Stop: Vestrahorn/Batmanfelsen + Höfn
June 14 in Iceland ⋅ ☁️ 10 °C
Heute ging es weiter Richtung Süden zum großen Gletschergebiet Islands. Beim Aufwachen wurde allerdings schnell klar, dass das Kaiserwetter vom Vortag nur ein kurzes Gastspiel gewesen war. Die Wolken hingen wieder tief in den Bergen. Hätten wir die Landschaft nicht am Abend zuvor gesehen, hätten wir kaum geglaubt, dass sich hinter den Wolken schneebedeckte Gipfel und beeindruckende Bergketten verbergen.
Unser erster Stopp sollte das berühmte Vestrahorn sein. Der markante Berg erhebt sich bis auf knapp 1.800 Meter und zählt zu den meistfotografierten Motiven Islands. Die Bilder im Internet sind spektakulär. Leider sahen wir davon fast nichts. Der Berg steckte komplett in den Wolken und wir konnten gerade einmal die unteren paar hundert Meter erkennen. Also blieb es bei einem kurzen Stopp.
Weiter ging es nach Höfn. Dort versorgten wir uns im Netto-Supermarkt mit Lebensmitteln für die nächsten beiden Tage, da wir in einer Unterkunft ohne Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe übernachten würden. Anschließend gönnten wir uns noch ein Mittagessen in einem Fischrestaurant. Wie so oft in Island: hervorragende Qualität und sehr lecker.
In Höfn entdeckte ich außerdem den Islandpullover, den ich schon die ganze Reise über ins Auge gefasst hatte. Als wir vor dem Geschäft standen, stellte sich allerdings heraus, dass sonntags geschlossen war. Unter den Öffnungszeiten hing jedoch ein Schild mit einer Telefonnummer und dem Hinweis, man könne außerhalb der Öffnungszeiten anrufen. Also versuchten wir unser Glück. Die Besitzerin Erla sagte, sie sei in fünf Minuten da – und tatsächlich stand sie fünf Minuten später vor dem Laden, schloss auf und verkaufte mir den Pullover, natürlich aus kratziger Schafwolle!
Danach wollte ich unbedingt das WM-Spiel Deutschland gegen Curaçao sehen. Nach etwas Herumfragen fanden wir das einzige Café im Ort mit einem Fernseher. Fünf Minuten vor Anpfiff war dieser noch ausgeschaltet. Nach meiner freundlichen Nachfrage wurde der riesige Bildschirm eingeschaltet und nach und nach füllte sich das Café mit etwa 40 bis 50 Gästen, darunter auch viele deutsche Touristen.
Trotz der sieben Tore gab es keinen Jubel, kein Klatschen und kaum Reaktionen. Fußball-WM-Fieber war hier weder bei den Isländern noch bei den deutschen Urlaubern zu spüren!?Read more
















Traveler
Wow 🤩
Traveler
Ist aber nur isländisches Gesabbel zu hören…kein Wunder, dass kein Jubel zu hören war?