sind darüber nicht gerade begeistert. Aber nun sind wir ja schonmal da und auf einem Snowboard kann man ja auch im Sitzen runterrutschen.
    Die Kinder sind zunächst begeistert bei der Sache und haben ihren Spaß, es sieht auch echt witzig aus! Ich versuche mich dann notgedrungen auch mal an einem Sandboard und fahre im Stehen da runter, es ist einfacher (und lustiger!) als gedacht. Schließlich überwindet sich auch Felix und findet ebenfalls Geschmack an der Sache. Der Minuspunkt ist das Hochlaufen auf die Dünen durch den weichen, rutschigen, heißen Sand, auch insgesamt ist die Hitze enorm und der leichte Wind bringt zwar Abkühlung, aber weht natürlich auch Sand herüber und überzieht uns mit einer feinen Sandkruste. Das alles macht den Kindern dann auf die Dauer doch ganz schön zu schaffen und so kürzen wir die eigentlich dreistündige Tour etwas ab. Zurück beim Touranbieter, die auch ein wirklich schönes Cafe betreiben, sprechen wir nochmal die fehlenden Schlitten an. Es herrscht große Betroffenheit und man bietet uns immerhin an, uns 50% des Preises zurückzuzahlen. Mit so viel Entgegenkommen hatten wir gar nicht gerechnet, zumal wir ja trotzdem eine Menge Spaß hatten!
    Im Restaurant gibt es noch eine Runde kühler Getränke sowie Pizza, ein Sandwich mit Salat sowie die unervermeidlichen Chicken Nuggets (dass das den Kindern nicht schon zu den Ohren raushängt?!).
    Den Rest des Tages verbringen wir am und im Pool, Lea schafft schon eine halbe Bahn ohne Schwimmhilfen!
    Abendessen gibt es, das muss man wirklich namentlich erwähnen, im Riverfront Restaurant in Addo. Von all den tollen Restaurants war dies das Beste, da sind wir uns einig. Es liegt am Ufer des Sunday River und bietet spektakulärste Sicht von der Terrasse auf den Sonnenuntergang, tolles Spielzeug für die Kinder, auch Malzeug bringt die nette Kellnerin und das Essen ist die absolute Wucht! Die Kinder kriegen Kartoffelbrei zu ihrem Hühnchen und sind absolut selig, ich habe das vegetarische Menü, Gemüse einmal quer durch den restauranteigenen Garten mit Couscous und Feta, Felix versucht sich am Wildebeest-Filetsteak (es handelt sich um Gnu) - alles simpel, frisch und so so so lecker! Dazu versinkt die Sonne in verschwenderischer Farbenpracht hinterm Horizont - wirklich ein gelungener Abschluss des Tages!
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  • Day18

    Addo Elephant Park

    October 24 in South Africa

    Schon früh am Morgen zeigt das Thermometer wieder über 30 Grad. Wir frühstücken in unserem schönen B&B, schwimmen eine morgendliche Runde im Pool und fahren dann zum nahegelegenen Addo Elephant Park, einer der größten staatlichen Nationalparks zur Sichtung afrikatypischer Fauna.
    Der große Vorteil für uns: man muss nicht zwingend an einer geführten Safari-Jeep-Tour teilnehmen (die dann meistens eh keine kleinen Kinder erlauben), sondern darf auch auf eigene Faust mit seinem Auto durch den Park fahren und so seine individuelle Route und Tempo wählen.
    Grundsätzlich möglich ist die Sichtung der namensgebenden Elefanten, aber auch von Wasserbüffeln, Zebras, Löwen, Leoparden, Schakalen, Warzenschweinen, Mungos, diversen Schlangen und vielem weiteren. Ist ja klar, dass man in freier Wildbahn nicht alles entdeckt, aber wir begeben uns trotzdem insgesamt sechs Stunden lang auf die Pirsch, am Ende werden wir knapp 100 km gefahren sein.
    Es dauert einige Zeit, bis wir ein Entry Permit erwerben können, dann geht es aber los, gleich kurz hinter dem Gate treffen wir auf die ersten Warzenschweine und Kudus. Kurze Zeit später biegen wir auf einen ungeteerten Track ab und sehen dort zweimal eine Zebraherde direkt am Straßenrand - einmal überqueren die Zebras sogar die Straße direkt vor uns und umrunden unser Auto! Nach diesem tollen Auftakt kommt leider erstmal zwei Stunden Flaute, obwohl wir uns auf diversen Rundwegen langsam bis ans Südende des Parks vorarbeiten, wo am Morgen wohl Löwen gesichtet worden sind. Aber so sehr wir uns auch anstrengen, wir sehen keine Raubkatzen ☹ Dafür einen Strauß, mehrere Antilopenarten, darunter auch Elan-Antilopen und gefühlte tausend Zebras und Warzenschweine aus der Ferne. Mehrfach geht der Blick von den Hügeln spektakulär über die savannenartigen Ebenen bis zum Meer hinunter.
    Schließlich treffen wir am Ngulube-Wasserloch aber auf eine große Herde Elefanten und mehrere Wasserbüffel, das ist schon spektakulär! Nach einer kleinen Pause am Picnic Area fahren wir langsam wieder zurück Richtung Norden, sehen dabei noch mehrfach Elefanten direkt am Wegesrand im Gebüsch stehen. Es ist total verrückt, wie nahe die uns sind!!! Einmal gibt es eine etwas brenzlige Situation, als der Jeep vor uns plötzlich beginnt, rückwärts zu rollen, erst denken wir noch, der wird doch mal bremsen aber dann bleibt uns zur Rettung unseres Mietautos nicht anderes übrig, als auf die Hupe zu drücken. Nach schier unendlich scheinenden Sekunden Dauerhupe fühlt sich dieser Idiot endlich angesprochen und tritt auf die Bremse (etwa 5 mm vor unserer Stoßstange!). Leider fühlt sich auch der Elefantenbulle am Straßenrand, den wir grad beobachten, durch das grelle Geräusch angesprochen bzw. provoziert und kommt nun mit großen Schritten auf uns zu. Schnell schmeißen wir den Motor an und verlassen unseren Beobachtungsplatz, ein Glück nimmt der Elefant nicht die Verfolgung auf. Puh!!!!
    Wir sehen am nächsten Wasserloch noch einen malerischen einzelnen Elefantenbullen beim Trinken und Sich-mit-Wasser-Bespritzen, sowie zwei Schildkröten, dann ein paar Mungos und zwei Schlangen, die kurz vor uns über die Straße kriechen - eine grünliche, die wir später als Baumschlange (Boomslang) identifizieren und eine bräunlich gefärbte, die sich gegen das entgegenkommene Auto in Angriffsstellung begibt und sich dabei durch ihren Kragen als Kap-Kobra zu erkennen gibt. Immerhin überqueren die beiden die Straße unbeschadet - eine Puffotter, die wir früher am Tag gesehen haben, hatte offensichtlich nicht so viel Glück. Auch mehrere Mistkäfer von erstaunlicher Größe haben den Versuch, den Elefantenmist auf der Straße zu verarbeiten, mit ihrem Leben bezahlt (obwohl mehrere Schilder darum bitten, zum Schutz der Käfer nicht durch Elefantenexkremente zu fahren, gibt es natürlich genug Idioten, die sich nicht dran halten).
    Die Kinder sind derweil ausgelassen, unter dem Beifall ihrer großen Schwester passt Nele gut beim Fahren auf und gibt ständig Warnhinweise: "Vorsiiiicht Papa, ein Wal!" oder -Favorit- "Vorsiiiicht, Mama... ein Lulu!" (Was auch immer das sein mag, aber es sorgt für Riesengelächter auf den Rücksitzen).
    Gegen 16 Uhr lässt dann der Enthusiasmus deutlich nach und wir kehren, insgesamt doch zufrieden mit unserer Tier-Ausbeute (auch ohne Großkatzen), zurück in unser Quartier, schwimmen noch eine Runde im Pool und fahren zu dem gestrigen Restaurant zwecks Abendessen. Leider ist die Hüpfburg heute nicht mehr da, das führt zu langen Gesichtern, aber Fangespielen auf dem Gras mit Mama und die Sichtung mehrerer Dikdiks mit Papa entschädigt dann doch.😊
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  • Day17

    Tsitsikamma NP - Addo

    October 23 in South Africa

    Der Wind hat gedreht. Als wir heute morgen schon vor 7 Uhr von unseren zwei Prinzessinnen geweckt werden, sehen wir, wie sich draußen die Bäume im Wind wiegen. In Erwartung antarktischer Kälte trete ich vor die Tür und bin überrascht: der Wind ist warm und es sind bestimmt knapp 30 Grad! Unserer Gastgeber erklärt später, dass dies typischer Wüstenwind aus der Kleinen Karoo ist, eine Halbwüste im Landesinneren.
    Wir frühstücken draußen, die Kinder gehen noch eine Runde mit Felix schwimmen, während ich packe; kurz nach 9 Uhr fahren wir los zum Tsitsikamma Nationalpark, den wir gestern auf unserer abenteuerlichen Wanderung schon mal gestreift haben. Heute fahren wir dahin, wo wahrscheinlich alle Touristen hinfahren, zum Storms River Mouth, über den eine spektakuläre Hängebrücke führt.
    Leas Gesicht fällt zusammen, als ich das Wort "Wanderung" erwähne, wir sind ja auch wirklich viel gelaufen in den letzten Tagen. Irgendwie war mir vorher gar nicht klar, was für ein tolles Wanderland Südafrika ist! Auch im Tsitsikamma NP gibt es mehrere Trails, die klingen alle so gut, dass man am liebsten alle laufen möchte. Aber heute beschränken wir uns wie gesagt auf den Mouth Trail.
    Gut, dass die Kinder so früh wach waren und wir kurz vor 10 Uhr schon vor den Toren des Nationalparks stehen, denn es füllt sich bereits. Mit ein bisschen Glück ergattern wir einen Stellplatz auf dem lächerlich unterdimensionierten Parkplatz am Restaurant, wo der Trail startet. Wichtigste Utensilien heute: Sonnenhüte, Sonnencreme und Wasser! Das Thermometer zeigt 35 Grad im Schatten.
    Am ersten Strand bemerken wir erstmals auf dieser Reise fiese kleine Stechfliegen, die uns attackieren. Mistviecher! Ein Glück haben wir Mückenspray dabei. Der gut ausgebaute Holzbohlenweg führt durch den kühlen Dschungel in leichtem Auf und Ab, nach einer knappen Stunde sind wir an der Flussmündung mit der Hängebrücke. Wir beobachten einige Kanuten, die unter der Brücke durch den Fluss aufwärts paddeln - das sieht beneidenswert toll aus, ragen doch beiderseits des Storm River gigantisch hohe Felsenwände auf und formen eine faszinierende Schlucht. Wir laufen über die wackelige Hängebrücke und machen dort eine Pause im Schatten. Nach einigem Hin und Her entscheiden wir, die Kinder bei der Hitze jetzt nicht noch bis zum Lookout den Berg hochzuzerren, und so gehe ich ohne Gepäck alleine hoch und gucke mal, wie spektakulär die Sicht ist. Der Anstieg ist ordentlich, führt aber durch den kühlen Wald, da geht es. Nach 10 Minuten bin ich oben. Die verbleibenden 500m bis zum Lookout führen über ein sonnenbeschienenes, windstilles Plateau und gehen wirklich an die Substanz; es ist einfach unglaublich heiß! Der Ausblick ist sehr schön, ähnelt ein bisschen dem Robberg Nature Reserve mit dem verschwenderisch grünen Urwald, der bis ans türkisfarbene Wasser reicht. Aber kein Grund, Felix und die Kinder jetzt auch noch den Berg hoch durch diese Backofenhitze zu jagen!
    Wir machen uns auf den Rückweg zum Auto, wo wir gegen 13 Uhr eintreffen, jetzt ist die Parkplatzsituation verheerend und wir beglückwünschen uns erneut zu unseren zwei Frühaufsteherkindern. Da Nele eh müde ist, nutzen wir ihren Mittagsschlaf für die verbleibenden zweieinhalb Stunden Fahrt in den kleinen Ort Addo, der etwa 10 km vor den Toren des Addo Elephant Parks liegt. Wir kommen gut durch, Addo selbst ist ein staubiges, verlassenenes kleines Kaff, wir sind die einzigen Weißen, was nach der Garden Route erstmal ein komisches Gefühl ist. Auf einem rumpeligen kleinen Feldweg voller Schlaglöcher kommen wir an einigen Farmen und Obstplantagen vorbei, bevor wir dann doch noch beim Bydand B&B ankommen. Hinter den landestypischen hohen Zäunen liegt eine wunderschöne Anlage mit grünem Rasen, blühenden Blumen und einem einladenden Pool. Gleich hinter dem Anwesen liegt ein kleiner Teich, eine Art Wasserloch, hier tanzen Mücken in der Sonne und zirpen die Grillen, einige Vögel ziehen majestätisch vorbei und der Blick geht weit hinaus in die Ebene Richtung Westen.
    Wir haben ein sehr schönes Familienzimmer, richten uns ein, und verbringen den Rest des Tages bei knappen 40 Grad im Schatten im Pool. Zum Abendessen fahren wir ins Restaurant des Addo Wildlife Center etwa 3 km die Straße hoch - man sitzt dort wunderschön auf der Terrasse in der feuerrot untergehenden Sonne, die Luft ist noch immer angenehm warm, das Essen ist super, der kühle Weißwein kommt vom Leopard's Leap Vineyard (Da waren wir!) und die Kinder toben bis zur einsetzenden Dunkelheit auf der Hüpfburg und dem Spielplatz. Afrika!
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  • Day16

    Pferdereiten und Natures Valley

    October 22 in South Africa

    Als Belohnung für das ausdauernde Wandern der letzten Tage haben wir für Lea (und mich) heute früh eine einstündige Reittour bei Hog Hollow Horse Trails gebucht. Nicht, dass einer von uns reiten könnte, aber man kann auch als Anfänger teilnehmen und, das Wichtigste, sie nehmen auch Kinder mit und wurden von Sue und Albert, unseren Gastgebern, in höchsten Tönen gelobt.
    Als wir um 8:20 Uhr auf dem Hof erscheinen, sind wir trotz des fabelhaften Wetters die Einzigen.
    Nele lässt wieder mal alle Herzen schmelzen, indem sie wie der Wirbelwind über den Hof fegt, alle Katzen mit begeistertem Gequietsche quittiert und immer laut "Pony!" ruft und lacht und kichert. Wir werden gleich gefragt, ob sie nicht auch reiten will. Na ja, sie will schon, wir haben halt nur so unsere Zweifel, ob sie die eine Stunde auch durchhält. Aber angesichts ihrer immensen Begeisterung versuchen wir es einfach, schnallen uns alle vier also Gamaschen und Helme an und kriegen jeder ein Pferd an die Hand. Lea ist superaufgeregt, weil sie ein goldfarbenes Pferd bekommt, Nele kriegt das allerkleinste Pony namens Benni, Felix sitzt auf einem riesigen weißen Kaltblüter, mein Pferd ist dunkelbraun und heißt Maestro. Die Kinder werden auf ihren Ponies geführt, Felix und ich dürfen allein reiten. Der Weg über die Farm, die angrenzenden sonnigen Wiesen mit Blick auf die Tsitsikamma Mountains und den kühlen, schattigen Wald ist sehr sehr schön, die Pferde sind glücklicherweise weitgehend folgsam, nur auf der Wiese verliert das ein oder andere angesichts des frischen grünen Grases manchmal die Contenance 😄
    Nele singt hinten am Schluss der kleinen Karawane vor sich hin und ist hellauf entzückt, als ihr Pony sich noch erleichtern muss 💩.
    Die Stunde ist viel schneller vorbei als gedacht, aber für Lea und Nele hat es absolut gereicht. Nele war gegen Ende schon verdächtig still und ist auf ihrem schaukelnden Pony fast eingeschlafen und auch Lea bemerkt, dass "Reiten ganz schön anstrengend" ist. Und auch wir merken den einen oder anderen Muskel beim Absteigen!
    Wir fahren zu dem kleinen Cafe "Thyme and Again" dass uns schon seit Tagen aufgefallen ist, eigentlich für ein spätes Frühstück, angesichts der leckeren Karte gehen wir dann doch zu einem frühen Mittagessen über. Die Kinder spielen fröhlich auf dem prinzessinnenschlossähnlich angelegten Spielplatz, auch Buddelzeug ist vorhanden.
    Den Nachmittag wollen wir im Natures Valley verbringen, ein abgelegenes Tal mit wunderschönen Stränden am Rande des Tsitsikamma-Nationalparks. (Hier startet z.B. auch Afrikas bekanntester Mehrtageswanderweg: der Otter Trail)
    Ursprünglich hatten wir angesichts der 26 Grad an einen Badenachmittag gedacht, aber dann wurde uns doch der Salt River Mouth Trail so ans Herz gelegt... da es noch nicht mal 13 Uhr ist, denken wir, dass wir diese 5 km-Runde ja noch locker schaffen und in einer Stunde zurück sind. Um es gleich mal vorwegzunehmen: das haben wir nicht geschafft.🤣 Der Weg geht zunächst an dem wirklich paradiesisch schönen, nahezu verlassenen Strand entlang, führt dann etwas kraxelig über Felsen am Wasser lang und schließlich an einem Schild vorbei, welches eigentlich den Durchgang wegen schlechter Wegkondition verbietet (aber in der Information wurde uns gesagt, wir sollen einfach daran vorbeigehen). Im Prinzip steht das Schild aber zu Recht da, denn wir kämpfen uns mehr schlecht als recht über scharfkantige Schieferfelsen, teilweise mit bösen Abhängen und rutschigen Anstiegen; es gibt de facto keine Wegmarkierungen, dafür aber viele viele Trampelpfade von wahrscheinlich ähnlich verwirrten Menschen... mit den beiden Kindern ist es wahrhaftig keine Freude! Zumal weder Lea noch ich Wanderschuhe tragen (war ja Strandzeit geplant!).
    Das Einzige, was mich zwischenzeitlich am Umdrehen hindert, ist der Gedanke daran, was schon hinter mir liegt und da will ich nicht nochmal lang müssen!
    Schlussendlich normalisieren sich die Verhältnisse aber und dann wird der Weg gleich wieder so zauberhaft, dass die Stimmung rapide steigt. Dieser Ausblick! Dieser Urwald! Dieses Meer! Diese Farben! Dieses Licht! Und schon stehen wir an der Mündung des Salt River, waten dort nochmal durchs Wasser und am Strand lang, finden einen gestrandeten kleinen Katzenhai und zahlreiche Seeigel und biegen dann bald wieder in den kühlen Wald ab. Ab jetzt ist der Weg super ausgebaut, führt aber steil bergauf und es ist wirklich heiß heute! Merkwürdigerweise beklagt sich Lea jetzt kein bisschen (ob das an der Sichtung einer Mini-Schlange liegt?!). Als wir oben sind, geht es genauso steil wieder bergab zum Ausgangsstrand. Zwischendurch wieder unglaublich schöner Blick auf den leuchtend weißen Strand von Natures Valley, die tiefgrünen Tsitsikammaberge und den türkisen Ozean!!
    Mit viel, viel Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst kriegen wir Lea noch motiviert, den ganzen Rest zu laufen - insgesamt waren wir knapp 3 Stunden unterwegs.
    Aufgrund des Windes am Strand fahren wir aber dann doch heim und verbringen den Rest des Nachmittags auf dem Spielplatz und am Pool, wo beide Kinder bestens gelaunt planschen und schwimmen, Lea schafft sogar schon ein paar Züge ohne Schwimmhilfe und ist unendlich stolz auf sich!
    Zum Abendessen gibt es die restliche Pizza von gestern, und dann müssen wir ja leider noch packen - Morgen geht es weiter nach Addo!
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  • Day15

    Whiskey Creek & Wildlife Sanctuaries

    October 21 in South Africa

    Heute Vormittag haben wir, sehr zum Unmut unserer Töchter, wieder eine kleine Wanderung gemacht. Quasi auf unserem Grundstück, von dem man einen super Blick über die urwaldbewachsenen Berge des Garden Route NP hat, beginnt ein Pfad den Berg hinunter in ein kleines, verwunschenes Tal, in dem der Whiskey Creek entlangplätschert.
    Es geht also den kleinen Bergpfad erstmal ziemlich sportlich bergab durch eine Urwaldlandschaft voller Flechten, Farne und Moose, zwischendurch gibt es immer wieder tolle Ausblicke auf die Landschaft. Unten angekommen, schlängelt sich der überwachsene Dschungelpfad mal links und mal rechts am Flüsschen entlang, sodass wie mehrfach über die Steine ans andere Ufer springen müssen.
    Ich kann nicht umhin, diese Wanderung mit der gestrigen im Robberg Nature Reserve zu vergleichen und versuche mich zu entscheiden, wo ich es schöner fand - es gelingt mir nicht! Wo gestern klare, satte Farben, spektakuläres Licht, Wellentosen und Wind herrschten, sieht man heute verwunschenes Grün, moosig und dunkel; und außer dem Vogelgezwitscher und Bachplätschern keinen Laut.
    Am Ende des Pfades liegt ein einladender kleiner Felsenpool mit Wasserfall, von hohen Felswänden umgeben. Das Wasser ist auch hier tanningefärbt, aber die Sonne kommt langsam rum und erwärmt unseren Felsen, sodass wir heute mutig den Sprung ins kühle Nass wagen. Es piekst wie tausend Eisnadeln, binnen Sekunden ist die Haut komplett taub, oh Gott ist das kalt, aber auch sooooo erfrischend! Und die Sonne taut uns eh schnell wieder auf.
    Erst beim Anblick einer Zecke auf Felix' Bein erwachen wir aus unserer Waldverzauberung, zücken das Mückenspray und verlassen kurz darauf dieses wunderschönen Fleckchen Erde.
    Auf dem Weg zurück finden wir ein kleines Chamäleon auf einem Stein im Fluss sitzen. Ein echtes Chamäleon!!! Es klettert über unsere Hände und Unterarme, was mit den kleinen Widerhaken an seinen Füßen fast ein bisschen unangenehm ist und färbt sich doch tatsächlich von dunklem Steinbraun zu, na ja, hautfarben eben. Verrückt! Wir freuen uns wie kleine Kinder.
    Der Weg nach oben ist natürlich relativ beschwerlich aber die angedrohten 60 Minuten können wir locker unterbieten und sind in 25 Minuten oben.😎
    Nach einer kleinen Pause, in der Lea und ich unsere gestern auf dem Markt erworbenen Pluderhosen im Partnerlook ausprobieren, fahren wir ins Jukani Wildlife Sanctuary, wo diverse Großkatzen aus aller Welt (Löwen, Tiger, Geparden, Servale, Schakale, Pumas...) ein neues Zuhause finden. Man darf dort nur im Rahmen einer Führung hinein und wir erfahren sowohl allerlei Interessantes über die Arten, als auch traurige Geschichten über Löwen, die nur als Jagttrophäen aufgezogen werden, damit irgendjemand sie gegen Bares abknallen kann, Löwenbabies in Koffern auf irgendwelchen Märkten mit gebrochenen Schultern, blinde Luchse als Haustiere usw. Da alle aus verschiedenen Gründen nicht fit für die freie Wildbahn sind, werden sie hier so artgerecht und interaktionsfrei wie möglich gehalten.
    Leider sind wir nicht so ganz angemessen gekleidet, da wir die Jacken im Auto vergessen haben und ein geradezu eisiger Wind weht. Das haben wir in unsrem Whisky-Creek-Tal gar nicht gemerkt! Die meisten Großkatzen liegen arttypisch faul irgendwo rum; am lustigsten sind die Pumas, die ein fast beunruhigendes Interesse an Nele entwickeln. Wenn wir sie losschicken, am Zaun entlangzurennen, was sie begeistert tut, folgen ihr die Pumas wie festgeklebt.... sie ist noch so klein, dass die Viecher sie sofort als "easy prey" eingestuft haben. Lea ist ihnen dagegen schon fast zu groß, da funktioniert das nicht mehr ganz so gut 😅
    Im Souvenirshop erbettelt sich Lea noch einen Kompass, dann fahren wir noch in den Vogelpark Birds of Eden, wohl die größte Freiflugvoliere der Welt. Die ist wirklich riesig! Diesmal mit kleidungstechnisch adäquater ausgestatteten Kindern, machen wir uns auf den Weg. Gleich am Eingang begrüßt uns ein roter Ara und wir folgen dem schönen Dschungelweg in ganz vielen Zick-Zack-Linien durch verschiedene Höhen der Anlage, überall blitzen im Grün der Blätter bunte Federn auf. Wir sehen rote und blaue Aras, Ibisse, Afrikanische Graupapageien, Goldfasane, Haubenkraniche, Flamingos, Webervögel und gefühlte tausend andere Vögel, deren Namen wir nicht kennen. Es ist wirklich ganz ganz toll hier und war den Besuch absolut wert!
    17 Uhr schließt die Anlage und so machen wir uns auf den Weg nach Keurboomstrand, weniger wegen des wirklich schönen Strandes, sondern wegen eines italienischen Restaurants, was uns empfohlen wurde. Es liegt auf einer kleinen Felsnase fast direkt in der Brandung und wir überblicken von unserem Platz aus wunderbar die Plettenberg Bay. Die Portionen sind riesig, und wir bestellen, hungrig wie wir sind, viel zu viel 😅 War ja eigentlich klar, dass die Kinder nicht jeder eine Pizza schaffen (Kindergröße hin oder her) und es bleibt super viel übrig. Gegen Ende der Mahlzeit sind durch das Fenster bzw. von der Terrasse aus in der feurigen Abendsonne zwei springende Buckelwale zu sehen! Leider bleiben sie nicht lange, aber es war doch ein toller Abschluss des Tages!
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