• Day 4 🇹🇷

    June 16, 2025 in Turkey ⋅ ☀️ 26 °C

    Es geht an die typischen Touristen Hotspots in die Innenstadt. Hier besuchen wir die Hagia Sophia und die Basilica Cisterna.

    1. Die grösste Kirche der Welt bis zum Bau des Peterdoms in Rom und das Zentrum der Orthodoxen Christlichen Kirche. Sie wurde im 3 Jahrhundert von Kaiser Justinian gebaut und hat schlappe 70 Millionen Sesterze gekostet mit Inflation ist das 13 Trillionen USD heutzutage. Dafür ist die innere Halle auch so hoch wie der schiefe Turm von Pisa. Es ist dazu ein 3 stöckiges Gebäude wobei der niedrigste Stock für das Gebet und die Teilnehmer des Gottesdienstes war und die Gallerie für Zuschauer und Ehrengäste. Hier befanden sich auch die Kammern der Hebammen die bei Geburten der Kaiserinnen einen komplett purpurenen Saal zur Entbindung vorbereiteten. Purpur als die Farbe der göttlichen Herrschaft über das römische Reich.

    Auch findet sich hier eine Grafitti eines Vikingers aus der "Varangian Guard" (Halvdan) wer die Serie Vikings kennt, kennt auch ihn als Bruder des Königs von Norwegen.

    Er war als Entdecker unterwegs und wurde kurzerhand zur Leibwache des byzantinischen Kaisers für 2 Jahre. Wobei er sich anscheinend auf der Gallerie so sehr langweilt während eines Gottesdienstes, dass er "Halvdan war hier" in nordischen Runen in den Marmor ritzte.

    Auch findet man hier ein Mosaik, dass knappe 500 Jahre VOR der Renaissance in Italien entstand dass sogar gerötete Backen, schattierte Kleidung und Augenringe beinhaltet. Ein impressionistisches Meisterwerk.

    Ab 1453, nach der Eroberung Constantinopels durch die Türken wurde die Kirche zur Moschee. Glücklicherweise respektierten die Eroberer das Gebäude und dessen Geschichte genügend um die römischen Statuen und die christlichen Ornamente die sich in und rund um die Kirche befanden, nicht etwa zerstörten sondern entweder mit Tüchern abdeckten oder komplett frei liessen.

    Leider ist dies nicht nur "positiv" sondern eben auch sehr negativ. Bis heute ist die Kirche eine Moschee und dient türkischen Staatsbürgern als Möglichkeit zu beten. Eine rein provokante Massnahme gegenüber den Griechen, die nicht nur ihre Hauptstadt verloren haben, sondern auch ihre bedeutenste kulturelle Stätte und sogar das Recht diese zu besuchen.

    Danach gehen wir einmal über die Strasse und entdecken die Basilica Cisterna. Eine Zisterne also ein Wasserreservoir, dass rund 80'000 Tonnen Wasser fasst. Es wurde für die Hagia Sophia aber auch andere Kirchen wie die eigene im internen der Zisterne genutzt um geweihtes Wasser aufzubewahren. Darin findet man 128 Steinsäulen, die statisch den Raum seit Jahrhunderten gar seit Jahrtausenden vor Erdbeben und Erosion bewahren.

    Die hintersten Säulen sind der Medusa gewidmet, die auf dem Kopf steht und symbolisieren soll, dass das Christentum über die heidnischen Gebräuche gesiegt hat.

    Man stelle sich vor wie sich die erste Person, die die Zisterne wieder entdeckt hat sich gefühlt haben muss in der tiefe auf einem stockdunkeln Boot als sie die Medusa Köpfe entdeckte nach mehr als 100 Metern unweichender Dunkelheit. Es muss sich angefühlt haben wie der Eintritt in die Hölle auf dem Fluss Styx.

    Danach noch kurz auf Entdeckung des kaiserlichen Palastes zumindest von aussen. Und dann schon gleich Ferierabend.
    Read more