Das war sie also, die erste Nachtzugreise und der Teil der Reise, derentwegen ich aufgebrochen bin. Der Caledonian Sleeper sollte es sein, er ist es geworden.
Abends noch im Club Car eine Kleinigkeit essen, einen Whiskey und ein Bier als "Absacker" und dann ins Bett. Das Frühstück wird per Multiple Choice ausgewählt, die Uhrzeit ausgewählt und draussen an die Tür gehängt. Soll es im Club Car oder im Abteil sein? Ich habe mich wegen der Aussicht - Panoramafenster! - für den Club-Wagon und für 06:00 Uhr entschieden. Aussicht auf Sonnenaufgang und Landschaft.
Und was soll ich sagen? Hat funktioniert!
Habe ich gut geschlafen? Sicherlich nicht. Bin ich trotzdem gut erholt? Auf jeden Fall. Das ich hier nicht in einer Sänfte auf Watte durch ganz Großbritannien gefahren werde, war vorher klar. Es rappelt, ruckelt, quietscht und wackelt. Genau das war das Ziel! Laut meiner Fitness-Uhr habe ich trotzdem über 5 Stunden geschlafen - ich hätte weniger geschätzt. Das Bett ist für meine Größe ein wenig zu kurz, aber gut. "Behütet" und gut aufgehoben habe ich mich trotzdem gefühlt. Und so sind wir dann 45 Minuten früher als geplant in Inverness eingelaufen.
Leider steht das Hotelzimmer erst ab 15 Uhr zur Verfügung, einen Early CheckIn hätte ich bis 24 Stunden vorher dazu buchen können. Dies nehme ich mir als Tipp mit.
Als Frühstück habe ich übrigens Porridge ausgewählt. Es geht ja schließlich nach Schottland. So schlecht wie es aussieht, schmeckt es nicht. Dazu wird Honig gereicht. Aber es gibt noch ein weiteres Frühstück - dazu später mehr.
Zimmer erst in 7 Stunden fertig? Also gut, dann erst einmal auf zu Loch Ness.Baca lagi