Silvi unterwegs

Joined October 2017Living in: Deutschland, Kerpen
  • Day29

    Soll es vielleicht Fátima sein???

    October 12, 2018 in Portugal ⋅ 🌬 18 °C

    Was mir als erstes aufgefallen ist, als ich wieder auf der vertrauten Seite, des Flusses war, waren die Pfeile Rtg. Fáima. Ich muss gestehen, wenn eine Portugiesin mich nicht aufgeklärt hätte, wüsste ich nicht was Fátima ist, außer ein arabischer, weiblicher Vorname...
    Sollte das ein Zeichen sein???
    Ich habe den Gedanken blitzartig verworfen und mich auf meinen Lieblingsstrand gefreut, den ich morgen verlassen werde...

    Bis bald💋
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  • Day29

    ....

    October 12, 2018 in Portugal ⋅ 🌬 18 °C

    Während ich, so schnell es mir möglich war, in die Pedalen getreten bin, auf einer Straße, die an einem dichtbewachsenen Wald vorbeiführte, viel mir ein, dass ich wahrscheinlich zu spät in Redondela ankommen würde, um mir Zigaretten zu kaufen.
    Da sah ich, im Vorbeifahren, in einem Imbiss, aus den Augenwinkeln, einen Zigarettenautomaten stehen. Kurz überlegt, ob es sinnvoll ist, nochmal anzuhalten, stand ich auch schon im Imbiss. Die Befürchtung, eine Nacht oder einen Morgen ohne Zigaretten verbringen zu müssen, war einfach zu groß.
    Zudem ich diesen verflixten Tag mit einer Zigarette auf jeden Fall, vor meinem inneren Auge, im Hostel, beenden wollte. Das ständige Verfahren, den wunden Po, die Schreckenssituationen, in denen 2 x ein Hund, aus seinem Bewachungsterrain ausgebüchst war und diese mir hinterherliefen...
    Es ist in Portugal und Spanien sehr üblich sein Haus mittels eines scharfen Hundes bewachen zu lassen. Ich hatte schon die ganze Zeit befürchtet, dass diese, auf gefährlich trainierten Viecher, auch sicher hier und da mal ausbrechen... Ich hatte jedoch in beiden Fällen Glück und wurde von einem mittelgroßen Mischling sowie einem deutschen Schäferhund, nur kurz verfolgt. Für solche Fälle werde ich mir zukünftig Pfefferspray besorgen. Ich mag Hunde, aber nicht, wenn sie abgerichtet sind und draußen frei rumlaufen...
    Im muffigriechenden Imbiss stand genau ein Mann an einem Spielautomaten. Sonst kein Mensch weit und breit.
    Als ich freundlich "Olá" gesagt habe, drehte sich dieser um und es grinste mich, ein wenig seltsam, ein kleiner, untersetzter Herr, um die 50, aus einer dicken Hornbrille an, während ein Auge viel größer schien, als das andere.
    Ich zeigte auf den Zigarettenautomaten und der Mann rief irgendeinen Namen.
    Kurz darauf tauchte eine schmuddelige Dame, vermutlich im Alter des Mannes, aus den hinteren Räumen auf und grinste mich ebenfalls sehr grenzdebil an. Ich musste zu allem Überfluss auch noch Geld bei ihr wechseln, weil der Einzug für Scheine, an dem Automaten, defekt war.
    Natürlich musste ich auch noch x verschiedene Sorten wählen, weil fast alles leer war und ich war schon irgendwie beunruhigt, mich solange dort aufhalten zu müssen...als dann endlich ein Päckchen, inklusive dem Rückgeld, aus dem Automaten polterte und ich mich bücken musste, um alles herausgefischt zu bekommen.
    Als ich mich umdrehte standen sich die beiden, seltsamen Gestalten ca. 1m hinter mir, gegenüber und er zeigte mit dem Finger lautlos auf die Frau und dann wieder auf sich....
    Ich wusste nicht, was damit gemeint war, aber es fühlte sich alles andere als gut an. Ich schnappte, in Windeseile, meinen Rucksack, den ich zuvor auf einen Stuhl gestellt hatte, sagte schnell "Ciao", als der Mann auf mich zu kam. Da ging mir der A... jetzt wirklich auf Grundeis und ich bin noch nie so schnell in meinem leben mit dem Rad losgefahren. Gut, dass ich es nicht abgeschlossen hatte...
    "Empfehlenswert" sind Leihräder nur bedingt.
    Wo es morgens noch von selber, auf Straßen, die bergab gingen, sauste, musste ich nun bergab treten, weil ich, Dank des starken Gegenwindes, nicht schnell genug vorwärts kam... Mein größter Horror war, dass die beiden Imbissmenschen, mich mit ihrem Auto verfolgen könnten...
    Das nächste Haus mit Licht war augenscheinlich ein etwas schickeres Restaurant, in das ich einfach reingestürtzt bin und nach Strom gefragt habe, um mein Smartphone aufzuladen, um ein Taxi rufen zu können. Die Betreiber schienen erst nicht so begeistert, haben mir dennoch die Erlaubnis zum Aufladen erteilt und ich habe das Hostel angerufen, welches ich für die Nacht gebucht hatte, weil ich wusste, dass diese Englisch sprechen und mich verstehen würden, dass ich ein Taxi bräuchte, was auch das Fahrrad mitnehmen konnte.
    Die bestellten mir eines und nach kurzer Wartezeit wurde ich von "Miguel" abgeholt, zum Hostel in Redondela, gebracht und dort warteten meine Bettnachbarn bereits auf mich. Es war mittlerweile bereits auch schon nach 22 Uhr.
    Als ich den beiden Kanadierinnen und einem Deutschen mein Erlebnis geschildert hatte, waren alle sehr betroffen und froh, dass ich da war.
    Ich kann euch sagen, wie froh ich erst war...
    Das war das erste Mal, in meinem Leben, dass ich wirklich Angst hatte, dass mir etwas zustoßen könnte und ich keine Chance gehabt hätte, mich groß zu wehren, oder um Hilfe zu rufen...
    Vielleicht war alles auch ganz harmlos bei den beiden und sie ziehen in Wirklichkeit verwaiste Katzenbabys groß, aber irgendwas hat mich in höchste Alarmbereitschaft versetzt, als ich in der Situation war... wie in diesen ätzenden Psychothrillern, die ich, aufgrund ihrer realen Möglichkeit, an einen Psychopathen, im echten Leben zu gelangen, nicht ausstehen kann. Es gibt, soviel ich weiß, mehr von Ihnen, als allgemein angenommen....

    Das war mir insgesamt eine Lehre, mich mehrfach, allein, im Dunklen, an Waldgebieten oder in sperrlich beleuchteten Gassen unterwegs gewesen zu sein, was doch dazu beigetragen hat, dass ich nie wieder in solche Situationen kommen möchte....
    Vielleicht ist das ein Schritt, den ich, im erwachsenen Alter, noch nicht gegangen bin und jetzt diese Reife lernen musste...

    Am nächsten Tag stand für mich fest, auf dem Rad gings nicht mehr. Mein Hintern war durch und zu Fuß auch nicht. Also habe ich den Fahrradverleiher gefragt, ob er mich, mit dem Rad, zurück nach Tui nimmt, von wo aus ich, wieder über die Brücke, nach Valenca und von dort aus, mit dem Zug, nach Vila Praia de Âncora, gefahren bin.
    Selbstverständlich nicht, ohne im Zug einzuschlafen, da ich die Nacht über kaum geschlafen habe und die Haltestelle verpasst habe, wo ich raus musste sowie auf der Rückreise zuerst das falsche Gleis/ den Zug in die falsche Richtung genommen zu haben.
    Es war aber alles gut, weil es war noch lange hell...

    Diese Woche, hier in Praia Villa, hatte ich zuerst gedacht, dass ich nochmal, ab Redondela, den Camino starte. Allerdings ist für diese Woche Regen, in ganz Galicien angekündigt gewesen und ich habe spontan, für Morgen, einen Flug, an die Algarve und ab dem 23.10. einen Flug zu den Azoren gebucht.
    Dort möchte ich 3 Wochen lang Inselhopping machen, Tageswanderungen unternehmen und ich hoffe sehr Wale zu sehen!!!
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