• Allein in Costa Rica

    13 de janeiro de 2025, Costa Rica ⋅ ☀️ 27 °C

    Am Montag vor einer Woche habe ich Axel zum Boot gebracht, das ihn dann zuerst nach Jacó und dann weiter zum Flughafen gebracht hat. Ich stand am Strand und habe gewunken bis das Boot nur noch ein kleiner Punkt am Horizont war während mir die Tränen übers Gesicht liefen.

    Nach sieben Tagen ohne Axel kann ich sagen, zu zweit ist vieles leichter und unterhaltsamer und sich alleine in Lokale zu setzen, fällt mir schwerer und macht auch nicht so riesig viel Spaß. Außerdem ist es auch angenehmer, zu zweit ein Haus zu bewohnen, das keine Nachbarn in Sichtnähe hat… 😳.

    Abends bekomme ich häufig Besuch auf der Terrasse. Heute und gestern standen auf einmal Nasenbären direkt neben mir und wir drei wussten nicht so recht, was zu tun ist. Gestern kam ein Tamandua, ein Ameisenbär, vorbei, auch eine sehr beeindruckende Gestalt mit Riesenkrallenarmen, um täglich 9000 Termiten und Ameisen auszugraben.
    Ich freue mich, dass mir die Tiere Gesellschaft leisten wollen, auch wenn mir die Nähe manchmal auch ein bisschen unheimlich ist.

    Ich genieße es schon auch, mich nur nach meinen Bedürfnissen zu richten und habe mir als erstes eine 10er Karte fürs Yoga im Nya Hotel gekauft, das dort jeden Morgen um 8 Uhr auf dem riesigen Yogadeck inmitten dichter Vegetation und dem Gebrüll der Affen stattfindet. Die Yogalehrer sind ausgezeichnet und ich bin völlig begeistert von der überragenden Qualität der Yogastunden. Mari aus Italien macht Ashtanga-Yoga (man springt in manche Positionen- ich leider nicht 😉) und nach einer Wahnsinns-Power-Yogastunde, in der sie unaufhörlich korrigiert, motiviert und anfeuert, wird jeder noch ausgiebig mit einem ‚sweaty hug’ belohnt.
    Damien aus den USA macht kühnes Warrior-Yoga und am Schluss gibt es neben kühlenden Augenauflagen auch noch eine Nackenmassage.

    Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass es auch noch an anderen Orten in dem Mini-Ort Montezuma erstklassiges Yoga gibt und man sich den ganzen Tag quasi von Stunde zu Stunde hangeln könnte.

    Der Strand will aber natürlich auch noch gewürdigt werden und die Bücher aus der 6,5 Kilo-Bibliothek gelesen werden und so begnüge ich mich mit einmal Yoga pro Tag und laufe dann eine Stunde über Strände und durch Wälder zu meinem Lieblingsstrand, der Playa Grande, wo man so herrlich mit den Wellen spielen kann und der Sandstrand so seicht und weich ist, dass man sich im Gegensatz zu den meisten Stränden hier relativ gefahrlos amüsieren kann.

    Apropos ‚Amusement’: das kommt vielleicht ein bisschen zu kurz seit Axels Abreise, aber heute war ich im Soda (Imbisslokal) nebenan und habe das costarikanische Nationalgericht, den Casado, gegessen: Reis, Bohnen, Kochbananen, etwas Salat und ein kleines Fischfilet für unschlagbare 8€.

    Zum Vergleich: mein Supermarkteinkauf von einer Ananas und einer Tafel Schokolade heute (beides lokale Produkte) 10€, eine kleine rote Zwiebel 1,60€ und ein großer Naturjoghurtbecher 7€, das Päckchen lokaler Kaffee (340gr) 15€. Der Einkaufsspaß hält sich also in Grenzen und günstige Lokale sind rar.

    Bringt also viel Geld mit, wenn ihr nach Costa Rica kommt. Das unterstützt das Land und sein wirkliches Bemühen, die Natur hier zu schätzen und zu erhalten. Fast jeder hier fühlt sich tief verbunden mit den Tieren, die hier leben.

    Ist also quasi für einen guten Zweck 😉 🐜🐠🦜🐒🥑🌊🌸🐻🇨🇷.
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