• Day 28 🇳🇦

    September 13, 2023 in Namibia ⋅ ☀️ 28 °C

    Um acht Uhr geht die diesmal geführte Safari los. Wir wollen noch einen Geparden sehen... Wir fahren also mit dem Boot erstmal in Richtung des National Parks es ist ein Subgebiet des Bwabwata National Park in dem wir bereits zuvor in Divundu waren. Hier in Kongola ist es das Kwando Core Gebiet... Der Fluss auf dem wir fahren ist der Kwando, dieser bildet ein Sumpfgbiet rund um den Fluss in dem Überschwemmungen saisonal aufkommen, so ist er wie der Nil ein wichtiger Ort für Agrikultur in seiner Region, macht ihn aber auch zu einem zu überwindenden Hindernis für Wandertiere wie Gnus oder gewisse Antilopen. So ist es der perfekte Ort für Krokodile, diese gibt es hier zu Hauf.
    Einmal vom Fluss weg, steigen wir ins Safariauto und fahren den Park ab. Hier sehen wir wieder tonnenweise Tiere aber leider keine Geparden. Am Ufer des Kwando gibt es dann noch ein kurzes Picknick wobei unser Guide erklärt, wie die moderne Welt für ihn und seinen Stamm Schwierigkeiten bedeuten. So stammt er ursprünglich aus Sambia, aber als sein Vater starb ist seine Mutter mit ihm und seinen Geschwistern zum Stammesführer gezogen nach Namibia. Dafür brauchte er aber einen Pass und ein Visum, welches seine Mutter nur vorübergehend erhalten konnte, so mussten sie nach einiger Zeit wieder zurück nach Sambia. Heute arbeitet er hier in Namibia und kann so sein Visum rechtfertigen in dem er einen "Skill" mitbringt, den Namibia als Staat braucht.... Nämlich Englischkenntnisse für Tourismus... Damit darf nun auch seine Mutter in Namibia bei ihm leben. Früher hätten sie die knapp 50km zum Stammesoberhaupt einfach so zurückgelegt wenn eine Witwe die Familie nicht mehr ernähren konnte. Heute müssen sie mit Bürokratie und Xenophobie zurechtkommen...

    PS: Macht es bitte nicht so wie die Schweizer die mit uns auf dieser Safari waren wenn ihr hier Trinkgeld gebt. Sie haben für jede Person 5% der Ausflugskosten als Trinkgeld gegeben. Das sind 40 Dollar pro Person. Tönt nicht nach viel. Aber gerade in dieser Region leben 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, was 40 Dollar am Tag ist... Auch verdient man hier mit Mindestlohn 5 Dollar die Stunde wobei 10 der Norm ist. Sagen wir also sie verdienen als Guides vielleicht sogar das Doppelte, waren sie mit uns 4 Stunden unterwegs mit 1 Stunde Vorbereitung das macht einen Lohn von 100 Dollar verdient mit unserer Tour. Wenn nun also jeder dieser 11 Schweizer (excl. uns) 40 Dollar Trinkgeld gibt macht das Trinkgeld 4/5 ihres Lohnes aus. Was vielleicht erst gut tönt, aber es für sie rentabler macht die Tour schnell zu beenden und mehr Touren am Tag anzubieten und fördert die Kluft zwischen arbeitenden in Tourismus und der essenziellen Arbeit wie die eines Mechanikers, eines Kassierers, eines Bauern oder auch zu der eines Doktoren.
    Beispielsweise ist es für jemanden, der c
    vielleicht sogar die Mittel und den Grips hat Doktor zu werden VIEL VIEL VIEL rentabler in den Tourismus zu gehen. So fehlen essenzielle Arbeitskräfte hier nur auf Grund des Trinkgelds...
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