August 2017
  • Day27

    31.08./01.09. This was America

    August 31, 2017 in Germany ⋅ 🌧 17 °C

    Uuund.... cut! Im Kasten.
    Jetzt geht der Urlaub zu Ende. Wow, ich glaube, das waren echt die geilsten Ferien die ich je hatte. Und diese vielen vielen Eindrücke und Erlebnisse muss man erstmal verarbeiten. Und die Erinnerungen, die behält man hoffentlich für immer.
    Wenn ich die USA jetzt mit drei Worten beschreiben müsste, würde ich sagen: Riesig, Selbstbewusst und Entspannt.
    Riesig ist dort alles. Die Straßen, die Läden und das Land selbst.
    Selbstbewusst trifft größtenteils auf den Charakter der einheimischen Bevölkerung zu und zeigt sich zum Beispiel in den amerikanischen Flaggen, die einfach überall hängen.
    Und entspannt geht es auch in den meisten Bereichen des Alltags zu. Sei es die ausgedehnte Geduld, wenn die Person vor dir an der Kasse einfach nicht zu Potte kommt oder einfach die tiefe innere Ruhe, die viele Einheimische ausstrahlen. Auch der Verkehr auf den Highways ist meist entspannt, sehr angenehm zum Fahren.
    Für mich ist Amerika einfach ein Abenteuer, wie für die zahlreichen Entdecker auch. Und wir haben nur einen kleinen Teil gesehen. Und das, obwohl wir insgesamt um die fünftausend Kilometer zurückgelegt haben! Wer weiß, vielleicht komme ich in unbestimmter Zukunft noch mal hierher, oder in den Süden, nach Kanada oder an die Ostküste.
    Ich nehme es mir auf alle Fälle vor. Mal sehen, möglicherweise kommen Mama und Papa dann als gemütliche Rentner mit.
    Schauen wir mal.
    Aber jetzt freue ich mich erstmal auf Deutschland, auf daheim, auf alles und jeden, den ich so vermisst habe.
    Achtung, die Schaubs sind back!
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  • Day26

    30.08. Über Sterne und große Buchstaben

    August 30, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 33 °C

    Yeah! Heute haben wir doch noch das ein oder andere zu sehen gekriegt. Wir wussten ja noch nicht, wie man das Problem mit dem Fahrzeugmangel lösen könnte, da das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel in LA sehr zu Wünschen übrig lässt. Auf die eine U-Bahn Linie, die mittlerweile in Bau ist ist die ganze Stadt ziemlich stolz. „Die wird wirklich praktisch und verläuft sogar unter der Straße!“ So unser Guide...
    Der Guide unserer echt praktischen Lösung.
    Einer Bustour. Das war letztendlich das einzig sinnvolle, wenn man wirklich was sehen will.
    Dafür wurden wir direkt vor unserem Hotel aufgelesen und haben erst noch andere Fahrgäste eingesammelt. Dann ging es nach einer Verzögerung auch los. Die Verzögerung bestand aus einer Dame, die etwas mehr Zeit zur Vorbereitung auf die Tour brauchte, genauer gesagt zwanzig Minuten. Aber das war nicht so schlimm. Der erste Stopp war dann Venice Beach. Wir bekamen an jeder Station etwas Zeit, um uns umzuschauen oder etwas zu essen, zu kaufen etc. Das war wirklich angenehm, so hatte man auch die Chance, ein bisschen mehr zu sehen. Durch Santa Monica und Beverly Hills ging es dann weiter. Als nächstes haben wir am Farmers Market gehalten, das ist vergleichbar mit der Markthalle in Stuttgart. Stände mit Snacks, Kleinigkeiten und Süßem, gut geeignet, um ein bisschen zu bummeln. Rund herum gibt es größere Geschäfte, Designerläden und Restaurants. Diesen Stopp haben wir genutzt um eine Kleinigkeit zu essen und uns einmal in einem amerikanischen Designerladen umzuschauen.
    Dann ging es weiter zum Hollywood Boulevard. Der Walk of Fame, eine Aussichtsplattform zum Hollywood Sign und Souvenirshops standen hier auf dem Plan. Ja und damit war die Tour dann auch zu Ende, mit der ganzen Fahrzeit waren wir fast sechs Stunden unterwegs. Aber dafür haben wir auch wirklich viel gesehen für einen Nachmittag. Zum Abschluss unseres letzten Tages gab es dann noch ein gutes Abendessen mit Burgern und so was. Damit konnten wir den Tag und auch unseren Urlaub in den USA noch gemütlich ausklingen lassen.
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  • Day25

    29.8. Ab zu den Engeln

    August 29, 2017 in the United States ⋅ 🌙 24 °C

    Jetzt neigt sich die Reise bedenklich weit dem Ende zu. Morgen schon müssen wir uns von unserem treuen Heim verabschieden und übermorgen sitzen wir bereits im Flieger.
    Das ging so schnell!
    Allerdings freue ich mich auch wirklich auf rohes, knackiges Gemüse und festes Brot. Und auf ein geräumiges Haus mit einem eigenen Zimmer und viel Platz. Und auf eine richtige, unchlorige Dusche. Und natürlich auf alle Nachbarn und Freunde und Verwandte, die unser Haus gehütet haben.

    Aber jetzt hab ich genug vom Abschied geredet. Wir sind am Pazifik, beziehungsweise an einer pazifischen Bucht, ganz in der Nähe von Los Angeles.
    Deshalb der Titel, wer das nicht verstanden hat. Los Angeles ist Spanisch und heißt „die Engel“.
    Leider werden wir von der Stadt nicht so viel sehen, da wir dann kein Fahrzeug und wenig Zeit haben. Aber ein bisschen was wird schon gehen.
    Heute sind wir von San Diego hierher gekurvt. Auf dem Weg haben wir an einem Aussichtspunkt gehalten und den Nebel über dem Pazifik betrachtet. Naja, egal. Dann haben wir noch den Strand von San Clemente besucht und Mama hat einen Vollwaschgang in einer Welle gekriegt. Die Wellen waren für meinen Geschmack schon echt hoch, ein paar Surfer hatten ihren Spaß. Schwimmen war da schwierig und so haben wir uns hauptsächlich auf „durchs Wasser waten“ beschränkt, wobei man aber auch bis zur Hüfte nass wurde, wenn eine große Welle brach. Die Erwachsenen haben sich teilweise am Schwimmen versucht, aber irgendwann aufgegeben. Tim und ich wurden von einer echt starken Welle umgeschmissen und so waren wir am Ende alle ziemlich sandig und nass.
    Hier auf dem Campground haben wir es an der Bucht dann nochmal probiert, Tim und Mama sind auch eine Runde geschwommen, haben dann aber erfahren, dass es dort einige Stachelrochen gibt, die im Sommer sehr nah am Ufer unterwegs sind und dann beschlossen, dass der große Pool die bessere Alternative wäre. Dann gab es ein gemütliches Abendessen und jetzt sind wir schon am Packen.
    Ich freue mich auf das berühmte L.A. , mal sehen was da so los ist.
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  • Day24

    28.08. Sea World

    August 28, 2017 in the United States ⋅ 🌙 22 °C

    Heute war das Ausflugsziel mal was ganz anderes. Sea World ist eine Mischung aus Zoo, Zirkus und Vergnügungspark. Eigentlich ist für jeden was dabei, von den Adrenalin-Freaks bis zu den Tierliebhabern.
    Und trotz den ganz unterschiedlichen Darbietungen passt doch alles gut zusammen, da der Überbegriff immer derselbe ist. Die Welt der Meere.

    Als wir um kurz vor zehn eingelassen wurden, stießen wir schon auf das erste Highlight. Ein kleiner Streichelzoo. Allerdings nicht mit Ziegen und Schafen sondern mit kleinen Haien, Krebsen und Putzerfischen. Wie das an der Hand kitzelt wenn die kleinen Putzerfische daran rumknappern! Und wie rau und fest die Haut eines Haies doch ist. Das war echt mega cool!
    Danach haben wir uns auf den Weg ins Arktishaus gemacht. Dort kann man Beluga Wale, Walrösser, Pinguine und Robben besuchen. Wie groß denkt ihr, ist denn so ein Walross?
    Ich kann nur sagen, es ist definitiv größer als man es sich vorstellt. Der Bulle war riesig! Dem will man lieber nicht persönlich begegben.
    Um Viertel vor zwölf ging es dann in die erste Show, die Delfinaufführung. Die Trainer wurden mit ziemlich guter Geschwindigkeit durchs Wasser geschoben und die tollen Sprünge durften natürlich auch nicht fehlen. Und die ersten Sitzreihen kamen patschnass wieder raus. Den Tieren hat es wohl Spaß gemacht, so rumzuspritzen. Die haben manchmal extra stark mit der Schwanzflosse aufs Wasser geklopft! Wir saßen zum Glück weiter hinten😋.
    Die Show der Seelelöwen war auch schön, beinhaltete aber viel mehr amerikanische Show (sprich etwas verrückte Comedy) . Dann gings zur Mittagspause und danach zu den Ottern und Haien. Schließlich kam noch ein besonderer Programmpunkt: Die Orcas. Das sind einfach beeindruckende Tiere. Auch wenn sie noch so groß sind, Beweglichkeit und Athletik sind quasi angeboren.
    Dann durften wir noch Rochen streicheln und haben uns letztendlich zur letzten Vorstelllung aufgemacht. Die hatte als einzige wenig mit Wasser zu tun. Hierbei wurden ursprünglich streunende Haustiere von Seaworld aufgenommen und dressiert. Das war noch ein schön lustiger Abschluss.
    Tja und dann ging es auch schon zum Abendessen in die Oldtown. Dieser Tag ist so schnell verflogen, aber mir wird vieles davon in Erinnerung bleiben.
    Sea World ist schon eine ganz besondere Einrichtung, steht aber auch nicht umsonst in der Kritik. Viele Becken sind meiner Meinung nach zu klein für die großen Bewohner, aber in welchem Zoo ist das nicht so? Nun ja, man muss so etwas eben immer von beiden Seiten betrachten, aber ich könnte nicht behaupten, es hätte mir nicht gefallen. Ich fand diesen Ausflug echt eindrucksvoll und wir haben viele fantastische Erlebnisse gesammelt.
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  • Day23

    27.08. Gegensätze

    August 27, 2017 in the United States ⋅ ⛅ 21 °C

    Von der Wüste ans Meer, aus der Pampa in die Großstadt. Gegensätze gibt es hier genug.
    Heute Morgen noch waren wir in der kargen Mojave Wüste und jetzt stehen wir in San Diego auf einem Campingplatz direkt an der Bay.
    Nach dem Frühstück haben wir die etwas kühlere Morgenluft genutzt, um noch ein paar Dinge anzuschauen. Unter anderem einen kleinen Kakteenwald und den Sankt Andreas Graben (von einem Aussichtspunkt aus). Das alles war im Joshua Tree NP, wo natürlich das typische Joshua Tree Bild nicht fehlen durfte.
    Dann ging es aber auch schon auf die Strecke, es war noch ein Stück. Aber die Fahrt war sehr angenehm, das liegt größtenteils an den Straßen. Die Highways hier haben nämlich oft fünf oder noch mehr Spuren in eine Richtung. Also hat man genug Platz. Und es gibt nicht so große Unterschiede in der Geschwindigkeit, das ist auch ein Vorteil. Dafür ist die Qualität der Straßen oft nicht so besonders gut.
    Aber naja, am Nachmittag kamen wir dann an.
    Den Rest des Tages haben wir am Strand, am Pool oder auf der Liege verbracht. Nichts besonderes, aber das tat auch mal wieder gut. Morgen ist dann mal wieder richtig was los, nehm ich an. Es geht nach Sea World! Ich freu mich darauf, davon zu berichten😉
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  • Day22

    26.08. A long drive

    August 26, 2017 in the United States ⋅ 🌙 32 °C

    Puh, ist das heiß hier!
    Kein Wunder, wir sind ja mitten in der Wüste. Temperaturen von über 40 Grad sind da total normal. Was es allerdings nicht besser auszuhalten macht.
    Da flüchtet man dann einfach immer zur nächsten Klimaanlage, dann geht das schon.

    Heute Morgen haben wir zu allererst den Sonnenaufgang über dem Grand Canyon genossen, dafür steht man echt gerne früh auf.
    Dieser eine besondere Moment, wenn die Sonne noch nicht richtig am Himmel steht und das Licht so warm und weich ist. Ich hoffe, dass das jeder mal erleben wird, egal wo auf der Welt. Einmal früh aufstehen bringt einen wirklich nicht um, es lohnt sich.

    Naja, bei uns gab es danach dann Frühstück und dann ging's los. Es war schon eine lange Fahrt, aber an die Fahrerei gewöhnt​ man sich echt schnell und dann ist das gar nicht mehr so schlimm.
    Viel mehr ist heute eigentlich auch nicht passiert, wir haben ein paar Pausen gemacht und als wir schließlich auf dem Campingplatz ankamen, sind alle erstmal in den Pool gehüpft, den es hier glücklicherweise gibt. Das hat vielleicht gut getan.
    Morgen geht's dann in den Joshua Tree NP, das ist ein Wüsten Nationalpark, in dem spezielle Kakteen wachsen, die sogenannten Joshua Trees. Genaueres weiß ich bisher auch noch nicht, aber morgen bin ich schlauer. Ich wünsche euch einen schönen Tag, oder eine gute Nacht, wie auch immer😉!

    Ps: Findet auf dem letzten Bild den Zug!
    Und jap, die sind hier irgendwie alle überdimensional, wir haben schon mehrmals versucht, Wagons zu zählen, aber spätestens bei hundert kommt man mit den Augen nicht mehr hinterher...
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  • Day21

    25.08. The Grand Hike

    August 25, 2017 in the United States ⋅ ☁️ 24 °C

    Unglaublich!
    Jetzt sitz ich wieder im Womo und weiß, dass ich grad in den Grand Canyon gewandert bin!

    Heute ging es schon früh los, um sechse aufstehen, frühstücken, fertigmachen und zum Startpunkt fahren. Um acht Uhr sind wir losgewandert. Das Ziel war Indien Garden, wem das etwas sagt.
    Auf dem Trail waren mehrere Wasserstationen und Toiletten. Der Weg selbst ist ca. einen Meter breit und an einigen Stellen waren Stufen eingebaut. Im Zickzach schlängelt er sich dann nach unten, insgesamt um die 900 Höhenmeter bis zur grünen Oase Indien Garden. Von dort aus sind wir noch weiter bis zum Plateaupoint, von wo aus man das letzte Drittel nach unten zum Fluss sieht.
    Dann haben wir Vesperpause Nummer eins gemacht und uns ganz allmählich wieder auf den Weg nach oben gemacht. Unten waren wir in knapp zwei Stunden (reine Laufzeit), wieder nach oben dauerte es (auch reine Laufzeit) ungefähr drei Stunden. Um 15 Uhr waren wir dann wieder oben am Rand.
    Wow, das war echt ein Erlebnis. Insgesamt 20 Kilometer, 900 Meter runter und wieder hoch. Aber es war jede Anstrengung wert!💪
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  • Day20

    24.08. Überraschung

    August 24, 2017 in the United States ⋅ 🌙 18 °C

    So, jetzt kommt der verspätete Bericht.
    Heute sollte eigentlich nur ein ganz öder Fahrtag werden.
    Es wurde aber ein absolut wunderschöner Tag! Und das lag an dem Überraschungstrip. Auf der Fahrt von Mesa Verde zum Grand Canyon hatten wir doch noch Zeit für einen Ausflug zum Petrifield Forest. Das ist ein Nationalpark, den ich eigentlich von Anfang an sehr gerne sehen wollte, der aber nicht​ in den Zeitplan gepasst hätte. Aber da war immer die Rede von „über Nacht“, nicht von „Tagestrip“. Und als dann die Überraschung verkündet wurde, war ich ganz aus dem Häuschen.
    Der Petrifield Forest ist ein Gebiet, in dem vor über 200 Millionen Jahren abgestorbene Bäume in einem Sumpf versunken sind und versteinerten. Dabei haben sie Mineralien aufgesaugt und bekamen deshalb sehr bunte und besondere Farben.
    Schließlich wurden sie durch Erosion wieder freigelegt und brachen in Scheiben und größere Stücke. Heutzutage sind sie in einer Wüste vorzufinden und über verschiedene Trails miteinander verbunden.
    Als ich durch diesen „versteinerten Wald“ gelaufen bin, erinnerte er mich mehr an eine wundervoll bunte Märchenwelt als an die Realität. Diese Farben!
    Dazu kommt noch die vereiste Stille, sodass es wirkt, als wäre die Zeit festgefroren. Was sie ja in gewisser Hinsicht auch ist. Zumindest liegt der Wald in der Form in der wir ihn heute sehen schon eine ganze Weile lang vor. Bereits in der Kreidezeit war das der Fall. Also konnte schon der Tyrannosaurus-Rex diesen Ort so erleben wie wir heute. Was der sich wohl so dabei gedacht hat? Wer weiß. Vielleicht war er wie ich der Ansicht, dass es sich dabei einfach nur um einen Traum handeln kann.
    Kennt ihr das, wenn einem eine Situation so unwirklich vorkommt, dass man sich probeweise erstmal in den Arm kneifen muss?
    Tja, aber da es wehtat, musste ich wohl einsehen, dass Träume auch Realität werden können.

    Nach unserem kurzen Spaziergang durch meine Träume, ging es dann leider in die Realität zurück, und das heißt auf den Highway und zwar auf der Route 66. Dann kamen wir immer weiter in den Westen und näherten uns unserem Ziel.
    Schließlich wurde es Papa aber wohl zu langweilig und er wollte anscheinend eine neue Erfahrung sammeln. Auf jeden Fall hat er eine Stopstelle überfahren und wir wurden von einer Sherrifin angehalten. Sie war aber glücklicherweise sehr nachsichtig mit uns Touris und stellte lediglich eine Verwarnung aus. Die können wir jetzt zuhause aufhängen😉
    So, und dann kamen wir endlich auf dem Campingplatz am Grand Canyon an!
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  • Day19

    23.08. Mesa Verde-Day two

    August 23, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 24 °C

    „Think about this question: What makes the place where you live a HOME? “
    Diese Frage hat uns heute unser Guide gestellt. Gar nicht so einfach, denkt mal drüber nach! Aber später mehr dazu.
    Heute nach dem Frühstück ging es mit dem Womo los richtung Balcony House, einem weiteren bekannten Cliff Dwelling. Die Besonderheiten liegen hier in der Architektur, da die Baumeister dieses Dorfes nämlich Balkone an ihre mehrstöckigen Häuser gebaut haben, um von einem Raum in den nächsten zu kommen. Außerdem wurde an einem Abgrund eine kleine Mauer errichtet, die allerdings vermutlich nicht zum Schutz sondern zur Dekoration diente, da an den anderen gefährlichen Stellen keine Schutzvorkehrungen zu finden sind. In einem Haus sind außerdem gut erhaltene Wandbemalungen zu sehen, deren Sinn ebenfalls die Verschönerung des Heims war. Daraus können wir also schließen, dass die Bewohner dieser Felssiedlungen kreativ und fleißig waren und freie Zeit hatten. Außerdem haben sie anscheinend bereits Handel mit z.B. Mexiko betrieben, der Beweis dafür sind vor Ort gefundene Schmuckstücke, welche aus Materialien hergestellt sind, die nirgendwo im Umkreis zu finden sind.
    Also hat der Guide vollkommen recht mit seiner Aussage: „ They are all people, just like we are.“
    Ich würde sagen, dass diese Menschen damals schon sehr zukunftsorientiert und fortschrittlich waren, und in einigen Bereichen sogar ein Vorbild sein können. Zum Beispiel in Sachen Motivation und Ausdauer. Die Farben zum Beispiel für die Wandbemalung mussten aus Mineralien, Früchten oder Wurzeln hergestellt werden, die man mühsam und in weiten Entfernungen sammeln musste, um sie dann mit Wasser zu verarbeiten. Das zeigt auch, dass es ihnen an diesen Rohstoffen wie dem wertvollen Wasser nicht gemangelt hat, also haben sie ihren Wohnort sorgfältig gewählt.
    Die Tour durch Balcony House war auch sehr abenteuerlich, man musste mehrere Leitern besteigen und gegen Ende durch einen vier Meter langen Tunnel kriechen, es hat also Spaß gemacht.☺

    Danach haben wir uns noch ein paar Überreste älterer Behausungen angesehen und eine Wanderung entlang des Canyons gemacht, deren Ziel ein paar Wandmalereien waren. Dieser Pfad war ebenfalls sehr abenteuerlich und naturnah, sprich man musste über einige größere Felsblöcke steigen/klettern und sich gelegentlich durch Spalten quetschen. Aber es war alles machbar.
    Jetzt freut sich die hungrige Meute auf's Abendessen und darauf, den erlebnisreichen spannenden Tag ausklingen zu lassen.
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  • Day18

    22.08. I love it

    August 22, 2017 in the United States ⋅ 🌙 17 °C

    Schon wieder ist es dunkel da draußen. Wie schnell die Zeit an so einem wundervollen Tag doch vergeht!
    Heute Morgen hieß es wieder bereits vor Sonnenaufgang aufstehen und fertigmachen, um dann in einem ziemlich schaukeligen Jeep zum Startpunkt der geplanten Tour zu kommen. Dort durften wir uns dann erstmal mit unseren heutigen Teampartnern anfreunden. Es ging auf einen Sunrise-Ausritt im Reservat! Vom Quarterhorse aus diese einmalig schöne Landschaft bestaunen. Über Sanddünen und durch steinige Landschaft verlief der Weg rund um einige der großen Steinmonumente, darunter der „Big Chief“ und der „ Sleeping Dragon“, in deren Form die Namen wirklich gut erkennbar waren.

    Nach der Tour, die allen, sogar den Herren der Familie, wirklich viel Spaß gemacht hat, haben wir uns dann auf die Fahrt nach Mesa Verde begeben. Auf der Strecke haben wir nur ein paar Fotostopps und eine Supermarktpause eingelegt und kamen so schon am Nachmittag im Nationalpark an. Da wir noch genug Zeit übrig hatten, haben wir gleich die erste Führung durch eines der Cliff Dwellings gemacht, heute stand Cliff Palace auf dem Plan.
    Mesa Verde ist für die Felshaussiedlungen der Anasazi bekannt, welche in ausladende Felswandnischen gebaut wurden. Durch diesen Rundumschutz waren sie weitgehend vor Verfall und Verwitterung geschützt. Entdeckt wurden sie im Jahre 1888 durch einen Cowboy, der nur durch Zufall in Sichtweite der Siedlung kam und diese auch als solche erkannte. Um diese so genannten Cliff Dwellings gibt es auch noch einige ungeklärte Geheimnisse, wie zum Beispiel die Frage, warum die Anasazi ihre Behausung um 1200 n.Chr. urplötzlich verließen und in Teile von Texas und New Mexico umsiedelten. Auf jeden Fall sind es ganz besondere Orte, mystisch und geheimnisvoll und unfassbar interessant. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass wir hier zwei Übernachtungen haben und uns morgen der gesamte Tag zur Verfügung steht.
    Wirklich ein wunderschöner Tag!
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