• Buenos Aires - Stadt, die nicht schläft

    Feb 28–Mar 5, 2025 in Argentina ⋅ 🌙 26 °C

    Wir sind (wieder mal) nachts mit dem Flieger in Buenos Aires gelandet und haben uns zur Feier des Tages (ausnahmsweise 😄, nachts um 2 darf man das) ein Uber ins Air BnB gegönnt.

    Am ersten Tag haben wir erstmal Pause gemacht - ist an "Ankunftstagen" immer eine gute Idee, der Harmonie wegen, wie wir mittlerweile gelernt haben 😉
    Und sind dann am zweiten Tag mit einer den aufmerksamen Leser*innen bereits bekannten Freewalkingtour duch das Zentrum gestartet.
    Hat sich wie meistens gelohnt, um zumindest einen ersten Eindruck von dieser riesigen Metropole zu bekommen.
    Monas Prämisse für Buenos Aires war "mindestens 5 Tage" (sonst krass FOMO 😀) - wir haben 5 Nächte draus gemacht, gut so.

    Buenos Aires ist die Hauptstadt Argentiniens und hat mit Einzugsgebiet ca 15,4 Millionen Einwohner*innen. Der Name Buenos Aires bedeutet übersetzt "gute Luft" oder "gute Lüfte" was auf die Seefahrt zurück zu führen ist.
    Heute merkt man von der guten Luft zwar nicht mehr viel, obwohl die Stadt wirklich grün ist! (Viele Parks und Grünflächen 🌲🌳🌴)
    Wir werden von der Stadt mit einem Schmelztiegel verschiedener Kulturen begrüßt.
    Noch von der Kolonialzeit haben viele Menschen spanische und vor allem auch italienische Wurzeln (die Pizza hier ist - neben ganz vielen weiteren kulinarischen Köstlichkeiten - wirklich lecker! Generell lassen wir es uns in Buenos Aires kulinarisch verwöhnen 😉).
    Später (in den 80ern) kommen Menschen aus China und Asien dazu. Auch beeindruckend: nach Jerusalem und New York hat die Weltmetropole die drittgrößte jüdische Gemeine der Welt, die in Frieden neben Moscheen der Muslime leben. Mögen wir!

    Für uns geht es am Abend aber erstmal "Carneval" suchen. Gar nicht so einfach!
    Wie wir nämlich erfahren, ist für viele Argentinier selbst der Carneval "muy aburrido" (langweilig), und so müssen wir uns erstmal etwas schlau googlen wo wir hin können.
    Erfolgreich. An mehreren Plätzen finden die sogenannten "Murgas" statt, eine Art Umzug von verschiedenen Carnevalsvereinen (siehe Video).
    Im Vergleich zu Rio sind die Feierlichkeiten natürlich nicht so groß - und damit nicht so beliebt. Wir fanden es trotzdem nett ☺️
    Apropos feiern bzw. Tanzen: Von unserem Guide erfahren wir das die Argentinier*innen generell gar nicht so gerne tanzen, es wohl auch nicht so gut können. Sie werden dafür auch gerne mal von den anderen südamerikanischen Ländern belächelt 😄
    Tango - für den Argentinien ja bei uns auch bekannt ist - bezieht sich bei den einheimischen Argentiniern lediglich auf die Musik, nicht auf den Tanz. Der wird hier in den Lokalen tatsächlich mehr für die Touris "aufgeführt".
    Da gibt's hier ja ein paar davon (Touris), haben deshalb trotzdem Tangotänzer entdeckt (Video 📷) 😉

    Am nächsten Tag gibt's ne zweite Tour, wir entscheiden uns für eine Walking Tour durch das Viertel San Telmo, bekannt für seine Märkte, kulinarische Spezialitäten und den großen Flohmarkt am Sonntag.
    Mona + Markt = ❤️ Musste also sein.
    Abschließend gibt's ein Mittagessen in der völlig überfüllten Markthalle. Schmecken tuts trotzdem.

    Am 3 Tag macht uns der Regen leider (zuerst) ein bisschen einen Strich durch die Rechnung, wir entscheiden uns trotzdem für einen größeren Spaziergang (ist zwar Regenzeit aber einfach super warm) durch das moderne Buenos Aires hinter der weltberühmten Brücke "Puente de la Mujer". Die in echt leider gar nicht so spektakulär aussieht wie auf den Fotos.
    Wir enden im Hafenviertel "la Boca". Hier geben sich bunte Häuser und die argentinische Fußballverrücktheit die Hand.
    Bekannt als Zuhause der "Boca Junjors", dem Verein in dem auch schon Diego Maradona gespielt haben soll.
    Mona steigt an dem Tag mit dem Kauf einer Kalebasse und einer Bombilla übrigens offiziell ins Mate 🧉 Game ein.

    Mate, auch als Yerba Mate bekannt, ist ein traditionelles südamerikanisches Getränk, das vor allem in Argentinien, Uruguay, Paraguay und Brasilien beliebt ist. Es wird traditionell mit einer Bombilla (Metallstrohhalm mit Sieb) aus einem speziellen Gefäß - Kalebasse - getrunken. Man gibt die Mate-Blätter in die Kalebasse, gießt heißes Wasser darüber und trinkt direkt daraus.
    Hier laufen deshalb fast alle immer mit der Thermoskanne und der Kalebasse in der Hand durch die Stadt - Mona jetzt auch 😄

    Der vorletzte Tag bringt uns wir - oh wunderbar - einen weiteren Spaziergang durch Palermo.
    Ein junges Viertel mit vielen Cafés, Bars und Restaurants - und (für uns interessant) auch vielen Graffitis. "Leider" viel Auftragsgraffiti, uns fehlt ein bisschen (politischer) Deep Dive. Trotzdem schön!
    Zu Fuß geht's weiter in einen der zahlreichen Parks. Buenos Aires zählt wie gesagt zu den grünen Städten Südamerikas. Und das kommt auch der argentinische Liebe zu Hunden zugute ☺️. Aber wieso einen Hund wenn man ganz viele haben bzw. Gassi führen kann? Wohl als eine Art "Volkssport" bzw. als Möglichkeit sich etwas dazu zu verdienen, sieht man hier Hundesitter die zum Teil mit mehr als 20 Hunden gleichzeitig Gassi gehen. Liiieben wir 😄 😇 (siehe Fotos)
    Am Abend geht's kulinarisch weiter, wir "dinieren" in eine "Bodegon", ein typisches argentinisches Restaurant.

    Generell müssen uns hier erstmal an den anderen Lebensrythmus hier gewöhnen. Gegessen wird hier nicht vor 22.00 Uhr, eine Bar erst danach besucht. Für uns heißt das: Mittagsschlaf!

    Der letzte Tag kommt (wie immer) schneller als gedacht. Es geht noch ins Viertel "Belgrano" mit der "China Town" - "Barrio Chino" - bevor es zum Flughafen und ab nach Iquazu geht.

    Uns hat Buenos Aires sehr gut gefallen. Wir sind (Zitat Benno) "seeehr viel gelaufen" und haben uns kulinarisch durch die verschiedenen Leckereien und Spezialitäten geschlemmt.
    Die Mischung aus moderner Stadt und multikulturellen Menschen hat uns hier absolut überzeugt. Anschließendes Resümee: Vielleicht wandern wir nach Buenos Aires aus? 😄
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