Wanderung entlang des SWCP in Cornwall. Atemberaubend schön. Ob bei Sonne oder Regen, absolut traumhafte Abschnitte mit Hügeln, Meer, Schluchten und Wiesen.
  • Day1

    Erste Schritte

    August 26, 2019 in the United Kingdom ⋅ 🌙 17 °C

    Start in London. Zu Fuß von St Pancras bis zur Victoria Coach Station, von wo der National Express mich nach Newquay bringt.
    Nach einem herrlichen Sonnentag startet danach meine Wanderung mit britischem Regenwetter... Doch schon am Nachmittag folgt auf Regen wieder Sonne in Perranporth. Ich zelte in einem JHBGärtchen oberhalb der Klippen mit Blick über den wunderschönen Atlantik, dem "big blue" ...Read more

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  • Day1

    Newquay

    August 26, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 25 °C

    Vor der Abfahrt mit dem National Express noch n Bier, dann 9h durch die Nacht von London nach Newquay. An Schlaf war allerdings nicht zu denken...
    Kann es kaum erwarten, den Coast Path zu erwandern!

  • Day3

    Auf nach Perranporth

    August 28, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 29 °C

    Nach einem wunderschönen Sonnentag in Newquay, einem ersten Creamtea (Scones mit Clotted cream und Erdbeermarmelade zu Tee) startet meine Wanderung mit britischem Wetter, also Regen.
    Meine Regen-Windjacke entpuppt sich als wenig Wasserdicht und ich ziehe das Regencape nach 4 Meilen über, weil ich zwar schon durchnässt, aber guter Dinge bin.

    Hinter Fistral beach heißt es, den ersten Fluß - River Gannel -überqueren..., jedenfalls führt eine Brücke bei Ebbe hinüber zum Strandabschnitt.
    Mist, ist nicht mehr ganz Ebbe, die Flut kommt.
    Beherzt "springe" ich die letzten (doch zuviele) Zentimeter mit meinem 15Kilo-Rucksack rüber.
    Batsch, der rechte Fuß landet im Wasser 🙈.
    Was soll's!? Nass von oben, wie auch unten...
    Gut gelaunt und innerlich getrieben, mach ich mich auf den Weg nach ins 12,6 Meilen entfernte Perranporth.
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  • Day4

    Ziel: Portreath

    August 29, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 21 °C

    Du meine Güte, was geht es hier runter und wieder rauf...Da sind knapp 13 Meilen dich ne Menge.

    Nach 8h komme ich fix und alle in Perranporth an. Keine Zeitmöglichkeit, kein B&B frei, kein Hotelzimmer: sind noch Ferien und die Briten genießen ihren Surfurlaub.

    Eine Passantin gibt mir den Tipp im nahen Pub Einheimische nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu fragen.
    Gesagt, getan.
    Soooo nette (aber nur) Männer. Bis auf die Bedienung, bin ich die einzige Frau.
    Mit vereinten Kräften wird überlegt und herumtelefoniert, gescherzt und auf den Brexit geschimpft (nicht von mir...), doch erfolglos.
    Bis ein Mann am Tresen, an dem ich saß und mein 1. Tribute trank, alle Helfer bat, das Suchen einzustellen: ich könne mit zu ihm.
    What!?!!!
    Andrew, tätig bei der Royal Air Force und Rheinlandkenner, da er für die RAF dort verschiedentlich gearbeitet hat, stellte mir das Zimmer seiner gerade wieder angereisten Tochter zur Verfügung!
    Tatsächlich folgte ich ihm, er zeigte mir sein Haus, das unweit des Pub stand, bat mich, es mir "feeling like home" zu machen und erklärte, er verließe am nächsten Morgen um 4.30 sein Heim für die Arbeit, ich solle nur noch die Tür hinter mir schließen. Und im Übrigen, ich solle mir keine Sorgen machen, er sei ein Gentleman!
    Sprach's, umarmte mich und ging des Weges zurück in den Pub und wart nicht mehr gesehen...
    Dafür stand am nächsten Morgen Frühstück für mich bereit 😁. Gibt es das tatsächlich!?
    Unfassbar glücklich und dankbar setzte ich meinen hike fort,- wieder von Meeresniveau rauf auf den hohen Küstenweg.
    Vorbei an Cligga Head, St Agnes Head, Minenruinen.
    Und immer up and down, up and down, mit atemberaubenden schönen Cliffs und Aussichten.
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  • Day5

    Die Etappe wird flacher...

    August 30, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 21 °C

    ... und unten in der Bucht gibt es Seehunde zu entdecken!

    Was stehen die Leute denn da lachend und sich sichtlich erfreuend, mit Blick weit runter in die Bucht unweit Godrevy?!
    Als ich sie ansprach, was sie entdeckt hätten, erklärten sie mir, es gäbe dort unten einen AlbinoSeehund, und zeigten sich ganz begeistert darüber. Das wollte ich natürlich auch sehen😉 . Wow, tatsächlich, man kann hier Seehunde sichten. Aber dieses runde, weiße Fellbällchen ist kein Albino, klärte ich auf, sondern es ist ganz einfach ein Junges!
    So sehen sie alle aus, bis sie das Fell verlieren, glatt werden und nachdunkeln wie die Alten. Das war ihnen nicht bekannt..., sie waren Gäste aus Indien.
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  • Day5

    Hayle ist das Ziel

    August 30, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☀️ 26 °C

    Vorbei an Hell's Mouth, Godrevy und Gwithian Beach.
    Hier kann man sich entscheiden: durch die Dünen oder über den Strand.
    Ich entscheide mich für den Strand und laufe gefühlt 100Km hier lang. Weit vorne sehe ich die Spitze, um die ich möchte, damit ich in Hayle ankomme. Kann bei Ebbe als Fußweg genutzt werden, und da ich mich ja für den Strandweg entschieden habe, bin ich im Glauben, dass es möglich ist. Ganz mit mir und dem schönen Walk beschäftigt, aber nicht sehr wach im Kopf, kommt die Strandwacht hinter mir her und fragt lächelnd und sehr freundlich, wo ich denn hin wolle? Die Flut käme und sperre mir bereits den Weg ab, ich möchte besser ein Stück zurück und den Dünenpfad nehmen!
    Ähäm. Ich bedanke mich ebenfalls lächelnd und kraxel immer schön im Sand versinkend den steilen Hang hinauf.
    Es ist bereits 16.00h doch es braucht noch beinahe 2 Stunden um am Zielort anzukommen: ein Bett über einem Pub ist gebucht.
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  • Day7

    So passiert 's

    September 1, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 20 °C

    Zwischen St Ive's und Zennor liegt eine anspruchsvolle Strecke. Enger Pfad, gesäumt mit Steinen, der treckenweise li Hand steile Hänge nach oben zeigt, und re Hand zum Meer hin nah an den Klippen führt. Das bekomme ich auch hautnah zu spüren. Unachtsam verkeilt mein Re Fuß sich zwischen Steinen auf dem Weg und ich stürze mit meinem 15Kg-Rucksack.
    Sofort möchte ich wieder aufstehen, doch das schwere Gepäck behindert mich. Ich liege mit dem Kopf in der Macchia (da duftet es zwar herrlich...) und nehme wahr, dass ich kurz vor dem Abgrund zum Liegen gekommen bin!
    Der erste Schreck fährt mir in die Glieder! Der Zweite folgt sogleich, denn mein li Stock ist weg!!!
    Ich schnalle den Rucksack ab und orientiere mich zunächst. Du meine Güte, wie knapp war das denn!😱 Ich bin fix und fertig! Da hatte ich mehr als nur einen Schutzengel 👼
    Aber der (geliehene) Stock muss doch hier irgendwo sein!?
    Ein freundliches britisches Ehepaar kommt des Weges und hilft mir suchen. Doch es scheint klar, er liegt UNTEN am Rande der Klippen. Sie erklären mir, dass es den Weg zurück die Möglichkeit gibt, hinabzusteigen... - und so klettere ich über Felsformationen und durch den Küstenabschnitt (zum Glück gibt's kein Wasser momentan) und siehe da, am Rande des Küstenfels liegt mein Stock!
    Meine Güte, wie weit führt das denn nach oben? Wie wäre wohl dieser Fall nach unten ausgegangen??? Wie konnte das passieren?! Mit Schwung muss ich wohl beim Sturz den li Arm über Kopf ge"schleudert" haben. Wie gut, dass ich meine Hände ungern durch die Schlaufen führe...
    Nun, Stock geholt, mit zitternden Knien und unendlich dankbar, heil aus dieser Situation hervorgegangen zu sein, kraxel ich wieder über die Steinformationen und schließlich der Wiese hinauf, zurück auf den Pfad und hin zu meinem Gepäck. Halleluja!😇
    Aber, mein re Fuß zeigt wieder meine Verletzung aus dem Mai, ist angeschwollen und schmerzt.
    Super, und ich habe noch 3 Wochen vor mir.
    Ich beschließe in Zennor mein Zelt aufzuschlagen, die werden sicherlich was zum Kühlen und Voltarengel für mich haben, - dann sehe ich weiter.
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  • Day8

    Und tapfer geht es weiter

    September 2, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☀️ 17 °C

    Weniger mutig setze ich meine Küstenwanderung fort. Heute geht es nach Pendeen, in die Nähe der Minen von Botallack, und ich beschließe mir für 2 Tage ein B&B zu suchen, um meinen Fuß zu pflegen. In Zennor hatten sie natürlich nichts Brauchbares im Erste-Hilfe-Set. Also ging ich mit dickem Huf am nächsten Morgen weiter. Wie gehabt, rauf und runter rauf und runter, über Stock und Stein und immer die herrliche See re Hand, und erneut bei schönstem Sonnenschein, doch kräftigem Wind.Read more

  • Day9

    Minensuche☺

    September 3, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☀️ 19 °C

    Ich werde gepflegt im B&B, das tut gut. Die Unterkunft ist zwar viiiel zu teuer, aber shietegal.
    Ohne Rucksack laufe ich zunächst nach St Just, hole Bargeld am Automaten für die Bezahlung des B&B und begebe mich zurück auf den SWCP für eine 8 Meilen Tagestour:Cape Cornwall, Kenidjack Bailey, Levant Mine, Botallack.
    Zurück in die Zeit des Kupfer,- und Zinnabbaus in Cornwall, der im Zuge günstigerer Preise aus Fernost erstarb.
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  • Day10

    St Just- Sennen Cove

    September 4, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Weg nach Sennen hin ist wunderschön. Ich bin aber geschafft, der blöde Fuß...Vorbei im Coastal Liner an Land's End.
    Fas ust sooo hochgepriesen..., warum eigentlich. Voll der hässliche Tourismusspot.
    Es ist halt der westlichste Punkt im UK, aber das war's auch schon😊 Vllt muss man Brite sein, um das zu verstehen 😉
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