Pia Anuschka

Joined August 2019
  • Day91

    Hobbiton

    November 3 in New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    Diesen Sonntag wollen wir uns einen der vielleicht berühmtesten Orte Neuseelands angucken: das Filmset Hobbiton. Sarah, Frauke, Andrea, Emma und ich treffen uns deshalb Freitag abends um den ersten Teil von „Herr der Ringe“ zu gucken und Samstag für den zweiten und dritten. Riesen Fans werden wir nicht- 3 Stunden für einen Film sind einfach zu lang- aber nach und nach fangen wir an die verwirrenden (natürlich auf englisch erzählten) Storylines zu verstehen und können am Ende fast alle Charactere unterscheiden.

    Sonntag morgen geht es also los Richtung Süden. Auf der ca. 2 Stunden langen Fahrt halten wir an den Hamilton Gardens- botanischen Gärten, die viel größer als erwartet und voll mit allerlei bunten Blumen sind. Hier veranstalten wir ein kleines Picknick und weiter geht es.
    Hobbiton entpuppt sich als sehr sehr viel sehenswerter als erwartet. Wir werden mit einem Bus vom Parkplatz zum eigentlich Filmset gefahren, dürfen Teile alleine erkunden und bekommen an anderen Orten Erklärungen von unserem Guide. Das Wetter spielt mit und „das Shire“ sieht mit den grünen Wiesen und hellblauem Himmel genau so idyllisch aus wie in den Filmen. Anscheinend hat Regisseur Peter Jackson sehr viel Zeit und Geld investiert um alles genauso aussehen zu lassen wie in den Filmen. So hatten zum Beispiel die im Buch „Lord of the Rings“ beschriebenen Pflaumenbäume die falsche Größe im Verhältnis zur Umgebung. Deshalb ließ Peter Jackson Apfelbäume pflanzen, von Hand alle Blätter und Blüten entfernen und stattdessen Pflaumenblüten- und blätter ankleben. Diese so aufwendig gestalteten Pflaumenbäumen waren dann im Film für exakt 3 Sekunden zu sehen. Schon verrückt aber genau diese Liebe zum Detail spiegelt sich in ganz Hobbiton wieder und wir genießen den Tag in der Sonne. Unsere Führung endet im Pub zum grünen Drachen in dem wir alle ein kaltes Getränk bekommen bevor es wieder nach Hause geht. ☀️
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day83

    Labour Day- Cape Reinga :)

    October 26 in New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Dieses Wochenende ist Labour Day und deshalb haben wir am Montag frei. Es geht für uns 5 Mädels wie für schätzungsweise 90% aller AuPairs an den nördlichsten Punkt Neuseelands. Sarah, Frauke, Julia, Smilla und ich treffen uns also Freitag am späten Nachmittag, gehen einkaufen und fahren bis in das Strandhaus von Sarahs Gastfamilie. Sarah und ich waren vor einigen Wochen schonmal da um und nun ist es also wie nach Hause kommen. Wir lassen das Wochenende abends dann langsam mit Nudeln, Schokolade und Kartenspielen einklingen bevor es vergleichsweise früh ins Bett geht.

    Samstag sind wir dann schon kurz nach Sonnenaufgang wieder auf den Beinen denn uns steht eine 5 Stunden Autofahrt bevor. Wir fahren an der Westküste hoch bis zum „Tane Mahuta“, dem größte Kauri-Baum des Landes. Er ist der bereits etwa 2.000 Jahre alt, 18 Meter hoch und hat 4,4 Metern Durchmesser. Ein Ranger/Freiwilliger/Maori der in Warnweste neben dem Baum steht erzählt uns eine Maori-Legende über die ewige Liebe zwischen dem „Herr des Waldes“ und den Herrschern des Meeres- den Walen. Nach diesem kleinen Zwischenstopp geht es auf eine Fähre und am Meer entlang bis zum Cape Reinga. Ich wollte eigentlich vor allem zum Cape um den nördlichsten Punkt mal gesehen zu haben aber ich hätte nicht erwartet wie schön es da dann tatsächlich sein würde. Das Wasser ist blau, die Wellenkämme perfekt weiß und die Strände die verlassen unter uns liegen könnten jederzeit Werbung für die Karibik machen. Wir genießen die Sonne, schauen in den Leuchtturm, gucken wie der Pazifische Ozean und die Tasmanische See aufeinander treffen und machen Fotos. Dann geht es weiter zur Te Paki Sand Düne. Wir klemmen uns Fraukes Surfboard unter den Arm, leihen uns noch zwei zusätzliche und machen uns an den Anstieg. Wir klettern die Dünen hoch bis wir das Meer sehen können und sausen auf den Boards wieder runter. Das wiederholen wir bis es dunkel wird und wir die Boards wieder abgeben müssen und wir machen uns an den letzten anstrengenden Aufstieg. Erschöpft aber glücklich kommen wir oben an und schauen uns den Sonnenuntergang an bis es kalt wird. Also machen wir uns auf zu unserem AirBnB, bangen kurz um unser Auto weil es komische Geräusche von sich gibt und kommen aber wohlbehalten schon im Dunkeln in unserem kleinen Cottage an.

    Sonntagmorgen schaut unser super nette ältere Vermieterin bei uns vorbei um uns Frühstück zu bringen und bietet uns gleichzeitig an, dass wir hinterher gerne nochmal zu ihr kommen können, da sie einige Avocados über hat. In Erwartung eines Avocado-Baumes gehen wir zu ihr rüber und entdecken das wir auf einer Avocado-Farm mit über 2000 Bäumen gelandet sind. Die Früchte die von selbst auf den Boden gefallen sind, dürfen nicht verkauft werden und so erklären unsere Vermieter uns alles, was es über Avocados zu wissen gibt und geben uns eine ganze Tüte mit sehr reifen für den Tag und weniger reifen für die nächsten Wochen mit. Ein bisschen später als geplant aber gut gelaunt geht es dann los wieder Richtung Süden. Wir fahren zum berühmten 90-Miles-Beach, der ehrlich gesagt ein wenig enttäuschend ist. Da unsere Vermieter uns mehrmals erzählt haben, dass dort schon Busse im Sand versunken sind trauen wir uns nicht mit unserem kleinen Auto am Strand lang zufahren und fahren nach einem kleinen Strandspaziergang weiter. Wir schauen uns zwei Wasserfälle an und halten dann in Pahia, einem kleinen Ort in der Bay of Islands. Wir gucken uns den Hafen und die zugegebenermaßen sehr kleine Innenstadt an, picknicken am Strand und spazieren am Meer entlang. Abends geht es dann wieder bis nach Mangawhai ins Ferienhaus wo wir den Abend mit Reispfanne, Eis und noch mehr Gesellschaftsspielen gemütlich ausklingen lassen.

    Auch den Montag gehen wir entspannt an. Wir schlafen mal wieder länger als bis 7 Uhr, frühstücken mit Blick aufs Meer und machen uns dann auf den Weg an den Strand. Wir liegen in der Sonne, spielen noch mehr Karten und kühlen uns im Meer ab. Wieder im Strandhaus dürfen wir mit einem der kleinen Squads von Sarahs Hostdad durch den riesigen Garten fahren und machen uns dann schließlich wieder auf nach Auckland. Wir kommen überraschend gut und staufrei wieder zuhause an und freuen uns, dass wir anders als alle anderen erst die West- und dann die Ostküste gemacht haben,so auch den Touristenmagnet Cape Reinga am Samstag gesehen haben und die Menschenmassen vermeiden konnten :)
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  • Day71

    "Can i hold your hand during my nap?"

    October 14 in New Zealand ⋅ 🌧 14 °C

    Diese zwei Wochen verlaufen angenehm ereignislos. Zachi und ich gehen zur Playgroup, spielen dort im Sandkasten und mein Kleiner taut immer mehr auf und traut sich auch mit anderen Kindern zu interagieren. Wir haben Sarah und Emilia erst zum Playdate da und besuchen sie ein paar Tage später in ihrem Haus. An einem Regentag gehen wir mit Elodie und Mia zu einem Indoorspielplatz. Die Kids springen auf den Hüpfburgen, spielen im Bällebad, schaukeln, rutschen und fahren mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen. Wir treffen Elodie erneut und gehen mit ihr und Benji zum Kinderturnen. Zuhause spielen wir Lego, backen Schokokuchen, lesen Bücher, bauen mit Zügen und sind auf dem Trampolin. Neben den Kids treffe ich mich auch mit Freunden. Mit zwei anderen Mädels gehe ich spontan abends Schokokuchen essen und Kakao trinken. Sarah und ich probieren ein Café bei mir im Stadtteil aus und frühstücken dort ausgiebig, gefolgt von einem Spaziergang auf dem Mount Eden.

    Ich bin ein bisschen krank und will es erst auf das eisig kalte Wasser des Lake Taupo schieben aber erkenne schnell das ich mich einfach bei meinen Kids angesteckt habe. Ich lasse es am Wochenende also langsam angehen und mache nicht viel. Es ist School Feir und zusammen mit Emma erkunde ich dieses Flohmarkt/Sommerfest/Jahrmarkt/Theater/Kultur-Event, schaue Theo bei seinen Kunst- und Musikvorführungen zu und esse indisches Essen. Ich babysitte Samstags und mache Sonntag mit Emma und dem Holländer Luc den Coast-to-Coast-Walk. Dieser Weg geht tatsächlich von der südlichen Küste Aucklands bis in die Innenstadt ganz in den Norden und führt dabei durch die Parks und über die Vulkane der Innenstadt. Am Ende gibt es ein riesen Eis zur Belohnung für den 16km Weg. Ein Highlight der Woche ist das Skypegespräch mit Lea in Deutschland und Cora in Argentinien. Während es bei Lea schon nach Mitternacht ist, macht sich Cora für ihr Sportprogramm nach dem Abendessen fertig und ich genieße meine Mittagspause. 3 Kontinente vereint in einem Gespräch- Technik ist schon was komisches... :)
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  • Day69

    Taupo #Roadtrip Nr. 4

    October 12 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Dieses Wochenende fahren wir zu viert nach Taupo. Diese Kleinstadt an dem riiiesigen Lake Taupo ist ungefähr 3 Stunden von Auckland entfernt und wir nutzen die Zeit im Auto um uns richtig kennenzulernen. Mit Emma habe ich ja schon mehrere Trips unternommen aber Paula und Miriam haben wir erst Dienstag in der Coffee Group kennengelernt.
    Wir schauen uns zunächst die Huka Falls an die zwar relativ klein aber dafür erstaunlich blau/turkis und klar sind. Leider fängt es nach unserem Vesper an zu regnen, aber die „Craters of the Moon“- vulkanisches Gebiet mit Wegen, die an Dampfquellen und Kratern mit brodelndem Schlamm entlangführen sind trotzdem super faszinierend. Nur wie der Mond sehen sie durch den grünen allgegenwärtigen Farn nicht aus. Dann machen wir uns auf zu natürlichen Hot Pools, die diesmal anders als in Rotorua relativ flach und noch um einiges wärmer sind. Wir kühlen uns in dem großen Fluss ab in den der heiße Strom mündet und fahren zu unserem Hostel. Wir gehen einkaufen und gucken uns den Sonnenuntergang am Lake Taupo an, sehr fasziniert von den neuseeländischen Jugendlichen die sich dort in großen Gruppen treffen. Während wir darauf warten, dass unsere Ofenkartoffeln gar werden unterhalten wir uns in der Hostelküche mit Deutschen, Kanadiern und Franzosen und essen dann mit Blick auf den See.

    Der Lake Taupo hat ungefähr die Größe von Singapur und wir beschließen diesen riesen See mit einem Segelboot zu erkunden. Nach einem leckeren Porridge-Frühstück geht es also mit einigen Asiaten und unserem neuseeländischen Kapitän auf dem Segelboot zu den Maori-Carvings für die der See bekannt ist. Diese Felsschnitzereien sind zwar erst 30 Jahre alt aber wurden von 3 Maoris für ihre Großmutter in den Stein geritzt und sind viel beeindruckender als erwartet. Auf dem Hinweg werden wir ordentlich durchgewindet, um uns auf dem Rückweg dann nach einem kurzen Bad im eiskalten Wasser (laut Aussage des Kapitäns ist es unter 12 Grad) in der Sonne auf dem Deck richtig zu entspannen. Nach den 2,5 Stunden auf dem Wasser essen wir unser Lunch und wandern am Lake Taupo entlang. Wir treffen zufällig ein anderes AuPair, dass in einem kleinen Dorf am See wohnt und erzählt, dass sie das einzige AuPair dort ist und leider kein Auto zur Verfügung hat. Auch Busse fahren in ihrem Ort nicht. Sie wirkt eigentlich ganz glücklich und meint, dass sie auch zufrieden mit Gastfamilie und Umgebung sei, doch ich bin nicht zum ersten Mal doppelt froh mit vielen gleichaltrigen, guten Verkehrsanbindungen und Supermärkten in Fußnähe in Auckland zu wohnen. Auf erstaunlich leeren Straßen- immerhin ist der letzte Ferientag- fahren wir vier dann abends wieder genau dorthin zurück.
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  • Day55

    Wie im Film...

    September 28 in New Zealand ⋅ ⛅ 18 °C

    Dieses Wochenende geht es für uns in den Norden. „Uns“ ist diesmal eine Gruppe aus 5 Mädels- Sarah, Emma und Lea, mit denen ich bereits in Rotorua war und Paula, die ich vor diesem Trip nicht kenne. Wir fahren zu viert in Auckland los und halten auf dem Weg zu Lea, die ein bisschen außerhalb lebt in einer deutschen Bäckerei. Hier kaufen wir bei der NATÜRLICH Dirndl tragenden Verkäuferin ein deutsches Brot und veranstalten dann ein echtes deutsches Wochenendfrühstück mit Brot, Obstsalat und Tee- das wichtigste, alle zusammen gleichzeitig am Tisch. Dann geht es los zu den Waipu Caves, Glühwürmchenhöhlen die man diesmal ohne Führung auf eigene Faust erkunden kann. Wir überqueren unterirdische Flüsse und schalten unsere Handytaschenlampen aus um in totaler Dunkelheit die Glühwürmchen wie einen Sternenhimmel über uns zu sehen. Als nächstes fahren wir zu den Whangarei Falls und machen da erst einmal a´ Vesper. Das lernen von schwäbischen Worten wie „Veschper“, wie Paula und Lea es sagen wird zu einer Art Insider für das gesamte Wochenende. Wir wandern in den Wäldern um die Wasserfälle und schauen uns diese von unten, oben und der Seite an. Die Wanderung dauert länger als wir erwartet haben und so wir es schon dunkel als wir in Oakura in unserer Unterkunft ankommen und das Abenteuer beginnt. Wir haben einen Wohnwagen direkt am Meer gemietet und als wir ankommen ist unser Vermieter nirgends zu sehen. Nach einem kurzen Telefonat mit ihm und einem Gespräch mit den sehr netten Nachbarn stellt sich raus, dass es einen Notfall gab und er über Nacht weg sein wird. Also richten wir uns in dem (unabgeschlossenen) Wohnwagen ein, gehen in das Café am Ende der Straße um uns Wasser für unsere Nudeln zu besorgen und fangen an mit Mikrowelle und Wasserkocher unsere Abendessen zu kochen. Schließlich trauen wir uns auch an den (zum Glück angeleinten) Hunden vorbei und finden das beschriebenen Bad im Haupthaus, dass wir durch die Hintertür jederzeit benutzen können und haben so auch frisches Wasser um unseren Brokkoli zu waschen. Wir sind dann alle erstaunlich müde und schlafen ein Stündchen bis unsere Wecker um kurz vor 12 Uhr klingeln, wir mehr oder weniger wach, leise unsere mitgebrachten Kuchen herausholen, Kerzen vorbereiten, vergeblich ein Feuerzeug suchen und schließlich laut runterzählen sodass Emma genau um Mitternacht von unserem Happy-Birthday-Gesang geweckt wird. Wir veranstalten ein kleines Mitternachtspicknick, essen Schokoladenkuchen, Bananenmuffins und Schoko-Cornflakes-Crunsh, gucken die Sterne an (leider ist unser astrologisches Wissen nicht so berauschend aber wunderschön ist es trotzdem) und hören den nächtlichen Wellen zu.

    Diese Nacht ist Zeitumstellung und durch die geklaute Stunde sind wir recht müde als wir das nächste Mal zum Sonnenaufgang geweckt werden. Im Schlafanzug gehen wir die schätzungsweise 5 Meer bis ans Meer und schauen den Naturspektakel zu. Wir machen Yoga, schießen Fotos und genießen den Moment. Als wir schließlich wieder hungrig werden, bereiten wir uns unseren Porridge im Wohnwagen zu und frühstücken picknickend am Strand. Die Sonne hat schon erstaunlich viel Kraft und so beschließen wir das erste Bad im Meer zu wagen. Es ist kalt und die Einheimischen, die inzwischen auch wach sind und ihren Tag mit Strandspaziergängen beginnen gucken uns schief an aber es ist super schön im kristallklaren, ruhigen Wasser zu sein und nach einer kurzen heißen Dusche beschließen wir auch den restlichen Tag am Strand zu verbringen. Wir sagen „Good-Bye“ zu unserem Wohnwagen und fahren nach Matapouri, einer wunderschönen Bucht an der Ostküste. Wir haben gestern Abend noch die CD-Sammlung in Sarahs Auto entdeckt und singen so laut bei One Direction, Justin Derulo, Adele und Bruno Mars mit, dass ich sicher bin, dass auch die Leute im Auto vor uns alles hören können. Wir gehen erneut schwimmen, veranstalten ein Veschper mit dem restlichen Kuchen, spielen „Wer bin ich?“ und liegen in der Sonne. Als wir schließlich abends wieder in Auckland ankommen, haben wir mindestens 15 Dinge besprochen die wir unbedingt noch genau in dieser Gruppe unternehmen müssen und ich bin mir sicher, dass dies das schönste Wochenende meiner bisherigen Zeit hier war.
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  • Day48

    •Sarah und zwei Holländer•

    September 21 in New Zealand ⋅ ☀️ 14 °C

    Samstag morgen spiele ich mit den kleinen Lego, übe mit Oli Klavier und lasse mir vorlesen während mein Hostdad zum Sport geht. Dann fahre ich spontan zu Sarah, da ihr Gastpapa mich eingeladen hat am geplanten Familienausflug teilzunehmen. Die zweijährige Emila kenne ich ja schon von den Playdates mit Zachi aber auch Sarahs Gasteltern sind wirklich nett und erzählen uns viel über Neuseeland. Wir fahren in den Norden von Auckland zum Shakespear Park in dem wir dann zunächst nur bis zu einem Aussichtspunkt und dann einen ganzen Rundweg laufen. Besonders die kleine Emila ist von den vielen Schafen und Kühen begeistert und ich finde vor allem Gefallen an der Kombination aus grünen Wiesen, dem wolkenlosem blauen Himmel und dem turkisblauem Meer. Der Weg ist letztendlich weiter als erwartet aber es lohnt sich auf jeden Fall und so bin ich erschöpft und froh als ich wieder zuhause ankomme. Meine Gastfamilie ist bei Jonathans Bruder sodass ich das Haus für mich habe und ganz in Ruhe Muffins backe und Charité schaue.

    Sonntag geht es an die Strände der Auckland-Westküste. Heute sind wir zu viert unterwegs- Sarah und ich sowie Luc der ein Praktikum bei AuPairLink macht und den wir in der Playgroup kennengelernt haben und seine Freundin Maylynn. Beide sind aus den Niederlanden. Wir fahren nach Piha, einen Strand der ungefähr eine Stunde von Auckland entfernt und bekannt bei Surfern ist. Da er aber auch für seine vielen weißen Haie berühmt ist, sehen wir davon ab Baden zu gehen. Wir wandern am Strand entlang, erklimmen den Lion Rock, in dem wir allerdings nur mit seeehr viel Fantasie einen Löwen erkennen und beobachten die Surfer. Dann geht es zu den Kitekite Falls, die wir von unten und von oben bestaunen und mit großartiger Aussicht ein Picknick veranstalten. Das haben wir uns auch verdient, denn um die Spitze des knapp 40 Meter hohen Wasserfalls zu erreichen müssen wir gefühlte 500 Stufen hochsteigen. Hinterher geht es deshalb auch entspannt weiter- ein weiterer Strand wartet auf uns. Der Karekare Beach soll der schönste Strand von Neuseeland sein, hat schwarzen Sand und enttäuscht uns ein bisschen. Schön ist es schon und die Wellen sind wirklich majestätisch aber so außergewöhnlich und besonders wie erwartet ist es nicht. Die Karekare Falls sind wiederum echt hübsch und auch das Wetter hält sich und wir strahlen mit der Sonne um die Wette. Wieder zurück in Auckland esse ich den Rest unserer Schokoladenkekse und verbringe den Abend mit den Kids.
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  • Day43

    Woche Nr. 7 :)

    September 16 in New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C

    Montags starte ich gestresst in den Tag. Zach war früh wach und das Wohnzimmer sieht dementsprechend chaotisch aus. Ich weiß nicht mehr wo ich meinen Führerschein hingetan habe und suche überall bis ich mich schließlich erinnere ihn als Reaktion auf einen Einbruch bei einer Freundin in meiner Nachbarschaft letzte Woche oben auf meinem Regal „versteckt“ habe. Max hat vergessen das er „Shared Lunch“ hat und ich werde beauftragt Pizza zu bestellen, abzuholen und ihm zur Schule zu bringen. Um 11 Uhr soll die Pizza vor seinem Klassenraum sein aber der Pizzaliferant öffnet erst um 11 Uhr. Bis ich das organisiert habe, sind mit viele graue Haare gewachsen aber dann wird der Tag doch noch ganz schön gut. Zach ist erstaunlich folgsam und zieht sich ganz ohne Hilfe an. Dann machen wir uns auf den Weg zur Playgroup und da mein kleiner nicht viel spielen möchte sondern lieber auf meinem Schoß sitzend seinen Morning Tea isst, kann ich einfach entspannen und mich mit den anderen AuPairs unterhalten. Nach einem kurzen Stop bei der Bibliothek, geht es an die gefürchtete Pizza. Dank eines netten schnellen Dominos-Mitarbeiter und einer Sekretärin, die mir die Pizzen kurzerhand abnimmt und selber zu Max‘s Klasse bringt, klappt das ganze dann doch besser als erwartet. Weil Zach dann ganz wie sein großer Bruder sein will, essen auch wir beide dann Pizza zum Mittagessen und er schläft erstaunlich schnell ein. Das Essen (Chicken Pad Thai), dass ich dann während seinem Nap koche wird dann abends nach dem Klavierunterricht von allen Kindern zum neuen Lieblingsessen erklärt und ich bin zufrieden.

    Da Natasha dienstagabend für eine Woche auf eine Konferenz nach China fliegt, auf der sie außerdem einen Preis für ihre Forschungen bekommen soll hat sie sich den Tag zum packen freigenommen- dementsprechend habe auch ich frei. Morgens treffe ich mich mit Naomi, einem AuPair in meiner Nachbarschaft und wir backen zusammen Banana-ChocolateChip-Muffins. Hinterher erkunde ich ganz entspannt mal ohne Kind die Bibliothek in der Nähe und fahre abends mit Julia zur Coffee Group.

    Am Mittwochmorgen bin ich etwas nervös wie die Woche ohne Natasha werden soll doch heute klappt alles wie am Schnürchen. Oli hat „International Day“ in der Schule und ist als amerikanischer Footballspieler verkleidet, da er in Californien geboren wurde. Also wir ihn gut gelaunt zum Unterricht gebracht haben kommen Lea und Emma, mit denen ich in Rotorua war zum frühstücken vorbei und wir essen, quatschen und lachen den ganzen Morgen. Zach hat seine anfängliche Schüchternheit überwunden und zeigt den Mädels stolz seine Züge und spielt gemeinsam mit Lea am Klavier. Als Jonathan mittags nach Hause kommt schläft Zach schon und ich mache mich auf den Weg zu Emmas Haus zu dem die anderen beiden schon vorgegangen sind damit der kleine gut einschlafen kann. Dort angekommen machen wir uns daran Zimtschnecken zu backen und da Emma dann los zur Schule muss um ihre Kids abzuholen machen Lea und ich uns zu zweit auf den Weg hoch auf den Mount Eden. Wir genießen die Aussicht, essen unglaublich leckere Zimtschnecken, machen Fotos und quatschen als würden wir uns schon ewig kennen. Wieder zuhause gibt es Pizza (Jonathan hat es nicht so mit kochen ;) ) und als er zu seiner Painting-Class fährt, bringe ich die Kinder zum ersten Mal allein ins Bett. Obwohl alle etwas später schlafen als normalerweise klappt alles ohne Drama und ich bin mehr als zufrieden mit dem Tag!

    Heute fange ich schon um 6:30 Uhr an und erledige dann bis alle Kinder wach sind alle meine Aufgaben. Dann geht es für Zach und mich in den Supermarkt und dann zum Gymnastics, wo wir auch Elody und Mia treffen. Mittags habe ich während Zachies Nap mal wieder richtig frei, da ich alles fürs Abendbrot schon morgens vorbereitet habe. Beim schwimmen nachmittags lese ich Zach vor und als Jonathan mich dann abends ablöst bin ich ausnahmsweise mal wirklich genervt von den Kindern. Keiner macht was ich möchte und ich freu mich auf meinen Feierabend. Nachdem ich ein bisschen Zeit für mich hatte geht es dann zur Schule, in der wir das Schultheaterstück in den Theo eine der Hauptrollen spielt anschauen. Das Ganze ist erstaunlich professionell und die Kids schauspielern, singen und tanzen so gut das ich Gänsehaut bekomme. Letztendlich gehe ich dann also doch gut gelaunt ins Bett.

    Freitagmorgen bin ich sehr unwillig aufzustehen. Es ist wieder viel zu früh und eisig kalt außerhalb des Betts! Aber letztendlich übernehme ich erneut um 6:30 Uhr und mache die Kids fertig für die Schule. Als ich sie endlich aus dem Haus hab bin ich wieder genervt und Zach und ich machen erstmal Brownieteig. Dann machen wir uns auf den Weg zum Spielplatz im Cornwall Park. Dort ist ein Treffen, organisiert von AuPairLink sodass wir dort viele andere Kinder mit AuPairs treffen. Wir machen ein Picknick, spielen Fußball, versuchen uns am Stelzenlaufen und erkunden den Spielplatz. Als Zach dann mittags seinen täglichen Mittagsschlaf macht backe ich die Brownies zu Ende. In der Grundschule ist heute großer Eisverkauf und so bleiben wir länger als normalerweise und ich sitze in der Sonne während die Kids ihr Eis essen. Den ganzen Nachmittag genießen wir das gute Wetter, spielen Fuß- und Volleyball, springen Trampolin und toben im Garten. Abends habe ich dann wirklich gute Laune als wir in ein Restaurant im Stadtteil gehen, da Jonathan wiedermal keine Lust hat zu kochen. Ich esse zunächst Gnocci gefolgt von einem großen italienischen Rocher-Eis um das Wochenende einzuleiten.
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  • Day41

    Rangitoto Island*

    September 14 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Rangitoto Island. Eine Vulkaninsel im Hauraki Gulf der Nordinsel von Neuseeland. Von Auckland City nur 25 Minuten mit der Fähre entfernt. Sarah holt mich morgens zuhause ab und wir machen uns erst auf den Weg in die noch verschlafene Innenstadt und dann mit erstaunlich vielen anderen Leuten übers windige Meer auf nach Rangitoto. Die Insel ist unbewohnt und komplett bewaldet. Besonders bekannt ist sie für den (inaktiven) Vulkan mitten in der Mitte. Angesichts der vollen Fähre haben wir zunächst Angst nur im Gänsemarsch mit anderen Touris laufen zu können doch dies stellt sich als vollkommen unbegründet heraus. Wir treffen die nächsten 3 Stunden in denen wir den Costal Walk machen nur eine Joggerin und genießen die Stille und Einsamkeit. Die Insel ist erstaunlich vielfältig und wir wandern an kristallklarem, hellblauem Meer, durch Wüsten von schwarzem Vulkanstein und in Wäldern mit den unterschiedlichsten Pflanzen soweit das Auge reicht. Picknick machen wir in einer Bucht die offensichtlich sehr bekannt bei Seglern ist sodass wir eine pittoreske Aussicht auf weiße Segelboote haben. Der Blick vom Vulkan ist dann wirklich schön aber uns nach der Einsamkeit in der Natur ein bisschen zu städtisch- man sieht die Skyline von Auckland. Wenn das so weiter geht werde ich hier noch zum Landei :). Als wir nach knapp 12 Kilometern Fußmarsch die letzte Fähre des Tages wieder zurück in die Stadt nehmen sind wir erschöpft aber mehr als glücklich und mit dem festen Vorsatz im Sommer nochmal herzukommen, zu zelten und so in mehreren Tagen wirklich alles auf der kleinen Insel zu erkunden....Read more

  • Day34

    Mit Pyjamahosen unterwegs

    September 7 in New Zealand ⋅ ⛅ 11 °C

    Auch dieses Wochenende beginnt mit dem Weckerklingeln um 5.30 Uhr. Langsam wird das zur Gewohnheit. Gewöhnt habe ich mich trotzdem noch nicht daran und bin dementsprechend müde, als ich die vier anderen Mädels (zwei Deutsche und zwei Schwedinnen) zum Start unseres Roadtrips in der Stadt treffe. Heute geht es in Richtung Waitomo. Wir machen es uns in unserm Mietwagen gemütlich, hören Musik und halten dort an wo es uns gefällt. Wir schauen die Bridal Veil Falls an und sind trotz des strömenden Regens fasziniert. Wir können sie von oben herab, aus der Mitte und ganz nah von unten auf uns herabsausend bestaunen. Die Marakopa Falls sind, obwohl auch ein Wasserfall wieder ganz anders. Zu beiden Fällen, sowie zu der Höhle die wir uns noch anschauen, führen Wanderpfade durch den neuseeländischen Urwald. Bäume, so hoch wie man nur gucken kann und alle Arten von unbekannten Gewächsen säumen den Weg. Gut, dass es hier Ausschilderungen gibt. Auch der Mangapohue Natural Bridgewalk ist ausgeschildert. Hier sind Stege und Brücken in einer Schlucht, die später zu einer Art Höhle wird, in schwindelnder Höhe angebracht und ein kleiner Fluss fließt unter uns entlang. Als wir am späten Nachmittag in unserem Hostel einchecken sind wir müde und positiv überrascht. Wir haben ein eigenes Bad, zwei Schlafzimmer, eine Art Wohnzimmer mit Sofa und Esstisch und sogar eine kleine Küche mit Kochplatte und Mikrowelle. Überrascht sind wir auch als wir im Supermarkt des Ortes unser Abendessen und Frühstück einkaufen wollen- er ist winzig!! Gut, dass wir uns ein einfaches Gericht ausgedacht haben, denn schon unsere Nudeln mit Tomatensoße zu finden ist nicht ganz einfach. Als Ausgleich für das ehr langweilige Abendbrot, dass allen übrigens mehr als gut schmeckt- nach einem langen Tag schmeckt alles einfach dreimal so gut- kaufen wir noch 3 Tafeln Schokolade für einen gemütlichen Abend. Noch ist es aber nicht ganz so weit. Wir machen uns als es dunkel wird, erstmal auf zum Ruakuri Bushwalk. Dieser ist prinzipiell ein ganz normaler Wanderweg mit ein paar Höhlen, doch bei Nacht kann man dort Hunderte von Glühwürmchen beobachten. Wir sind sehr stolz als wir wieder beim Auto ankommen und weder von einem Opossum angefallen wurden, noch uns verlaufen haben und dafür den Mond, die Sterne und die Glühwürmchen um die Wette funkeln gesehen haben.
    Sonntagmorgen stehen wir frisch und fröhlich auf und machen uns auf den Weg zu den Waitomo Caves, die für ihre Glühwürmchen bekannt sind und für die wir eigentlich hier sind. Wir haben eine Tour etwas abseits der touristischen Orte bei einem Familienunternehmen gebucht, dass Höhlenbesichtigungen unter dem Gelände ihrer Schaffarm mit ungefähr 3,5 Tausend Schafen anbietet. Unsere Gruppe wird neben uns 5 AuPairs nur noch von einer Asiatin und unserem Guide vervollständigt. Wir bekommen alle eine Art blau-gestreifte Skiunterwäsche, kurze robuste Shorts, Fliespullover, Kniestrümpfe, Gummistiefel, Regenjacken und Helme mit Stirnlampen. So sehr wir uns am Anfang über diesen neuen Aufzug lustig machen, so dankbar sind wir für die Wärme und Wetterfestigkeit als die Tour beginnt. Unser Guide, der durch die Höhlen klettert seid er 5 Jahre alt ist, führt uns über Schafsweiden, durch den Wald und viele Stufen hinab zu den Caves. Dort geht es richtig los. Wir waten durch ober- und unterirdische Flüsse, klettern über Felsen und kriechen Tunnel entlang. Wir sehen Glühwürmchen von weitem und von ganz nah, erleben komplette Dunkelheit und entdecken mit unseren Stirnlampen spezielle Felsformationen. Wir lernen, dass das menschliche Auge ungefähr 8 Minuten braucht um sich an Dunkelheit zu gewöhnen und sitzen 10 Minuten ohne Licht um wirklich alle Glühwürmchen um uns herum zu entdecken. Wir lassen riesige, kathedralartige Höhlen auf uns wirken und stehen an Stellen, die bei viel Regen komplett voll mit Wasser sind und an denen mein Helm die Decke berührt. Als wir wieder an der Oberfläche sind können wir unsere Füße nicht mehr spüren, haben Schürfwunden an den Händen, kippen das Wasser aus unseren Gummistiefeln und sind uns einig: das war das Beste, was wir bisher in Neuseeland erlebt haben!!
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  • Day27

    Rotorua- mein erster Roadtrip

    August 31 in New Zealand ⋅ ☀️ 13 °C

    Mein erster Roadtrip beginnt mit dem Weckerklingeln um 5:30 Uhr. Es geht nach Rotorua und ich bin echt aufgeregt. Ich treffe mich mit Emma, die nur zwei Straßen weiter wohnt und zusammen fahren wir in die noch verschlafene Innenstadt. Dort wollen wir einen Reisebus in eine 2 Stunden entfernte Stadt nehmen doch unser Bus taucht nicht auf, sodass wir schließlich mit mehreren anderen wartenden Fahrgästen auf einen anderen Bus mit gleichem Streckenbeginn umsteigen. In Hamilton treffen wir dann auf Emmas Freundin Lea und deren Schwester Hannah, die kein AuPair ist und Lea für 3 Wochen besucht. Die beiden haben auch den Mietwagen mit dem wir nun weiterfahren. Wir fahren zunächst zum Okere Waterfall, machen eine kleine Wanderung und treffen dort die letzte im Bunde: Julie, auch AuPair und aus Frankreich. Mit ihr machen wir uns auf den Weg zu einem natürlich heißen Fluss. Rotorua liegt auf vulkanischem Gebiet und die Erdkruste ist hier besonders dünn. Deshalb ist die Gegend bekannt für die thermischen Besonderheiten. Die `Hot Pools´ sind dann tatsächlich besonders, grade haben wir noch mit unseren Winterklamotten gefroren doch sobald wir im Fluss sind, wird uns warm wie in der Badewanne. Wir können gar nicht richtig glauben, dass das Wasser nicht doch irgendwie von Menschenhand geheizt wird, sondern immer und egal bei welcher Außentemperatur so angenehm heiß ist. Nach diesem entspannenden Bad fahren wir erst einmal in unser Hostel, gehen einkaufen und duschen den allgegenwärtigen und durch das Wasser noch verstärkten Schwefelgeruch ab, bevor wir zur letzten Aktivität des Tages aufbrechen: dem Redwood Treewalk. Diese in mehr als 20 Meter Höhe befestigten Hängebrücken sind zwischen den beeindruckenden Bäumen gespannt und mit Lichterketten beleuchtet, von Lampions umrahmt und von farbigen Lichtern angestrahlt. Wir genießen die Ruhe, den Geruch der Bäume und die Tatsache, dass man bei der Dunkelheit nicht ganz genau sieht WIE weit wir tatsächlich über dem Boden sind. Wieder im Hostel entdecken wir, dass wir anders als erwartet, keinen Backofen zur Verfügung haben weshalb das Kochen ein Abendteuer für sich ist. Unsere Kartoffelwedges sehen dann letztendlich auch ziemlich komisch aus, schmecken uns aber durch gekonnte Arbeit mit Mikrowelle und Herd außerordentlich gut.

    Sonntagmorgen machen wir uns dann auf den Weg zu einem Maoridorf, dass mit vollem Namen „Tewhakarewarewatangaoteopetauaawahiao“ heißt, aber für uns Touris zu Whakarewarewa abgekürzt wird. In Whakarewarewa erwartet uns ein Maori, der uns nun durch das Dorf führt. Er erklärt uns, wie die Hitze, die die Erde hier überall produziert von den Maori genutzt wird. So ist eine Quelle im Dorf schon seit Jahrhunderten die, in der gekocht wird und in einer anderen direkt daneben baden die Dorfbewohner jeden Abend alle zusammen. Wir probieren einen in der Erde gegarten Maiskolben und erkunden dann den Rest des Dorfes auf eigene Faust. Die knapp 40 Bewohner des Dorfes arbeiten größtenteils in den nahegelegenen Städten, tragen `normale` Kleidung und fahren Autos. Die Traditionen halten sie unter anderem mit Tänzen und Gesängen aufrecht. Bei einer traditionellen Vorführung wird uns auch ein „Kapa Haka“ vorgeführt, ein Tanz der bei vielen gesellschaftlichen und offiziellen Anlässen wie Begrüßungen oder Festen vorgeführt wird. Auch bei allen Spielen der „All Blacks“, der neuseeländischen Rugbymannschaft, führt die Mannschaft einen Haka auf um die Gegner einzuschüchtern. Einschüchtert ist es auf jeden Fall und ein bisschen Gänsehaut bekomme ich auch, während ich den Gesängen so zuhöre. Voller neuer Eindrücke, machen wir uns dann auf den Weg zum „Wai-O-Tapu“. Julie, die schon letzte Woche ein Maoridorf besichtig hat, hat ausgeschlafen und stößt erst jetzt wieder zu uns sodass wir das „thermale Wonderland“ also alle zusammen besichtigen. Hier gibt es orange und grüne Seen und nochmal mehr Geysire, blubbernden Schlamm und heiße Quellen inmitten der neuseeländischen Wälder. Von dort aus bringen wir Julie, die in der Nähe von Rotorua auf einer Milchfarm mit 700 Kühen lebt und dort auf super süße 2-jährige Zwillinge aufpasst, nach Hause. Obwohl es schon etwas hat, in alle Richtungen nichts als grüne Wiesen zu sehen und die Kälbchen wirklich niedlich sind bin ich trotzdem froh wieder zurück in die Stadt mit Supermärkten, anderen Menschen und ohne Matsch zu kommen ;). Für die knapp zwei stündige Autofahrt zurück holen wir uns noch Essen beim Inder, dass zwar super lecker aber doch während der Fahrt ganz schön schwierig zu essen ist, sodass ich sowohl meine Hose als auch meine Jacke gleich in die Wäsche werfe bevor ich todmüde und glücklich ins Bett falle.
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