• Guido Luterbach
  • Guido Luterbach

Lausanne-London VF

Et 58-dagers eventyr av Guido Les mer
  • Aylesford

    10. juni, England ⋅ 🌧 14 °C

    Der heutige Weg ist nicht mehr so abwechslungsreich wie gestern. Er verläuft parallel in den Hügeln etwas oberhalb der Autobahn die nach London führt. Das Rauschen des Verkehrs begleitet uns den ganzen Tag.
    Der Weg geht im auf und ab der Hügel. Viele Streckenabschnitte sind auf asphaltierten, schmalen Nebenstrassen. Der "Pilgrims Way" ist in diesem Abschnitt nahezu auf der ganzen Länge im buschartigen Wald- respektive auf beiden Seiten in 3 m hohen Heckenbändern eingesäumt wie in einem Schlauch. Wenn ein Auto kommt drücken wir uns an die Sträucher, damit er an uns vorbei fahren kann.
    Es gibt einige wenige Feldabschnitte und Kieswege entlang von Rebbergen. Die meisten Dörfern streifen wir nur am "Hinterausgang".
    In Hollingbourne machen wir einen Abstecher zur Kirche und anschliessend einen Kaffehalt in einem noch nicht geöffneten Restaurant. Sie sind kulant und wir erhalten einen Espresso.
    Bereits in Detling kehren wir nochmals in eine schöne Kneipe ein.
    Auf dem alten Friedhof in Boxley essen wir unsere Sandwiche. Diese alten Friedhöfe strahlen eine friedliche Ruhe aus. Die Steine stehen windschief und kreuz und quer im Areal. Sie sind in allen Formen und Grössen, verwittert, bemoost und teilweise gut erhalten.Es gibt keine Ordnung und man kann überall herumlaufen.
    Trotzdem am Himmel immer wieder schwarze Regenwolken vorbei ziehen ist das Wetterglück wieder auf unserer Seite. Ein kurzer und nicht intensiver Regen ist es nur.
    Nach wieder einer langen Etappe sind wir froh am Zielort in Aylesford anzukommen.
    Wir haben in einem Guest House noch ein Zimmer bekommen. Das Haus liegt in der Industriezone an einer Hauptachse, aber Hauptsache ist, ein Dach über dem Kopf zu haben.
    Am frühen Abend laufen wir noch ins Zentrum um das Dorf zu besichtigen und ein Restaurant für das Abendessen zu suchen. Im The Chequers Inn essen wir das erste mal Fish & Chips und eine Käseplatte als Nachspeise. Es schmeckt gut.
    Les mer

  • Dartford

    11. juni, England ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute stehen wir etwas früher als gewöhnlich auf. Die Wettervorhersage gibt an, dass ab 10.00 Uhr bis weit in den Nachmittag mit Dauerregen zu rechnen ist. Dem wollen wir soweit möglich ausweichen.
    Da wir auf der ursprünglich geplanten Strecke absolut keine Unterkunft gefunden haben, entscheiden wir uns heute ein kleineres Teilstück mit der Bahn zu fahren. So ist es uns möglich zu Fuss in die nächst grössere Kleinstadt zu kommen, wo wir dann auch ohne Problem ein Hotel erhalten.
    Am Morgen laufen wir also zirka 1 Stunde zum Bahnhof Barming. Dies mit einem Zwischenhalt im Supermarkt um eine kleine Zwischenverpflegung einzukaufen. Dann fahren wir mir dem Zug bis nach Otford. In Otford angekommen suchen wir zuerst mal ein Café für unser Frühstück.
    Als wir das Café verlassen beginnt es bereits zu regnen. Also Regenschutz anziehen und so wird es bleiben bis wir am Zielort in Dartford ankommen.
    Der Weg ist abwechslungsreich und bietet einiges zu sehen. Wir laufen immer wieder auf schmalen Pfaden an Bächen und Seen entlang, durch schöne kleine Dörfer, wo wir immer wieder mal in ein Restaurant einkehren um etwas zu trinken und abzutrocknen.
    Wir besichtigen Kirchen die auch als Altentreffpunkt, Kinderspielplatz sowie Bibliotheken genutzt werden. Es beeindruckt uns, dass sich die Älteren in den Kirchen so engagieren und einen Ort zum gemeinsamen Austausch eingerichtet haben. In den nachträglich angebauten Kleingebäuden ist meist eine einfach Küche sowie Sanitäranlagen eingerichtet worden.
    In Dartford angekommen beziehen wir im The Royal Viktoria and Bull Hotel unser Zimmer im 3. Stock. Der Weg dahin ist sehr speziell. Es geht durch diverse Pendeltüren, durch verwinkelte Gänge und Treppen, die in jedem Stock an einem anderen Standort sind zu unserem Zimmer. Der Rückweg zum Ausgang und zur altehrwürdigen Bar gestaltet sich schwierig, infolge vieler nicht angeschriebener Türen.
    Dartford ist eine Londoner Vorstadt in der man fast keine weissen Engländer sieht. Man sieht viele Schwarzen, Asiaten, Inder und Araber. Leider gibt es in der Stadt auch kaum Sehenswertes zu erkunden, was unseren Rundgang schnell beendet und uns zu einem frühen Nachtessen verleitet.
    Les mer

  • London

    12. juni, England ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute stehen wir etwas früher als gewöhnlich auf. Die Wettervorhersage gibt an, dass ab 10.00 Uhr bis weit in den Nachmittag mit Dauerregen zu rechnen ist. Dem wollen wir soweit möglich ausweichen.
    Da wir auf der ursprünglich geplanten Strecke absolut keine Unterkunft gefunden haben, entscheiden wir uns heute ein kleineres Teilstück mit der Bahn zu fahren. So ist es uns möglich zu Fuss in die nächst grössere Kleinstadt zu kommen, wo wir dann auch ohne Problem ein Hotel erhalten.
    Am Morgen laufen wir also zirka 1 Stunde zum Bahnhof Barming. Dies mit einem Zwischenhalt im Supermarkt um eine kleine Zwischenverpflegung einzukaufen. Dann fahren wir mir dem Zug bis nach Otford. In Otford angekommen suchen wir zuerst mal ein Café für unser Frühstück.
    Als wir das Café verlassen beginnt es bereits zu regnen. Also Regenschutz anziehen und so wird es bleiben bis wir am Zielort in Dartford ankommen.
    Der Weg ist abwechslungsreich und bietet einiges zu sehen. Wir laufen immer wieder auf schmalen Pfaden an Bächen und Seen entlang, durch schöne kleine Dörfer, wo wir immer wieder mal in ein Restaurant einkehren um etwas zu trinken und abzutrocknen.
    Wir besichtigen Kirchen die auch als Altentreffpunkt, Kinderspielplatz sowie Bibliotheken genutzt werden. Es beeindruckt uns, dass sich die Älteren in den Kirchen so engagieren und einen Ort zum gemeinsamen Austausch eingerichtet haben. In den nachträglich angebauten Kleingebäuden ist meist eine einfach Küche sowie Sanitäranlagen eingerichtet worden.
    In Dartford angekommen beziehen wir im The Royal Viktoria and Bull Hotel unser Zimmer im 3. Stock. Der Weg dahin ist sehr speziell. Es geht durch diverse Pendeltüren, durch verwinkelte Gänge und Treppen, die in jedem Stock an einem anderen Standort sind zu unserem Zimmer. Der Rückweg zum Ausgang und zur altehrwürdigen Bar gestaltet sich schwierig, infolge vieler nicht angeschriebener Türen.
    Dartford ist eine Londoner Vorstadt in der man fast keine weissen Engländer sieht. Man sieht viele Schwarzen, Asiaten, Inder und Araber. Leider gibt es in der Stadt auch kaum Sehenswertes zu erkunden, was unseren Rundgang schnell beendet und uns zu einem frühen Nachtessen verleitet.
    Les mer

  • London City

    13. juni, England ⋅ ⛅ 21 °C

    Zum Frühstück gehen wir in ein Café direkt um die Ecke. Heute haben wir Lust auf eine Shoppingtour. Zuerst führt uns der Weg durch das Bankenviertel. Es ist hier sehr sauber und an diesem Samstag erstaunlich ruhig. Nur wenige Leute sind unterwegs. Danach besuchen wir die St. Paul’s Cathedral. Zunächst werden wir abgewiesen mit dem Hinweis, dass wir erst ab 12:30 Uhr Einlass erhalten. Doch nachdem wir unseren Pilgerpass vorgezeigt und ein wenig auf die Mitarbeiter eingeredet haben, dürfen wir glücklicherweise doch passieren. 
    Anschliessend laufen wir zur Shoppingmeile in der Oxford Street. Hier herrscht ein riesiges Gewusel und die Strasse ist voller Menschen. Auch das Verkehrsaufkommen ist extrem stark. Es ist offensichtlich, dass heute viele Leute unterwegs sind um einzukaufen. Interessant ist die Aufteilung: Im oberen Bereich findet man eher die günstigen Läden, während es Richtung Süden immer exklusiver und teurer wird.
    Das ganze Programm macht müde. Deshalb nehmen wir die U-Bahn zurück zur Station Bank. Von dort aus spazieren wir entlang der Themse, wo wir auf noch grössere Menschenmassen treffen. Überall gibt es Restaurants die gut besucht sind, und die Leute flanieren am Wasser entlang. Wir machen noch einen kurzen Abstecher in die Southwark Cathedral.
    ​Zurück in unserem Quartier erledigen wir noch den Einkauf für das morgige Frühstück bevor wir uns ins Appartement zurückziehen um die Füsse hochzulegen. Es erstaunt uns, dass das Laufen durch die Stadt fast anstrengender als unsere vorangegangenen Wanderstrecken ist.
    Les mer

  • Tower Bridge

    14. juni, England ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute wollen wir in London ein wenig auf Flohmärkten stöbern. Da wir früh dran sind, starten wir zunächst beim Borough Market, um gemütlich einen Kaffee zu trinken. Anschliessend fahren wir nach Notting Hill zur Portobello Road. Da der eigentliche Markttag jedoch Freitag und Samstag ist, ist heute am Sonntag nur wenig los. Es zeigt sich, dass vom ursprünglichen Markt nicht mehr viel übrig geblieben ist. Heute verkaufen dort vor allem Händler touristischen Tand und billigen Schmuck.Wir ziehen also bald weiter und fahren zum Hard Rock Café, um eine T-Shirt-Bestellung für Urs zu erledigen. Danach steuern wir in Richtung Oxford Street, um von dort die U-Bahn zum Brick Lane Vintage Market in Spitalfields zu nehmen. Im Untergeschoss finden wir unzählige Altkleiderhändler mit – für unser Empfinden – teils recht hochpreisigen Stücken. Im oberen Bereich laden Essensstände mit Gerichten aus aller Welt zum Probieren ein. Wir wagen etwas, können aber bis auf die Nudeln nicht genau identifizieren, was wir da eigentlich essen. Hinterher ist uns etwas flau im Magen. Als wir die Hallen durch den Hinterausgang verlassen, landen wir in einem islamisch geprägten Viertel mit heruntergekommenem Strassenbild und vielen Graffitis. Mitten in diesem Chaos parkt ein Bentley – vermutlich gehört er dem „Viertelkönig".
    Nach dem Essen wollen wir die stickige U-Bahn meiden, also laufen wir zur Tower Bridge und weiter zur Station London Bridge. Eigentlich soll es im Vinegar Yard einen Flohmarkt geben, doch der findet heute nicht statt. Wir haben nun genug und machen uns auf den Rückweg zum Apartment. 

    Apropos U-Bahn: Die Fahrten sind teils wirklich abenteuerlich. Die Züge kreischen so laut auf den Schienen, dass sich manche Fahrgäste die Ohren zuhalten, und das starke Rumpeln lässt einen sich wie in einem Schüttelbecher fühlen. Immerhin die Anlagen sind größtenteils sauber und der beissende Uringeruch, den man früher oft wahrnahm, ist weitgehend verschwunden.

    Zum Abendessen gehen wir wieder zum Thai um die Ecke. Er ist preiswert und sehr gut. Auf dem Weg zum Appartement im Quartier Southwark kann man meinen wir seien in einem Dorf. Es ist mehr als ruhig und man sieht niemanden.
    Les mer

  • Soho

    15. juni, England ⋅ ☁️ 21 °C

    Am Morgen besichtigen wir die Royal Victoria Docks. Da diese weit ausserhalb liegen, fahren wir mit der U-Bahn dorthin. Die Docks sind zwar nicht mehr in Betrieb, wurden jedoch aufwendig restauriert. Von dort aus nehmen wir die Luftseilbahn „London Cable Car“ für eine Fahrt über die Themse. Wir kaufen ein Einweg-Ticket und geniessen bei der Überquerung einen schönen und spannenden Ausblick. Wir sind besonders von der Höhe der Bahn beeindruckt; sie wurde so hoch gebaut, um den großen Schiffen darunter Platz zu bieten. Die Gondeln befinden sich etwa 50 Meter über dem Wasser. Auf der Seite der Greenwich Peninsula führt die Bahn auf einem kurzen Stück steil nach unten. Anschliessend umrunden wir die Greenwich Peninsula. Das Gebiet ist eine neuere Trabantensiedlung mit spezieller Architektur, bei der einige Anlagen noch in der Fertigstellung begriffen sind. Viele Skulpturen säumen den Themsenuferweg und alles wirkt sehr vornehm. Wir steigen wieder in die U-Bahn und fahren eine Station zur Isle of Dogs. Auch hier drehen wir eine Runde zwischen den Hochhäusern und entlang der Kanäle. Es ist ein Bankenviertel, in dem die Leute sehr geschäftig wirken; zur Mittagszeit trägt fast jeder eine Lunchbox mit sich herum. In einem Restaurant trinken wir je eine Cola und staunen nicht schlecht über den Preis von 13 Pfund. Mit der eleganten Victoria-Linie fahren wir weiter in die City zum Piccadilly Circus. Wir schlendern durch Soho und essen später bei einem Singhalesen ein Pad-Thai-Nudelgericht. Da uns das Essen etwas auf den Magen schlägt, entscheiden wir uns, zum Appartment zurückzugehen, um etwas zu faulenzen und den Einkauf für das Frühstück zu erledigen. Die ständigen neuen Eindrücke machen uns zudem müde.Les mer