jensbe84

Joined December 2016
  • Day6

    Königsschloss und jüdisches Viertel

    August 22, 2017 in Poland

    Nachdem das Schloss auf dem Wavel am Sonntag leider geschlossen war, sollte es heute mit der Besichtigung endlich klappen. Die Schlange vor dem Ticketschalter war dann jedoch so lang, dass es zunächst einmal über eine Stunde warten hieß und dann zu meinem Glück die Einlasszeit vorgegeben war, so dass noch einmal 1:40 Stunde hinzu kamen. Was tut man nicht alles für ein bisschen Kultur… Das Innere des Schlosses, wobei ich mich hier auf die State Rooms beschränkt habe, hielt dem direkten Vergleich mit dem Warschauer Stadtschloss nicht wirklich stand. Dies mag vielleicht auch daran liegen, dass die Residenz in Warschau aufgrund der Kriegsschäden komplett neu errichtet wurde. Ein Highlight war allerdings die sich ebenfalls auf dem Wavel befindende Kathedrale. Diese beherbergt unter anderem Grab Male ehemaliger Herrscher und überzeugt mit vielen beeindruckenden Altären und Statuen. Zudem ist die Besichtigung auch noch kostenlos. Ich kann sie wirklich empfehlen.

    Nachdem ich am Vortag schon ein wenig durch das jüdische Viertel spaziert bin, wollte ich mir dieses heute noch einmal etwas genauer ansehen. Zum ersten Mal in meinem Leben besichtigte ich eine Synagoge und muss sagen, das ist sehr interessant und lehrreich war. In diesem Viertel liegen viele schöne Cafés und Restaurants, die zum Teil jüdischen Namen tragen. Auch gab es einen Buch Shop, der in einer ehemaligen Synagoge eingerichtet wurde, zu sehen. Hier hat mich besonders das hebräische und jiddische Alphabet beeindruckt. Eine Sprache die für uns Außenstehende völlig unverständlich, jedoch sehr interessant erscheint. Im jüdischen Viertel gibt es einen Food Truck Markt, auf dem sich verschiedene Trucks mit Angeboten vom Coffee to Go bis hin zu belgischen Pommes befinden. Ein absolut cooles Angebot, das es bei uns definitiv auch geben sollte. Abends ging es dann noch kurz zum Bahnhof, das Zugticket nach Oswiecim für den nächsten Tag kaufen und noch einmal in die Altstadt zum Abendessen, das nach einem langen Tag definitiv verdient war.:)
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  • Day5

    Auf den Spuren Oskar Schindlers

    August 21, 2017 in Poland

    Das man bei Museen zum Teil auch schon vor Beginn der Öffnungszeiten in einer nicht unbeträchtlichen Schlange steht und dies je nach Wetterlage nicht den größten Spaß bereitet ist ja eigentlich klar. Deshalb macht es Sinn sich im Vorfeld mit Online-Tickets zu versorgen. Dieses Mal habe ich jedoch aus irgendeinem Grund darauf verzichtet. An meinem ersten Ziel des Tages, der ehemaligen Deutschen Emaillewarenfabrik Oskar Schindlers kam mir dieser Umstand jedoch zugute. Zwar gab es auch hier die obligatorische Schlange, jedoch ging es verhältnismässig schnell und der Eintritt war heute sogar umsonst. Also ausnahmsweise doch alles richtig gemacht :)

    Die Ausstellung im Museum selbst ist sehr interessant, beschäftigt sich allerdings mit der Zeit zwischen 1939 und 1945 in Krakau allgemein und eher weniger mit der Geschichte der Fabrik und der Schindler-Juden, bis auf einen Dokumentarfilm.

    Nach der Besichtigung schaute ich mir die Altstadt an und in der Marienkirche vorbei. Eine sehr schöne Kirche. Das man allerdings, wenn man schon den Eintrittspreis zahlt und sich nicht wie andere durch den Eingang für Betende umsonst Zutritt verschafft auch noch fürs Fotografieren bezahlen soll, das ist das schon arg unverschämt! Auf dem Marktplatz vor den berühmten Tuchhallen gab es einen großen Markt mit typischen Weihnachtsmarktständen aber auch leckeren polnischen Spezialitäten vom Grill - ein Grund mehr um hier noch ein bisschen zu verweilen.

    Weiter ging es hinauf zum Wavel, dem ehemaligen Königssitz, wo die geplante Schlossbesichtigung wegen "geschlossen" vertagt werden musste. Also schaute ich mir noch die ein oder andere Kirche an, versuchte vergebens in der halben Stadt einen Regenschirm zu kaufen und ging das durch das alte jüdische Viertel zurück zum Hostel: 10 Stunden Walking sollten meinen Füßen für heute reichen.
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  • Day4

    Museum polnischer Juden / Krakau

    August 20, 2017 in Poland

    Bevor es am Nachmittag auf nach Krakau gehen sollte, verbrachte ich den Vormittag im Museum der polnischen Juden. Hier wird dem Besucher sehr anschaulich die Geschichte der Juden vom Anbeginn ihrer Siedlungsbewegungen, über ihre Zeit im Polen des 15. und 16. Jahrhunderts bis hin zu ihrer Verfolgung im Zweiten Weltkrieg und ihrer heutigen Lebenssituation geschildert. Das Museum ist sehr modern und verfügt über viele multimediale Stationen. Es empfiehlt sich jedoch einen Audioguide zu buchen, da die kurzen Erläuterungen in der eigenen Sprache das Verstehen erleichtern und auch zeitlich ein wenig verkürzen. Man kann in diesem Museum gut und gerne vier Stunden oder mehr verbringen.

    Um 14:45 Uhr sollte dann der Intercity in Richtung Krakau am Hauptbahnhof abfahren - die Betonung liegt hierbei auf "sollte"! Ein völlig überfüllter Bahnsteig, keine Anzeige auf der Tafel oder irgendeine Durchsage führten dann dazu, dass ich mehrfach von Polen gefragt wurde, wann denn der Zug nun kommen sollte. Leider konnte ich hierzu von allen Wartenden wohl am wenigsten sagen:)

    Als der Zug dann nach einer gefühlten Ewigkeit endlich einfuhr und ich dank Reservierung einen Abteilplatz sicher hatte (es zahlt sich eben manchmal aus in eine Reservierung zu investieren) ging es durch grüne und nahezu unbewohnte Landschaften zum Krakow Glowny. Interessant, dass Google Maps von dort bis zum Hostel nur einen rund 3 Kilometer langen Fußweg vorsah und keinerlei öffentliche Verkehrsmittel anzeigte, wo doch quasi vor der Türe eine Tram-Haltestelle ist?! Manches muss man einfach nicht verstehen und so erreichte ich dann mein Ziel, wenn auch dank des Starkregens, völlig durchnässt. Da ich eigentlich absolut kein Freund von Hostels bin und auch noch nie in einem übernachtet habe, war ich sehr gespannt auf das Secret Garden Hostel. Ich hatte allerdings ein Einzelzimmer gebucht und das mit eigenem Bad, so dass mir ein Massenschlafsaal mit Gemeinschafts-Klo erspart blieb. Und ich wurde auch tatsächlich positiv überrascht: Das Zimmer war absolut top und braucht sich selbst vor so manchem 3-Sterne Hotel nicht zu verstecken.

    Am Abend stand dann nur noch ein kleiner Stadtrundgang an, bevor es doch recht müde ins Bett ging.
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  • Day3

    Warschaus grüne Seite

    August 19, 2017 in Poland

    Dass Warschau nicht nur eine Stadt mit modernen Bürotürmen und Baurelikten aus der Sowjet-Zeit ist sondern auch eine grüne Lunge mit Parks und Gärten zu bieten hat, sollte der dritte Tag in Polens Hauptstadt zeigen.

    Als erstes ging es ausgehend von der Metrostation Nowy Swiat über die gleichnamige Boulevardstraße zum Lazienki Park. Das dortige Schloss ist von einem schönen Park umgeben, in dem sich neben einem kleinen Fluss auch ein See befindet auf dem man mit Booten fahren kann. Schnell noch ein Eis organisiert und ab in die Sonne, die schon wenige Stunden später durch langanhaltenden Regen ersetzt werden sollte. Nach einer kurzen Auszeit und einer rund 20 minütigen Busfahrt kam ich dann an meiner zweiten Station des Tages, Schloss Wilanov an, das etwas außerhalb der Stadt liegt, jedoch definitiv einen Besuch wert ist. Ich verzichtete aus Zeitgründen jedoch darauf, mir das Schloss ausgiebig von innen anzusehen und begnügte mich mit dem auch sehr ansehnlichen Schlossgarten. Der bereits erwähnte Starkregen kam dann relativ plötzlich und machte weitere Aktivitäten im Freien zu Nichte. Ich zog es daher vor, meine völlig durchnässten Klamotten bei einem kühlen Pils und einer Portion traditioneller Pierogi trocknen zu lassen.

    Da sich das Wetter leider nicht mehr großartig bessern sollte, ich mir jedoch noch vorgenommen hatte zur Universität zu fahren, deren Bibliothek einen schönen Dachgarten mit Aussicht zu bieten hat, zog ich mir meine Regenjacke über und machte mich auf den Weg zur Uni. Der Ausblick auf Praga und die Skyline der Stadt entschädigten für die schlechten Wetterverhältnisse. Nach dem Abendessen drehte ich noch eine kleine Runde um den Hauptbahnhof und den Kulturpalast bzw. das beleuchtete Warschau bei Nacht.
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  • Day2

    Altstadt und Neustadt

    August 18, 2017 in Poland

    Zweiter Tag in Polens Hauptstadt: Da ich bin bei Städte-Trips wie so oft kein Frühstück in der Unterkunft gebucht hatte, ging es am frühen Morgen zunächst zum Bäcker, bei dem es polnische Leckereien gab, die man sich in so manchem Frühstücksbuffet im Hotel wünschen würde. Mit der Straßenbahn fuhr ich in die Altstadt, Stare Miasto, die um diese zeit noch fast touristenfrei war. Als erstes besichtigte ich das Königsschloss, welches von den Nazis im zweiten Weltkrieg völlig zerstört und im Anschluss daran original getreu wieder aufgebaut wurde: Ein interessanter Abriss über die Geschichte der polnischen Königsdynastie -sollte auf der Liste der Besichtigungen auf keinen Fall fehlen.

    Nach dem Besuch der Johanneskathedrale, einer der bedeutsamsten Kirchen der Stadt, ging es bei warmen 27 Grad zu Fuß über den Altstadtplatz, der zu dieser Zeit schon ordentlich gefüllt war, weiter in die Nove Miasto. Ebenso wie in der Altstadt reihen sich auch hier schmucke altaussehende Häuser mit kleinen Geschäften und Lokalen aneinander und sorgen für eine gemütliche und angenehme Atmosphäre. Da wie bereits erwähnt kriegsbedingt nahezu die gesamte Stadt zerstört wurde handelt es sich auch hierbei um Rekonstruktionen der ursprünglichen Bauten, die jedoch gut gelungen sind. Weiter ging es in Richtung Universität, zum Grab des unbekannten Soldaten und schließlich an das Ufer der Weichsel. Hier haben sich in den vergangenen Jahren einige Bars angesiedelt, die den Blick auf den Fluss mit einem leckeren Cocktail oder Bier möglich machen. Somit drängte sich ein gelungener Ausklang des zweiten Tages bei einem kühlen polnischen Blonden am Wasser nahezu auf :).
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  • Day1

    Warschau

    August 17, 2017 in Poland

    Früh am Morgen, genauer gesagt um exakt 04:00 Uhr klingelte der Wecker und es ging zum Flughafen. Um 07:00 Uhr ging es dann mit Eurowings nach Warschau und schon beim Landeanflug kündigten sich schlechtes Wetter und Regen an. Da aufgrund abweichender Vorhersage fast ausschließlich kurze Hosen und Tshirts im Rucksack waren kam spontane Freude bezüglich der Kleiderwahl auf - sie sollte sich allerdings vor Ort als nahezu unbegründet herausstellen...

    Da die Unterkunft erst ab 14:00 Uhr bezogen werden konnte ging es mit dem Zug vom Flughafen direkt in Richtung City. Als erstes Stand der Besuch des Museums des Warschauer Aufstandes auf dem Programm. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Warschauer Ghettos, wobei das gesamte Umfeld heute wenig historisch anmutet sondern ein modernes Wohn- und Business-Quartier ist, das von viel Glas und Beton geprägt ist. Das Museum ist wirklich interessant, wobei inhaltlich etwas mehr Informationen zum eigentlichen Ghetto vorhanden sein könnten. Anschließend ging es zum Kultur- und Wissenschaftspalast, einem architektonisch beeindruckenden Bauwerk aus der Sowjet-Zeit in dem sich neben Büros und einem Café eine Aussichtsplattform im 30. Stock befindet, von der man einen Ausblick über die gesamte Stadt hat. Da die Müdigkeit zwischenzeitlich gesiegt hatte und der Nachmittag wie im Flug vorübergegangen war, machte ich mich zu meinem Hotel im Stadtteil Praga auf, den ich nach dem Abendessen noch ein wenig zu Fuß erkundete.
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  • Day2

    Erste Schritte in der Mother City

    December 6, 2016 in South Africa

    Am ersten Tag in Cape Town galt es zunächst einmal, sich einen Überblick über die Umgebung zu verschaffen. Da ich zu den Menschen gehöre, die mit Stadtplänen eher weniger anfangen können und sich lieber auf ihren eigenen Orientierungssinn verlassen: Gar nicht so einfach!

    Zunächst ging es nach Bo-Kaap, um das bekannte Stadtviertel mit seinen bunten Häusern zu erkunden und zum ersten Mal Kapstädter Luft zu schnappen. Wirklich schön, was dieser Stadtteil in der Vergangenheit für eine Entwicklung genossen hat. Anschließend standen die Company´s Gardens auf dem Programm, Die grüne Lunge der Stadt, die früher ein Gemüsegarten der niederländischen Ostindien-Kompanie war, bietet jede Menge alter Bäume und ist von historischen Gebäuden umrahmt. Einen kleinen Gemüsegarten gibt es hier auch heute noch und man begegnet dem ein oder anderen wirklich handzahmen Eichhörnchen, das sich beim Füttern sogar streicheln lässt. Verwöhnt wird man außerdem mit einem ersten Blick auf den Tafelberg.

    Zum Abschluss des ersten Tages ging es dann noch zum Castle of Good Hope. Leider war es nur zu einem kleinen Teil zu besichtigen, da Angehörige des südafrikanischen Militärs dort ihre Zelte und Bühnen für irgendwelche Feierlichkeiten aufbauten. Auf meine Frage hin, wann man denn das eigentliche Museum besuchen könne bekam ich ein freundliches Lächeln der Empfangsdame mit den Worten "Next year, Sir", geschenkt. Ich stattete dem ältesten Gemäuer der Stadt und Hauptquartier des Militärs dennoch einen kurzen Besuch ab und konnte zumindest einige Räume und Kellergewölbe besichtigen.
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  • Day1

    Kapstadt und Garden Route

    December 5, 2016 in South Africa

    Am 05.12.2016 war es endlich soweit: Die Erkältung der vergangenen Woche war besiegt und so konnte es endlich auf die Reise nach Südafrika gehen. In aller Frühe ging es zunächst zum Flughafen Düsseldorf, um nach Amsterdam zu fliegen. Von dort aus ging es dann weiter nach Kapstadt. Nach einem relativ entspannten und (fast) turbulenzenfreien Flug landete ich nach rund 11 Stunden auf dem Flughafen von Cape Town. Jetzt noch schnell den Stempel der Passkontrolle hinter mich bringen, was bei zwei geöffneten Countern und allein 400 Passagieren aus meiner Maschine nicht ganz so schnell wie erhofft verlief, Geld wechseln und ab mit dem Taxi in Richtung Hotel und Downtown. Auf der kurzen Fahrt in die Stadt gab es dann noch einen interessanten Plausch mit dem Taxifahrer über Gott und die Welt (Weihnachten und Religion in Südafrika, Studiengebühren, Apartheid etc.). Ich glaube er wäre mit mir auch direkt bis ans Ende der Garden Route gefahren, doch nach knapp 20 Minuten endete dann die Fahrt und unsere Diskussion. Im Hotel on St. Georges, unweit vom Bahnhof Kapstadts und zentral in Downtown gelegen, wartete dann nach einem kurzen Check Inn endlich das Bett auf mich und somit meine erste Nacht in Südafrika.Read more

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