• Corcovado Tag 2 Vormittag

    13. december 2024, Costa Rica ⋅ ⛅ 27 °C

    Nach dem Frühstück ging es nochmals los in den Primärwald und gerade als ich gedacht hatte, wie schön es wäre, wenn schon keinen Jaguar, dann wenigstens einen Puma zu sehen, war vor uns im Schlamm eine frische Katzen-Spur und dann ein starker, beissender Geruch zu spüren. Unser Guide sagte, dass das die Spur eines sehr großen Pumas sei und, dass der Puma hier irgendwo in der Nähe sein müsse. Mein Wunsch nach Puma löste sich sofort in Luft auf, so waren wir doch in einem unübersichtlichen, dicht bewachsenen Regenwald und ich hatte mir die Pumasichtung eher aus sicherer Entfernung in wenig bewachsenem Gebiet vorgestellt. Ich fragte dann sogar, ob wir nicht lieber umkehren sollten, aber da ein Affe in der Nähe keinen Alarmsignale von sich gab, meinte der Guide, darauf könne man sich verlassen. Ein bisschen mulmiges Gefühl hatte ich aber schon.

    Der Primärwald, der nicht der Viehhaltung und Landwirtschaft zum Opfer gefallen war, war viel dichter und artenreicher und es gab riesige zum Teil über 500 Jahre alte Bäume, einfach wunderschön.

    Wir waren tief beeindruckt und total dankbar, zwei Tage an diesem besonderen Ort gewesen zu sein, wo sich die Natur seit Urzeiten ungestört entfaltet hat und eines der artenreichsten Gebiete auf dieser Erde ist.

    Noch ein paar Affen, ein Faultier und schon ging es bei hohem Wellengang auf dem turboschnellen Höllenboot zurück bzw. wurden wir an einem einsamen Strand ins Wasser geschubst und suchten unsere neue Unterkunft irgendwo im Nirgendwo. Ein Einbeiniger kam aus seiner Hütte gehumpelt als er uns sah und wies uns freundlich den Weg auf einem kleinen Trail zu unserer Lodge, wo uns jetzt rote Aras und grüne Papageien überfliegen und vier Tukane zuhause sind. Mehr davon morgen.
    Læs mere