• On Road: Küstenstraße

    June 13 in Iceland ⋅ ⛅ 7 °C

    Bei strahlendem Sonnenschein brachen wir gegen 14 Uhr von Seyðisfjörður auf.

    Zunächst ging es wieder über die Passstraße hinaus aus dem Fjord – diesmal allerdings bei perfektem Wetter. Und erst jetzt verstanden wir, warum diese Strecke als eine der schönsten Passstraßen Europas gilt. Der Pass erreicht knapp 620 Meter Höhe und war selbst im Sommer noch von Schneefeldern umgeben. Bei blauem Himmel und klarer Sicht bot sich ein spektakulärer Blick über die Berge und hinunter in den Fjord.

    Anschließend folgten wir der Küstenstraße Richtung Djúpivogur. Eigentlich ein Umweg, aber einer, der jeden zusätzlichen Kilometer wert war. Die Straße schlängelte sich entlang der Küste, vorbei an grünen Wiesen, schroffen Bergen und unzähligen Ausblicken auf den Atlantik.

    Wir machten mehrere Stopps: oben im Schnee, an einer wilden Küstenklippe und an einem einsamen Strand, der eher an Neuseeland als an Island erinnerte. Kurz überlegten wir sogar zu baden, verwarfen die Idee aber schnell – trotz Sonnenschein war es dafür deutlich zu kalt.

    Besonders beeindruckend war, dass die Fahrt selbst das eigentliche Highlight des Tages war. In Island ist Autofahren fast immer ein Erlebnis, aber dieses Teilstück war noch einmal etwas Besonderes. Die Landschaft wechselte ständig und wurde nie langweilig. Selbst Noah ließ das Handy längere Zeit in der Tasche, was wohl das größte Kompliment ist, das man einer Straße machen kann.

    Zum krönenden Abschluss sahen wir dann auch noch unsere ersten Rentiere. Anders als viele vermuten, leben die einzigen wilden Rentiere Islands ausschließlich im Osten der Insel. Ein perfekter Abschluss für eine ohnehin fantastische Fahrt.
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