• Stop: Hraunfossar & Barnafoss - Wasserfälle

    7 de junio, Islandia ⋅ ☁️ 11 °C

    Für die ersten großen Wasserfälle unserer Reise mussten wir die Ringstraße verlassen. Rund 40 Kilometer hin und später wieder zurück – ein ordentlicher Umweg.

    Besonders der Hraunfossar hat uns beeindruckt. Anders als die meisten Wasserfälle stürzt das Wasser hier nicht aus großer Höhe in die Tiefe. Stattdessen tritt es auf einer Länge von fast einem Kilometer direkt aus einem Lavafeld hervor und fließt in zahllosen kleinen Wasserfällen in den türkisfarbenen Fluss Hvítá. Das Faszinierende: Man sieht das Wasser, aber nicht seinen eigentlichen Weg. Das Schmelzwasser des Gletschers Langjökull versickert kilometerweit im porösen Lavagestein des rund 1.000 Jahre alten Lavafeldes Hallmundarhraun und tritt erst hier wieder ans Tageslicht. Dadurch wirken die Hraunfossar fast wie ein Wasserfall, der direkt aus dem Felsen geboren wird.

    Der Name bedeutet übersetzt übrigens „Lava-Wasserfälle“ – passender könnte er kaum sein. Die Kombination aus schwarzem Lavagestein, grünem Moos und den unzähligen Wasserläufen macht den Ort zu einem der ungewöhnlichsten Wasserfälle Islands.

    Der benachbarte Barnafoss war deutlich kleiner und für uns nicht ganz so spektakulär. Trotzdem beeindruckte die Kraft, mit der sich das Wasser durch die enge Schlucht zwängt. Der Name bedeutet „Kinderwasserfall“ und geht auf eine alte isländische Legende zurück.

    Kaum hatten wir die Wasserfälle erreicht, zeigte Island wieder sein typisches Gesicht. Innerhalb weniger Minuten zog Regen auf und wir durften erstmals unsere komplette Regenausrüstung auspacken. Willkommen in Island.
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