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  • Day16

    Ko Bulon Leh

    January 17 in Thailand ⋅ ☀️ 30 °C

    Unglaublich aber wahr: Ich habe geschlafen wie ein Stein! Und ich habe das erste Mal keine Rückenschmerzen, weil sonst bisher alle thailändischen Betten so hart waren. Dieses scheint also für mich ganz gut zu sein.
    Bei Chris sah‘s anders aus. Er musste des Öftern auf Toilette und hatte nachts im Bad wohl auch eine nicht so schöne Begegnung. Eine Kakerlake schaute ihn plötzlich an. Das erklärte auch, warum heute früh eine Wolldecke vor dem Schlitz der Badezimmertür lag. Ein weiterer, aber kleinerer Kakerlaken-Freund lief ihm im Schlafzimmer über die Füße. Ich bekam nix davon mit und war total ausgeknockt.
    Beim Frühstück erzählte mir Chris dann davon und brachte mich erstmal herzlich zum Lachen, weil er meinte, dass er der Kakerlake ja gerne ein „Apartment mit 360° Blick“ verpasst hätte, so wie damals bei der Kakerlake auf Madeira, aber er konnte leider kein Glas finden.
    Nach dem wirklich spärlichen und bisher schlechtesten Frühstück in Thailand, hatte ich Chris versprochen mit ihm die Insel zu erkunden und diese nach der Heatmap abzulaufen.
    Unsere Bucht bot heute früh einen kahlen Blick auf die Steine und war von der Ebbe wie leer gefegt. Wir konnten einen Thai beobachten, wie er mit seinem Moped mit Beiwagen so mir nichts dir nichts über die Steine bis zu einem ebenfalls gestrandeten Longtail fuhr, um es zu beladen. Die Thais sind schon krass, was die mit ihren Mopeds anstellen und vor allem, was und wie viel die damit transportieren!
    Von unserer Bucht ging’s in die benachbarte Panka Bay. Dort sah‘s ähnlich aus, wie bei uns. Auch Ebbe und viele große Steine. Sogar noch etwas unaufgeräumter und chaotischer als bei uns. Von dort ging‘s zurück durch‘s Dorf, an der Moschee, einigen Restaurants, Unterkünften und und sogar dem Insel-Schreiner vorbei, der fleißig am Schleifen war. In der Mango-Bay angekommen, wussten wir gar nicht so recht wo wir herlaufen sollten, weil alles voller Reusen stand und wir keinem durch den „Garten“ laufen wollten. Wir fanden einen Weg, schauten uns die Fischer-Bucht an, fanden aber nicht den Weg, den wir eigentlich weiter laufen wollten. Also ging‘s auf dem selben Weg zurück, der uns übrigens an einer kleinen Kautschuk Plantage vorbei führte. Auch auf Ko Jum hatten wir bereits beobachtet, dass die Bäume angezapft werden, um Kautschuk zu gewinnen.
    Weil wir auf dem Hinweg zur Mango-Bay an einer kleinen Garküche vorbei gelaufen sind, wo‘s lecker duftete, gab‘s auf dem Rückweg für Chrissi ein lecker mariniertes Hähnchenspieß auf die Hand.
    Am BBQ Grill angekommen, der scheinbar zu unserem Hotel gehörte und wo‘s die Treppe zu unserem „Resort“ runter ging, buchten wir kurzerhand unsere Speedboot Tickets für die Überfahrt nach Ko Kradan am morgigen Tag.
    Nachdem Chris das Polizei Hüttchen gefunden und fotografiert hatte, liefen wir zum White Sand Beach, legten einen kurzen Getränke-Boxenstopp bei der Hug Bulon Bar ein und hüpften dann endlich ins Wasser. Das wiederholten wir das ein oder andere Mal. Gegen Nachmittag aßen wir was in der Hug Bulon Bar und gingen später wieder schwimmen. Es war so schön ruhig dort. Und das Wasser war so still. Kaum eine Welle. Wir haben es geliebt uns einfach auf den Rücken zu legen und treiben zu lassen. Außer das Knistern des Wassers und das ein oder andere Longtail Boot war nichts zu hören. Nur Stille um einen herum. Einfach toll!
    Am frühen Abend, als die Sonne untergegangen war und der Strand im Schatten lag, liefen wir zum Bulone Resort und buchten uns spontan eine Thaimassage. Unsere erste Outdoor Massage. Wie bisher jedes Mal haben die Mädels uns ganz schön geknetet und auseinander genommen. Aber wieder richtig gut und wohltuend. Die Thai Massagen werden wir jedenfalls ganz schön vermissen, wenn wir wieder in Deutschland sind, auch wenn die zuhause auch nicht schlecht sind!
    Am Restaurant angekommen, wo wir unsere Speedboot Tickets gekauft hatten, kehrten wir für‘s Abendessen ein. Danach packten wir die Rucksäcke und gingen ins Bett.
    Auch wenn die Anreise beschwerlich und die Unterkunft nicht so prall war, hat uns Ko Bulon Leh schwer begeistert! Der Norden der Insel und das Dörfchen sind sehr ursprünglich, aber genau das erdet einen nochmal. Im Osten der Insel am White Sand Beach tummeln sich die Touristen, wobei diese absolut überschaubar sind. Ist man ein paar Tage auf der Insel, kennt man alle. Und der Strand mit seinem feinen, weichen Sand, wie ich ihn bisher nur in Australien erlebt habe, sowie das stille, sanfte und erfrischende Meer, in dem man sich einfach treiben lassen kann, sind einfach grandios. Für Ruhesuchende, die keinen Luxus brauchen, ist Ko Bulon Leh einfach ein Träumchen! Wir haben uns ein bisschen verliebt und würden auch nochmal wieder kommen. Dann aber für länger, fällt es uns doch ein wenig schwer von der kleinen Insel, die unser Herz erobert hat, Abschied zu nehmen 🥰🇹🇭🏝.
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