• A Journey by Wuschels
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Europa 2025-2027

Ein Jahr (oder doch mehr?). Ein Kastenwagen. Drei Seelen auf vier Rädern.
Wir – zwei Abenteurer und unsere haarige Co-Pilotin Nara – sind mit Selah unterwegs durch Europa. Kein Plan, nur Kaffee, Chaos und ganz viel Freiheit.
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  • Ab in die Hauptstadt (Teil 1)

    2. Oktober in Estland ⋅ ⛅ 14 °C

    Nach dem Spaziergang stürzen wir uns wieder in den Verkehr um ins Herzen der Hauptstadt Estlands zu gelangen. Nahe der Altstadt finden wir auch einen etwas versteckten Parkplatz, perfekt damit Nara auch etwas Ruhe hat (dank des nebligen Wetters müssen wir uns auch keine Gedanken machen, dass es zu heiss für sie wird).
    Nur mit einem groben Plan, was wir uns ansehen wollen geht es los.
    Als Erstes finden wir einen Teil der deutschen Mauer.
    Zufällig entdecken wir dann die grosse Bibliothek, leider eröffnet diese erst 2027 also doch kein Besuch und stöbern zwischen den Regalen, dafür laufen wir einmal rundherum (die Tore sind schliesslich offen).
    Weiter geht es in die Altstadt mit vielen schönen Gebäuden, kleinen Gassen und Läden (natürlich mit den entsprechenden Touristengruppen).
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  • Neblige Waldrunde

    2. Oktober in Estland ⋅ ☁️ 12 °C

    Nach dem Frühstück geht es zurück zum gestrigen Abendparkplatz (den wir aufgrund der vielen Menschen verlassen haben) um von dort eine Waldrunde mit Nara zu starten. Wo gestern noch schönster Sonnenschein herrschte, liegt nun eine dicke Nebelschicht über allem (passend zu unserer Stimmung).Weiterlesen

  • Fähre gleich wieder zurück?

    1. Oktober in Estland ⋅ ☀️ 13 °C

    Zumindest etwas ausgeruht geht es zur nächsten Tankstelle wo wir unseren Wassertank füllen. Danach haben wir uns eine kleine Runde durch den Wald herausgesucht, wie wir bald herausfinden, befinden wir uns eher auf der Sonntagsspazierrunde des nahen Dorfes (bereits beginnen wir die Ruhe Skandinaviens zu vermissen).
    Nach diesem Bewegungszwischenstopps geht es gefühlt einmal quer durch die Stadt um die Gasflasche zu füllen und zu einem nahen Schlafplatz. Der Verkehr und das Fahrverhalten erinnert uns mehr an das, welches wir uns aus Rumänien, Bulgarien und anderen östlichen Ländern gewohnt sind. Ein krasser Gegensatz zu den letzten Monaten.
    Allgemein fällt uns die Umstellung grad schwer, viel mehr Menschen, alles wirkt kleiner (also Natur mässig), die süssen roten Holzhäuser sind weg, der Verkehr ist unberechenbarer, die Menschen schauen irgendwie alle grimmig, hinter den Zäunen wird gebellt, die Robbentouren werden nur bis ende September angeboten und das Wetter ist jetzt auch nicht besser hier.
    Der ausgewählte Schlafplatz ist alles andere als ruhig, ständig kommen und gehen Leute. Von den nahen Grundstücken ist ständiges gebell zu hören. Aber es ist ja auch erst vier Uhr nachmittags, das wird abends sicher ruhiger. Falsch gedacht, gegen acht Uhr sammeln sich die Jugendlichen um uns (wofür genau finden wir nicht heraus). Wir jedenfalls suchen uns einen anderen Schlafplatz, zwar weniger in der Natur, dafür ruhig (zumindest halbwegs). Spätestens jetzt wirkt die Idee einfach eine Fähre zurück nach Finnland zu nehmen äusserst verlockend, aber wie andere das schon schön gesagt haben: aller anfang ist schwer.
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  • Tere (dt. hallo) Estland

    1. Oktober in Estland ⋅ 🌙 11 °C

    Seit längerem wird Anina wiedermal vom Weckerklingeln geweckt. Extra früh, damit Nara sich hoffentlich relativ ungestört lösen kann. Plan hat auch funktioniert und als Bonus gab es gleich noch schönes Morgenrot dazu. Danach galt es wieder warten (gleich nochmals einkuscheln), bis es zurück zu Selah ging (auch das ohne Zwischenfall und wir haben unser Fahrzeug auch gleich wiedergefunden, dank Alex wohlgemerkt). Nochmals kurzes Warten bis wir die Fähre verlassen konnten und damit Estland betreten (genauer gesagt befahren). Ohne weitere Kontrollen verlassen wir das Hafengelände und steuern den äussersten Landzipfel an, wo Nara sich richtig bewegen kann, wir gemütlich Frühstücken und einen kurzen Powernap einlegen (bzw. mal schauen was man in Estland so erleben kann).Weiterlesen

  • Hej då (dt. tschüss) Schweden

    30. September in Schweden ⋅ ☁️ 13 °C

    Eigentlich wollten wir heute morgen bei unserem Schlafplätzchen noch auf Pilzsuche gehen, allerdings befanden wir uns während dem Frühstück plötzlich inmitten einer Hundeschule (oder so, was genau sie machten fanden wir bis zum Schluss nicht heraus, jedenfalls sassen sie die meiste Zeit auf ihren Klappstühlen im Kreis).
    So ging die Fahrt ohne Pilze zum heutigen Zielort und damit wieder auf die andere Seite von Stockholm (natürlich wieder rundherum). Anina bereits seit dem Morgen nervös auf das heutige Programm, denn für die Nacht steht eine 10 stündige Fährfahrt an (mit Pöbelhund nicht das entspannteste Unterfangen).
    Bevor es zum Check-In der Fähre geht wird noch ein ausgiebiger Spaziergang mit Nara gemacht und kurz gekocht. Pünktlich zum Check-In Start reihten wir uns mit Selah in die Warteschlange ein. Lediglich unsere Pässe wurden kontrolliert, für Naras interessiert sich wie gewohnt niemand. Auf die Fähre ging es aber noch lange nicht. Wir warteten in den verschiedensten Positionen, immer wieder wurden wir vom Männlein (lediglich ca 2m gross) in leuchtender Kleidung und mit weissem Helmchen anderswohin positioniert (andere Kolonne, weiter vorne, am Rande) bis es dann endlich ins Innere der Fähre ging. Ohne Zwischenfälle erreichten wir unsere Kabine (wobei Nara je mehr Treppen es hochging, weniger begeistert war). Kurz wird die Umgebung erkundet und herausgefunden wo die Hunde sich lösen dürfen (und damit auch die Lage bezüglich anderer vierbeiniger Passagiere). Wir scheinen Glück zu haben und es sind kaum andere Passagiere mit Hund an Bord, wodurch ein Stressfaktor weniger vorhanden ist (und Anina zumindest etwas durchatmen kann). Allerdings findet Nara das Aussendeck super suspekt und bewegt sich schon fast kriechend darauf (da kehren wir schnell zurück in unsere Kabine und hoffen einfach dass die Blase das aushält bzw. die Dame sich später wohler fühlt).
    Da wir Nara ungern allein in der Kabine lassen wollen und es sowieso bereits dunkel ist, beobachten wir die Abfahrt vom Hafen nicht oder erkunden das Schiff nicht genauer. Stattdessen machen wir es uns in unserer Kabine gemütlich. Nach Abfahrt wird auch das Wasser aus der Dusche warm, sodass Anina es auch länger darunter aushält. Danach fallen wir alle müde in unsere Betten (gaaanz weit voneinander entfernt, denn natürlich können die Betten nicht zusammengeschoben werden.) Nara kuschelt sich ganz nah an Alex (später wird zu Anina gewechselt) und so schlafen wir alle bald mehr oder weniger tief. Der erste Teil des Fährabenteuers haben wir damit bereits erfolgreich gemeistert.
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  • Puff, Peng, Pau

    29. September in Schweden ⋅ ☁️ 16 °C

    Für die heutig geplante Unternehmung müssen noch ein paar Kilometer zurückgelegt werden. Um nicht durch Stockholm fahren zu müssen wird ein grosser Bogen gefahren. Bevor wir uns in unser Vergnügen stürzen, wird natürlich der Hund versorgt. Wie erwartet ist hier um einiges mehr los als wir uns von den letzten Monaten gewohnt sind.
    Nach einer Stärkung (für Mensch und Hund) geht es dann zum eigentlichen Ziel des heutigen Tages. Auf unserer gemeinsamen Bucketlist steht schon lange drauf, dass gemeinsam zum Schiessen zu gehen. Da dies in Schweden mit wenig Formalitäten möglich ist, haben wir eine Stunde in einem Schiesskeller gebucht. Etwas nervös (zumindest Anina) passieren wir die Gittertür in den Keller, nach dem Überprüfen der Identität heisst es dann aber erstmal warten. Perfekt für Anina um die Leute um sie herum genaustens zu beobachten (spannend was da für Leute unterwegs sind). Bevor es ans Schiessen geht bekommen wir eine Einführung und alles wird genaustens erklärt. Und dann geht es auch schon los. Gleich drei verschiedene Pistolenarten werden ausprobiert (Anina hat bereits wieder vergessen wie diese heissen, nur dass sie immer mehr Peng gemacht haben ist ihr geblieben). Alex kann am Ende deutlich mehr Treffer verzeichnen (hat ja auch mehr Übung), aber Anina ist nur schon stolz überhaupt getroffen zu haben. Nach den Pistolen ist für Anina aber noch nicht Schluss, Alex hatte beim Buchen gefunden sie solle doch auch gleich noch ein Gewehr ausprobieren (dabei sind doch ihre Arme schon richtig müde). Hier kann nun auch Anina ein paar mehr Treffer vorzeigen. Und nun ist auch bereits Schluss mit der Action (huii, ist die Zeit schnell vergangen).
    Für die Nacht fahren wir wieder weg von der Stadt und suchen uns ein ruhiges Plätzchen im Wald.
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  • Selah beim Doktor

    28. September in Schweden ⋅ ☁️ 11 °C

    Gestern hat die zweite Warnleuchte für den Motorölwechsel bei Selah zu leuchten begonnen. Zwar hat die Garage in der Schweiz bei unserem letzten Anruf gesagt, dass wir ohne Probleme bis in die Schweiz fahren können, dass ist uns nun aber doch etwas zu unsicher. Da suchen wir lieber bereits hier eine Werkstatt auf.
    Um nicht die armen Auto-Doktoren zu verschrecken, werden die Damen für eine Wanderung in der Nähe ausgeladen.
    Alex bringt Selah in die Werkstatt, wo wir heute noch einen Termin erhalten haben. Während er gemütlich einen Kaffee schlürft und die neusten Flitzer bestaunt, wird Selah gleich behandelt und nur knapp eine Stunde später ist sie wieder fit.
    Währenddessen ignorieren die Damen die Infotafel, dass die Brücken renovierungsbedürftig sind und zahlreiche Bäume auf dem Wanderweg liegen würden. Zwar ist das Überqueren der Brücken ein kleines Abenteuer und bei den Bäumen ist teilweise klettern angesagt, dafür haben die Beiden den Weg für sich allein.
    Wieder vereint bei Selah geht es dann weiter auf einen Quick-Stop eines Campingplatzes (hier steht man zwar ausserhalb des Campingplatzes auf einer einfachen Wiese, darf aber das Servicehaus mit Dusche, Waschmaschine und Co nutzen). Erstmal schön warm (für Anina heiss) duschen und einen Teil der Wäsche waschen. Danach Preiselbeeren einkochen und Abendessen.
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  • Schnell geplant und dann zurück in den Wald

    27. September in Schweden ⋅ ☀️ 7 °C

    Während Nara unseren französischen Nachbarn genaustens beobachtet und später im Sitzen die Sonne tanken muss (Alex hat heute einfach nicht umparkiert) planen wir im Groben die nächsten Wochen und geniessen den gelungenen Sonntagszopf. Ja manchmal schauen auch wir etwas in die Zukunft, denn gewisse Sachen müssen gebucht werden. Was wir geplant haben? Tja, das werdet ihr noch früh genug herausfinden.
    Fertig geplant und gebucht zieht es uns in den nahen Wald. Und diesmal nicht auf eine Wanderung sondern lediglich auf Pilzsuche (wobei man das Ganze natürlich auch als Wanderung bezeichnen kann). Wir entdecken zahlreiche verschiedene Pilze und staunen über die Vielfalt. Tatsächlich finden wir auch ein paar der begehrten Pfifferlinge (diesmal ist Alex der glückliche Finder). Währenddessen freut sich Anina über Naras Verhalten, als uns ein Hund in der Nähe lauthals verbellt. Alex Navigationskünste führen uns nach beendeter Pilzsuche gekonnt zurück zu unserem trauten Heim, wo kurzerhand noch ein wenig die warme Sonne genossen wird bevor es ein wohlverdientes Mittagessen gibt.
    Mit vollem Magen geht es weiter. Die eigentlich geplante Wanderung für heute verwerfen wir (haben uns genug bewegt). Stattdessen füllen wir unseren Wassertank und fahren zum nächsten Schlafplätzchen. Dort erkunden die Damen den naheliegenden Badestrand (für ein Bad sind die beiden sich dann doch zu fein). Beim Zurücklaufen zu Selah entdeckt Anina (und natürlich auch Nara) dass hier so einige Preiselbeeren wachsen. Da wird Nara zurück zu Alex gebracht und gleich nochmals losgezogen um das Säckli zu füllen. Und was da für Beeren wachsen, so gross wie zuvor die Heidelbeeren (sonst waren die Preiselbeeren immer ganz klein). Das Säckli ist dadurch schon nach kürzester Zeit prall gefüllt und wird voller Stolz zurückgetragen.
    Während Anina sich ans Kochen vom Abendessen macht, startet Alex mit Verlesen der Beeren. Die gesammelten Pilze passen auch perfekt zum geplanten Mahl.
    Satt gilt es nun die restlichen Beeren zu verlesen. Und damit endet auch der heutige Tag.
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  • Wenn die Damen das vorher gewusst hätten

    26. September in Schweden ⋅ 🌧 10 °C

    Zum Plätschern des Regens auf das Dach werden wir am Morgen geweckt. Da kommt es gelegen, dass für heute als Erstes einkaufen ansteht.
    Mit gefüllten Schränken kann es dann weitergehen. Kaum verwunderlich auf einen Wanderparkplatz (denn laut Wetterbericht soll der Nachmittag trocken werden). Bis es so weit ist, stellt Alex seine Handwerkskünste einmal mehr unter Beweis, indem er den kaputten Wasserhahn repariert. Tatsächlich hat bis dahin auch der Regen aufgehört. Die Beine sind aber nach den Wanderungen der letzten Tage doch ziemlich müde, so beschliesst Alex (ganz vernünftig) lieber eine Erholungspause in Selah einzulegen, während Anina (nicht ganz so vernünftig) mit Nara loszieht. Laut Beschreibung der Wanderung soll es auch gar nichts schwieriges sein. Oh, wie werden die Beiden noch staunen.
    Aber von Anfang an. Gestartet wird ganz gemütlich auf Waldwegen, zwar mit ein paar Wurzeln aber das kennen wir ja schon. Kurz vor dem Dorf den Maulkorb montieren (weise Entscheidung, denn ein paar Hunde werden getroffen) und gemütlich dem kleinen See entlang. Aber dann wird vom breiten Weg abgebogen und damit startet das Abenteuer. Es wird mehr geklettert, gerutscht, balanciert und festgehalten als gewandert (heute gibts halt keine Bilder in Action, der Fotograf war leider nicht dabei). Die Aussicht ist zwar super, aber das Fortbewegen super anstrengend und auch nur langsam möglich. Zwischenzeitlich bezweifelt Anina ob sie noch im Hellen zurückkehren werden. An Umkehren ist aber nicht zu denken, das erscheint genauso mühsam wie einfach weiterzulaufen. Am Ende werden die Beiden für die ganzen Mühen belohnt, finden sie doch tatsächlich ein paar Pfifferlinge (diese haben wir bisher vergeblich gesucht, obwohl laut Recherche ganz viele wachsen sollten). Stolz wird die Beute zu Alex gebracht. Der fährt seine Damen ausgeruht zu einem gemütlichen Nachtplätzchen. Dort wagt Anina einen zweiten Zopfback-Versuch und kontrolliert ihre Pilz-Beute nocheinmal gewissenhaft (schliesslich gilt es 100% sicherzusein was gesammelt worden ist).
    (Zur Beruhigung aller die denken wir seien jetzt völlig Übergeschnappt, weil wir einfach Pilze sammeln. Wir sammeln nicht einfach alles was wir auf unseren Wanderungen finden sondern haben uns ein paar wenige Pilzsorten genau eingeprägt, welche nicht mit gefährlichen Sorten verwechselt werden können. Jeder Pilz wird genaustens angeschaut und mit der Checkliste verglichen. Nur wenn alle Punkte zweifelsfrei abgehackt werden können wird der Pilz genommen. Ansonsten bleibt er im Wald.)
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  • Von der A1 der Wanderwege auf den Klettersteig

    25. September in Schweden ⋅ ☁️ 11 °C

    Trotz durchzogenem Wetterbericht haben wir eine Wanderung für heute geplant. Ob wir diese wirklich unter die Füsse nehmen entscheiden wir erst bei Ankunft am Wanderparkplatz. Dort stehen so viele Camper und andere Autos, dass die Entscheidung leicht fällt (zudem ist es bisher auch nur bewölkt). Trotzdem wird die ganze Mannschaft mit Regenbekleidung ausgestattet.
    Der erste Teil der Wanderung gleicht einer Autobahn für Wanderer. Alles ist mit Brettern ausgelegt und die Schuhe können ohne Nachdenken platziert werden. Diese Rennstrecke endet abrupt und plötzlich gilt es bergauf und das über felsiges oder wurzeliges Terrain. Der Gegenverkehr lässt darauf schliessen, dass der Weg ansonsten leicht begehbar ist (was im Gegensatz zur Beschreibung unserer Wanderapp steht). Oh, wie wir noch überrascht werden. Aber erstmal gilt es die Spitze zu erreichen, wo wir mit einem mystischen Ausblick belohnt werden (nur der eingesetzte Wind und Nieselregen stört dabei). Weiter gehts auf der Felsenhöhe entlang und plötzlich gehts bergab, also so richtig. Da ist bei der ganzen Gruppe klettern angesagt.
    Kurz darauf wird die laut plaudernde Damengruppe überholt, nachdem wir versucht haben ihnen mit der Route zu helfen.
    Wenn wir gedacht haben den anstrengenden Teil hätten wir hinter uns, dann haben wir uns schwer getäuscht. Zwar geht es nun bergab aber das schnell und steil. Da wird geklettert, gerutscht und über Gitter-Treppen getragen. Huii, was für ein Abenteuer und Herausforderung, da muss die Prinzessin sich gleich ein paar Power-Heidelbeeren pflücken.
    Irgendwann ist aber auch der steilste Abstieg zu Ende und der Weg wechselt wieder zur Autobahn. Dementsprechend wird das Wandertempo wieder erhöht und gefühlt wenig später stehen wir bereits wieder bei Selah.
    Schnell wird alles versorgt und zurück ins Landesinnere gefahren (wo der Empfang besser ist um das nächste Ziel herauszusuchen).
    Bei Ankunft am Schlafplatz wird es schon fast dunkel (was für ein Gegensatz zu ein paar Wochen zuvor wo wir noch um Mitternacht hell hatten), da passt es gut, dass wir schon müde sind. Also noch kurz kochen und den Abend gemütlich ausklingen lassen.
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  • Nächster Leuchtturm

    24. September in Schweden ⋅ ☀️ 14 °C

    Gestärkt geht es auch gleich weiter. Zurück ans Meer wo es einen weiteren Leuchtturm zu bestaunen gilt. Diesmal ist auch Nara wieder am Start. Zwar geht es nicht mehr in den Fels hinein, dafür müssen so einige erklimmt werden, denn hier liegt kein gemütlicher Sandstrand.
    Spannenderweise liegt um die Landzunge ein dichter Nebel (nur wenige Kilometer Landeinwärts ist das schönste Sonnenwetter). Dadurch sieht alles richtig verwunschen aus und das Fischerdorf wirkt noch verlassener.
    Hier zeigt sich mal wieder deutlich, dass die Saison bereits vorbei ist. Café und Surströmming-Museum sind bereits geschlossen.
    So geht die Fahrt für uns wenig später bereits weiter zum Übernachtungsplatz. Bewegt haben wir uns für heute genug, dafür backt Anina noch einen Kuchen (aufgrund mangelndes Heidelbeervorrates (der war bereits Schnapps) nur einen Nusskuchen).
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  • Für die Saison geschlossen. Hier nicht...

    24. September in Schweden ⋅ ☀️ 10 °C

    Anina hat da mal wieder etwas entdeckt. Was genau, findet Alex erst bei Ankunft heraus (vielleicht auch besser so), selber Schuld wenn man nicht genauer nachfragt.
    Wohl weisslich bleibt Nara für diesen Ausflug gemütlich eingekuschelt. Dafür bekommt Alex eine leise Ahnung was ihn da erwartet als er die Schilder am Parkplatz genauer unter die Lupe nimmt (Aninas Grinsen sagt zudem genug).
    Erstmal beginnt die Wanderung harmlos, lediglich ein paar Steine mehr als sonst liegen herum. Bei der Weggabelung wird sich dann für den steileren Weg entschieden. Kurzzeitig verlieren wir den Weg aus dem Blick und erst bei genauerem hinschauen erkennen wir die Metalltreppen die durch den Felsspalt führen. Dieser ist so schmal, dass wir uns quer hindurchschieben müssen. Ganz so geheuer ist uns das schon nicht, gleichzeitig machts auch richtig Spass.
    Nach dieser kurzen Kletterpartie stehen wir oben auf dem Hügel und geniessen eine tolle Aussicht. Von Weitem sehen wir bereits ein paar Geländer die etwas absperren. Natürlich geht es für uns dahin, das muss genauer betrachtet werden. Schliesslich soll es hier laut Beschilderung irgendwo eine Grotte geben. Leider ist der Eingang abgesperrt und das Schild besagt, der Zugang sei für die Saison geschlossen (vernünftig wie wir sind halten wir uns natürlich dran).
    Ein paar Meter daneben finden wir eine weitere Spalte und diese ist nicht abgesperrt. Da lassen wir es uns nicht nehmen hineinzuklettern. Nach ein paar Metern sieht es so aus als würde das Abenteuer bereits enden, weit gefehlt, nur etwas den Bauch einziehen und weiter kann die Kletterpartie gehen. Es wird immer dunkler und teilweise eng. Da der "Weg" mit Sprossen und Seilen markiert ist wagen wir uns (mit etwas kribbeligem Bauch) weiter. Ganz geheuer ist uns das schon nicht, schliesslich wissen wir nicht ob wir das alles auch wieder zurückklettern müssen (glücklicherweise haben wir keine Platzangst und hoch ist es da drin nicht). Nach Minuten des Kletterns dringt natürliches Licht zu uns und schon stehen wir wieder an der frischen Luft. Beim Zurückblicken erkennen wir auch gleich wo wir wieder herausgekommen sind (da wo der Riese ein Sandwich gemacht hat oder seine DVD hineingesteckt hat).
    Nach diesem Nervenkitzel ist der Abstieg zurück zu Selah ein echtes Kinderspiel. Nara sieht uns nur mit grossen Augen aus ihrer Box an und versteht die ganze Aufregung nicht.
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  • Willkommen in unserem neuen Zuhause

    23. September in Schweden ⋅ ⛅ 14 °C

    Der Eine oder Andere wird bemerkt haben, dass es uns der Norden zugetan hat und wir schon eine ganze Weile hier oben herumreisen. Nun haben wir ein kleines Häusschen ganz nach unseren Vorstellungen gefunden.
    Nein Spass. Also jein, in der Tat haben wir uns in den Norden verliebt, aber hier bleiben wollen wir nicht. Etwas umgesehen haben wir uns aber schon (gar nicht so teuer). Nach der körperlichen Anstrengung des Morgens statten wir dem bekannten schwedischen Möbelhauses einen Besuch ab (es muss doch herausgefunden werden, wie dieses in Schweden selbst aussieht). Je nach Abteilung wird dabei der Partner ganz fest an die Hand genommen (Nein, wir brauchen keine süssen Plüschtiere. Nein, Pflanzen sind in Selah nicht praktisch.). Eine Stärkung im Restaurant darf natürlich nicht fehlen. Für den Herrn gibt es gleich zwei Desserts (er bekommt ja sonst nichts zu essen und ist ja schon völlig abgemagert).
    Der Abend wird in Ruhe irgendwo im Nirgendwo verbracht.
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  • Bekanntschaft mit einer Meerjungfrau

    23. September in Schweden ⋅ ⛅ 12 °C

    Das Wetter zeigt sich weiterhin sonnig, sodass einer weiteren Wanderung nichts im Weg steht. Heute aber mal etwas am Meer entlang und nicht nur die Aussicht darauf. Auf einem Felsen treffen wir dann eine Dame des Meeres. Nara darf sogar für ein Foto posieren. Ein Abstecher zum nahen Leuchtturm darf natürlich auch nicht fehlen. Leider hat das Leuchtturm-Café bereits geschlossen, sodass aus der geplanten Fika nichts wurde.Weiterlesen

  • Heute dafür gleich zwei

    22. September in Schweden ⋅ ☀️ 8 °C

    Als Erstes gibt es am Morgen das fast schon obligatorische umparkieren, für das Sonnenschläfchen der Prinzessin.
    Nächster Programmpunkt nach dem Frühstück (und natürlich Abwasch) ist natürlich eine Wanderung mit Startpunkt von einem Leuchtturm. Heute ist die Energie wieder zurück und so wird bedeutend weniger gejammert. Sogar eine kleine Sprinteinheit legen Alex und Nara ein.
    Zurück bei Selah kurzes Picknick und dann gleich weiter um noch eine zweite Wanderung zu unternehmen. Zwischendurch eine kurze beerenpflück Pause (Anina hat dieses Mal die Säckli nicht vergessen, Alex hilft gezwungenermassen mit und Nara holt sich fleissig ihren Anteil selbst).
    Danach gibts ein wohlverdientes Abendmahl, bevor es erneut ans Beerenverlesen und nun auch ans Einmachen geht. Ergebnis stundenlanger Arbeit sind zwei grosse eingemachte Gläser. Würden wir es trotzdem wieder machen? Natürlich.
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  • Psst, heute wird abgekürzt

    21. September in Schweden ⋅ ☁️ 9 °C

    Morgendliche Napzeit von Nara wird weiterhin fleissig fotografiert (kurz unterbrochen durch das Abspielen des Wolfsgeheul-Videos von Aninas Bruder, Naras Blick spricht Bände).
    Der erste Stopp führt uns in einen weiteren Outdoor-Shop (man darf ja wohl noch etwas stöbern). Leider ist der anliegende Schiessstand restlos ausgebucht (alle wollen vor der Jagd nochmals üben), da müssen wir uns einen anderen suchen.
    Zweiter Stopp ist ein Wanderparkplatz. Erst eine Stärkung für den Magen und dann gehts los. Geplant ist eine fast vier stündige Wanderung. Irgendwie sind wir heute aber nicht so energiegeladen (waren auf den ersten Kilometern aber auch so einige Höhenmeter, viele nasse Wurzeln und Steine). Kurzerhand kürzen wir die Runde ab (aber psst das bleibt natürlich unter uns, wir wollen schliesslich keine Schwäche zeigen).
    Dritter und letzter Stopp für heute ein Parkplatz am Badesee (nein wir nehmen kein Bad, nicht nur weils kalt ist sondern auch weil da so komisches Zeug drin rumschwimmt). Anina will natürlich nicht bei so schönem Wetter den Rest des Tages in Selah verbringen nur weil sie etwas müde ist, also kurzer Powernap und dann kanns nochmals losgehen. Ihr Plan? Ein Säckli mit den leckeren Preiselbeeren füllen um nochmals einzumachen (sind wieder ein paar Gläser leer die erneut gefüllt werden können). Gleichzeitig kann dabei auch super nach Pilzen ausschau gehalten werden. Alex und Nara nehmen es zwischenzeitlich gemütlich und ruhen sich in Selah aus. Bevor die Sonne ganz hinter den Bäumen verschwindet kehrt Anina mit gefülltem Säckli zurück. Erstmal gibt es dann aber Abendessen und dann beginnt das langwierige Verlesen der Beeren (Alex hilft tapfer mit, das Resultat hat er nämlich auch sehr gern). Heute werden die Beeren vorerst einfach in Zucker eingelegt und werden erst morgen eingekocht (wäre sonst wieder eine lange Nacht geworden).
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  • Vorsicht nasse Wurzeln und Steine

    20. September in Schweden ⋅ 🌧 9 °C

    In der Nacht werden wir vom Poltern auf Selah wachgehalten. Regen an sich ist ja schön beruhigend, aber wenn man unter Bäumen steht fallen nicht nur Regentropfen.
    Heute vertrauen wir mal auf den Wetterbericht (und somit darauf, dass der Regen gegen Mittag aufhört). Eine Wanderung hat Anina nämlich schon herausgesucht. Tatsächlich werden wir von oben nicht nass, lediglich der Weg ist teilweise mehr See bzw. Bach. Ausserdem sind die Wurzeln und Steine sehr rutschig, jeder Fusstritt will also gut platziert werden. Wir schaffen es unfallfrei bis zum Aussichtspunkt (und auch wieder runter).
    Bei der Schlafplatzsuche ist heute mal wieder etwas mehr Geduld gefragt und erst der dritte Platz ist leer und trotz Nässe befahrbar. Der restliche Tag wird in Ruhe und ohne spannendes Programm beendet (Kochen, Lesen, kurzer Spaziergang...).
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  • Gammeltag im Wohnzimmer von Lustigbacken 3

    19. September in Schweden ⋅ ⛅ 13 °C

    Erster Zwischenstopp heute ist ein Campingplatz wo wir nicht nur kostenlos unser Wasser füllen dürfen sondern sogar eine lange heisse Dusche.
    Mit vollem Tank und frisch geduscht gehts dann weiter nach Gammelstad. Gammelstad (genauer: Gammelstads kyrkstad) ist das historische, ursprüngliche Zentrum der nordschwedischen Stadt Luleå und ein faszinierendes UNESCO-Weltkulturerbe. Es ist die größte und am besten erhaltene Kirchenstadt Skandinaviens.
    Die kleinen roten Häusschen sind schon süss. Viel Platz hat man da aber nicht. Aninas erste Überlegung, wo gehen die denn aus Klo? (Wie eine spätere Recherche ergibt nutzte man dafür Gemeinschaftstoiletten im Dorf). Viel mehr zu sehen gibt es allerdings nicht (zumindest für uns Banausen). Obwohl da gibt es noch ein Café (Schokoladenfabrik) in der Strasse, mit dem süssen Namen, Lustigbacken. Selbst geschriebene Schilder weisen den Weg zu einem grossen Wohnhaus. Wir sind etwas unsicher, aber die Schilder weisen eindeutig da hinein. Wir werden freundlich begrüsst, Bestellung aufgeben, Schuhe ausziehen und einfach weiter ins Wohnzimmer. Die anfängliche Beklemmung nimmt bald ab und wir geniessen den speziellen Charme. Der Bonus, leckerer Schokoladenkaffee, Schokoladen- und Apfelkuchen. Kostenlos dazu gibt es noch Reisetipps des Betreibers. Was für ein Erlebnis, wird direkt auf unserer Food-Map gespeichert.
    Mit ordentlichem Zuckerschub gestärkt gehts dann nochmals etwas durchs Dorf und dem anliegenden Freilichtmuseum. Wir sind wohl etwas spät dran, denn alle Gebäude sind bereits verschlossen (den Schafen können wir trotzdem kurz hallo sagen).
    Fürs Abendessen gehts dann eine kurze Fahrt weiter nach Luleå, wo Alex ein BBQ-Restaurant ausgesucht hat. Scheinbar haben wir den "Hintereingang" gefunden, denn nur ein paar Tische stehen hier und wir sind fast allein. Wie eine spätere Erkundungstour zeigt, liegt der Hauptteil des Lokals zum Hafen hin, wo ordentlich mehr Betrieb herrscht.
    Mit vollem Magen gehts dann weiter zu einem ruhigen Schlafplätzchen. Bevor es ins Bett geht müssen aber die Vorratskammern noch umgeräumt werden.
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  • Reissende Naturgewalt

    18. September in Schweden ⋅ ⛅ 7 °C

    Langweilig wird uns auch ohne Fischen nicht, da sind noch einige Plätze, Orte, Aktivitäten auf der Karte markiert. Heute steht eine weitere Wanderung an. Startpunkt ist der Parkplatz beim bekannten Storforsen Wasserfall. Unser Weg führt uns aber erstmal oberhalb am Fluss entlang weg vom Wasserfall. Dafür schön ruhig (bis auf die freilaufenden Kläffer bei einem Wohnmobil, welche Glück hatten, dass Alex vorausgelaufen ist und nicht Nara) und herbstlich. Da unsere Augen weiterhin aufmerksam nach Pilzen ausschau halten, sind wir nicht ganz so schnell unterwegs. Unsere Geduld soll sich heute auszahlen, denn wir werden tatsächlich fündig und gleich drei Steinpilze landen in unserem Beutel (gewissenhaft haben wir alle Merkmale überprüft, wir wollen ja noch weiter unterwegs sein). Zwar sehen wir noch weitere Exemplare, doch diese sind bereits nicht mehr geniessbar. Irgendwann neigt sich auch diese Wanderung dem Ende zu.
    Da wir beim Wasserfall einige andere Besucher vermuten und Nara auch schon müde ist darf sie sich von der Anstrengung bereits in Selah erholen, während wir noch einen Abstecher zum tosenden Fluss machen. Wir sind überwältigt von den Wassermassen die hier herunterkommen, es rauscht, donnert, spritzt und schäumt. Und dann nur wenige Meter daneben fliesst das Wasser schon fast gemächlich den Fels herunter. Im Sommer scheinbar sogar ein beliebter Badeplatz (können wir uns bei den aktuellen Temperaturen nur schlecht vorstellen).
    Für die Nacht wird wieder ein Plätzchen mit Feuerstelle gesucht (es wollen schliesslich noch zwei Fische verspeist werden). Etwas suchen und dann gefunden. Feierlich wird auf den (voraussichtlich) letzten selbstgefangenen Fang vom Feuer dieser Reise angestossen. Als Nachspeise gibt es ein leckeres Pilz-Omelett mit den selbst gesammelten Pilzen.
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  • Erfolgreicher Fischer-Abschluss

    17. September in Schweden ⋅ ☁️ 9 °C

    Auch wenn wir das Fischen lieben ist irgendwann auch die Zeit sich anderen Dingen zu widmen bzw. weiterzufahren. Für den Abschluss haben wir uns einen letzten Spot herausgesucht (bzw. folgen der Empfehlung von erfahrenen Freunden). So zumindest der Plan, mal schauen ob es uns nicht doch nochmals in den Angelruten juckt.
    Der Morgen zeigt sich zwar noch kalt, bewölkt und mit leichtem Regen. Trotzdem wird die Fischermontur montiert und losgefischt. Der Anfang stellt sich als zäh heraus. Das Gelände ist mit Hund ungünstig, es ist kalt und die Fische wollen nicht beissen. So schnell geben wir nicht auf (etwas Geduld hat Anina mittlerweile nämlich schon gelernt).
    Und dann kommt der Wendepunkt mit einem riesen Hecht an Alex Angelrute, da ist Teamwork und Körpereinsatz gefragt. Grad so knapp passt er in unseren Käscher. Laut Reglement dieser Region müssen solch grosse Fänge wieder zurück gelassen werden, da sie wichtig für den Fortbestand sind. So wird das Prachtexemplar von fast einem Meter Länge (schon mit etwas Enttäuschung) zurück in Freiheit gelassen. Der Erfolg bleibt danach aber nicht aus (und auch die Sonne zeigt sich mit warmen Strahlen). Alex eilt wie immer schnell, wenn Anina ruft sie hätte einen Fisch an der Angel (egal ob gross oder klein). Nara hilft natürlich tatkräftig mit oder wartet geduldig am Flussufer. (Fun Fact: man würde denken Anina hätte sich mittlerweile daran gewöhnt, wenn ein Fisch anbeisst. Trotzdem erschrickt sie sich heute als es plötzlich an ihrer Rute ruckt, dachte sie doch sie ziehe nur schnell ein und gehe dann mit Alex weiter.)
    Am Ende des Tages haben wir stolze vier Äschen gefangen und in unserem Rucksack zurückgetragen. Damit ist natürlich auch klar was es zum Abendessen gibt, Kartoffelstock mit Essiggurken, Preiselbeeren und Fisch vom Feuer. Hundi ist währenddessen fix und fertig und bewegt sich nur noch wenn man ganz lieb darum bittet (und auch dann erst nach gutem Überlegen).
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  • Eine berühmt, berüchtigte Dose aus Schweden

    16. September in Schweden ⋅ 🌧 11 °C

    Ein weiterer Regentag steht an und damit ein ruhiges Programm.
    Erstmal gemütlich frühstücken, anstrengende Nacht mit weiterem Nickerchen verarbeiten, weiterfahren durch die herbstliche Natur, kleiner Spaziergang mit Nara, Vorräte auffüllen, in einem Outdoorshop stöbern (sogar ohne etwas zu kaufen), morgige Fischerspots rekognostizieren, weitere Runde mit Nara (natürlich mit Ausschau halten nach Pilzen) und dann vorbereiten fürs Abendessen.
    Denn für heute steht eine Spezialität des Landes auf dem Speiseplan. Im Gegensatz zu manchem Influencer haben wir uns zuvor informiert, wie diese denn genau gegessen wird. So geht es zuerst ans Vorbereiten der Grundlagen, bevor es nach draussen geht ans Öffnen des Goldstücks der Mahlzeit. Denn dies wurde überall ausdrücklich gesagt, nicht im Innenraum öffnen (oder dann nur unter Wasser). Ja genau, wir wollen Surströmming probieren (für alle die nicht wissen was das ist: Surströmming ist eine traditionelle schwedische Fischspezialität, die aus fermentiertem Ostseehering besteht. Er ist weltweit vor allem für seinen extrem intensiven, stechenden Geruch bekannt.). Also mutig die Dose öffnen und positiv überrascht werden, denn so schlimm wie alle immer sagen riecht es gar nicht. Nach kurzem Abspülen verteilen wir erst zögerlich ein paar Stücke auf unserem Brot. Denn der Fisch wird eigentlich nicht einzeln gegessen sondern als Topping auf Fladenbrot, welches mit Butter, zerdrückten Kartoffeln, klein geschnittenen Zwiebeln und Créme Fraiche belegt wird. Wir sind positiv überrascht, das Ganze schmeckt uns eigentlich ganz gut. Es bleibt also nicht bei einem Brot sondern es folgen weitere (vorallem Alex kann scheinbar nicht genug bekommen, verspeist eines nach dem anderen und legt immer mehr des Fisches drauf). Nicht nur wir scheinen den Fisch zu mögen, Nara ist ebenfalls sehr interessiert. Laut Google lieben Hunde den Geruch von Surströmming, doch verspeisen wollen es die meisten dann aber doch nicht. Probieren wir natürlich aus. Fazit: das ist schneller weg als wir schauen können.
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  • Rakete gefunden

    15. September in Schweden ⋅ ⛅ 11 °C

    Der heutige Tag startet mit einer Premiere. Anina setzt sich tatsächlich ans Steuer und fährt sogar ein paar Kilometer (sie ist aber doch froh, das Steuer danach wieder Alex übergeben zu dürfen).
    Weiter gehts zum Naturreservat Kronogård, wo es trotz leichtem Regen auf eine kleine Wanderung geht (wir haben ja schliesslich Regenkleidung). Fleissig wird auch hier nach Pilzen ausschau gehalten, die scheinen aber weiterhin gut versteckt zu sein. Dafür zeigt sich die Natur durch den Nebel von ihrer mystischen Seite.
    Wieder im Trockenen wird das nächste Plätzchen herausgesucht (hier hat es dem Herrn zu viele Insekten). Auf dem Weg zurück zur grossen Strasse legen wir einen Zwischenstopp bei der Rakete ein, welche uns bereits auf der Hinfahrt zum Naturreservat ins Auge gestochen ist. Die Informationstafel schenkt Aufklärung. Hier (mittlerweile mitten im Nirgendwo) war früher eine Weltraumforschungsstation. Wer hätte das gedacht. Da musste gleich ein Selfie gemacht werden und natürlich auch die Rakete angefasst werden.
    In flottem Tempo geht es danach weiter (nur kurz von ein paar Rentieren auf der Strasse ausgebremst). Neben dem Fluss parkiert und los gehts in der Backstube (aka Selah). Heute gibt es zum (von Alex bereits sehnlichst vermissten) Tomaten-Mozzarella-Salat frisch gebackenes Naan.
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  • Apfelkuchen statt Wandermarsch

    14. September in Schweden ⋅ ☀️ 13 °C

    Das mit der Planung ist manchmal gar nicht so einfach (oder wir einfach etwas zu verträumt). Aber von Vorn. Anina hat da ein wunderschönes Plätzchen bei ihrer Recherche gesehen (auch Alex ist begeistert). Unsere Karten zeigen allerdings keine Rundwanderungen, lediglich mehrere Fernwanderwege in der Nähe. Wir entscheiden, dass wir für einmal auch den gleichen Weg hin und zurück wandern würden. Gerade bevor wir zum Wanderparkplatz losfahren wollen stellt sich eine weitere Frage, dürfen Hunde da überhaupt durch (denn der letzte Teil liegt in einem Nationalpark). Kurze Google-Recherche zeigt, nein. Was machen wir? Wir fahren trotzdem fast 3h zum Startpunkt. Wieso? Kann ja sein, dass es da anders aussieht (fragt nicht wieso).
    Kaum überraschend stehen am Parkplatz zahlreiche Autos und Camper. Ein kurzes Umsehen zeigt (was wir uns eigentlich bereits hätten denken können) bis zum Fusse des Berges können wir mit Nara wandern, dann wäre aber Schluss. Der Weg eher eine schmale Schotterstrasse und mit wenig Aussicht durch den Wald. Da suchen wir uns doch lieber etwas anderes und fahren weiter.
    Wir finden einen Platz in der Nähe einer alten Mühle, welche wir uns natürlich anschauen (Nara an vorderster Front dabei).
    Danach geht es Off-Path, wo wir nach Pilzen ausschau halten (Anina hat sich da eingehend eingelesen und will nun ihr Wissen auch unter Beweis stellen). Schnell zeigt sich aber, dass es zwar viele Pilze hat aber keine der Sorten die Anina gelernt hat. Zudem haben viele ihre besten Tage bereits hinter sich und zerlaufen schon fast. Aber bekanntlich ist ja aller Anfang schwer (und wir vermuten, dass wir hier oben bereits etwas zu spät dran sind. Da hätten wir nicht so viele Beeren sammeln sollen. Oder unsere Augen sind einfach noch nicht geschult genug.)
    Um doch noch etwas Energie loszuwerden (und endlich die Ausrüstung auch mal wieder zu benutzen) gibt es für die Damen noch eine kleine Joggingrunde. Nun doch etwas müde wird gekocht und weils schon lange keinen Kuchen mehr gab gleich einen gebacken.
    Und manchmal hat es durchaus seine Vorteile einen Hund zu haben, mit dem man Abends nochmals kurz hinaus muss. So kam Anina in den Genuss doch nochmals ein paar Polarlichter zu erspäen (zwar nur ganz schwach, aber immer noch mehr als in der vorherigen Nacht).
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  • Vom Winde verweht

    13. September in Schweden ⋅ 🌧 9 °C

    Wo am Abend noch die Sterne (und Nordlichter) zu sehen waren, sind heute morgen graue Wolken und es regnet. Laut Wetterbericht soll es aber gegen Mittag wieder sonnig werden, so wird der Morgen ganz gemütlich angegangen. Und tatsächlich, der Himmel reisst gegen Mittag auf, damit steht der geplanten Wanderung nichts mehr im Weg (Spoiler, den Wind haben wir nicht miteinberechnet).
    Also Rucksack packen, zum Startparkplatz fahren, Schuhe schnüren und loswandern. Wie zu erwarten ist der Weg teilweise mehr Bach als Weg (hat ja auch gerade geregnet), das sind wir ja schon gewohnt und so wird geschickt von Stein zu Stein balanciert. Erst geht es bergauf bis wir die Spitze des Hügels (Berg kann man das ja hier nicht nennen) erreichen, wo es uns fast weg windet. Gut in den Wind gelehnt können wir die Aussicht aber gut geniessen und das sogar noch lange, denn unser Weg führt nicht gleich wieder hinunter sondern schön im Winde weiter (ganz schön anstrengend gegen den Wind zu laufen, vorallem wenn der Herr spontan noch einen Umweg einplant). Der Umweg hat sich aber definitiv gelohnt, denn die Gegend ist einfach schön. Irgendwann schaffen wir es dann doch wieder zurück zu unserem trauten Heim. Schnell geht es zurück zum gestrigen Schlafplatz (hat uns super gepasst und vielleicht haben wir ja Glück und sehen nochmals Polarlichter).
    Während Alex das Lagerfeuer für später bereitmacht, bereitet Anina den Kartoffelgratin vor (der offensichtlich gut geschmeckt hat, wie Alex Verhalten zeigte). Wie geplant geht es später raus ans Lagerfeuer um nach Polarlichtern ausschau zu halten. Aber auch hier weht ein starker und kalter Wind (da hilft auch ein grosses Feuer nur wenig um warm zu bleiben). Wir werden wieder mit einem wunderschönen Nachthimmel beschenkt (leider ohne Polarlichter). Aufgrund der Kälte halten wir es nicht lange aus und verziehen uns bald ins wärmende Bett.
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  • Geduld zahlt sich aus

    12. September in Schweden ⋅ ☀️ 7 °C

    Heute ist es soweit, unsere Wunder-Gasflasche ist nach fast 2 1/2 Monaten leer. Wieso Wunder? Bisher hat eine grosse Flasche maximal 1 1/2 Monate gereicht und da haben wir nicht fast jeden Tag Kuchen gebacken, Beeren oder Fisch eingemacht und in zahlreichen Nächten geheizt. Vor dem Kaffee aufsetzen wird also noch kurz Gasflasche gewechselt. Nara geniesst währenddessen ihr persönliches Sonnenbett.
    Mit frischem Gas steht dem Frühstück nichts mehr im Weg. Normalerweise wird danach gleich der Abwasch erledigt, heute lassen wir alles stehen und nutzen unser 24h Patent zum Fischen voll aus (bis um 12Uhr dürfen wir noch Fische fangen). Tatsächlich haben wir wieder Erfolg und fangen eine weitere Äsche. Kurz vor Zwölf beisst dann noch eine Forelle bei Alex an, es folgt ein ca. 10 minütiger Kampf (mit vollem Körpereinsatz) um sie in unseren Käscher zu bringen um den Hacken zu lösen. Danach heisst es alles zusammenpacken, abwaschen und Wassertank füllen.
    Für die Nacht suchen wir uns ein offenes Plätzchen, denn wir hoffen noch immer auf Polarlichter. Ein Lagerfeuer ist natürlich mit am Start, schliesslich gibt es noch Fische im Kühlschrank die verspeist werden wollen.
    Auch heute zeigt sich der Himmel sternenklar, aber von Polarlichtern keine Spur (oder erkennen wir sie einfach nicht?). Trotz Feuer wird es draussen, dann irgendwann zu kalt und wir machen uns Bettfertig. Schade, wird es doch laut Wetterbericht die nächsten Tage nicht mehr so wolkenlos. Aber dann, Alex ist nur nochmals kurz hinaus um das Erlöschen des Feuers zu kontrollieren, erkennt er etwas am Himmel. Schnell wird Anina wieder aus dem Bett geklopft und dann wird gestaunt (und natürlich ein paar Fotos gemacht bzw. zumindest versucht, ganz so scharf wurden sie nicht).
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