Auf gehts zur ersten Zwischenstation
August 10 in Germany
☀️ 19 °C
✈️ Tag 1 – Die Reise beginnt: Vom verschwundenen Zug und dem Wundertrank aus Köln
Es war einmal, an einem scheinbar gewöhnlichen Sonntag, als sich eine kleine Reisegruppe von Huchem-Stammeln aus auf den langen Weg in Richtung Frankfurt machte. Das Ziel war klar: New York City. 🇺🇸🗽
Doch bevor man den Atlantik überqueren darf, muss man sich in Deutschland zunächst einer weitaus größeren Herausforderung stellen:
der Deutschen Bahn.
Schon die erste Regionalbahn entschied sich, an diesem Abenteuer nicht teilzunehmen. Sie fiel aus.
Warum?
Niemand weiß es.
Vielleicht technische Probleme. Vielleicht Personalmangel. Vielleicht stand Merkur ungünstig zum Signal von Düren. Die Bahn schweigt über ihre dunklen Rituale.
Also wurde kurzerhand umdisponiert. Fahrpläne wurden studiert, Alternativen gesucht und vermutlich mehrfach Dinge gesagt, die man hier aus Gründen des Anstands nicht wiederholen möchte.
Doch allen finsteren Mächten zum Trotz erreichten wir schließlich tatsächlich Köln.
Und dort geschah das erste kleine Wunder dieser Reise.
🍺 Das Kölsch-Orakel
Kaum angekommen, wurde zunächst ein Kölsch bestellt.
Klein. Kalt. Golden.
Manche Menschen behaupten, Kölsch sei lediglich Bier. Doch diese Menschen haben offensichtlich keine Ahnung von alten rheinischen Heilmitteln.
Bereits nach wenigen Schlucken geschah etwas Erstaunliches: Die Strapazen der Regionalbahn verblassten. Die Stimmung stieg. Erste Anzeichen von Urlaub machten sich bemerkbar.
Das Kölsch hatte seine Wirkung entfaltet.
Gestärkt durch diesen geheimnisvollen Trank bestiegen wir den ICE Richtung Frankfurt.
Und als hätte der Tag plötzlich beschlossen, sich doch noch von seiner freundlichen Seite zu zeigen, fanden wir dort einen Ort, der uns magisch anzog:
den Speisewagen.
Es dauerte nicht lange, bis das nächste Bier vor uns stand.
Rein medizinisch natürlich.
Man musste schließlich sicherstellen, dass die Wirkung des Kölsch nicht plötzlich nachließ.
🚄 Die Reise nach Frankfurt
Während draußen Deutschland mit hoher Geschwindigkeit vorbeizog, breitete sich langsam jene wunderbare Erkenntnis aus:
Wir haben Urlaub.
Keine ausgefallene Regionalbahn konnte uns jetzt noch etwas anhaben.
Zumindest glaubten wir das.
Denn wir wussten noch nicht, dass die eigentliche Prüfung dieser Nacht noch vor uns lag.
Nach der Ankunft in Frankfurt ging es zunächst zum Hotel. Gepäck abladen, kurz sammeln und anschließend wieder hinaus in die Stadt, denn ein wichtiger Bestandteil jeder großen Expedition ist bekanntlich:
Essen.
Also wurde gut gespeist, getrunken und der Abend genossen.
Danach führte uns der Weg zurück ins Hotel.
Wir waren müde.
Wir waren satt.
Wir waren glücklich.
Und wir sehnten uns nach nichts anderem als einer tiefen, erholsamen Nacht.
Wie naiv wir doch waren.
🌡️ Das Zimmer der ewigen Hitze
Schon beim Betreten unseres Gemachs lag etwas Seltsames in der Luft.
Genauer gesagt:
warme Luft.
An der Wand befand sich ein mysteriöser Apparat, der äußerlich gewisse Ähnlichkeiten mit einer Klimaanlage aufwies.
Seine genaue Funktion ist bis heute ungeklärt.
Wir drückten Knöpfe.
Wir veränderten Einstellungen.
Wir hofften.
Doch das Gerät reagierte mit stoischer Gleichgültigkeit und schien nur eine einzige Mission zu verfolgen:
Bloß keine kalte Luft produzieren.
Langsam verwandelte sich das Hotelzimmer in eine Mischung aus finnischer Sauna und tropischem Gewächshaus.
Von einer erholsamen Nacht waren wir inzwischen ungefähr so weit entfernt wie Frankfurt von New York.
Irgendwann mitten in der Nacht geschah schließlich das Unvermeidliche.
Das Fenster wurde aufgerissen.
Frische Luft strömte herein.
Für einen kurzen Moment fühlte es sich an, als hätten sich die Tore zum Himmel geöffnet.
Etwas Abkühlung.
Etwas Schlaf.
Ein wenig Hoffnung.
🌅 Die Überlebenden brechen auf
Und dann kam der Morgen.
Unsere Körper standen auf.
Unsere Seelen brauchten noch einen Moment.
Etwas müde, leicht zerknittert und mit dem Gesichtsausdruck von Menschen, die nachts gegen eine Klimaanlage verloren hatten, machten wir uns auf den Weg zum Flughafen.
Doch trotz Regionalbahn-Chaos, Kölsch-Orakel, ICE-Bier und tropischer Hotelnacht hatten wir es geschafft.
Nun sitzen wir hier.
Am Flughafen Frankfurt.
Vor uns liegt der Atlantik.
Und irgendwo dahinter wartet eine Stadt, die niemals schläft.
Praktisch.
Denn nach dieser Nacht sind wir bestens darauf vorbereitet.
🗽🇺🇸 Nächster Halt: NEW YORK CITY.
Möge der Flieger pünktlich sein.
Möge die Bordbar ausreichend gefüllt sein.Read more








Ja sehr schön [Natascha]